Ali Tekintamgac holt zum Gegenschlag aus! (Forts. zu "Die Nachwehen vom Skandal rund um Ali T.")

    • Haegglmoo
      Haegglmoo
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2010 Beiträge: 939
      Fortsetzung zu Die Nachwehen vom Skandal rund um Ali T.

      Die Disqualifikation von Ali Tekintamgac beim Main Event der Partouche Poker Tour in Cannes und der Skandal um mutmaßliche Manipulationen bei weiteren internationalen Turnieren, ist um eine Facette reicher. Kurz bevor es im Casino Utrecht (Holland) zum Eklat kam, der mit dem Ausschluss von Kadir Karabulut vom Main Event der Dom Classics endete, erklärte Ali Tekintamgac gegenüber Hochgepokert, dass er die Partouche Casino Gruppe auf Schadensersatz verklagen wird. Französische Anwälte sollen 1,3 Millionen Euro bei dem börsennotierten Familienunternehmen einklagen. Es ist exakt die Summe, die dem Gewinner des Main Event zugesprochen wurde. Die US-Amerikanerin Vanessa Selbst hatte das Turnier im November 2010 gewonnen. Tekintamgac war zum Final Table angereist. Zu diesem Zeitpunkt hatte er ein Preisgeld von 110.000 Euro sicher. Starten durfte der Mann aus Augsburg in dem Luxus-Casino an der Côte d'Azur aber nicht. Patrick Partouche, Chef des Milliarden-Unternehmens, eröffnete Tekintamgac, dass man ihm Falschspiel vorwirft und ihn deshalb disqualifiziert hätte. Ein einmaliger Vorgang in der noch jungen Geschichte der Partouche Poker Tour.

      Das Material, das beweisen soll, dass Ali Tekintamgac betrogen hat, wurde den Ermittlungsbehörden in Paris übergeben. Der Sprecher der französischen Nationalpolizei (Le service d'information et de communication de la police nationale), Eric Dehedin, bestätigte Hochgepokert im November, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Ali Tekintamgac eingeleitet sei.

      Seit diesem Zeitpunkt wurden weder von der Polizei noch von den Partouche Casinos oder der Staatsanwaltschaft Informationen zum Stand der Ermittlungen preisgegeben. Anfragen blieben mit dem Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren unbeantwortet.


      Für Ali Tekintamgac ist dieser Zustand unhaltbar. Gegenüber Hochgepokert sagte der Deutsch-Türke, dass er nun selbst zum juristischen Gegenschlag ausholen wird. Seine Anwälte hätten bereits entsprechende Schriftsätze verfasst, um eine Klage gegen die Partouche Casino Gruppe zu führen.

      Als Argument führt Tekintamgac an, dass man ihm trotz der Disqualifikation bereits 70.000 Euro des schon sicheren Preisgeldes ausgezahlt hätte. "Warum hat man das getan, wenn ich betrogen habe", fragt Tekintamgac. Für ihn ist der Fall sonnenklar: Er wurde fälschlicherweise des Betrugs bezichtigt. Da die Casinoführung diesen brutalen Fehler aber nicht eingestehen will, versucht man die hässliche Angelegenheit auszusitzen.

      "Es passiert überhaupt nichts", sagt Tekintamgac, "man hat mich noch nicht einmal zu der Sache vernommen". Tekintamgac sieht sich in der Rolle des Opfers. Deshalb ist es für ihn selbstverständlich, dass er im Mai bei der WPT World Championship in Las Vegas starten wird. Ein Startticket (Wert: 25.000 US-Dollar) hat er seit seinem Erfolg bei der World Poker Tour in Barcelona im Mai 2010 in der Tasche. "Ich werde in die USA reisen und spielen", kündigt er an.

      Nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe in Frankreich wurden Stimmen laut, wonach es in Spanien ebenfalls zu Manipulationen gekommen sein soll. Ali Tekintamgac bestreitet das vehement. "Ich habe nicht betrogen!"

      Quelle
  • 36 Antworten
    • AnJo280
      AnJo280
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2009 Beiträge: 5.677
      Jep ich stimme zu er ist ein Opfer.
    • LOncleSoul
      LOncleSoul
      Silber
      Dabei seit: 15.12.2007 Beiträge: 3.994
      bin mal gespannt ob er bei der WPT mitspielen darf!

      edit:
      natürlich ist er das Opfer und nicht die Spieler die er um tausende $ betrogen hat : /
    • Gh0s7rid3r
      Gh0s7rid3r
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 2.996
      Heaegglmoo, Du musst noch die Quelle angeben. Oder hast du den Text selbst geschrieben?
    • Haegglmoo
      Haegglmoo
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2010 Beiträge: 939
      Original von Gh0s7rid3r
      Heaegglmoo, Du musst noch die Quelle angeben. Oder hast du den Text selbst geschrieben?
      Tut mir leid, hab ich vergessen, habs aber nachgeholt. Danke für den Hinweis.
    • oddseidank
      oddseidank
      Bronze
      Dabei seit: 27.01.2010 Beiträge: 1.615
      Original von AnJo280
      Jep ich stimme zu er ist ein Opfer.
      #
    • Toerke79
      Toerke79
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 6.133
      Find ich aber sinnvoll, dass er das Preisgeld für den 1. Platz einklagen will. Er hatte ja mit seinem Informationsvorsprung auch die besten Chancen.
    • MfGOne
      MfGOne
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 7.130
      :coolface:

      gehts noch dreister
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Als Vanessa würd ich jetzt Ali verklagen, da man selbst in nem getürkten Spiel besser ist als er und er Rufschädigung betreibt.
    • Stoxx81
      Stoxx81
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 13.879
      So lange er nicht rechtskräftig verurteilt ist, gilt die Unschuldsvermutung. Von daher wüsste ich nicht, was ihn davon abhalten sollte an weiteren Turnieren teilzunehmen. DIe Veranstalter wissen ja, wer da kommt und müssen eben entsprechend vorsorgen...
    • duschprinz
      duschprinz
      Silber
      Dabei seit: 04.03.2007 Beiträge: 442
      ist doch alles juristisches Rumgeplänkel. So wie er den Partouche-Leuten vorwirft wieso sie ihm 70000$ auszahlen, wenn er doch betrogen habe, so will er nicht, dass die Partouche-Leute (bzw. andere Turnierveranstalter) behaupten, dass, wenn er keinen Anspruch auf ein Preisgeld im Nachhinein erhebt, er ja doch soooo unschuldig nicht sein könne. Er will sich halt argumentativ nicht die Blöße geben. Wenn er das nicht machen würde, hätte er nen schlechten Rechtsanwalt
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Original von Stoxx81
      So lange er nicht rechtskräftig verurteilt ist, gilt die Unschuldsvermutung. Von daher wüsste ich nicht, was ihn davon abhalten sollte an weiteren Turnieren teilzunehmen. DIe Veranstalter wissen ja, wer da kommt und müssen eben entsprechend vorsorgen...
      Das ist richtig, trifft es hier aber nicht. Den Veranstaltern kann es völlig egal sein, ob er rechtskräftig verurteilt wird oder nicht; die haben Hausrecht. Er hat also kein Anspruch auf Teilnahme. Und wenn die Veranstalter entscheiden ihn auszuschliessen, sorgen sie ja vor.
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.275
      Original von Toerke79
      Find ich aber sinnvoll, dass er das Preisgeld für den 1. Platz einklagen will. Er hatte ja mit seinem Informationsvorsprung auch die besten Chancen.
      sehr nice :heart: :heart:
    • Haegglmoo
      Haegglmoo
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2010 Beiträge: 939
      Original von TheCelt
      Original von Stoxx81
      So lange er nicht rechtskräftig verurteilt ist, gilt die Unschuldsvermutung. Von daher wüsste ich nicht, was ihn davon abhalten sollte an weiteren Turnieren teilzunehmen. DIe Veranstalter wissen ja, wer da kommt und müssen eben entsprechend vorsorgen...
      Das ist richtig, trifft es hier aber nicht. Den Veranstaltern kann es völlig egal sein, ob er rechtskräftig verurteilt wird oder nicht; die haben Hausrecht. Er hat also kein Anspruch auf Teilnahme. Und wenn die Veranstalter entscheiden ihn auszuschliessen, sorgen sie ja vor.
      Ausschliessen wird ihn aber keiner, denn es ist (jetzt mal als Beispiel) nicht die EPT, die darüber entscheidet wer mitspielen darf und wer nicht, sondern das jeweilige Casino, in dem das Turnier stattfindet. Und jedes Haus hat eigene Regeln, das kann man leider nicht so einfach umgehen.
    • Todde1972
      Todde1972
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2008 Beiträge: 1.802
      Original von Haegglmoo Französische Anwälte sollen 1,3 Millionen Euro bei dem börsennotierten Familienunternehmen einklagen.
      freuen sich die franzacken anwälte, die streitsumme ergibt ein gutes honorar.

      hauptsache er verliert nicht noch die winnings aus barcelona, sonst bleibt am ende ein haufen schulden, dann kann er in zukunft wieder ziegen in antolien hüten und denen das fell über die ohren ziehen beim pokern.
    • TommyAs
      TommyAs
      Global
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 6.184
      Original von AnJo280
      Jep ich stimme zu er ist ein Opfer.
      hart rautiert hoffe er ist wirklich so blöd und zieht das mit der klage durch dann würde seine dummheit unterstreichen
    • Haegglmoo
      Haegglmoo
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2010 Beiträge: 939
      Leute, ich bin auch kein Fan von ihm, erst recht nicht, nachdem ich ein paar mal die Ehre mit ihm hatte. Sowohl am Tisch, als auch abseits der Pokertische.

      Aber, bedenkt.. Das soll keine Hetzjagt gegen Ali werden. Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung. Es wird ständig nur davon gesprochen, dass er betrogen hat. Aber Beweise gibt es bis jetzt keine. Ein paar Videos, auf denen der Blogger, Ali und Pero Bukara zu sehen sind, ist vermutlich nicht Beweis genug. Bitte bedenkt, dass sein Ruf auf immer geschädigt wird. Wenn er also die Möglichkeit hat, seine Unschuld zu beweisen, dann sollten wir ihm das gönnen.

      Und wenn er verurteilt wird, dann wohl zu Recht.
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Original von Haegglmoo
      Ausschliessen wird ihn aber keiner, denn es ist (jetzt mal als Beispiel) nicht die EPT, die darüber entscheidet wer mitspielen darf und wer nicht, sondern das jeweilige Casino, in dem das Turnier stattfindet. Und jedes Haus hat eigene Regeln, das kann man leider nicht so einfach umgehen.
      Ja, das ist doch nicht anders. Welches Casino hat denn ernsthaft Interesse, dass dort jemand spielt, der im Verdacht steht zu betrügen. Wie gesehen kommt es dann ja schon mal zu Protesten der anderen Beteiligten. Wer ausschliesst, ist doch zweitrangig. Es ist jedenfalls möglich und dazu reicht schon irgendein Grund, wieso man ihn dort nicht sehen will. Eigentlich braucht es nicht mal den.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von Haegglmoo
      Aber, bedenkt.. Das soll keine Hetzjagt gegen Ali werden. Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung. Es wird ständig nur davon gesprochen, dass er betrogen hat. Aber Beweise gibt es bis jetzt keine.
      neeee gilt sie nicht
      wenn ich mit einem spieler nicht spielen willl weil der verdacht des betruges besteht dann mache ich das nicht, wenn das casino ihn nicht mehr sehen will dann sperren die ihn aus, so einfach ist das

      oder würdest du weiterhin mit ihm spielen?
      oder wenn du ein eignes casino hättest würdest du ihn weiterspielen lassen obwohl deine anderen kunden protestieren und nicht mehr spielen?
    • Gulliver1985
      Gulliver1985
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2007 Beiträge: 3.469
      Original von Haegglmoo
      Aber Beweise gibt es bis jetzt keine. Ein paar Videos, auf denen der Blogger, Ali und Pero Bukara zu sehen sind, ist vermutlich nicht Beweis genug.
      Was für Beweise willst du denn sehen, also was müsste auf einen Video zu sehen sein, damit du es als eindeutigen Beweis durchlässt? Ist ja nicht so das die Videos alles sind was man Ali T. zur Last legen kann. Es gibt keine plausible Erklärung wie Ali alle Indizien und Vorwürfe entkräftigen könnte, der Typ ist 100% schuldig.
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