Mein Weg zum Donk

    • kingduff
      kingduff
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 852
      So, ich wollte das nur mal loswerden:
      Seit Tagen ärgere ich mich über mich selber. Angefangen mit Poker hab ich 2006, und es lief 2 Jahre eigentlich ziemlich gut. Ich hab mich mit der SSS die Limits hochgespielt, schön meine Bankroll aufgebaut und hatte auch eine Menge Spass. Ende 2007 habe ich mich beruflich verändert, sodass ich weniger Zeit hatte, das Pokern hab ich aber nicht aufgegeben. Heute fällt mir auf, dass ich aber schon damals angefangen habe grosse Fehler zu machen. Ich habe mich einfach nicht mehr weiterentwickelt, sondern die Zeit, die ich noch hatte, nur zum Spielen verwendet. Leider habe ich lange nicht bemerkt, dass ich so eigentlich keinen Gewinn mehr mache und anfange Geld zu verlieren. Nach einiger Zeit bin ich dann auch von NL 400 auf NL 200 abgestiegen, hat aber auch nichts geholfen.

      Nach einiger (viel zu langer!!!) Zeit habe ich alles bis auf 500$ ausgecasht hab 'ne Pause gemacht und wollte mit mit der BSS neustarten. Das ging aber gründlich in die Hose. Wieder hab ich zu wenig investiert (ich hab ja damals NL400 geschlagen, auf NL20 gehts auch so... :f_cry: ) und eigentlich das ganze Geld nach und nach im Laufe eines Jahres verspielt. Ein bisschen was bei SNGs, mal hier mal da, jetzt habe ich noch 65$! Gestern, nachdem ich den wahnsinnigen Betrag von 7$ beim RushPoker verdonkt hatte, wurde mir erst richtig bewusst, dass ich genau so geworden bin wie die Spieler, die ich immer belächelt habe. Das ärgert mich wahnsinnig!

      Seit gestern überlege ich was ich nun machen soll:

      a) den Rest auscashen, vom Rest 1x Pizza für die Family holen und mit Poker aufhören
      b) mich mit meinem Dasein als "Freizeitspieler" anfreunden und für die Unterhaltung bezahlen :f_eek:
      c) wieder neu einsteigen (evtl. auch mit SNGs oder PLO, da bin ich offen)

      Das Problem bei c) ist halt, dass ich max. 2-3h die Woche Zeit habe, und ich mir nicht sicher bin ob das reicht um sich auf NL50 zu etablieren (das wäre schon mein Ziel).

      Vielleicht hat ja einer einen Tipp, oder kann seine Meinung kundtun! Danke schonmal!
  • 8 Antworten
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Ich möchte auf die Richtlinien in der Sorgenhotline hinweisen. Dein Anliegen ist im Unterforum "Selbstmanagement und Gegnerpsychologie besser aufgehoben. Deshalb verschiebe ich ihn dorthin.
    • kingduff
      kingduff
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 852
      Okay, sorry. Hatte mir schon überlegt es hier zu posten, hab mich aber offensichtlich doch "falsch" entschieden.
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      wozu pokern, wenn du n job hast? bei so wenig zeit pro woche bringt es nich wirklich was sich nochmal von ganz unten hochzuspielen

      hast du früher nur sss gespielt?
    • frank1012
      frank1012
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2006 Beiträge: 2.682
      Spontane Meinung: hör auf. Du warst in der Goldgräberzeit dabei, hast unterm Strich gute Lifetime-Winnings eingefahren (vermute ich mal), hast jetzt Job und (eigene?) Familie -- da kannst du deine KNAPPE (!) Freizeit vermutlich wesentlich sinnvoller und schöner verbringen als weiter in den Nebenjob Poker zu investieren. Das Arbeiten am Spiel ist heute unabdingbar und kostet dich auf Dauer ne Menge Zeit, ganz abgesehen vom eigentlichen Spielen. Wenn dir Poker "einfach so" Spaß macht und du dich mehr als Freizeitspieler siehst, ist das doch okay, dann spiel Homerunden mit Freunden oder gönn dir hin und wieder ein Abstecher ins Casino. Macht wesentlich mehr Spaß, als die kostbare Freizeit als Grind-Maschine vor dem Rechner zu verbrennen und sich zu freuen, wenn man mal ein paar $$ gewonnen hat.

      Ich habe auch Anfang 2006 angefangen und mich bis auf NL200 hochgespielt (BSS), letztes Jahr alles ausgecasht, Pause gemacht, Neustart auf NL5. Daher kann ich mich schon in deine Lage reinversetzen. Ich persönlich komme zunehmend zu dem Schluss dass mir -- um Poker ernsthaft und ich sage mal "leistungsorientiert" zu spielen -- die Zeit zu knapp und kostbar ist.

      Frag dich, was deine Motivation beim Poker ist. Würdest du viel vermissen wenn du aufhörst? Wieviel Plus an Lebensqualität (oder "Minus" wegen Stress, Loss Chasing, Downs, etc.) gibt dir Poker, und wie viel Zeit musst du dafür aufwenden?
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo kingduff,

      Okay, sorry. Hatte mir schon überlegt es hier zu posten, hab mich aber offensichtlich doch "falsch" entschieden.
      Überhaupt kein Problem, dafür sind wir da. =)

      ...c) wieder neu einsteigen (evtl. auch mit SNGs oder PLO, da bin ich offen)

      Das Problem bei c) ist halt, dass ich max. 2-3h die Woche Zeit habe, und ich mir nicht sicher bin ob das reicht um sich auf NL50 zu etablieren (das wäre schon mein Ziel).
      Dein Skill wird sicher ausreichen, um die kleinsten Limits zu schlagen. Du weißt aber, dass auch das eine gewisse Zeit brauchen kann, weil die Varianz auf kurze bis mittlere Sicht eben auch einmal die dümmsten Mitspieler begünstigen kann. Wenn du einen Upswing erwischst, kann es auch sehr schnell gehen.

      Kalkuliere doch einmal mit einer realistischen WinRate und überlege, wie viele Hände du in 2 Stunden (also in einer Woche) spielen wirst. Dann hast du eine Vorstellung, wie lange es bei normalem bzw. gutem Verlauf dauern kann, bis du auf NL50 ankommst. Die dritte Stunde würde ich an deiner Stelle konsequent zur Weiterentwicklung deines Skills (also: Videos, Strategieartikel, Session-Analysen, Handbewertungsforen, evtl. Coachings) nutzen.

      So gerechnet bekommst du wahrscheinlich eine Vorstellung, ob die Variante c) für dich realistisch ist. Wenn du noch einmal durchstarten willst, dann richtig.

      Als Alternative gibt es immer noch die Möglichkeit, zur eigenen Unterhaltung zu pokern. Das heißt nicht zwangsläufig, Verluste zu fahren. Du müsstest aber dann auf den Microlimits bleiben. Das tun viele so. Ich kann nicht beurteilen, ob dir persönlich mit deiner Geschichte das als Freizeitbeschäftigung Spaß machen würde.

      Fatal wäre es halt, wenn du mit kleiner Bankroll und fehlendem Skill zu hohe Limits spielen würdest. Deshalb hast du völlig Recht damit, jetzt die Weichen zu stellen und Klarheit zu finden, was du willst.

      Gruß

      wespetrev
    • kingduff
      kingduff
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 852
      Danke erstmal für die Antworten. Vom Gedanken, Poker als Nebenjob zu sehen bzw. wirklich als Grinder tätig zu sein habe ich mich schon lange verabschiedet. Das war auch früher nicht anders, d.h. ich war nie auf das Geld angewiesen, es hat mir halt das eine oder andere Zuckerl ermöglicht.

      Was mich halt immer gereizt war der Versuch, besser zu sein als die anderen, und das ist für mich schon irgendwie an Aufstieg gebunden, da ich nur so andere hinter mir lassen kann. Diese Einstellung müsste ich als "Freizeitspieler" wohl ablegen.

      Die Zeitangabe ist jetzt auch nur eine Schätzung. Ich weiss genau, dass es Monate gibt, in denen ich überhaupt keine Zeit, habe, dafür kommen dann aber auch Zeiten mit mehr Freizeit. Die 2-3 Stunden sind auch schon die "bereinigte" Freizeit, also die, die ich jetzt auch schon mit donken, oder sonstigen daddeln verbringe. Ich werde wegen Poker nicht anfangen, weniger Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Da hab ich schon meine Prioritäten! :s_biggrin:

      Ich werd mir das alles, wie von wespetrev vorgeschlagen, durchrechnen, wie lange der Spass des Aufstieges für verschiedene Varianten und entsprechendem BRM dauern würde. Mal sehen was rauskommt...
    • kingduff
      kingduff
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 852
      Für alle die es interessiert:

      Ich habe mir das ganze ein bisschen überlegt und habe beschlossen, noch einmal einen Neustart mit SNGs zu versuchen und mir dabei ein paar bescheidene Ziele gesteckt. Hoffentlich klappt es mit der mir selbst verordneten Disziplin! :f_biggrin:

      Danke für die ganzen Ratschläge!
    • Opi
      Opi
      Bronze
      Dabei seit: 08.10.2006 Beiträge: 323
      Original von kingduff
      Für alle die es interessiert:

      Ich habe mir das ganze ein bisschen überlegt und habe beschlossen, noch einmal einen Neustart mit SNGs zu versuchen und mir dabei ein paar bescheidene Ziele gesteckt. Hoffentlich klappt es mit der mir selbst verordneten Disziplin! :f_biggrin:

      Danke für die ganzen Ratschläge!
      Jou ^^ - das hab ich nämlich damals (vor knapp 2 Jahen) auch so beschlossen : Sng ! Ich spiel sie gern und sie machen Spaß ! Bis heute habe ich den Spaß daran nicht verloren - und somit ist es für mich eine schöne Nebenbeschäftigung geworden.
      Auch meine Zeitschiene ist sehr knapp .... da überlegt man sich schonmal, was man mit dem bischen Freizeit anfängt.

      Opi