Semi-Bluff und Pure-Bluff

  • 8 Antworten
    • JannemannJan
      JannemannJan
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2007 Beiträge: 257
      Hallo,

      ich finde den Artikel ehrlich gesagt nicht ausführlich genug und nicht praktisch genug.

      Als Einleitung finde ich ihn ok, dann müsste aber explizit auf ein paar Standard-Moves eingegangen werden - z.B. Heads-Up, no PFA, Out of Position - BET oder Semibluff bei Flushdraw am Flop gegen 2 oder mehr Leute usw.

      Am Ende am besten eine kurze Zusammenfassung wann es sich auf kleinen Limits lohnt zu bluffen und dann noch ein paar Beispielhände.

      Will natürlich nichts schlechtreden, freue mich naütrlich über den neuen Artikel - aber hätte mir ehrlich gesagt mehr davon erwartet...

      LG Jan
    • Kaka11
      Kaka11
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 1.548
      einige Sätze sind nicht besonders gut und klar geschrieben.

      Mal ein Beispiel:

      Unser Hauptaugenmerk dabei liegt darauf, dass unser Gegner foldet um einen Pot direkt zu gewinnen...

      das ist einfach schwammig formuliert

      Unser Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass unser Gegner auf unsere Bet foldet, sodass wir den Pot direkt gewinnen... (warum nicht so? :) )



      Es ist kein Weltuntergang, aber man muss durch sowas die Artikel (bzw. einige Sätze) mehrmals lesen.
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Original von JannemannJan
      Hallo,

      ich finde den Artikel ehrlich gesagt nicht ausführlich genug und nicht praktisch genug.

      Als Einleitung finde ich ihn ok, dann müsste aber explizit auf ein paar Standard-Moves eingegangen werden - z.B. Heads-Up, no PFA, Out of Position - BET oder Semibluff bei Flushdraw am Flop gegen 2 oder mehr Leute usw.

      Am Ende am besten eine kurze Zusammenfassung wann es sich auf kleinen Limits lohnt zu bluffen und dann noch ein paar Beispielhände.

      Will natürlich nichts schlechtreden, freue mich naütrlich über den neuen Artikel - aber hätte mir ehrlich gesagt mehr davon erwartet...

      LG Jan

      Naja, es soll halt auch nicht mehr sein als eine Einleitung :) . In der Goldsektion wird näher darauf eingegangen; spezielle Beispielhände und Spots werden dort beschrieben. In den niedrigen Limits sollte ohnehin kaum ge(semi)blufft werden. :)


      @Philla: Danke fürs Feedback, welche anderen Sätze meinst du speziell?
    • cairol
      cairol
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 1.036
      Ich stecke gerade mitten in einem Downswing und arbeite nochmals alle Artikel durch. Bei einem Abschnitt bin ich mir nicht sicher ob ich a) etwas komplett falsch verstanden habe oder b) einfach zu weit denke ;)

      Wir haben also Potodds von 10:1. Wenn unser Gegner nun in mindestens 10% der Fälle (1:10) auf eine Bet unsererseits folden würde, wäre damit ein Bluff zu rechtfertigen und auch profitabel.


      Auf den ersten Blick eigentlich vollkommen logisch, wir rechnen mit dem Erwartungswert. Wenn wir einmal von 11 Fällen den Pot gewinnen sind wir break-even. Aber kann man das wirklich so rechnen? Wir können ja nicht annehmen das wir die exakt gleiche Situation gegen genau diesen Gegner (der immer noch genauso spielt) noch einmal - geschweige denn genug oft für eine ausreichende sample-size - spielen werden.

      Mir ist das auch schon oft bei Beispielhänden aufgefallen. Der Pot am River sei schon so gross, dass man callen müsse da man ja nur einmal von x Fällen vorne sein muss. Aber auch hier müssten es ja genau die gleichen Fälle sein?

      Lange Rede kurzer Sinn: Kann man wirklich davon ausgehen und damit rechnen dass man genügend vergleichbarer Situationen gegen denselben Gegner spielt, damit man mit dem EV rechnen kann?
    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.875
      Original von cairol
      Lange Rede kurzer Sinn: Kann man wirklich davon ausgehen und damit rechnen dass man genügend vergleichbarer Situationen gegen denselben Gegner spielt, damit man mit dem EV rechnen kann?
      Ich denke der Punkt ist, dass man vor allem gegen verschiedene Gegner spielt und in aehnlichen Situationen, dann eben in einem von X Faellen den passenden Gegner hat.

      Ich geb mal ein Beispiel. Hatte eben AK und raise. Bin HU. FLop 884 ich bette. Turn 8848 ich bette. Gegner called immer. River 88486. Ich denke, dass ich hier eine Valuebet mit A-high habe: bette der Gegner raist und ich bekomme Pottodds von 9:1 so dass ich in nur 10% der Faelle die beste Hand haben muss.
      Ich calle und der Gegner zeigt mir T3-high. Ich glaube die meisten Gegner wuerden hier nicht bluff-raisen, in solcher, oder aehnlicher Situationen, aber ab und zu ist mal ein aggressiver Spieler dabei. Gegen die sollte man natuerlich eher check/call spielen im Durchschnitt, aber es aendert nix daran, dass du oft in Situationen kommst, wo du im Schnitt mit einer Call Profit machst.

      Andere Faelle sind, wenn du bei Pottodds von z.B. 1:10 die beste Hand foldest, weil es vor dir bet raise ging. Dann aergert man sich, sollte sich aber ueberlegen, dass dies manchmal nur in einem von 20 Faellen passiert und der Fold deswegen richtig und easy war.

      Das passt jetzt alles gar nicht sosehr zu (semi)bluff, aber vielleicht hilft es die bei deinen Gedankengaengen. Ich kann dir garantieren, das jede Hand anders ist und auch Gegner die gleiche Hand anders spielen können, auch wenn es derselbe Gegner ist. Du musst versuchen die Muster zu uebertragen.
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      jollyroger hat es eigentlich schon gut erklärt :)

      ich versuche mich noch in eigenen worten...

      die hand braucht sich nicht zu wiederholen, nicht mal gegen den gleichen gegner musst du eine ähnliche situation vorliegen haben. es ist ein stochastisches gedankenspiel:
      wenn du die hand unendlich oft spielen würdest und du dann in 1 von 11 fällen vorne liegen würdest, dann kannst du callen bei potodds von 10:1, einfach weil deine gewinnchancen 10:1 sind.

      falls du probleme mit dem begriff der unendlichkeit in diesem zusammenhang hast:
      stell dir vor, die hand würde 11 mal exakt so ablaufen. auch dann die gleiche frage: wenn du dann in 1 von 11 fällen vorne liegen würdest, dann kannst du bei potodds von 10:1 callen.

      merke:
      es geht nicht darum, dass du in deiner karriere noch genügend solcher situationen begegnen wirst. selbst wenn das deine erste und einzige hand überhaupt wäre, kannst du dieselben argumente benutzen.

      genauso könntest du sagen, wenn du in deinem leben nur 1x eine münze werfen dürftest, dass die wahrscheinlichkeit für kopf oder zahl jeweils 0.5 ist. obwohl sich die situation nie wiederholen wird!

      isses jetzt klar? ruhig nochmal nachfragen wenn's noch nicht klar ist =) ich kann mir vorstellen, dass ich dich noch mehr verwirrt haben könnte...
    • JollyRoger183
      JollyRoger183
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 8.875
      Also mich hast du nun verwirrt ;) nein, nur Spass ich weiss ja was du meinst. Im Forum gab es damals zu diesem Thema der "in einem von X Faellen" thematik mal ne Diskussion mit TobiasNRW.

      Original von DonSalva
      stell dir vor, die hand würde 11 mal exakt so ablaufen. auch dann die gleiche frage: wenn du dann in 1 von 11 fällen vorne liegen würdest, dann kannst du bei potodds von 10:1 callen.

      Hier sollte man vieleicht noch dazu sagen, dass man nicht exak die selbe hand im sinnen von "was halte ich, was haelt mein Gegner" spielt, denn dann waere das Ergebnis ja auch immer gleich, sonder. Dass die Betsequenz des Gegners mit vielen verschiedenen Haenden gleich aussehen kann. Er kann z.B. check/call Flop c/r Turn bet River mit einem Monster spielen, mit einem Draw, oder als pure Bluff. Und wenn er letzteres zu 10% macht, dann solltest du bei 9:1 callen.

      Oder noch einfacher, du bettest IP Flop und Turn und der River wird von ihm gedonkt, weil ein Flush ankommt. Wenn du jetzt callest und er hat den Flush, dann verlierst du die Hand natuerlich immer wieder, wenn es die exakt gleiche ist, aber in 1 von X bluffdonkt er halt.

      @DonSalva, gute Idee mit dem Muenzwurf. Es ist manchmal schwer zu bemerken, was eigentlich von dem Fragenden nicht verstanden wurde, weil fuer einen selbst je eigentl. alles klar ist.


      Mal ne Frage off topic: ist es eigentlich möglich zu jeden Artikel den Autor dazu zu schreiben?
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      Original von JollyRoger183
      Hier sollte man vieleicht noch dazu sagen, dass man nicht exak die selbe hand im sinnen von "was halte ich, was haelt mein Gegner" spielt, denn dann waere das Ergebnis ja auch immer gleich, sonder. Dass die Betsequenz des Gegners mit vielen verschiedenen Haenden gleich aussehen kann. Er kann z.B. check/call Flop c/r Turn bet River mit einem Monster spielen, mit einem Draw, oder als pure Bluff. Und wenn er letzteres zu 10% macht, dann solltest du bei 9:1 callen.
      genau :)

      das mit dem autor werde ich versuchen in erfahrung zu bringen. im moment sind viele noch im urlaub, aber ich schätze in 2-3 wochen spätestens dürfte ich das geklärt haben. :D