Strategizing vs. loose-aggressiven Stealer - Rush NL 50 FR

    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Situation: CO stealt mit 65%, es wird zu mir gefoldet und ich halte Q9o, was mir 50% Equity gegen den Stealer bringt.

      Auf die bisherigen 185 Hände hat er in 70% eine Cbet gefeuert (irgendwie 7 Fälle oder so), 4.0 AF am Flop, 4.0 AF am Turn, also ich rechne immer wieder mal mit einer Second Barrel, die ein 2nd Pair schwer zu spielen macht.

      Wie defendet ihr das? Wie ist in etwa euer Postflopplan? Sollte euch die Hand einen Tick zu weak sein, macht von mir aus QTo draus.

      Danke für die Anregungen :-)
  • 7 Antworten
    • 2Tilt2Win
      2Tilt2Win
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 358
      Hey Magnum,

      meine line ist gegen solche erstmal nicht callen sondern preflop re-raisen !!! gib ihm die chance zu Folden!!! Er wird oft folden müssen, weil 65% range spielen sich echt doof und davon wird er nicht viel callen oder rereraisen!!!

      Wenn er dich dann call kannst du schon mal seine range eingrenzen (55-TT / QT+ / KT+ plus evtl weak Ass und natürlich 67s+) wenn er dich 4 bettet dann macht er das mit Ak+/JJ+

      Wenn er dich callt bist du OOP!!!

      Dann wenn du OOP spielen musst, weil du ja meisst in den blinds bist, Donkst du in ihn rein(1/2 pot -2/3pot), es wird schwer für ihn nur mit air noch mal ein reraise zu machen!!! (so gehst du schon mal seinen Cbets aus dem weg!!!
      wenn er dich callt kurz das Board angucken und prüfen ob draws spielbar sind wenn ja auf die Turn karte achten, wenn die Draws nicht kommen 2nd Barrel (jetzt wird es immer schwerer für ihn mit air zu spielen)!!!

      Mit der Line nimmt du viel aggro von ihm raus, weil er der ist der reagieren muss.

      Falls er dich postflop dennoch reraised dann musst du natürlich deine hand spielen!!!(Fold oder call oder push)

      MFG 2Tilt2Win :s_cool:
    • alexanderhirth
      alexanderhirth
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 2.354
      Er spielt eine riesige Range aggressiv, lass ihn auflaufen -> 3b Preflop oder c/r any Flop.
    • Lance
      Lance
      Black
      Dabei seit: 24.09.2005 Beiträge: 3.268
      samplesize...in 185 hands war er 20mal im CO.
      und das 20 hands keine samplesize sind sollte klar sein.

      flop/turncbet-wert hat auf 7 fälle auch 0 aussagekraft.
    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      OK, Danke für die Anregungen. Ich wollte Q9o halt nicht 3betten, weil ich mit der Hand gegen seine Range so besser dastehe, aber von der Playability scheint eine 3bet doch besser zu sein.

      @Lance: Du hast Recht, dass das keine Samplesize ist, was aber egal ist, weil es sich generell ums Strategizing gegen loose-aggressive Gegner ging. Man muss vielleicht noch hinzufügen, dass der Typ im SB und BU auf ähnlich hohe Werte kommt. Was die Postflopstats betrifft, bleibt mir in der Situation nichts anderes übrig, als damit zu arbeiten. Und so abwägig sind die nicht.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Wie Lance schon sagte, sind diese Werte nach ein paar Händen mit Vorsicht zu genießen.

      Grundsätzlich bist du nicht verpflichtet jede Hand zu spielen, Q9o würde ich wohl eher nicht spielen, QTo kommt dann wohl in den Grenzbereich.

      Du kannst 3-betten oder callen, wenn du schon so genau auf die Stats achtest müsstest du den Gegner ja auch etwas kennen, sprich wie verhält er sich bei 3-bets, wie spielt er Postflop.

      Es nützt halt nichts loose zu 3-betten wenn Villain niemals foldet oder sehr häufig bluff-4-bettet. Es nützt nichts zu versuchen den Turn zu floaten wenn der Typ eh immer zweimal barrelt.

      Du musst halt überlegen ob du die Hand gegen seine Range OOP spielen kannst und ob du Postflop durch deine Edge den Nachteil der Position und der relativ gesehen schwachen Hand wett machen kannst. Dies ist nicht so einfach.

      Ist die Playability zu schlecht, stellt sich die Frage nach der Möglichkeit zu bluffen. Ist auch der Move nicht erfolgsversprechend, dann folde die Hand halt.

      Die Adaption gegen loose Spieler ist es nicht unbedingt jeden Crap zu defenden und sich dann in varianzreiche Spots mit schwachen Händen zu begeben, in denen dein Gegner mehr Erfahrung haben wird.
    • Lindavius
      Lindavius
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 293
      Naja, finde Q9o eigtl. nicht so schlecht, um damit am Anfang einer Session mal im Blind durch eine 3bet Wiederstand zu leisten. ;) Spielst, solange er sich nicht wehrt, und anfängt "loose" zu callen -also: solang er straight-forward spielt-, eine polarisierte Range, bestehend aus Bluffs( -siehe Q9o) und Händen, mit denen du bereit bist, (gegnerspezifisch) broke zu gehen. Wenn er anfängt, dich häufig IP zu callen, wo wohl auch noch viel Trash sein wird, um gg. deine loosen 3bets zu adapten, solltest du beim Reraisen eher auf Hände mit guter Playability (JTs, etc.) , die relativ decepted sind, oder Hände mit hohem Value umsteigen- und deine Bluffs einfach folden. ;) - Seine Adaption gg. deine 3bets führt dann dazu, dass du häufig die beste Hand am Flop mit hoher Equity hältst. Sprich: Solange er Straight-Forward spielt, und nix callt, muß er gg. deine 3bets 55% seiner Range, oder: in ca. 5/6(!) aller Fälle folden; wenn er (zu)viel callt, hast du vielleicht ca. 60%(?) gegen seine Range.-Und die Initiative, die im 3bet-Pot auch nicht völlig unbedeutend ist. ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Lindavius
      Naja, finde Q9o eigtl. nicht so schlecht, um damit am Anfang einer Session mal im Blind durch eine 3bet Wiederstand zu leisten. ;) Spielst, solange er sich nicht wehrt, und anfängt "loose" zu callen -also: solang er straight-forward spielt-, eine polarisierte Range, bestehend aus Bluffs( -siehe Q9o) und Händen, mit denen du bereit bist, (gegnerspezifisch) broke zu gehen. Wenn er anfängt, dich häufig IP zu callen, wo wohl auch noch viel Trash sein wird, um gg. deine loosen 3bets zu adapten, solltest du beim Reraisen eher auf Hände mit guter Playability (JTs, etc.) , die relativ decepted sind, oder Hände mit hohem Value umsteigen- und deine Bluffs einfach folden. ;) - Seine Adaption gg. deine 3bets führt dann dazu, dass du häufig die beste Hand am Flop mit hoher Equity hältst. Sprich: Solange er Straight-Forward spielt, und nix callt, muß er gg. deine 3bets 55% seiner Range, oder: in ca. 5/6(!) aller Fälle folden; wenn er (zu)viel callt, hast du vielleicht ca. 60%(?) gegen seine Range.-Und die Initiative, die im 3bet-Pot auch nicht völlig unbedeutend ist. ;)
      Was ist denn daran "straight forward" als jemand der viel stealt, gegen einen aggr. 3-better in den Blinds viel zu folden?

      Habe das Gefühl du siehst die Calls IP als falsch an? Gibt doch nichts schöneres als 3-bettet Pots in Position zu spielen gegen jemanden der seinerseits (zu) viel 3-bettet und dem dann evt. noch die Erfahrung in diesen Situationen fehlt.

      Und das wir da am Flop mit toller Equity dastehen steht mal ganz woanders, sehe keine Range wogegen wir mit Q9o sonderlich gut dastehen.

      Wie kommst du da auf 60% gegen eine Range? Hast du da equiliert oder etwas geraten?

      Und wieso muss Villain 55% gegen unsere 3-bet folden?

      Finde das alles etwas durcheinandergewürfelt und verstehe nicht worauf du da hinaus willst, vielleicht kannst du das nochmal etwas ausführlicher erläutern (und Idealerweise etwas übersichtlicher [Absätze bspw.]).