Verwirrung um Handranges

    • Bierlothar
      Bierlothar
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2010 Beiträge: 63
      Hi, gibt es eigentlich eine einheitliche feste Definition oder eine Übersicht, die dabei hilft herauszufinden, welche Karten zu einer bestimmten Range dazugehören? Ich versuche nämlich gerade mein Push-or-Fold spiel mit dem ICM Trainer zu verbessern.
      Mich verwirrt dabei, dass die push-baren Karten, die hinter der %-Zahl der Range beim ICM-Trainer angegeben sind, stark von den Karten abweicht, die die Handrange-Auswahl beim EquiLab ausgibt.

      Beispiel: Ich schätze meine Range in einer Trainingssituation als MP1 ohne Raise zuvor auf etwa 17% ab. Laut Handrange-Auswahl (Kartenmatrix) beim Equilab erhalte ich als Bereich 66+, A5s+, K9s+... Ich kann also meine Pocket-Dreien locker folden!

      Der ICM-Trainer sagt aber in der Auflösung, ich soll mit 14,5% Pushen (Ich habe also meine Range etwas zu loose eingeschätzt). ABER er sagt ich solle mit 33+ PUSHEN. Was soll ich denn jetzt glauben? Laut Equilab liegen die Pocket-Dreien ja noch nicht einmal in der dreifachen Range von 47%. Kann mir das einmal bitte jemand erklären?

      Viele Grüße vom Bierlothar
  • 4 Antworten
    • Stocki91
      Stocki91
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2010 Beiträge: 944
      Die Ranges sind einfach unterschiedlich definiert, wie genau weiß ich allerdings nicht, ich kann mir nur einen Grund dafür vorstellen:
      Anschaulich dürfte das fürs PoF spiel auch klar sein: Mit 33 hast du oft noch einen Flip, deshalb eignen sich Pockets besser zu Pushen als unpaired Hände, weil sie gegen Callingranges besser laufen.
    • WdTrueStory
      WdTrueStory
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2008 Beiträge: 1.141
      die ICM-ranges sind entsprechend der callingrange optimiert. wenn du z.b. von vielen großen aces gecalled wirst, ist es logisch, dass die lieber nen pocketpair mehr in die range nimmst und dafür nen kleineres ace raus. daher kommen auch so schnell soviele suited/connected hände rein, die haben gegen sehr kleine callingranges deutlich mehr equity als z.b. K8o, während K8o durch K high gegen any2 besser ist.

      equilab sagt einfach nur, wie die hände gegen any2 abschneiden.
    • Bierlothar
      Bierlothar
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2010 Beiträge: 63
      okay, I see. Es gibt also verschiedene Hand-Rankings.

      Kennt ihr ein Programm, die einem aus dem Prozentwert der Handrange des ICM die entsprechenden push-baren Hände ausgibt? Oder ändert sich die Hand-Ranking im ICM womöglich situationsabhängig? Laut Equilator kommt hinsichtlich der Bevorzugung von Pocketpairs nur das Karlson-Sklansky-Ranking dem ICM-Ranking nahe, jedoch werden dort kleine Asse und Könige deutlich gegenüber Suited Connectors bevorzugt, was ja dann eigentlich eher ungünstig ist gegen die Ranges möglicher Caller. Zumindest habe ich es jetzt so verstanden.
    • WdTrueStory
      WdTrueStory
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2008 Beiträge: 1.141
      richtig, 30% im equilator sind immer die gleichen hände, 30% im ICM können unterschiedlich sein.
      z.b. wenn ich als supershorty im sb bin und ich weiß, dass der bigstack any2 callt, dann will ich eher highcardvalue, die ausgegebene range müsste der des equilators sehr nahe sein.