Gefangen in der eigenen Aktion?

    • Tareb
      Tareb
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2007 Beiträge: 680
      Hallo,
      ich bin noch ein richtiger F(r)ischling und habe mit dem Spiel nach dem Flop noch so meine Probleme.

      Eins davon würde ich gerne mal von euch beseitigen lassen =)

      Ich versuche es mal ohne Beispielhand, da es wohl eher ein allgemeines Problem ist.

      Hinweis: Ich spiele natürlich noch Micro, gestern habe ich das erste Mal die Limits gewechselt, so dass es nun .10/.20 ist.

      Ich bekomme eine schöne Preflop-Hand, nehmen wir mal AKs. Somit trete ich als Preflopaggressor auf.
      Ich befinde mich aber OOP, irgendwo zwischen UTG und MP1

      Im Flop kommt (wie immer) nix dazu. Nun könnte ich natürlich fein wegfolden, aber da habe ich das Gefühl,
      erstens Geld zu verschenken und zweitens meinen Ruf aus der Preflopphase zu verschenken.

      Also Contibet (meistens)

      Am Turn kommt immer noch nix tolles, aber auch die Gefahr von irgendwelchen Monstern überholt zu werden,
      ist eher gering. Meistens fällt mir da auch nur noch die Contibet zweiter Teil ein =)

      River:

      Hier nun mein Problem. Durch meine beiden Bets fühle ich mich selber unter Druck, nun weiter zu betten,
      was ich auch meistens tue. Ich habe keine Statistik, wie gut oder schlecht ich im Schnitt im Showdown bin,
      aber ich habe das Gefühl, ich könnte Geld sparen, wenn ich nicht in jeder Situation durch meine Aktionen am Flop und Turn "gefangen" wäre.
      Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.

      Meine Fragen dazu:

      1. Wie wichtig ist eigentlich der "Ruf", den man sich in einer Hand durch solche Bets erarbeitet?
      Kann man die durch Aggression in Geld verwandeln?

      2. Die Situation kommt natürlich viel häufiger vor, wenn ich OOP bin. Wie aggressiv sollte man in diesen Situationen sein?

      3. Bin ich der Einzige mit dem Problem? =)

      Vielen Dank schonmal im Voraus

      Tareb
  • 13 Antworten
    • sweetheart
      sweetheart
      Bronze
      Dabei seit: 19.06.2006 Beiträge: 79
      @Admins Dieser Beitrag kann gelöscht werden, irgendwie spinnt mein Compi heute. Danke!!!

      m Flop kommt (wie immer) nix dazu. Nun könnte ich natürlich fein wegfolden, aber da habe ich das Gefühl, erstens Geld zu verschenken und zweitens meinen Ruf aus der Preflopphase zu verschenken.

      Also Contibet (meistens)


      Ich hoffe, die Contibet machst Du nur wen nur noch ein Gegner am Flop dabei ist. Ansonsten ist es Check/Fold.
      Am besten nochmal in der Beginnersektion den Artikel Flopplay lesen.

      mfg sweetheart
    • sweetheart
      sweetheart
      Bronze
      Dabei seit: 19.06.2006 Beiträge: 79
      m Flop kommt (wie immer) nix dazu. Nun könnte ich natürlich fein wegfolden, aber da habe ich das Gefühl, erstens Geld zu verschenken und zweitens meinen Ruf aus der Preflopphase zu verschenken.

      Also Contibet (meistens)


      Ich hoffe, die Contibet machst Du nur wen nur noch ein Gegner am Flop dabei ist. Ansonsten ist es Check/Fold.
      Am besten nochmal in der Beginnersektion den Artikel Flopplay lesen.


      http://www.pokerstrategy.org.uk/de/strategy/42/4/

      1. Wie wichtig ist eigentlich der "Ruf", den man sich in einer Hand durch solche Bets erarbeitet?


      Der Ruf kann schon bei tighten Tischen die ein- oder andere Hand für Dich entscheiden. Aber kaum in den Micros!! Was hier manchmal an Händen gecallt wird :rolleyes: !!!
      Es ist besser vorher auszusteigen als Bets zu investieren und am River trifft der Gegner seine 4 von 4-10 o

      2. Die Situation kommt natürlich viel häufiger vor, wenn ich OOP bin. Wie aggressiv sollte man in diesen Situationen sein?


      Wen Du ohne am Turn was getroffen zu haben immer noch in der Hand bist , machst Du was falsch, ausser der Gegner checkt mit. Gegen ein Bet raus aus der Hand!

      3. Bin ich der Einzige mit dem Problem? fröhlich


      Nö, ich glaube dieses Problem werden viele am Anfang haben, man hat in die Hand investiert und will einfach nicht loslassen. Dabei liegt man mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits am Flop hinten. Weil der Gegner schon ein Paar getroffen hat. Gaub mir auf lange Sicht ist es profitabler früh genug aus der Hand zugehen.

      mfg sweetheart

      @Admins könntet Ihr den vorherigen Beitrag löschen, irgendwie spinnt mein Compi heute. Danke!!!
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      nur damit keine missverständnisse auftreten: der flop wird als preflop aggrssor so gut wie immer gecontibettet.
      mal als faustregel (natürlich zu statisch, aber als ansatz):
      gegen 1-2 gegner 100% contibet am flop
      gegen 3 gegner so 85%
      gegen 4 ~ 25%
      das gilt natürlich, wenn wir nichts treffen. haben wir eine made hand setzen wir immer eine contibet am flop.

      turn wird da interessanter. hier kommt es sehr stark auf board und gegner an. gegen mehr als einen gegner sollten wir die contibet mit overcards nur selten setzen. ist der flop allerdings 232 rainbow, hat man mit AK, AQ etc oft noch die beste hand und sollte auch gegen 2 gegner nochmal betten.

      gegen nur einen gegner contibette ich den turn nur bei sehr dry boards oder gegen rocklike gegner, die ohne eine made nicht den flop callen nicht. sonst schon.

      am river solltest du nur sehr selten ohne made hand erneut betten. ausnahmefälle sind halt, wenn du einen read auf den gegner hast, dass er sehr viel am river foldet (das ist selten!).
      allerdings kann man gegen einen gegner auch mit AK am river mal c/c spielen, wenn das board sehr drawlastig ist. durch den check versuchen wir einen bluff von einem busted draw zu inducen.

      an deinem post sieht man, dass du dich viel mit dem spiel auseinandersetzt. großes lob, mach weiter so!
    • frib
      frib
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 3.268
      Original von alexd841
      am river solltest du nur sehr selten ohne made hand erneut betten. ausnahmefälle sind halt, wenn du einen read auf den gegner hast, dass er sehr viel am river foldet (das ist selten!).
      allerdings kann man gegen einen gegner auch mit AK am river mal c/c spielen, wenn das board sehr drawlastig ist. durch den check versuchen wir einen bluff von einem busted draw zu inducen.

      Is wohl das wichtigste für dich. Sicherlich tut es weh, mit ner Hand wie AK, AQ am Flop und Turn zu betten um am River immernoch unimproved dazustehen. Du wirst allerdings langfristig ne Menge Geld verlieren, wenn du dann noch "nur" 1 BB für den Showdown zahlst.
      Is zwar ne dumme Line, aber häufig musst du Bet Flop, Bet Turn c/f River spielen.
    • Moneypenny76
      Moneypenny76
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 838
      Original von alexd841

      gegen nur einen gegner contibette ich den turn nur bei sehr dry boards...
      wieso auf dry boards?? ich dachte immer moderat koordinierte boards sind für semibluffs besser. Oft callen die Fische ja ihre backdoordrawdinger am Flop um denn den Turn UI zu folden. Gerade auf dry boards macht mir nen call vom Gegner, wenn ich overcards halte am meisten Angst.... bin ich falsch gewickelt?

      MP
    • toxi1
      toxi1
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2006 Beiträge: 2.213
      OC Artikel, aber den hast du ja noch nicht...

      1. Preflop action anschauen
      2. Flop Textur (Flop sollte wenige draws ermöglichen, das macht den erfolg des bluffs wahrscheinlicher)
      3. Backdoorflushdraw sollte gegeben sein

      AKo early oder late alle checken gibt es 2 standard lines:

      1 Gegner: bet flop -> bet turn -> check/call/fold (je nach pot) river
      2 Gegner: bet flop -> wenn einer foldet bet turn -> check/call/fold river

      >3 bei check/fold bei guten odds/ schwcäeh gegner vllt. spiel anpassen

      wenn irgendwo geraist wird und man nicht improved hat = FOLD!
    • Tareb
      Tareb
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2007 Beiträge: 680
      Erstmal vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.

      Um die Antworten zusammenzufassen, sollte ich offensichtlich ruhig weiter Druck am Flop machen, um Mitspieler zu eliminieren, die eventuell bessere Hände haben.

      Am Turn dann häufiger von Bet / Fold auf Check / Fold umstellen (sicherlich nicht immer, aber häufiger als bisher?)

      Am River, so ich ihn denn dann noch mit einer oder zwei Overcards, Low- oder Underpair und ähnlichem Gesocks sehe umstellen auf check / fold bzw. check / call.

      Wenn ich das so lese, erscheint mir das als durchaus erstrebenswert, da viel billiger ;-)

      Vielen Dank. Auch für den Hinweis, die Strategieartikel zum Postflopspiel und Folgende nochmal zu lesen, werde ich direkt heute abend nochmal machen.

      Bis dann

      Tareb
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      Original von Moneypenny76
      Original von alexd841
      gegen nur einen gegner contibette ich den turn nur bei sehr dry boards oder gegen rocklike gegner, die ohne eine made nicht den flop callen nicht. sonst schon.
      wieso auf dry boards?? ich dachte immer moderat koordinierte boards sind für semibluffs besser. Oft callen die Fische ja ihre backdoordrawdinger am Flop um denn den Turn UI zu folden. Gerade auf dry boards macht mir nen call vom Gegner, wenn ich overcards halte am meisten Angst.... bin ich falsch gewickelt?

      MP
      zitier mich doch bitte richtig, dann kommt keine verwirrung auf. :) war vielleicht ungünstig von mir vormuliert. also, ich contibette auf sehr dry boards nicht, du bist nicht falsch gewickelt.

      gruß,
      a.
    • Moneypenny76
      Moneypenny76
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 838
      tja wer lesen kann ist klar im Vorteil *schäm*

      *keks?* :heart:
    • SwissDave
      SwissDave
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 637
      Was ist ein "dry board" ?
      Fand das weder im Glossar dieser Seite, noch in einem grösseren Glossar einer andern Seite.
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      ein dry board ist ein board, auf dem so gut wie keine draws möglich sind. zb K83 rainbow. wenn jemand am flop das board callt, hat er meistens etwas, was er am turn auch noch callt. deswegen macht da eine contibet am turn wenig sinn.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      ... und wenn du siehst, dass jemand auf einem drawing board möglicherweise am river seinen draw doch verpasst hat, dann würde ich auf jeden fall mal betten um den gegner zum folden zu bringen.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      und nochwas: mach dir player notes zu deinen mitspielern. wenn du genau weißt, dass irgendeiner selbst bei einem saugefährlich aussehenden board ein bottompair durchcallt, dann macht es natürlich wenig sinn in ihn reinzubetten.