Umverteilung als Argument fürs Pokern

    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.404
      Nur um den Gedanken mal nicht zu verlieren. Ist eigentlich in der Diskussion um Poker und dem Kontakt mit der Politik das Argument jemals betrachtet wird, dass beim Pokern ja das Geld im Durchschnitt von undisziplinierten, spaßaffinen Menschen zu disziplinen, seriösen und ernsthaften Menschen fließt? Und dass das Geld in den Händen von letzteren einen höheren gesellschaftlicheren Wert haben könnte? Sicherlich eine Fragestellung über die man nachdenken kann. Wie seht ihr das?
  • 17 Antworten
    • Wettergott
      Wettergott
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 78
      für die wirtschaft (dadurch auch für die politik) ist es bestimmt besser, wenn dass geld bei "spaßaffinen Menschen" bleibt, denn die werfen im schnitt mehr damit rum und kurbeln so die wirtschaft an.
      Geldbewusstere menschen (winning players) gehen meist bedachter mit ihrem geld um was eher kontra für die wirtschaft ist.
      oder wie haushaltest du so mit den finanzen als blacky?
    • Chaka069
      Chaka069
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2009 Beiträge: 91
      falscher gedanken gang:

      spaß menschen werfen es vlt für Konsum raus, winning player legen es an, was zur Kapitalaufstockung und somit zur Investitionskraft beiträgt...


      sowieso zahlen pokerspieler keine Steuern also sind alles gauner xD
    • MfGOne
      MfGOne
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 7.130
      ja nani, der gesellschaftliche wert des geldes was du armen donks abzieht erhöht sich damit ungemein :rolleyes:

      ach, du gibts gar nicht deine gesamten winnings bis monatsende aus? ohhh nevermind
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.404
      gesellschaftlicher wert ist nicht gleich wirtschaftlicher wert. ich dachte eher so an spenden, hilfeleistungen usw.
    • cuQa
      cuQa
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 1.231
      Das Geld wandert vom schlechten Spieler zum guten Spieler und mehr nicht.

      Man kann sich alles einreden, aber gibt ja wohl genug Spieler, die viel gewonnen haben und ihr Geld mit beiden Händen verprassten, also alles andere als seriös und diszipliniert sind.
    • Chaka069
      Chaka069
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2009 Beiträge: 91
      btw is der effekt viel zu klein poker is lediglich eine kleine Umverteilung mehr nich...

      au´ßerdem zahlen spieler immernoch keine Steuern von da her is der Effekt des pokerns niemals ein vorteil...

      und btw natürlich schafft anlage mehrwert, egal in welcher wirtschaft man sich befindet...

      das was du sagst is schlichtweg sowohl nich relevant und in sich nich stimmig...

      edit : achso mehrwert wird schon allein dadurch geschaffen, dass kapital versteuert wird ( gesellschaft. mehrwert)
    • MrIndependent
      MrIndependent
      Silber
      Dabei seit: 26.04.2010 Beiträge: 282
      Naja unabhängig davon ist allein durch die Tatsache, dass das Pokerunternehmen bezahlte Angestellte hat, das Pokern an sich schon gesellschaftliches und wirtschaftliches +EV.

      Ob ansonsten das Geld immer so bei den richtigen landet möchte ich doch arg bezweifeln, wenn ich lesen muss, was hier einige ab und zu so zum Besten geben ;)


      Ansonsten zahlt der Profi halt keine Steuern, dafür ist es aber afaik mittlerweile bewiesen, dass Leute die zu Hause sitzen mehr verbrauchen, als diejenigen, die sich grade draußen bewegen.

      Gilt auch für Leute die im Stau stehen --> unwirtschaftlich ^^
    • Toerke79
      Toerke79
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 6.133
      Also deiner Argumentation folgend können wir ja auch den Drogenhandel legalisieren. Der disziplinierte, nicht süchtige Verkäufer betreibt aktiv Umverteilung, indem er dem genussmittelaffinen Junkie die Kohle für Drogen abknöpft.
      Und bevor jetzt der Einwand mit der Seriösität kommt, Pokerspieler sind total seriös, weil...?
    • Chaka069
      Chaka069
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2009 Beiträge: 91
      Den beweis würde ich gern sehen ^^... die zahlen für Konsumgüter vlt mehr...
      Leute, die sich draußen bewegen, geben bestimmt mehr für Dienstleistung aus ( was btw wenn ich mich nich täusche 65% des BIP ausmacht) und auch nur wenn man das so pauschal sagen kann...


      nochmal zu nani wegen gesellschaftlichen mehrwert, sozialem, etc. wenn ich das richtig verstanden hab...

      #1 kannst du nicht sagen, das alle Fische es nur wegen schlechtem BRM sind, daher die Frage, ob schlechte Spieler = weniger schlecht mit Geld umgehen können

      #2 Wieviel PKR PLayer kennst du, die mit ihren Winnings das rote Kreuz unterstützen..
    • HeadsUp88
      HeadsUp88
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2010 Beiträge: 1.301
      ich werf mal die unsichtbare hand ins feld...

      das ist nicht nur im pokern so sondern in überall im leben!
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Original von Nani74
      Nur um den Gedanken mal nicht zu verlieren. Ist eigentlich in der Diskussion um Poker und dem Kontakt mit der Politik das Argument jemals betrachtet wird, dass beim Pokern ja das Geld im Durchschnitt von undisziplinierten, spaßaffinen Menschen zu disziplinen, seriösen und ernsthaften Menschen fließt? Und dass das Geld in den Händen von letzteren einen höheren gesellschaftlicheren Wert haben könnte? Sicherlich eine Fragestellung über die man nachdenken kann. Wie seht ihr das?
      Erstmal wird ja in der Politik Pokern als Glücksspiel betrachtet, sonst wärs ja ausserhalb von Spielbanken komplett legal. Aber übersehen wir mal die Tatsache.

      Die Gesellschaft ist nicht interessiert daran, dass Leute die mit Geld besser wirtschaften können dieses auch (er)halten. Denn ansonsten würde man Leuten die viel verdienen nicht mehr, in Form von Steuern, abziehen sondern es ihnen lassen, da das Geld ja deiner Argumentation zu Folge in deren Händen mehr gesellschaftlichen Wert hat. Und mit allem was sie nicht versteuern im nächsten Jahr wieder überdurchschnittlich Rendite erschaffen würde was dann zusätzlich versteuern müssten.
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.404
      jo war wohl doch eher nur mal ein gedanke mit dem wert von ner halben kokosnuss^^
    • VeganProgRock
      VeganProgRock
      Black
      Dabei seit: 01.07.2009 Beiträge: 484
      Original von Nani74
      Nur um den Gedanken mal nicht zu verlieren. Ist eigentlich in der Diskussion um Poker und dem Kontakt mit der Politik das Argument jemals betrachtet wird, dass beim Pokern ja das Geld im Durchschnitt von undisziplinierten, spaßaffinen Menschen zu disziplinen, seriösen und ernsthaften Menschen fließt? Und dass das Geld in den Händen von letzteren einen höheren gesellschaftlicheren Wert haben könnte? Sicherlich eine Fragestellung über die man nachdenken kann. Wie seht ihr das?
      Es kommt sehr darauf an, wofür der Winning Player das Geld verwendet. Möchte er damit in Saus und Braus leben? Oder behält er nur das nötigste für sich und spendet das meiste? Und bei den Spenden kommt es wiederum darauf an, wie sinnvoll das Geld letztenendes verwertet wird.

      Poker kann jedenfalls sehr wohl einen gesellschaftlichen Nutzen haben (Neben dem Entertainment), je nachdem, wie das Geld umverteilt wird. Ich persönlich brauche z.B. keinen übertriebenen Luxus und sehe es als Erfüllung, später einmal den Großteil meiner Winnings zu spenden oder in eigene sinnvolle Projekte zu stecken. Das heißt natürlich nicht, dass ich von meinen Winnings nicht auch direkt profitiere.
    • Scherben
      Scherben
      Diamant
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 987
      Original von VeganParadise]
      Ich persönlich brauche z.B. keinen übertriebenen Luxus und sehe es als Erfüllung, später einmal den Großteil meiner Winnings zu spenden oder in eigene sinnvolle Projekte zu stecken. .
      #this!

      @veganparadise: spielst du mit dem gedanken an einen lebenshof oder ähnliches zu spenden?
    • VeganProgRock
      VeganProgRock
      Black
      Dabei seit: 01.07.2009 Beiträge: 484
      Original von Scherben
      Original von VeganParadise]
      Ich persönlich brauche z.B. keinen übertriebenen Luxus und sehe es als Erfüllung, später einmal den Großteil meiner Winnings zu spenden oder in eigene sinnvolle Projekte zu stecken. .
      #this!

      @veganparadise: spielst du mit dem gedanken an einen lebenshof oder ähnliches zu spenden?
      Möglichkeiten, die ich mir bisher überlegt habe:

      * den VGT (Verein gegen Tierfabriken) in Österreich unterstützen. Ein sehr erfolgreicher Verein, der jedoch zum Opfer der Staatsgewalt wurde, wichtige Mitglieder wurden (zu Unrecht, wie sich herausgestellt hat) überfallen und ins Gefängnis gesteckt; ein Fall, den ich lange und mit großem Bedauern verfolgt habe.
      * Sich an http://www.givewell.org und http://www.givingwhatwecan.org orientieren und besonders effektive Organisationen unterstützen. Nach http://www.utilitarian-essays.com soll es außerdem sehr effektiv sein, http://www.veganoutreach.org zu unterstützen
      * Eine eigene vegane Döner/Imbissbude aufmachen und bei Erfolg zu einer wachsenden Kette ausbauen. Ich denke, dass die vegane Lebensweise auch deshalb so wenig verbreitet ist, weil es an gut schmeckenden und preiswerten Angeboten mangelt, jedenfalls in der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung. Bin auch schon in der Lage, sehr schmackhafte Döner zu kreieren.^^

      BTW: Ein Artikel bei http://www.utilitarian-essays.com bestätigt mich in der Anwendung meiner Pokerskills:

      "A number of people go to work for nonprofit organizations because they care about making a difference to the world. However, in many cases, these people might be able to make a bigger total impact by making a lot of money in business and then funding other people to accomplish the "do-gooder" work. This is especially true if the skills they would bring to a nonprofit job are easily replaceable or otherwise not highly valuable."
    • tiltnonstop
      tiltnonstop
      Global
      Dabei seit: 29.03.2007 Beiträge: 1.452
      Original von Nani74
      Nur um den Gedanken mal nicht zu verlieren. Ist eigentlich in der Diskussion um Poker und dem Kontakt mit der Politik das Argument jemals betrachtet wird, dass beim Pokern ja das Geld im Durchschnitt von undisziplinierten, spaßaffinen Menschen zu disziplinen, seriösen und ernsthaften Menschen fließt? Und dass das Geld in den Händen von letzteren einen höheren gesellschaftlicheren Wert haben könnte? Sicherlich eine Fragestellung über die man nachdenken kann. Wie seht ihr das?
      Lange nicht mehr so einen Bullshit gelesen, was die eigene Selbstwahrnehmung angeht.

      Was soll denn da bitte das Argument sein? Ja, liebe Politiker, Ihr solltet Online Poker regulieren, weil da das Geld von der Vielzahl der Euch wählenden Schafe zu einem ganz kleinen Kreis von Elitespielern umgeleitet wird, die dann in Ihrer unerdfindlichen Weisheit das Geld wieder ausgeben? Die werden sicher sehr begeistert sein.

      Ich glaube auch nicht, dass im Online Poker wirklich im großen Stil Geld umverteilt wird. Selbst wenn man für die letzten Jahre sagen wir mal die 1000 größten Winner zusammenzählt, ist mehr Geld in die Taschen der Betreiber geflossen als in jede der Spieler. Und der Kreis derer, die mit Online Poker wirklich ernsthaftes Geld verdienen (sagen wir mal 100$/h aufwärts), ist gemessen an der Spielerzahl ziemlich klein, grob geschätzt vielleicht eine Promille oder so. Das ist nach meiner Einschätzung auch eines der größten Probleme bei der Regulierung: So wenige wirklich Gewinner, die der Politik im Fall von Verhandlungen auch nicht viel auf den Tisch legen könnten (und ich meine jetzt nicht Schwarzgeld :D ).
    • Scherben
      Scherben
      Diamant
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 987
      Original von VeganParadise
      Original von Scherben
      Original von VeganParadise]
      Ich persönlich brauche z.B. keinen übertriebenen Luxus und sehe es als Erfüllung, später einmal den Großteil meiner Winnings zu spenden oder in eigene sinnvolle Projekte zu stecken. .
      #this!

      @veganparadise: spielst du mit dem gedanken an einen lebenshof oder ähnliches zu spenden?
      Möglichkeiten, die ich mir bisher überlegt habe:

      * Eine eigene vegane Döner/Imbissbude aufmachen und bei Erfolg zu einer wachsenden Kette ausbauen. Ich denke, dass die vegane Lebensweise auch deshalb so wenig verbreitet ist, weil es an gut schmeckenden und preiswerten Angeboten mangelt, jedenfalls in der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung. Bin auch schon in der Lage, sehr schmackhafte Döner zu kreieren.^^
      gute idee. Zum glück wohn ich in ner realativ großen stadt wo es ein veganes restaurant gibt.^^ Btw der Muffin Man in Hannover (3 stück gabs da vor 2 jahren) ist auch (mittlerweile leider nur fast) vegan und sehr erfolgreich.