Calldown for value

  • 6 Antworten
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Ne prinzipiell nicht. Du gehst nämlich davon aus, dass du hinten liegst. Und darum lohnt sich das meistens nicht, weil das Preisleistungsverhältnis nicht stimmt.
    • SebboCash
      SebboCash
      Bronze
      Dabei seit: 27.06.2006 Beiträge: 462
      Naja, aber es gibt doch Sitationen, bei denen man entweder weit Vorne oder weit Hinten ist. Da kann das meiner Meinung nach schon Sinn machen.
    • BigStack83
      BigStack83
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 6.715
      Hat shagg heute ein- zweimal beim Coaching gemacht, finds persönlich auch eher fragwürdig, ist aber natürlich vor allem auch eine Frage des Preises
    • Dudealot
      Dudealot
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 43
      Ist doch auch ne Frage des Gegners, oder? Gegen jemanden der extrem aggressiv ist und gegen Weakness häufiger mehrere Streets blufft, bekommt man doch wesentlich mehr value, auch wenn man ab und an noch ausgedrawed wird.

      Wenn man bspw. Top pair flopped und der Gegner bettet und man raised,dann foldet er, wenn man called und weiß er wird den turn wieder betten und zwar als starker Außenseiter.
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Ich habe nicht gesagt, dass CALLEN falsch ist. Call ist im NoLimit sogar wesentlich mächtiger als im Fixed Limit.

      Nur ist es halt nicht möglich, am Flop zu entscheiden "Ach, das calle ich mal down", weil man nicht weiß, wieviel man dafür bezahlen muss.

      Der Sinn von Calldown ist ja, dass man zu mehr als 50% hinten liegt (wäre man zu mehr als 50% vorne, müsste man Valuebetten/protecten), es aber +EV ist, noch Bets zu investieren, da der Pot schon eine gewisse Größe erreicht hat und man darum (beispielsweise) nur noch 10-20% Equity benötigt um einen profitablen Calldown zu machen.

      Dass man bei Way Ahead/Way Behind Situationen im Fixed Limit oft einen Calldown macht, liegt noch an anderen Gründen, weil man nämlich schlechtere Hände gar nicht zum Folden bringen möchte. Im No Limit sind calls deshalb auch mächtig, aber nicht mit der Absicht, bis zum River zu callen. Hier geht es mehr darum, den Pot klein zu halten, und zu schauen, wie der Gegner auf der nächsten Straße handelt.

      Natürlich kann man im NL callen, auch auf mehreren Straßen, aber ich würde das nicht unbedingt als Calldown bezeichnen. Das Problem ist nämlich im No Limit immer, dass der Gegner einen jederzeit zum Folden bringen kann, wenn er nur genügend setzt (es sei denn man hat eine wirklich gute Hand, mit der man auch ein All-In callen würde). Deshalb ist es durchaus oft gut, nur zu callen um die Initiative beim Gegner zu belassen und seine Reaktionen zu sehen (und ihn evtl. auch einem seine Chips entgegenbluffen zu können). Nur muss man hier auf jeder Straße neu überlegen, im Gegensatz zum Fixed Limit. Das ist der Unterschied.
    • Hanspanzer
      Hanspanzer
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2006 Beiträge: 889
      NL SH-game
      gegner raised preflop aus dem CO und ich calle statt raise in diesem fall mit AQ IP im button -

      flop: Ah9d4s - Turn: 2c - River: Kc

      in dem fall war ich mit AQ gegen AJ vorne. raise ich ihn nun am flop callt er zu 70-90% und gibt auf eine weitere starke bet am turn oder river auf! ob turn oder river, kommt dann drauf an ob ich pot control mache oder nicht.

      pot flop: 6$
      da er die initiative hat macht er sein 2/3 bet (4$) am flop...wenn ich calle und er bettet erneut 2/3 (9$) calle ich wieder am river bettet er nochmal 1/2 PS (16$) ---> 32$ gewinn

      reraise ich wird es deutlich weniger

      das ist natürlich der idealfall, dass unser gegner hier sehr aggro ist ;)
      aber man geht ja fast immer von speziellen situationen aus. es ist dann halt wie mit dem multistreet-bluff von Korn...man kann das nur sehr selten und in perfekten situationen spielen.