Angst schlecht zu spielen

    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Ein wohl eher ungewöhnlicheres Problem, das ich schon relativ lange habe, mir aber erst die letzten Tage richtig bewusst geworden: Angst schlecht zu spielen.

      Ich hatte eine Zeit lang Angst vor der Varianz, besonders als ich noch FL gespielt habe, in gewisser Weise war es auch noch letztes Jahr, als ich mich im NL etabliert habe, da; mittlerweile ziehe ich, wenn's sein muss, 3barrel Bluffs relativ schmerzfrei durch.

      Im bisherigen Jahr ist mir jedenfalls aufgefallen, dass ich trotz vorhandener Zeit relativ wenig gespielt habe, und mir ist dann schnell bewusst geworden, dass ich unabhängig davon, obs bisher schlecht oder gut lief (abgesehen davon, dass ich nach eigenem Ermessen nicht mein A-Game gespielt habe), diese mehr oder weniger latente Angst habe.

      Es hält mich vom Spielen ab, was angesichts meiner mittlerweile deutlich positiven Winrates schade ist, und ich sehe auch irgendwo die Gefahr der negativen Selbstsuggestion. Mit anderen Worten, ich muss dagegen etwas unternehmen.

      Habt ihr vielleicht ein paar weise Worte für mich?
  • 5 Antworten
    • highstake777
      highstake777
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 212
      dein problem hätte ich gerne
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Dir von jemandem (z.b. einem Coach) bestätigen lassen, dass dein Spiel in Ordnung ist.
    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Original von Ghostmaster
      Dir von jemandem (z.b. einem Coach) bestätigen lassen, dass dein Spiel in Ordnung ist.
      OK, ich glaube, ihr habt da was falsch verstanden. ^^

      Mein Spiel ist aus meiner Sicht im Allgemeinen für meine aktuellen Limits ganz gut, aber ich habe immer so ein latentes Gefühl, dass meine Leistungskurve in den nächsten Minuten absinken könnte.
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Ich bin mir nicht sicher. Für mich klingt es so, als ob du Angst hast, das was du erreicht hast und auch gewonnen hast zu verlieren...

      Ansonsten würde ich dir eine kleine Selbstanalyse vorschlagen, indem du dir Fragen zu deiner Angst stellst....Z.B.: Gibt es bestimmte Auslöser durch äußere Ereignisse oder gegebenheiten (Reize) ? Wenn ja welche Auslöser? Sie können auch Gedanken sein. HAt die Angst einen positiven Zweck? Wenn ja welcher könnte das sein? Was willst du erreichen?... Die fallen sicherlich auch noch gute Fragen ein!
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo MagnumLemon,

      deine Frage ist nicht ohne weiteres zu beantworten.

      Vielleicht hörst du mal näher hin, welche Gedanken und Gefühle du hast, wenn du eine Session beginnst.

      Eine mögliche Erklärung wäre eine Haltung, die mit scared money zusammenhängt. Du assoziierst die Beträge, die du einsetzt, mit ihrer Kaufkraft in der realen Welt.

      Poker ist bekanntlich ein Spiel mit kleinen Edges und hoher Varianz. Du musst also Beträge riskieren (und kannst sie trotz guten Spiels verlieren), die ziemlich hoch sind im Verhältnis zu den Gewinnen, die am Ende übrig bleiben.

      Da sagt man sich je nach gespieltem Limit schon einmal: "Mit dem Betrag, den ich heute verspielt habe, hätte ich schön essen gehen/in Urlaub fahren/mein nächstes Auto finanzieren können".

      Da hilft nur eine strikte Trennung. Die Poker-Bankroll ist Kapital zum investieren. Zwischenzeitliche Verluste sind Investitionen. Zwischenzeitliche Gewinne erhöhen die Spielräume für Investitionen (z. B. Limitaufstieg). Erst das Geld, das du an dich ausgezahlt hast, "gehört" wirklich dir.

      Gruß

      wespetrev