[Fazit] Poker mein Gesamtfazit ernüchternd.--> innere Leere

    • Martink1979
      Martink1979
      Global
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.077
      Nach 3 Jahren mehr oder weniger gesichertem Einkommen durch Poker bin ich wieder froh einen "normalen" Job gefunden zu haben.
      Mein Fazit über die letzten 3 Jahre fällt leider sehr ernüchternd aus.
      Zu mir:
      2006/07 angefangen online auf microlimits fr cashgame aber aufgrund mangelndem BRM und mentalen psychischen tilt-Problemen immer wieder zurückgeworfen.
      Bin dann irgendwann Ende 2009/Anfang 2010 bis NL100 gekommen. Konnte es mit einer kleinen wr von 1,5ptbb/100 schlagen..Live habe ich auch noch gespielt bis NL400 aber live wurde es zumteil sehr langweilig wenn man eine Hand/h spielt und die Donks sowieso alles callen und man nix repen kann.
      Also alles in allem waren meine Poker-Leistungen nix besonderes worauf man sich was einbilden kann. Hab mich öfters überschätzt, mich für einen besseren Spieler gehalten als ich war.

      Mir persönlich hat Poker nicht viel gebracht um ehrlich zu sein.
      Es bringt mir nix sich was darauf einzubilden, weil es in diesem Spiel nichts gibt was man fürs leben rausziehen kann.
      Anfangs hat das Spiel noch Spaß gemacht, aber je öfters und mehr man gespielt hat wurde es nur noch zu Routine und der Kick ist irgendwo ausgeblieben. Am Ende war fast nur noch Frust da von Spaß weit und Breit nichts mehr übrig.
      Aus dieser Zeit bleibt leider nur eine innere Leere übrig und mehr negative als positive Erfahrungen.
      Die Gewinne fühlten sich nicht so recht "echt" an.
      Es ist schwer zu erklären aber es war wohl immer die Angst da das gewonnene Geld wieder am nächsten Tag zu verlieren und diese Verluste drangen sehr in die Psyche ein und bildeten stets ein Loch.

      Ich bin einfach nur froh das alles mehr oder weniger gut überstanden zu haben und mich sinnvolleren Dingen im Leben zu widemen als einem Karten-Spiel was ledeglich Geld einbringt und sonst nix.
      Poker als hardcore-grinden sehe ich als nichts mehr an als eine weitere sinnlose Beschäftigung sein primitives Leben nur auf Geld und Konsum auszurichten.

      Geld zu gewinnen erfüllt für mich nicht die Funktion die es sollte. Es gibt mir weder die innere Befreiung noch Erfüllung. Materielles Zeug ist für mich nebensächlich.
      Geld macht ledeglich etwas unabhängiger aber auch das ist eine Schein-unabhängigleit weil stets die Gefahr da ist ein Teil davon wieder zu verlieren.

      Vielleicht wenn ich älter werde werde ich anders auf die Zeit zurückblicken aber momentan ist doch der Frust da sich vom Poker geblendet gefühl zu haben um dort irgendwie mehr zu sehen als eine simple Einkommensquelle die am Ende doch nur zur alltäglichen 0815 Routine wird....
  • 43 Antworten
    • pokerwOOt
      pokerwOOt
      Bronze
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 6.160
      Dann wünsche ich dir alles Gute in deinem neuen Beruf.
      Wirst du etwas machen können, was deine innere Leere ausfüllt?
    • dw1z
      dw1z
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 260
      Original von pokerwOOt
      Dann wünsche ich dir alles Gute in deinem neuen Beruf.
      Wirst du etwas machen können, was deine innere Leere ausfüllt?
      Frauen haben generell bessere Chancen einen Beruf auszuüben, der ihre innere Leere ausfüllt.

      Wünsch dir aber trotzdem viel Glück.
    • t9rben
      t9rben
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2007 Beiträge: 1.132
      du reduzierst das spiel viel zu sehr auf geld. es soll ja noch leute geben, denen es wirklich spaß macht :)
    • constentus
      constentus
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2008 Beiträge: 1.159
      es erwartet ja noch längst nicht jeder von diesem Spiel das es einem sein Leben finanzieren soll.... du hättest es ja als hobby in dein leben integrieren können anstatt dich voll darauf zu konzentrieren finde ich
      ich bin mir ziemlich sicher das Poker für niemanden als Lebensinhalt bzw Fulltimejob befriedigend genug ist
    • Martink1979
      Martink1979
      Global
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.077
      Original von constentus
      es erwartet ja noch längst nicht jeder von diesem Spiel das es einem sein Leben finanzieren soll.... du hättest es ja als hobby in dein leben integrieren können anstatt dich voll darauf zu konzentrieren finde ich
      ich bin mir ziemlich sicher das Poker für niemanden als Lebensinhalt bzw Fulltimejob befriedigend genug ist
      Naja ich wollte es halt gut machen aber ich stand mir wohl öfters selbst dabei im Weg...Es war manchal schon sehr frustrierend und ging sehr an die Psyche seine ganzen Monats-Gewinne innerhalb von ein,zwei Tilt-Sessions, wo man wie bekloppt Verlusten hinterherjagt auf den Kopf zu hauen...

      Poker als Lebensinhalt taugt nicht das stimmt.
    • BudSpencer8
      BudSpencer8
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2008 Beiträge: 7.520
      Du scheinst sehr Tiltanfällig gewesen zu sein...
    • Martink1979
      Martink1979
      Global
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.077
      na so schlimm war es auch nicht aber es kam mir so vor...
      2,3 Wochen was schönes zusammen gespielt dann komnt die eine berühmte Session und die kommt immer. Es geht dort garnichts.
      Es klappt nichts was die ganze Zeit geklappt hat, man nur auf den Sack bekommt und vorallem es geht so schnell...

      Wie gesagt am Ende war es nur noch Frust.
    • BudSpencer8
      BudSpencer8
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2008 Beiträge: 7.520
      Ich denke du hast Recht wenn man sich zu 100% auf Poker konzentriert. Das kann an die Psyche gehen.

      Ist Poker nur eine "Nebensache" und Ausbildung/Beruf, Sport, Freunde etc.. kommen nicht zu kurz, dann funktioniert das meiner Meinung nach schon.
    • fyhob
      fyhob
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2010 Beiträge: 457
      Ich könnte mir allerdings auch nicht vorstellen Pokern als Beruf und als einzige Einnahmequelle zu haben. Da wäre man ja ständig unter Strom.

      Ich finde beim Pokern kann man extrem viel für das echte Leben lernen. Z. Bsp. hat mir das Pokermindset im Berufsleben sehr weiter geholfen. Als extrem emotionsgetriebener Mensch, war und ist das Pokern für mich die Spielwiese auf der ich trainieren kann, meine Emotionen im Zaum zu halten, wenn rationale Entscheidungen gefragt sind.

      Andererseits führt es einem sehr anschaulich vor Augen, dass Erfolg immer eine Mischung aus Glück und Können darstellt. Genauso wie auch der Misserfolg meist eine Mischung aus Pech und Unvermögen ist. Man kann die Wahrscheinlichkeit auf Erfolge erhöhen, indem man an seinen Skills arbeitet, erzwingen lässt es sich nicht. Ich war früher immer schnell bei der Hand meine Erfolge ausschließlich in meinem "überragenden" Können und meine Misserfolge ausschließlich im Pech begründet zu sehen. Das hat sich in meiner Weltanschauung nicht nur aber auch durch Poker entscheidend geändert. Dies ist eine Fundamentale Erkenntnis, die einem erst ermöglicht wirklich im Rahmen der Swings, die das Leben für einen parat hält, sein Schicksal selbst zu beeinflussen. Und findet in fast allen Lebensbereichen Anwendung.

      Ausserdem habe ich im Pokern gelernt, dass ein Downswing keine Weltverschwörung ist, sondern ein begrenzt auftretendes Phänomen, dass man durchstehen kann. :D

      Also alles in allem, kann ich Deine Aussage, Pokern sei total sinnlos, nicht ganz unterstützen.
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      Frauen haben generell bessere Chancen einen Beruf auszuüben, der ihre innere Leere ausfüllt.

      :heart:


      Man muss wohl langfristig das Geld ausblenden. Viele langfristig sehr erfolgreichen Spieler sagen von sich, nicht wegen des Geldes zu spielen. Wenn man natürlich am Ende jeder Session Genugtuung - oder Frust - aus dem Blick auf die BR zieht, kann das ja nichts werden.
      Den "Sinn" seh ich eher darin, etwas über das Spiel, die Gegner und vor allem sich selbst zu lernen. Und das Geld bei jenen oben erwähnten Frauen zu verprassen.
    • Moky2006
      Moky2006
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2007 Beiträge: 1.141
      ich glaub ich schreib auch einen thread: arbeiten mein gesamtfazit ernüchternd. --> innere leere.

      es ist schön, dass du uns an deinen erfahrungen teilnehmen lässt, aber nicht alle empfinden eine innere leere, wenn sie für ihren lebensunterhalt poker spielen. andere empfinden eine innere leere, wenn sie einen 0815 job machen, um ihren lebensunterhalt zu verdienen. seh da vom prinzip her nicht wirklich den unterschied.

      aber schön, dass du einen weg für dich gefunden hast, der dir anscheinend gut tut. bleib dabei.
    • StephanS
      StephanS
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2008 Beiträge: 3.122
      Original von Moky2006
      ich glaub ich schreib auch einen thread: arbeiten mein gesamtfazit ernüchternd. --> innere leere.

      es ist schön, dass du uns an deinen erfahrungen teilnehmen lässt, aber nicht alle empfinden eine innere leere, wenn sie für ihren lebensunterhalt poker spielen. andere empfinden eine innere leere, wenn sie einen 0815 job machen, um ihren lebensunterhalt zu verdienen. seh da vom prinzip her nicht wirklich den unterschied.

      aber schön, dass du einen weg für dich gefunden hast, der dir anscheinend gut tut. bleib dabei.
      so True

      Wobei ich immer noch nicht verstehen kann wie man längere Zeit pokert ohne das Spiel zu lieben.

      Ja lieben :f_cool:
    • zergling07
      zergling07
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2010 Beiträge: 3.895
      also ich werfe jetzt mal fight club in die runde
    • Pokerklemi
      Pokerklemi
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2008 Beiträge: 574
      weiß nicht, das mit der routine kenn ich eher vom cashgame. Ich bin eher Turnierspieler und muss sagen, ich freu mich jedes mal wenn ich nen deeprun hab und wenns dann richtig spannend wird. Besonders bei Turnierenserien wie FTOPs, SCOOP oder WCOOP. Natürlich ist das finanzielle auch ein anreiz und es freut natürlich wenn man sich etwas mehr leisten kann im gegensatz zu anderen studenten.

      Momentan seh ichs absolut als Nebenjob und Hobby und ich hoffe, dass ich das noch ne weile so beibehalten kann.

      Außerdem denke ich, man sollte auf jeden fall sich auch mit der 2. varianten spielen und auch ziele setzen auf die man hinarbeitet. Das erhält einem den spaß.

      MfG
    • MickLarson
      MickLarson
      Black
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 529
      I LOVE THIS GAME!!

      ich war vom ersten Tag an recht ehrgeizig, und hab schnell gemerkt, dass man mit viel Fleiss in kurzer Zeit zienlich erfolgreich werden kann, was mich immer angestachelt hat. Im Prinzip hat man die Möglichkeit sich innerhalb von ein paar Jahren, eine richtig gute Ausgangslage fürs ganze Leben zu schaffen.
      Ich denke das Du einfach nicht geboren wurdest für das Spiel, sonst wärst Du nicht auf NL100 hängengeblieben, Poker muss man Leben, um was zu erreichen...

      Was machst den jetzt stattdessen?
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Die Frage ist ja auch was man neben dem Spielen noch getrieben hat. Viel herumgekommen? Geld für Erfahrungen statt für Materielles ausgegeben? Klar ist es frustrierend tagtäglich in seinem Kämmerlein vor sich hin zu grinden und nix anderes als Karten zu sehen, nur um dann grad so über die Runden zu kommen. Aber das kanns ja nicht sein dann...
    • Edgehead
      Edgehead
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 120
      Hey danke für deinen beitrag, denn ich fand dieses psychologische Phänomen auch bei mir zu . Ich hab mich neulich mit einem Kumpel geredet der pokert jeden tag 4-6 Stunden. Weil er gerade Urlaubssemester hat und dem macht das alles richtig spaß. Der kann sich das auch auf die dauer vorstellen8spielt auch schon 3 Jahre oder so)
      Ich hingegen spiele nur so nebenbei. dann auch mal am WE 8 Stunden oder so. Allerdings gibt poker nur geld, und vielleicht mal das gefühl, ich habe mich in dem spiel verbessert/bzw jemand anderen geschlagen.Allerdings fürs leben bringt es sehr wenig mit. ähnliches gefühl hat man zb als student wenn man schon 3 1/2 jahre studiert und den sinn von prüfungen immer noch sucht;)
      was ich sagen will.ich find das was du beschreibst wird meist von vielen leuten nicht gesehen und sicherlich gibts auch pokerpros oder semipros den es so geht. hoffe der neuer job macht dir spaß aber ich kann dir sagen wenn du bissl arbeites. gehst du eh irgendwann mal abends ins bett und hast das gefühl was geschafft zu haben oder was produktives getan zu haben.
      gl dafür:)
    • StampIt
      StampIt
      Global
      Dabei seit: 11.10.2010 Beiträge: 431
      nl100 4 a living stell ich mir halt auch relativ unentspannt vor

      hättest du fleissig an deinem spiel gearbeitet und wärst aufgestiegen hättest du das bestimmt anders empfunden.
    • oettinger4
      oettinger4
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 1.672
      Einfach nur peinlich.

      DEIN WILLE IST SCHWACH!