profitabel auf set value callen

    • DonMB
      DonMB
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 4.948
      Hatte heut eine Situation im NL25 SH Cashgame die meinen Glauben an die implied odds etwas zerrüttelt hat.

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      Folgende Situation: ich 25$ am CO finde 7 :diamond: 7 :spade:

      UTG callt 0.25$
      1 folds
      Hero raised 1.25$
      1 folds
      Villain (26$) im SB 3-betted 3.90$

      BB folds
      UTG folds

      Hero ???
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      Folgendes hab ich hinterher sorgfältig ;) nachgerechnet:

      odds für set am flop: 9:1

      potgröße: 1.80 + 3.90 = 5.70. zu callen wären 2.75, 2.75:5.7 entspricht pot odds von ~ 1:2.
      Villain hat eine postflop agression von 12, ich gehe davon aus dass er mit AA und KK um seinen kompletten Stack spielen wird.
      Also gebe ich mir sein restliches geld (20.75$) noch auf die pot odds drauf:

      2.75 : 26.45 = 1: 9,61

      pot odds sind also marginal günstiger


      Also calle ich hier den re-raise auf set value wenn ich weiß dass ich den Gegner damit stacken kann.


      Richtig gerechnet oder komplett daneben?


      Warum ich das zur Diskussion stelle?
      Naja Villain hat wirklich am flop direkt reingeballert was das Zeug hält. Flop war 5 7 T rainbow... ich hab ihn gestacked (er hatte KK) und mich hinterher gefragt ob das nicht totaler Humbug war.
  • 4 Antworten
    • Dukat
      Dukat
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 252
      Naja bin mir nicht so sicher ob man den Gegner da 100% auf ein hohes Pocket setzen kann. Kommt denke ich immer sehr auf den Gegner an, habe auch schon erlebt dass ich mit KJo gereraised wurde.
      Bei AF von 12 ist es natürlich schon recht wahrscheinlich dass du seinen ganzen Stack kriegst.
      Normalweiße callt man ja aber wenn die stacks noch min. 15 mal so groß sind wie der zu bezahlende Betrag. Nimmt man dann an den ganzen Stack des Gegners zu bekommen, wenn man sein set trifft, sind die immplied odds natürlich wesentlich besser als man sie eigentlich braucht. Aber da man sich wohl in so gut wie keinem Fall sicher sein kann, dass der Gegner bei wirklich jedem Flop um seinen ganzen Stack spielen würde, ist das mit dem 15 fachen schon sinnvoll.
      Ist der Gegner sehr tight und postflop sehr aggressiv, oder ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass z.b. noch big stacks callen kann man da auch schon mal Ausnahmen machen.
    • neveris
      neveris
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2006 Beiträge: 401
      du musst bedenken dass du on average das neunfache des zu callenden betrags gewinnen musst.
      du musst also die fälle wo du weniger gewinnst ausgleichen.
      wenn du mit dem reststack 9:1 bekommst musst du ihn immer stacken um longterm profitabel callen zu können. wenn er hier auch mal mit AK 3bettet ist das denke ich nicht gegeben... deshalb nimmst du ja auch ca 15mal reststack des zu callenden betrags um die situationen auszugleichen in denen du im nachhinein schlechtere odds bekommen hast als 9:1
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Ich kann mich dem nur anschliessen - es gibt viel mehr Haende mit denen Pre-Flop 3-betted wird als KK und AA - und die Mehrzahl dieser Haende wird Villain Post-Flop aufgeben wenn er auf Widerstand stoesst.

      Stell dir z.B. mal vor Villain 3-bettet mit JJ oder QQ und der Flop kommt K-7-2 rainbow. Jetzt hast dein Set getroffen aber angesichts der Overcard auf dem Board und der Tatsache dass du gut mit AK gecallt haben koenntest wird Villain hier sicher nicht um seinen ganzen Stack spielen.
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Die Odds für ein Set sind zwar 1 : 7.5, aber wenn man davon ausgeht, dass der Gegner immer bis zum River geht und ein Overpair hat, das natürlich noch ein höheres Set treffen kann, was in ca. 16.5% der Fälle geschehen wird (unter der Bedingung, dass Du Dein Set getroffen hast), kann man tatsächlich mit 1 : 9 rechnen - wenn man davon ausgeht, dass Straight und Flushchancen alle ausgeglichen sind. Allerdings muss man ja noch einrechnen, dass man in diesem Fall nicht nur den Wert des Preflop Calls verliert, sondern häufig seinen ganzen Stack, so dass die Odds nochmal schlechter werden.

      Das ist eine interessante Rechnung, so genau habe ich das noch nie betrachtet. Grundsätzlich calle ich aber gegen einen tighten Gegner sowieso keine 3-bet auf Set-Value, außer sie klein genug, oder ein anderer coldcaller ist noch involviert.