Mitfahrgelegenheit - Unfall - rechtliche Konsequenzen?

    • RuthlessRabbit
      RuthlessRabbit
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 9.531
      Wie ist es eigentlich, wenn ich jemanden per Mitfahrgelegenheit mitnehme und es zu einem Unfall kommt. Mal angenommen, diese Person wird arbeitsunfähig oder ähnliches. Hat die Person dann einen Anspruch auf Schadenersatz / Schmerzensgeld mir gegenüber?

      Ändert sich etwas, wenn man mit einem Mietwagen fährt?
  • 4 Antworten
    • Marc4468
      Marc4468
      Silber
      Dabei seit: 17.12.2006 Beiträge: 1.659
      Für Schadensersatzansprüche kommt deine Haftpflichtversicherung auf. Beim Mietwagen also dasselbe.
    • StephanS
      StephanS
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2008 Beiträge: 3.122
      steht doch alles auf mitfahrgelegenheit.de. Kannst bedenkenlos einen mitnehmen, bist über die Haftpflich versichert.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Ja, KFZ-Haftpflicht
    • cribby1983
      cribby1983
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2010 Beiträge: 522
      Haftpflichtversicherungsrecht

      * Verschulden des Halters oder des Fahrers
      Die Haftpflichtversicherung des Halters oder Fahrers kommt grundsätzlich für alle Schäden der Insassen – auch der Familienangehörigen – auf. Da bei schweren Unfällen die vereinbarte Deckungssumme überschritten werden kann, ist eine unbegrenzte Deckung (bei Personenschäden Versicherungssumme bis 7,5 Mio. EUR je nach Versicherungsgesellschaft) empfehlenswert. Ferner sollten Beifahrer eine Haftungsbeschränkungserklärung unterzeichnen. Eine Haftung für grobe Fahrlässigkeit kann nur ausdrücklich durch eine handschriftliche Vereinbarung ausgeschlossen werden.
      * Kein Verschulden des Halters oder Fahrers
      Seit 01.08.2002 gibt es Schmerzensgeld auch dann, wenn der Schädiger den Unfall nicht verschuldet hat. Lediglich dann, wenn "höhere Gewalt" zum Unfall führte, also der Autofahrer z.B. durch einen Blitzschlag die Lenkung verreißt und hierdurch ein Schaden entsteht, besteht weder Schmerzensgeld- noch Schadenersatzanspruch. Handschriftlich kann auch im Fall unverschuldeter Unfälle festgelegt werden, dass derjenige Beifahrer die Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt trägt, dessen Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung zur Rückstufung führt. Bei Minderjährigen müssen beide Eltern unterzeichnen.

      Kein Versicherungsschutz besteht, wenn der Halter sein privates Kfz für eine gewinnorientierte, gewerbsmäßige Nutzung benutzt, einen Gewinn erzielt und beabsichtigt, derartige Fahrten zu wiederholen. Die Versicherung muss den Schaden ersetzen, kann aber beim Fahrer oder Halter Rückgriff nehmen. Die Zahlung der reinen Betriebskosten ist unschädlich.

      Sozialversicherungsrecht

      * Verschulden des Fahrers
      Bei freiwilliger, nicht vom Arbeitgeber angeordneter Fahrgemeinschaft, z.B. von der Wohnung zum Arbeitsplatz, haften neben der Kfz-Haftpflicht auch die Sozialversicherung. Sozialversicherungsschutz erstreckt sich auch auf Umwege, die zum Abholen bzw. Absetzen des Beifahrers zurückgelegt werden.
      * Kein Verschulden des Halters oder Fahrers
      In diesem Fall leistet auch die Sozialversicherung. Bezahlt werden allerdings nur die Kosten für Heilbehandlung, Berufshilfe, Sterbegeld, Verletzten- und Hinterbliebenenrente. Sachschäden oder Schmerzensgeld werden nicht bezahlt. Schmerzensgeld kann von der Kfz-Haftpflichtversicherung gefordert werden, ebenso der Sachschaden der mitfahrenden Personen.




      Quelle: ADAC, http://www.adac.de