Einsteigerstrategie + ICM - Wie weit kann man damit kommen?

    • MisterJ
      MisterJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 1.760
      Hi,

      habe gerade mit SnGs angefangen und spiele nach der reinen Einstiegerstrategie.

      Die ist ja vor Push and Fold Pre- und Postflop sehr rudimentär.
      Danach halt ICM ohne Reads/Stats.

      Angenommen, man spielt danach so weiter in Early/Mid und perfektioniert das ICM Spiel gegen Unknown soweit wie möglich.

      Welches Limit kann man realistisch gesehen damit noch schlagen?
  • 14 Antworten
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.439
      ICM-Spiel gegen Unknown kann man nicht wirklich perfektionieren. Es ist einfach wahnsinnig wichtig, Reads aufzubauen und gegnerspezifisch zu spielen.

      Würd mal sagen komplett ohne Reads kannst du max. 11$ schlagen, wenn du sonst wirklich gut bist.
    • WdTrueStory
      WdTrueStory
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2008 Beiträge: 1.141
      ich denke mal, wenn man pur nach icm und theorie spielt, hat man grad auf den micro-limits probleme. es ist zwar eine gute spielweise, aber eigentlich nie die optimale.
      einfaches beispiel: bubble mit CO als supershorty, BU avg, SB und BB bigstack. laut ICM ein easy any2 push für den SB (first in obv.), wenn der bigstack jedoch der totale fisch ist und 40% called, wäre der move absolut tödlich.

      ohne reads geht also garnichts. jedoch solltest du bis zur bubble die gegner zumindest soweit einschätzen können, dass du solch wichtige spots einigermaßen spielen kannst.

      ansonsten stimme ich zu, die 11er gehen mit straight-forward spiel noch ganz gut klar. basic reads zu bekommen is ja nu auch nich schwer, 70/0 und so :D
    • Mueslirocker
      Mueslirocker
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2009 Beiträge: 1.469
      Wie bekommen denn die fortgeschrittenen sngler >20$ sngs etc ihre reads? Die sind doch oft relativ stark am multitablen, 10 Tische und mehr. Meint ihr einfach das auswerten der stats? Also zB beim openlimper, große lücke zwischen vpip und pfr -> wohl eher keine trap etc ?
      Dass es mit standardspiel und icm nur bis zu den 11ern reichen soll find ich gerade krass ?( .
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.439
      Original von Mueslirocker
      Wie bekommen denn die fortgeschrittenen sngler >20$ sngs etc ihre reads? Die sind doch oft relativ stark am multitablen, 10 Tische und mehr. Meint ihr einfach das auswerten der stats? Also zB beim openlimper, große lücke zwischen vpip und pfr -> wohl eher keine trap etc ?
      Dass es mit standardspiel und icm nur bis zu den 11ern reichen soll find ich gerade krass ?( .
      Auf größeren Limits trifft man viel öfter auf diesselben Gegner und ein Unknown ist dann in der Regel auch ein Fisch.
      Stats sind gerade beim Multitablen natürlich hilfreich. Für mich gibt es den Grundsatz "es gibt kein Unknown", für mich ist alles ein Read: das Land, sein Betsizing, seine bisherige Spielweise in einer Hand (wenn ich diese gerade spiele). Man sollte alles betrachten, um den Gegner einschätzen zu können. "Read" heißt auch nicht, dass ich genau weiß, was er in ner bestimmten Situation macht, sondern dass ich es bestmöglichst einschätzen kann.
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      Original von WdTrueStory
      ich denke mal, wenn man pur nach icm und theorie spielt, hat man grad auf den micro-limits probleme.
      icm gilt auch auf den micos. es ist ja nur das mathematische modell. allerdings sollte man seine ranges anpassen und nicht davon ausgehen, dass die gegner perfekt spielen. meistens pushen sie auf diesen limits zu tight und callen zu loose. was bedeutet, dass man calling und pushing ranges eher tighter auslegt. dafür bekommt man in den blinds oft genug walks.
    • Jakoebchen
      Jakoebchen
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2008 Beiträge: 2.836
      Original von Mueslirocker
      Wie bekommen denn die fortgeschrittenen sngler >20$ sngs etc ihre reads? Die sind doch oft relativ stark am multitablen, 10 Tische und mehr. Meint ihr einfach das auswerten der stats? Also zB beim openlimper, große lücke zwischen vpip und pfr -> wohl eher keine trap etc ?
      Dass es mit standardspiel und icm nur bis zu den 11ern reichen soll find ich gerade krass ?( .
      Also ich kann dir nur raten, alle Notes nach dem gleichen Muster zu machen. Dann sollte es auch bei mehr als zehn Tischen keine Probleme geben.

      Wenn einer beispielsweise mit AA UTG beim Blindlevel 200 mit einem 2000 Stack limpt und auf einen Raise pusht schreibe ich mir das so:

      200 2k, l/p utg AA

      Soviel Zeit solltest du eigentlich haben.
    • ForeverAClone
      ForeverAClone
      Global
      Dabei seit: 27.01.2011 Beiträge: 27
      sehe das auch so, dass man selbst beim starken multitablen noch Notes machen kann, also gerade so l/p oder l/f geschichten bei hohen blinds fallen einem da auch noch auf

      Ich habe mir auch ein System angewöhnt, damit die Notes schneller zu schreiben sind und ich sie auch beim angucken sofort wieder verstehe.

      Was ich auch wichtig finde ist eine farbliche Abgrenzung zwischen den Spielern, also z.B. rot für starke Regs, orange für "normale" Regs, gelb für BE-Spieler, grün für leichte Fishe und blau für riesen Fishe

      wenn man das mal drin hat, dann schafft man es auch noch beim 12+ tablen Notes zu den Spielern zu schreiben
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      Ich mach die Farbeinteilung nicht nach Gegnerstärke, sondern nach Spielstil. Ein Fisch kann ja sowohl zu viel pushen&callen als auch viel zu weak&ängstlich sein. Macht aber einen riesenunterschied, wie man ihn im pof spielt.
    • ForeverAClone
      ForeverAClone
      Global
      Dabei seit: 27.01.2011 Beiträge: 27
      Original von Kugelfang
      Ich mach die Farbeinteilung nicht nach Gegnerstärke, sondern nach Spielstil. Ein Fisch kann ja sowohl zu viel pushen&callen als auch viel zu weak&ängstlich sein. Macht aber einen riesenunterschied, wie man ihn im pof spielt.
      auch eine gute Idee, aber da ich die Farbmarkierungen hauptsächlich zur Tableselection benutze ist es mit meiner Einteilung schneller erkennbar ob ein Tisch profitabel ist oder nicht
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      Ich brauch sie halt vor allem beim Spielen. Selection hab ich auf meinem Limit noch gar nicht nötig (wär auch nicht möglich, die sngs sind schneller voll als man gucken kann :D )
      Nichtsdestotrotz habe ich ja dann auch vor allem eine Farbe für Regs und könnte im ausschlussverfahren selecten. Klar, gute/schlechte/be regs kann ich so nicht unterscheiden, brauche ich aber auch nicht, weil ich sie alle eher nicht am tisch haben will. Zumindest nicht zu viele.
    • ForeverAClone
      ForeverAClone
      Global
      Dabei seit: 27.01.2011 Beiträge: 27
      Original von Kugelfang
      Ich brauch sie halt vor allem beim Spielen. Selection hab ich auf meinem Limit noch gar nicht nötig (wär auch nicht möglich, die sngs sind schneller voll als man gucken kann :D )
      Nichtsdestotrotz habe ich ja dann auch vor allem eine Farbe für Regs und könnte im ausschlussverfahren selecten. Klar, gute/schlechte/be regs kann ich so nicht unterscheiden, brauche ich aber auch nicht, weil ich sie alle eher nicht am tisch haben will. Zumindest nicht zu viele.
      klar stimmt schon und auf den Micros muss man eh noch nicht selecten :D
    • MisterJ
      MisterJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 1.760
      Das mag vielleicht eine dumme Frage sein, aber wie selected man denn bei SnGs?
      Nur reggen, wenn nen known Fisch dabei ist oder wie?

      Ansonsten würde ich gerne noch eine Frage nachhaken zum Ausgangspost:
      Ab welchen Buy-Ins muss man auch die Early und Mid-Phase "ordentlich" spielen, um +EV zu kommen?
      Wobei "ordentlich" heißen soll, dass man eben auch Postflop etwas mehr als Fit-or-Fold kann und dann auch in der Mid-Phase präzisere Steals also rein nach Chart.
    • WdTrueStory
      WdTrueStory
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2008 Beiträge: 1.141
      wenn man ne weile spielt, kennt man sein limit und die regulars, wo man dann die guten einfach dodged bzw sich seine bekannten fische raussucht.

      ansonsten ist es einfach so, dass du mehr profit machst, je besser du spielst. und je weiter du in den limits steigst, desto mehr wird man mit abc-poker richtung BE spielen. ab welchem limit es dann wirklich -Ev wird, weil die gegner adapten, hängt von vielen faktoren ab, z.b. wo und wann du spielst.
      zudem wird man automatisch irgendwann besser, einfach weil man erfahrung hat und gewisse leute kennt. jemand, der 11er oder höher spielt, wird daher nie in jeder situation nach theorie oder chart spielen.
    • ForeverAClone
      ForeverAClone
      Global
      Dabei seit: 27.01.2011 Beiträge: 27
      Original von WdTrueStory
      wenn man ne weile spielt, kennt man sein limit und die regulars, wo man dann die guten einfach dodged bzw sich seine bekannten fische raussucht.

      ansonsten ist es einfach so, dass du mehr profit machst, je besser du spielst. und je weiter du in den limits steigst, desto mehr wird man mit abc-poker richtung BE spielen. ab welchem limit es dann wirklich -Ev wird, weil die gegner adapten, hängt von vielen faktoren ab, z.b. wo und wann du spielst.
      zudem wird man automatisch irgendwann besser, einfach weil man erfahrung hat und gewisse leute kennt. jemand, der 11er oder höher spielt, wird daher nie in jeder situation nach theorie oder chart spielen.
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