Turn Contibet Feintuning

    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.684
      Als TAG kommt man ja häuft als Aggressor headsup zum Turn und muss sich überliegen, ob sich ne Contibet lohnt. Hier frage ich mich, wie man, unabhängig von Boardtextur, Scarecards etc., den WTS in seine Gedanken miteinbeziehen soll.

      Hoher WTS:
      + Flopcall wurde oft mit Trash gemacht, der am Turn gefolded wird
      - Gegner foldet marginale Hände (z.B. A-high) nicht.

      Niedriger WTS:
      + Gegner sieht wenige Showdowns, man hat FE
      - Der Flopcall bedeut wesentlich mehr Stärke als bei hohem WTS


      Gegen wen lohnt sich die Turn Contibet also mehr?
  • 9 Antworten
    • ciRith
      ciRith
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 18.556
      kannst du dir nicht flop-turn% und turn-river% anzeigen lassen? wenn jemand 80% flop-turn und nur 50% turn-rriver hat callt er oft mit nichts am flop und so lohnt sich ne turn bet.
      andersrum dann nicht.

      ohne die werte wird das schwer und ich würde es nicht stats sondern gegnerabhängig machen.. mit notes zb :)
    • DarKFoRcE
      DarKFoRcE
      Bronze
      Dabei seit: 11.11.2006 Beiträge: 1.023
      jo, man kann sich bei PA die fold to flop und fold to turnbet anzeigen lassen.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.444
      generell tendiere ich gegen SD-monkey eher dazu, ace high weiterzubetten als gegen postflop tighte gegner.

      sprich: SD-value = eher contibet vs SD-monkeys

      kein SD-value: Turn bet vs tighte spieler und C/F gegen SD-monkeys.

      Bei den tighten spielern muss man sich immer wieder fragen, mit welchen odds sie vllt doch einen marginalen draw gecalled haben, den sie am turn aber folden.
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.416
      Bei den tighten spielern muss man sich immer wieder fragen, mit welchen odds sie vllt doch einen marginalen draw gecalled haben, den sie am turn aber folden.



      zu einseitige Denkweise hotte, es gibt Spieler deren Chance keine Contibet im HU am Turn zu machen 30% oder mehr ist, nach dem sie am Flop gecalled wurden. Beispiel ein Call bei nem rainbow K 8 2 Board. Ein TAG fragt sich dann "Mit was called der mich und setzt mich auf nen King, weil ich eine 8 oder 2 raisen würde und das Board keine Draws hergibt. Also wenn er selber AQ hat kommt hier häufig ein Check dann ein Bet und der Pot ist Dir. Sowas nennt sich Bluff-Call und ist ein SuperInstrument um einen TAG zu exploiten.
    • ScHnibL0r
      ScHnibL0r
      Black
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 3.595
      ach das ist nen bluffcall.
      danke nani. kannst du mir vieleicht noch "reverse implied fold equity" erklaeren?
    • Tanzhase
      Tanzhase
      Black
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 1.380
      Original von Nani74
      Bei den tighten spielern muss man sich immer wieder fragen, mit welchen odds sie vllt doch einen marginalen draw gecalled haben, den sie am turn aber folden.



      zu einseitige Denkweise hotte, es gibt Spieler deren Chance keine Contibet im HU am Turn zu machen 30% oder mehr ist, nach dem sie am Flop gecalled wurden. Beispiel ein Call bei nem rainbow K 8 2 Board. Ein TAG fragt sich dann "Mit was called der mich und setzt mich auf nen King, weil ich eine 8 oder 2 raisen würde und das Board keine Draws hergibt. Also wenn er selber AQ hat kommt hier häufig ein Check dann ein Bet und der Pot ist Dir. Sowas nennt sich Bluff-Call und ist ein SuperInstrument um einen TAG zu exploiten.
      Deswegen ist auf den höheren Limits der Standard in diesem Fall c/c.
    • patrikskjold
      patrikskjold
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 891
      bluffcall? :-)
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.444
      [quote]Original von Nani74
      [QUOTE] Sowas nennt sich Bluff-Call und ist ein SuperInstrument um einen TAG zu exploiten.[/quote]danke für diese erklärung, wieder was gelernt.

      @topic:

      1)dennoch macht der default TAG weniger bluffcalls als der LAG oder SD-monkey.

      2) nur weil der gegner einen bluffcall machen könnte, ist das kein grund, dass man prinzipiell den turn weiterbettet.

      3) wenn man von bluffcalls für möglich hält, spielt man C/C turn mit marginalen händen und C/R turn mit starken händen, damit hat sichs mit der exploitability!
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.171
      Original von Ulek
      Als TAG kommt man ja häuft als Aggressor headsup zum Turn und muss sich überliegen, ob sich ne Contibet lohnt. Hier frage ich mich, wie man, unabhängig von Boardtextur, Scarecards etc., den WTS in seine Gedanken miteinbeziehen soll.

      Hoher WTS:
      + Flopcall wurde oft mit Trash gemacht, der am Turn gefolded wird
      - Gegner foldet marginale Hände (z.B. A-high) nicht.

      Niedriger WTS:
      + Gegner sieht wenige Showdowns, man hat FE
      - Der Flopcall bedeut wesentlich mehr Stärke als bei hohem WTS


      Gegen wen lohnt sich die Turn Contibet also mehr?
      Mal zum Thema:
      vs. low WTS hast du zwar vermeindlich viel FE. Aber low WTS + thinking opponent ist die Frage ja eigentlich erstmal: Warum ist dieser Spieler überhaupt am turn.

      Wenn du sagst hoher WTS, aber foldet oft am turn widerspricht sich das 1. und wenn letzteres zutrifft ist 2. die Antwort natürlich: oft zu contibetten.
      Gegen hohen WTS ist immer viel entscheidender:
      -wie verhält er sich allgemein am turn? (siehe fold to turnbet)
      -wie oft moved er am turn? (siehe turn agression, notes etc.)
      -wie verhält er sich am river checked to in Bezug auf A high calls bzw. bluffbets.

      Foldet er A high(bzw. allgemein viel) oft am turn und checked behind aber called dann mit schwachem A high ne riverdonk kann ich das durch nen check exploiten und bekomme Infos zu seiner Hand.
      Moved er oft am turn -> check/call turn.
      ->blufft er zusätzlich oft den river -> c/c all the way ab turn.

      etc.etc.

      Wo man aufpassen muss ist imo, dass man nicht anfängt aus Angst geblufft zu werden gegen Gegner die nur mit some kind of madehand am turn sind immer check/call spielt außer man hat die outs und will keinen raise und gibt sich zu wenig foldequity.
      Dagegen dann wohl besser bet/fold spielen.

      bla...