Über looses und tightes Spiel

  • 4 Antworten
    • allizdoR
      allizdoR
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 4.568
      ich finde den neuen Artikel ganz nett, aber um ihn umzusetzen finde ich ihn zu schwammig. Mag sein, das der Artikel aber gerade deswegen gut in die Bronze Sektion passt und nicht in der Silber Sektion steht.

      Auf den unteren Limits sollte man sich über solche Dinge aber vllt noch weniger Gedanken machen über Loose und Tight. Aber Silber oder Gold gibt es auch schöne Software um solche Spieler/Tische schnell ausfindig zu machen und da würde der Artikel wieder etwas mehr in den Content hinein passen.

      Eine Überlegung die mich interessieren würde ist, ob man an einem sehr tighten Tisch nicht sehr loose spielen sollte und auf die Blinds zu schauen.
      Mir ist es heute wieder aufgefallen, dass an einem tighten Tisch sehr oft alle folden nachdem einer geraist hat. Somit könnte man doch viel mehr Hände PreFlop first in raisen und den Flop betten, solang keine Facecards fallen. Bei Gegenwehr oder Facecards am Flop kann man sich dann auch leicht von der Hand trennen.
      Gibts dazu Erfahrungen oder Untersuchungen? Ob sich die Idee lohnen könnte?
    • Prilente
      Prilente
      Bronze
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 265
      Ein paar Anmerkungen zur Interpunktion und Orthographie:

      Pre-Flop ist dies sehr einfach möglich, indem man sich an den hier angebotenen SHC hält[,] der bereits ein tightes Pre-Flopspiel vorschreibt.
      Ein TAG spielt nur wenige Starthände (siehe hierzu SHC) und spielt diese auch nur weiter[,] wenn er den Flop [-trifft] oder einen aussichtsreichen Draw trifft. Diese Hände spielt er dafür sehr aggressiv und schützt sie durch [R]aises und bettet for value.
      Dieser Spieler spielt deutlich mehr Starthände und spielt auch am Flop Hände[,] die eigentlich keine legitimen Hände sind[,] was natürlich langfristig einen negativen Erwartungswert besitzt.
      Diese Spielweise erfordert jedoch ein ausgezeichnetes Post-Flop Spiel[,] da es einen in sehr schwierige Situationen bringen kann und bietet sich gerade für Anfänger noch nicht an, die es nach Möglichkeit verhindern sollten[,] sich selbst in schwierige Situationen zu bringen.
      Im folgenden [...] wird die alte Regel, dass man gegen tighte Gegner loose spielen sollte und gegen loose Gegner tight spielen sollte etwas genauer definiert[,] da sie in dieser Form leider sehr ungenau ist und dadurch zu Fehlern führen kann.
      Je größer der Pot ist, je höher die Antes, je höher die Blinds und je mehr Gegner bereits im Spiel sind[,] desto looser kann man spielen.
      Ja, im ersten Moment schon. Doch der Grund hierfür ist die Tatsache, dass mehr Spieler, eine höhere [A]ntes und höhere Blinds automatisch besser Potodds bringen, wodurch auch spekulative Hände wie kleine suited connectors einen positiven Erwartungswert erhalten.
      Während solche Hände gegen einen einzigen Gegner[,] der euch isoliert[,] kein Value besitzen, gewinnen sie dieses in Multiwaypötte[n] dadurch, dass die Potodds dramatisch ansteigen und somit eine deutlich geringere Anzahl der gespielten Hände sich zu einem starken Blatt entwickeln müssen, um einen positiven Erwartungswert zu erhalten.
      Loose Spieler werden ihre Karten deutlich seltener folden, als tighte Spieler[,] wodurch sich ein Semibluff hier nicht lohnt.
      Semibluffs sollten generell nur gespielt werden[,] wenn man eine große Chance sieht, dass der Gegner foldet.
      Für den Bluff gilt hier natürlich das gleiche[,] da der Bluff seinen Erwartungswert daraus bezieht, dass man davon ausgeht, dass die Gegner folden.
      Wenn man bis zum River von einem loosen Spieler runtergecalt wird[,] hat ein Bluff einen sehr negativen Erwartungswert.
      Die eigenen Starthände müssen in loosen Spielen nicht so gut sein wie in tighten Spielen, da die Gegner ja ebenfalls dazu neigen[,] schlechtere Hände zu spielen und somit die Edge bei schlechteren Starthänden steigt.
      Wenn man mit diesen seinen Flush oder seine Straight trifft, hat man mit nur einer Hand eine sehr hohe Gewinnerwartung[,] da loose Spiele in der Regel zu großen Pötten führen[,] die man meist auch gewinnt[,] wenn man seine Hand macht mit solchen Karten.
      Die Gründe hierfür sind einleuchtend[: ]
      Wie wir sehen, ist [es] wichtig sein eigenes Spiel an das der Gegner und der Spielstruktur (Antes, Blinds etc[.]) anzupassen.
      Bluffs und Semibluffs verlieren in loosen Spielen ihren positiven Erwartungswert[,] den sie in tighten Spielen haben.
    • Milamber
      Milamber
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 2.680
      @ alizdor

      Im Grunde ist die wirkliche Umsetzung auf den micro limits natürlich schwierig wenn man diesen Artikel alleine betrachtet. Allerdings ist in zusammenhang mit den Anderen Artikeln zu sehen und soll das denken der Neuanfänger, was wie ich denke gut gelungen ist.

      Was du da ansprichst ist zum einen das ORC, was allerdings aus gutem grund erst erheblich später anwendet. Zum anderen gibt es sogenanntes gegnerabhängiges Stealen und die von dir beschriebenen Contibets. Auch dieses wird aber aus gutem Grund erst nach einer gewissen Lernstufe Angewendet, da der Spieler häufig in marginale Situationen kommt und viel Verlusst machen kann, wenn er Situationen noch nicht gut genug evaluieren kann.

      @ Prilente

      Vielen dank für dein Feedback. Die Fehler habe ich gefixed.

      MfG,

      Milamber
    • allizdoR
      allizdoR
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 4.568
      danke fürs Statement