positive und negative Varianz und emotionen

    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      Ich habe bei mir bemerkt, dass mich meine winning und loosingsessions zu sehr beeinflussen. Wenn ich viel verliere bin ich schlecht drauf und wenn ich mal ordentlich über ev runne oder einfach durch gutes spiel große winnings gemacht habe, dann würde ich am liebsten den ganzen Tag spielen und denke zu viel an poker.

      Mit Tilt habe ich keine Probleme mehr, selbst wenn ich 5mall mit AA preflop verliere und aus den SNGs fliege.

      Wie schaffe ich es, das ich poker als eine Art "Job" sehe und mich von der Varianz (ob positiv oder negativ) emotional nicht beeinflussen lasse.
      Würde ich bei jeder Sesssion genau anteilig an meinem ROI gewinne machen, dann wäre ich emotional sicher nicht mehr betroffen.
  • 22 Antworten
    • abakusschwarz
      abakusschwarz
      Black
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 1.598
      Varianz ist nicht positiv oder negativ, sondern eine Zahl.
    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      Ihr wisst sicher was ich damit meine. Die Varianz die man als positv oder negativ erachtet.

      @Klugscheisser
      Die Varianz ist eine Eigenschaft der Verteilung einer Zufallsvariablen und hängt nicht vom Zufall ab.

      Also Varianz ungleich Zahl.
    • CoinNo1
      CoinNo1
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 375
      Ja es kann einem schon mal stark an den Schnürsenkel gehn.

      In mein Augen gibts nur eine Lösung dafür:
      Man spielt limits bei denen einen das Geld nicht sehr juckt sprich man hat dementsprechend viel Kapital.
    • abakusschwarz
      abakusschwarz
      Black
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 1.598
      Original von timii132
      Ihr wisst sicher was ich damit meine. Die Varianz die man als positv oder negativ erachtet.

      @Klugscheisser
      Die Varianz ist eine Eigenschaft der Verteilung einer Zufallsvariablen und hängt nicht vom Zufall ab.

      Also Varianz ungleich Zahl.
      Die 11er sind gar zu dum um Wikipedia zu verstehen. :facepalm:
    • larseda
      larseda
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 9.299
      ich mag varianz ... sonst wäre poker schon tot
    • Pokerboydd
      Pokerboydd
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 1.813
      Original von timii132
      Ihr wisst sicher was ich damit meine. Die Varianz die man als positv oder negativ erachtet.

      @Klugscheisser
      Die Varianz ist eine Eigenschaft der Verteilung einer Zufallsvariablen und hängt nicht vom Zufall ab.

      Also Varianz ungleich Zahl.
      Edit by HockeyTobi,
      Na die Wortwahl muss sicherlich nicht sein


      Ehe du versuchst Klugscheißer durch Wikipediazitate zu rügen, mach dir doch die Mühe den Hintergrund mathematischer Definitionen zu verstehen.

      Die Varianz ist ein Streuungsmaß, also ein Maß für die Streuung. Man könnte sogar 'Maßzahl' sagen. ;)

      Durch die Definition als dem Durchschnitt der Abweichungsquadrate vom Durchschnitt eines statistischen Merkmals kann die Varianz auch nie kleiner als 0 sein, ein zweites indiz dafür das eine Varianz nicht negativ ist.

      So, jetzt bin ich auch ein Klugscheißer, nu gehts mir besser :)
    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      LOL wie sich die Blackmemberspamer profilieren müssen.

      Man kann die Varianz berechnen und sie ergibt eine Zahl. Diese Zahl passt jedoch nicht auf alle Fälle, in einem Fall ist sie 8 im anderen 300.
      Der von mir kopierte Wikisatz beschreibt eher was die Varianz ist, anstat "Die Varianz ist eine Zahl".

      BTW back to topic please

      --------------

      Mein Ziel ist es eben egal ob ich 15Tage BE spiele und am 16Tag 20Bi Über EV runne, emotional davon nicht betroffen zu sein. Falls so etwas überhaupt möglich ist.
    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      Original von abakusschwarz
      Varianz ist nicht positiv oder negativ, sondern eine Zahl.
      @op: sei mir ned böse aber wenn du dadrüber etwas mehr nachdenken würdest, würde dir seine Aussage wahrscheinlich etwas klarer werden ;)

      Hab aber des gleiche Problem wie du... kriegs leider auch meist nicht hin die Varianz als Teil des Ganzen zu sehen.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Natürlich ist das möglich und andernfalls kannst du auch gar nicht erfolgreich spielen, weil du sonst immer tilten würdest.
      Lies dir mal "The Pokermindset" durch.
    • HockeyTobi
      HockeyTobi
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2005 Beiträge: 23.227
      So Leute,
      bitte zurück zum Thema und sich nicht mit Spitzfindigkeiten aufhalten. Mathematisch gesehen ist die Varianz natürlich eine Zahl, die man in der Statistik eben auch ausrechnen kann. Im Poker rechnet man da natürlich nicht wirklich eine Zahl aus.

      Ich denke aber, dass der Thread eher im Selbstmanagement- Forum besser aufgehoben ist, und verschiebe ihn nach dort.

      Viele Grüße
      Tobi
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Grade wenn man mit Begriffen wie Varianz und Erwartungswerten um sich wirft, dann finde ich auch das diese wenigsten richtig benutzt werden und nicht nur sinngemäß.

      Die Varianz ist die systematische quadratische Abweichung vom Erwartungswert und daher immer eine positive Zahl. Das einzige was negativ sein kann ist die systematische Abweichung vom Erwartungswert. Und selbstverständlich hängt sie vom Zufall ab, da diese Abweichung nicht vorherbestimmt werden kann. Schön wärs, dann würde ich jedes Wochenende Lotto spielen :-D

      Var (x) = Summe von 1 bis n über [X - mü]^2

      Die Varianz an sich ist auch relativ aussagefrei, da sie in der Regel Dimensionen annimmt die man nicht vernünftig interpretieren kann und man greift daher zur Standardabweichung, Standardabweichung = Wurzel [SQR]. Damit kann man dann effektiv was anstellen, da dieser Wert letztendlich zeigt wie groß die beobachteten Abweichungen im Schnitt tatsächlich waren (die lassen sich dann mit den beobachteten Werten auch ganz gut vergleichen).

      @Topic:
      Mit Tilt habe ich keine Probleme mehr, selbst wenn ich 5mall mit AA preflop verliere und aus den SNGs fliege.

      Wie schaffe ich es, das ich poker als eine Art "Job" sehe und mich von der Varianz (ob positiv oder negativ) emotional nicht beeinflussen lasse.


      Du spielst höchstwahrscheinlich auf scared money und das ist auch eine Form von Tilt, da du dadurch Fehler machst welche nicht sein müssten.

      Du musst dir mal selber die Frage stellen welchen Stellenwert GELD in deinem Leben hat. Ich hatte erst gestern ein Gespräch über meine täglichen Swings und die Summen mit denen teilweise da rumhantiert wird verdienen andere in einem viertel Jahr nicht.
      Der Durchschnittsmensch (aka Nicht-Pokerspieler) betrachtet Geld als was greifbares und assoziiert beim Gedanken an Geld Dinge die er sich damit kaufen kann. 400 Euro = Playstation, 5000 Euro = Kleinwagen etc.
      Wenn der Durchschnittsmensch 5000 Euro an einem Tag verlieren würde, dann fühlt er sich schlecht, weil er den Gegenwert eines Kleinwagens verloren hat und wenn er NICHT gespielt hätte, dann hätte er diesen Gegenwert noch. (scared money)

      Wenn du langfristig erfolgreich spielen willst, dann musst du lernen zu unterscheiden zwischen echtem Geld und Investitionskapital (oder wie auch immer du es nennen willst), also Geld das als Basis für deine Gewinne dient und zu keinem anderen Zweck dient.
      Es gibt das BRM damit dein Investitionskapital in schlechten Zeiten nicht verschwindet und du kannst in den Limits aufsteigen, wenn sich dein Investitionskapital vermehrt.
      Dabei ist es kritisch zu keiner Zeit dieses Kapital mit irgendwelchen Dingen zu verbinden, die man sich damit kaufen könnte.

      Wie du diese Trennung letztendlich vollziehst ist dein persönliches Problem, da ich dich nicht kenne und nicht in deinen Kopf schauen kann. Lies dich in die gängige (NLP) Literatur ein, besuch vielleicht mal einen Psychologen wenn es dich so massiv stört und vor allem denk dran: Poker soll Spaß machen und nicht langfristig frustrieren.
    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      Mit "negativer und positiver Varianz" meinte ich nicht die Varianz an sich. Wenn man unter EV runnt findet man das scheisse und wenn man über EV runnt eben gut.

      Scared Money ist sicher nicht mein Problem. Ich spiele momentan DoNs mit über 80 BI.

      Höchst warscheinlich kann es aber wirklich am Stellenwert des Geldes liegen. Ich spiele die DoNs weil ich damit Geld verdienen will und zwar mehr als bei einem Hiwijob an der UNI. Dadurch möchte ich nicht mehr unbedingt auf meinen Studienkredit angewiesen sein sowie ein Auslandssemester selbst bezahlen können.

      Mir fehlen wenige Tage bis ich auf diesem Limit angekommen bin. Ab April wollte ich dann damit richtig loslegen (MB-Karte+VIP, 200BI BRM...).
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo timii132,

      dein letzter Post weist eigentlich ziemlich deutlich auf das Problem hin. Du hast die Einnahmen, die du dir erpokern willst, sozusagen schon verplant.

      Wenn du einen entsprechenden Skill-Vorsprung vor der Konkurrenz hast und hältst, wirst du diese Einnahmen auf lange Sicht auch erzielen. Aber mit Sicherheit nicht regelmäßig.

      Du kannst also nicht wie bei einem Hiwi-Job mit einem monatlichen Geldzufluss rechnen. In einem oder sogar mehreren Monaten hintereinander bist du break even oder im Minus, in einem anderen Monat hoch im Plus.

      Wer also (Semi-) Profi regelmäßig (auch) von seinen Pokereinnahmen leben will, berücksichtigt das, indem er mit einer wesentlich höheren Bankroll pokert als der Freizeitspieler. Die Bankroll muss nämlich dann nicht nur die unvermeidlich wiederkehrenden Downswings aushalten sondern auch noch deine Auszahlungen. Deinem Vermieter oder Stromanbieter kannst du ja schlecht erklären, dass du in diesem Monat wegen einer Flaute im Pokergeschäft leider nichts zahlen kannst.

      Du kannst also nur dann unbefangen pokern, wenn du eben nicht darauf angewiesen ist, in einem Zeitraum x einen Gewinn y zu erzielen.

      Gruß

      wespetrev
    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      Das mit den Rücklagen stimmt. Ich wollte 200BI aufs Stars haben und 3k auf Mb.

      Miete sind ca. 400$ dazu gibts Kindergeld und der Kredit wird auf 100euro runtergefahren. Das wäre das Minimum was ich verdienen sollte. Longterm sollte es aber im Schnitt viel mehr sein.

      Behandelt "das Pokermindset" solche Probleme?
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Das Buch behandelt auf zehn von insgesamt 260 Seiten Probleme, die sich im Zusammenhang mit professionellem Poker stellen.
    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      Das ist natürlich blöd. Für 10 Seiten will ich kein Geld ausgeben. Gibt es ein Buch was sich damit beschäftigt?
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Naja, die anderen 250 Seiten sind imo auch ihr Geld wert.

      [Buch] Das Poker Mindset von Taylor/Hilger

      Hier noch ein Strategieartikel von uns:
      Bin ich zum professionellen Pokerspieler geeignet?
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Ich leb im Augenblick auch vom Pokern und das nicht ohne Risiko. Weil ich selber noch die Micros grinde.
      Vielleicht kann ich dir ein paar Hinweise geben.

      1. "Das Poker Mindset" ist sein Geld wert.
      2. Man sollte sein Spiel beherrschen bzw eine gewisse Routine haben. Kann nicht schaden eine realistische Einschätzung von Winrate/ROI zu haben.
      3. Man darf nicht ergebnisorientiert spielen. D.h. wichtig sind nur die einzelnen Entscheidungen. Daher ist es enorm hilfreich einen Spielstil zu haben der die Ergebnisse ausblendet, zB Tische stacken statt tilen.
      4. Ein ordentliches Pensum ist zwangsläufig erforderlich, also heißt es grinden grinden und nochmals grinden; am besten so oft wie es geht/einplanbar ist. Da kommt man nicht drumherum, besser ist es immer sogar mehr zu spielen als zu wenig, auch wenns eigentlich super läuft.
      5. Daher empfehle ich längere Sessions, je nachdem wie fit du geistig bist. Aber während dem Spielen nie auf die BR schielen. Nach der Session okay, da kann es dich kurzfristig nicht beeinträchtigen.
      6. Vertraue auf dein Spiel. Auch wenns mal scheiße läuft.
      7. Plan dir Zerstreuung und Abwechslung ein, nach dem pokern und ggf. auch währenddessen. Es wird zwar immer geraten sich super zu konzentrieren und alles, aber imho ermüdet man dadurch auch schneller. Wenn du nebenbei noch andere Einflüsse hast die dein Hirn auf Trab halten kann das möglicherweise helfen. Aber dafür is die Routine absolut essenziell! Du MUSST dein Limit klar und deutlich schlagen, im Schlaf sozusagen und notfalls noch mit B-Game. Auf die Weise kann ich stundenlange Sessions problemlos rumbringen indem ich nebenbei Serien und Filme schaue. Natürlich wird man sich primär aufs Pokern konzentrieren als auf den Film, aber dem Hirn hilft es wenn es nicht langweilig wird. Durch Filme bringt man prima die Zeit herum, es wird kurzweiliger, die Emotionen werden vom Film bestimmt (daher mein Tipp: Komödien, bzw Sitcoms) und man hat wirklich nur Zeit sich auf das wichtigste beim Pokern zu konzentrieren: Die einzelne erforderliche Entscheidung, egal wie sie ausgeht.

      Letzteres hab ich für mich nach über 3 Jahren Pokern für mich festgestellt und es funktioniert bisher erstaunlich gut. Selbstredend sind Skripte für bequemes Masstablen sehr hilfreich. Aber dadurch sind lange Sessions kein Problem für mich und was noch besser ist: Ich freu mich auch darauf, einfach weil ich die Serie weiterverfolgen möchte und dabei nebenbei eben noch Geld reinkommt.

      Vielleicht hilft dir das was. Da auf den kleineren Limits ohnehin die Samplesize wichtiger ist um eine größere Hourly zu erreichen ist es imho auch okay statt A-Game nur B-Game zu spielen, dieses dafür aber konstant und ohne größeren Tilt. Aber wie gesagt, das wichtigste daran ist das beherrschen der Disziplin.
    • timii132
      timii132
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2011 Beiträge: 269
      Thx für den Artikel. Bei mir geht es nicht darum, dass ich Lifetimepro werde der später damit eine Familie durchbringen will. Ich sehe mich in der Zukunft eher als semipro der eben "nur" max. 500 euro im Monat braucht aber laut ROI und Pensum deutlich mehr verdient.

      Oberste Priorität hat aber immer noch das Studium. Poker ist dabei mittel zum Zweck und hat in meinen Augen keine Zukunft.
      Deswegen sehe ich bei der negativen Seite einige Punkte die eventuell auf mich zutreffen könnten, ganz besonders weil ich eben DoNs spiele:

      1."Routine
      Wer das Spiel nicht als solches schätzt oder gar liebt und es nur als Mittel zum Zweck betrachtet (Geld verdienen), der läuft Gefahr, sich irgendwann genauso zu langweilen wie bei einem monotonen Bürojob (das heißt nicht, das Büroarbeit per se langweilig ist)."

      Die Punkte "Gefühlsschwankungen, Kapitaleinsatz sowie Unregelmäßige Einkünfte " spielen momentan bei mir eine Rolle, weil ich noch nicht die 100% Gewissheit habe ob ich es bis April soweit bringe.

      @wespetrev
      Wenn das Buch so gut ist, dann werde ich es mir holen.
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