Flop-cbet...wie hoch?

    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Hallo,

      mir ist aufgefallen, dass mein Fcbet-wert von 70 % auf 83 % angestiegen ist.
      Gibt es einen Richtwert als Orientierung? Ich denke 83 % könnten zu hoch sein, da schon mehr als 17 % der Flops nicht geeignet sind für eine cbet weder als value noch als bluff?!?
  • 15 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich cbette ungefähr 60% der Flops auf NL400, kA ob das zuwenig ist, aber gegen aggressive und starke Gegner bringt man sich mit zuviel Aggression in üble Spots.

      In den Micros und bis NL200 würde ich wahrscheinlich auch 70 - 80% cbetten, ich denke wesentlich mehr ist nicht profital.
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Original von Ghostmaster
      Ich cbette ungefähr 60% der Flops auf NL400, kA ob das zuwenig ist, aber gegen aggressive und starke Gegner bringt man sich mit zuviel Aggression in üble Spots.

      In den Micros und bis NL200 würde ich wahrscheinlich auch 70 - 80% cbetten, ich denke wesentlich mehr ist nicht profital.
      Jo seh ich auch so, allerdings benutzen wohl die meisten auf NL50 ein HUD und wenn die sehen, dass man 80% c-bettet und auf dem Turn dann nur noch 40%, dann wird man schnell mal als "Floatopfer" ausgenutzt, darauf muss man nur etwas achten.

      Ich hatte bei mir auch das Gefühl, dass ich zu viel cbette (80%) auf NL50 SH. Am besten ist du schaust dir mal die Vids für dein Limit an, auch auf Cardrunners, oder so, wenns geht und konzentrierst dich nur auf die Flops, da siehst du wann man gecbettet wird und oft sagt der Coash auch seine Gedanken dazu. Bei mir war es zum Schluss so, dass ich in den letzten Sessions nur noch zu 70-75% cbettete. Der cbet succes Wert ist mit etwas über 40%, oder so gleich geblieben, also scheint es im Vakuum profitabler zu sein.
    • NumbSchiller
      NumbSchiller
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2008 Beiträge: 900
      Seine Frage war aber wieviel ihr auf cbets foldet und nicht wieviel ihr cbettet.

      bei einem f2cbet wert von 83 kann ich halt 100% profitabel gegen dich cbetten. Darauf solltest du achten. Wenn du merkst dass die viel gegen dich cbetten kannst du geeignete flops auch mal bluff c/r oder selbst floaten, wenn die leute nach einem call von dir nicht allzu häufig nochmal feuern. dadurch wird dein f2cbet wert automatisch wieder sinken
    • r0cket1108
      r0cket1108
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2010 Beiträge: 469
      glaube nicht, siehe topic, das F steht wohl für flop und nicht für fold
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      Jo, F steht für Flop! Alter, kukkst du Überschrrrift! ;-)
      Oh man bei 83 % fold to cbet wäre ich ein schöner Kandidat für die meisten regs ;-)

      Eigentlich ist es seltsam, da ich nur geeignete F zum cbette wähle (dry, eine highcard...), aber ich glaube gegen aggressive Gegner habe ich zu sehr Angst, sie zwingen mich mit schlechteren Händen zum Folden....
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Hab mist geschrieben, war mal wieder aufm Sprung, der Succes Wert hat sich etwas erhöht, aber egal.

      Gegen Aggressive Gegner hast du mehrere Möglichkeiten. Entweder du 3 bettest den Flop-Raise (erhöht die Varianz), oder cbettest, wie Ghostmaster sagte weniger. Weiterhin kannst du auch einfach tighter gegen den jenigen Openraisen und hast schon mal mehr Valuehände in deiner Range, dann kannst du wieder relativ öfter c-betten und auch einen Raise mal nur callen und Villain weiter bluffen lassen. Nicht vergessen, dass agressive Gegner oft gut sind und gut Hände lesen können, wenn du also dein Spiel gegen die variierst und/oder tighter wirst (Stats bleiben ja gleich, wenn er ne hohe Sample hat, also keine Angst) und gelegentlich die Aggression gegen sie verwendest, oder mit purer Aggression antwortest, dann lassen die dich auch irgendwann in Ruhe.

      Hatte auch mal jemanden auf NL25, der oft an meinen Tischen saß, den habe ich auch ziemlich genervt mit floats und raises. Er war aber im großen und ganzen ziemlich gut und hat mich dann ein paar mal krass geownt, als er mitbekam, was ich mit ihn machte. Ich musste also erst zwei Stacks verlieren bis ich wieder adaptete. Also machs so wie er.

      Die Angst vor aggressiven Gegnern ist ja gerechtfertigt, aber wenn du in den Limits aufsteigst, kanns passieren, dass du dir mit 2 von denen am Tisch und zwei Nits/Multiabler einen Fisch teilst. Das heißt du musst die unbedingt studieren und dagegen vorgehen, weil die sonst deine WR schmälern.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 6.878
      Ich hab auf NL100 und 200 ca. 60-65% cbet aktuell.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Mit 60-70% fährt man wohl ganz gut.

      Die Werte hängen ja schließlich auch mit den Gegnern zusammen. Hat man viele tighte Spieler, die schnell aufgeben, kann/sollte man mehr betten.

      Spielt häufig mit vielen loosen CS (sprich man hat eine gute table selection), hat man häufig MW-Pots mit vielen loose-passiven Gegnern ohne Foldequity. Da machen schon fast Semi-Bluffs keinen großen Sinn mehr.

      Aber deutlich unter 60% und deutlich über 70/75% sollte der Wert wohl nicht liegen, wobei man dann untersuchen müsste, was man in solchen Spots an Turn und River macht.

      Die Flopbet ist ja auch nur eine von vier möglichen Streets in der Hand. ;)
    • L1ll1
      L1ll1
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2009 Beiträge: 252
      Original von Johnnybi
      Hallo,

      mir ist aufgefallen, dass mein Fcbet-wert von 70 % auf 83 % angestiegen ist.
      Gibt es einen Richtwert als Orientierung? Ich denke 83 % könnten zu hoch sein, da schon mehr als 17 % der Flops nicht geeignet sind für eine cbet weder als value noch als bluff?!?
      Samplesize?

      Wenn du damit oft genug durch kommst, warum nicht? Musst einfach dein CB- Success Wert angucken ;)

      Wenn du merkst das deine cbets bei regs nicht mehr durchkommen, kannst du auch dein cbet wert künstlich runtersetzten indem du z.b mir Monsteren und semibluffs checkraised oder gegen aggros auch mal checkcalls spielen(obwohl dies mit vorsicht zu geniessen ist)

      Original von Johnnybi
      ich glaube gegen aggressive Gegner habe ich zu sehr Angst, sie zwingen mich mit schlechteren Händen zum Folden....
      Ich sag nur "Tableselection"!! Vorallem ohne pos. wird es meist natürlich unangenehm gegen solche Zeitgenossen.
    • Gibbong91
      Gibbong91
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2009 Beiträge: 168
      ich denk auch nicht, dass man direkt am wert der cbets ablesen kann ob die profitabel sind oder nicht, dass kommt wie schon gesagt wurde auf die gegner an und auf dein restliches spiel.
      wenn du 85% cettest aber dann nur noch 20% second barrelst wirst du wohl schnell durch floats exploitet.
      ich hab mal ne weile nl25 bss gespielt mit 87% cbet und ner winrate von >7bb/100, ich hab mich aber absichtlich an die tightesten tische gesetzt um die fold2cbet-werte der nits auszunutzen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Gibbong91
      ..., ich hab mich aber absichtlich an die tightesten tische gesetzt um die fold2cbet-werte der nits auszunutzen.
      Ist nur die Frage ob andere Tische nicht deutlich profitabler wären. Dann interessieren die fold2cbet-Werte ja nicht wirklich, schließlich sollen die Spieler ja großen Mist callen...
    • Gibbong91
      Gibbong91
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2009 Beiträge: 168
      ja das stimmt wohl, aber ich hatte rückblickend noch nich so viel ahnung vom spiel, und ich denke dann ist es ganz gut sich eine einfache strategie zu überlegen.
      ich fand es oft schwer gegen viele calls zu spielen, insofern würd ich sagen, dass es mit dem wissensstand mit profitabelsten war (gewesen sein könnte, man weiß es ja nicht^^).
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Gibbong91
      ja das stimmt wohl, aber ich hatte rückblickend noch nich so viel ahnung vom spiel, und ich denke dann ist es ganz gut sich eine einfache strategie zu überlegen.
      ich fand es oft schwer gegen viele calls zu spielen, insofern würd ich sagen, dass es mit dem wissensstand mit profitabelsten war (gewesen sein könnte, man weiß es ja nicht^^).
      Egal wie weit man mit seinen Erfahrungen ist, das Spiel gegen loose-passive ist und wird immer das profitabelste sein.

      Dass man hier und da Regs exploiten kann die vielleicht zu tight sind ist doch eher ein nettes "Zubrot". ;)

      Gerade einem Anfänger kann man doch nicht raten "lass die Fische in Ruhe und exploite tighte Regs...", das kann doch letztlich nicht gut gehen.
    • Gibbong91
      Gibbong91
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2009 Beiträge: 168
      ja klingt logisch.

      ich glaub aber kaum, dass ich gegen tighte regs gespielt hab, sondern nur gegen etwas tightere spieler, loose-passive waren sie trotzdem, sodass man sie öfter durch ne cbet rausgekriegt hat (einfach weil man eher 1-2 statt 2-3 spieler/flop hatte) und man quasi nie 2nd oder 3rd barreln musste um max ev zu spielen.

      wenn die gegner getroffen haben war das spiel nicht anders, als an den looseren tischen.

      dass an den looseren tischen mehr ev zu holen ist, wird wohl stimmen, aber das spielverständnis muss schon um einiges höher sein.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Gibbong91
      ja klingt logisch.

      ich glaub aber kaum, dass ich gegen tighte regs gespielt hab, sondern nur gegen etwas tightere spieler, loose-passive waren sie trotzdem, sodass man sie öfter durch ne cbet rausgekriegt hat (einfach weil man eher 1-2 statt 2-3 spieler/flop hatte) und man quasi nie 2nd oder 3rd barreln musste um max ev zu spielen.

      wenn die gegner getroffen haben war das spiel nicht anders, als an den looseren tischen.

      dass an den looseren tischen mehr ev zu holen ist, wird wohl stimmen, aber das spielverständnis muss schon um einiges höher sein.
      Also für mich klingt "tight, aber loose-passiv" nicht gerade danach dass sie eine kleine Range haben und die dann auch noch häufig wegfolden. ;)

      Es gibt halt viele verschiedene Spieler und um die Profitabilität von Cbets bzw. 2nd/3rd Barrels abzuschätzen, dafür hat man ja schließlich Stats.

      Natürlich sollte man sowas nutzen, genauso wie du im BB 100% 3-betten kannst gegen jemand der 90% auf 3-bets foldet ohne jemals zu adapten.

      Dennoch würde ich bei vielen Stats auf riesiger Samplesize bei meienr table selection Fische suchen und allgemein schlechte Spieler, und nicht jemanden der viel auf 3-bets foldet. ;)