NL25 - Was mit mittelstarken Händen in den Blinds?

    • gondolieri
      gondolieri
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2010 Beiträge: 3.587
      Hi,
      spiele momentan NL25 SH auf stars. Preflop komme ich des öfteren in Spots, in denen ich nicht genau weiß was ich machen soll.
      Angenommen ich sitze im SB/BB mit ATo und der Button (Reg, 21/17 40%ORBU) stiehlt meinen Blind? AT OOP hat ne scheiß playability aber gegen seine Range bin ich eigentlich zu weit vorne um wegzuwerfen. Selbes Dilemma mit KJ.
      Das gleiche Problem habe ich, wenn ich zB 66-88/AJ/KJs/KQo im BB halte und ein MP geraist hat.
      Bisher habe ich mit unstd Broadways (AT, KJ,KQ,AJ) ne Mischung aus 3bet und fold gespielt, mit std broadways auch mal der call.
      Die PPs (22-77) habe ich meistens gegen ein UTGraise oder MPraise direkt gefoldet, ab und an auch mal gecallt(55-99). Gegen ein BU oder CO raise habe ich auch mal die 3bet oder das Squeeze eingestreut.
      Was ist euer Play in diesen Spots, also mit mittelmäßigen Händen in den Blinds gegen Ranges zu spielen, gegen die man eigentlich vorne ist?
  • 6 Antworten
    • Ithafeer
      Ithafeer
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 1.061
      Gegen einen Bu mit hohem Buttonraise (>35%) calle ich hier broadway Hände wie AT, AJ, KJ, KQ, KT, QJ meistens
    • Discoloco
      Discoloco
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2005 Beiträge: 265
      Du foldest 22-77 auf ein utg raise ??? Wann kann man denn besser auf Setvalue callen ?
    • Ricco88
      Ricco88
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2009 Beiträge: 1.043
      spiele leider sehr selten 6max, aber ich würd hier klar protecten. auf 4bet natürlich fold, aufm flop kannste je nach struktur gut c/r spielen und mittelgroße pots mitnehmen. ebenso bei SB vs BB, spiele ich recht gern mit dem hintergedanken zu floaten und einen leichten pot zu machen.
    • Ithafeer
      Ithafeer
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 1.061
      Original von Ricco88
      spiele leider sehr selten 6max, aber ich würd hier klar protecten. auf 4bet natürlich fold, aufm flop kannste je nach struktur gut c/r spielen und mittelgroße pots mitnehmen. ebenso bei SB vs BB, spiele ich recht gern mit dem hintergedanken zu floaten und einen leichten pot zu machen.
      Deine 3bet/fold Line finde ich mit den Mittelstarken Händen ziemlich missplayed. Solche Bluffs willst du wenn dann mit schlechten Händen mit guter Playability machen z.b. 89s oder sowas.
      KJ oder AT sind stark genug um sie zu callen finde ich
    • learntoloose
      learntoloose
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2011 Beiträge: 1.326
      Das sind meiner Meinung nach die schwersten Hände... da du halt keine Position hast und meistens nicht triffst.
      Den einzigen Rat den ich dir geben kann ist... wenn du gerade neu an einem Tisch bist und dein Blind wird direkt attackiert, mache ein 3bet! In den seltensten Fällen läufst du dann in ein Monster. Aber du sagst deinem Gegner direkt: Stehlen lohnt sich nicht!!!
      Denn der erste Eindruck zählt meistens... klappt es bei ihm einmal deinen Blind zu stehlen, wird er es immer wieder versuchen ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Isoliert betrachtet hast du das Problem Preflop schon gelöst. Das Problem ist, dass du nicht nur Preflop spielt, sondern auch am Flop, Turn und River.
      D.h. du musst das Problem gleichzeitig auf diese Straßen übertragen.

      Grundsätzlich empfehle ich am Anfang polarisiert zu 3-betten aus allen Positionen. (OOP mit einer stärkeren Tendenz zum Topteil der Range und weniger Bluffs) D.h. du willst schwache Hände mit Potential (z.b. K2s oder 45s 3-betten) und starke Hände mit Potential, die auch ein Preflop All In verpacken können 3-betten.

      Wenn du merkst, dass dein Gegner etwas bestimmtes macht mit einer auffallenden Frequenz (z.b. er called zuviel auf 3-bets), dann passt du deine Range an. Z.b. 3-bettest du jemanden der zuviel auf 3-bets called auch mit deinen mittelstarken Händen, da du gegen seine Range ja vorn liegst und nimmst die ganzen Bluffs wie K2s oder 45s raus.

      Hände die zu stark zum folden sind und zu schwach für einen riesigen Pot willst du callen. Grade OOP aber entsteht hier das Dilemma, dass du Pötte OOP spielen musst und daher einen Plan für dein Postflopspiel mitbringen musst.

      Der Vorteil von passiven Defends ist diesen ganzen Broadways ist offensichtlich, dass Broadway xx Boards dauernd cbettet werden und du viel Geld gewinnst. Der Nachteil ist offensichtlich, dass dein Gegner die Potgröße durch seine Position besser kontrollieren kann und deine Range relativ betrachtet auf manchen Boards schwächer ist als die Range des Gegners. (z.b. hast du auf einem AK2r Board so gut wie nie AA, KK oder AK)

      Es ist also kritisch vom Gegner abhängig, ob man 3-bettet oder called oder folded. Z.b. würde ich gegen Gegner, die Preflop sehr viel 4-betten mit mittelstarken Händen wenig 3-betten und mehr callen. Ich würde gegen Spieler, die Postflop relativ passiv sind Preflop relativ viel callen, da du deine Equityedge viel einfacher ausspielen kannst.
      Gegner die wenig 4-betten und viel folden oder callen kannst du dagegen wieder etwas besser (natürlich Range jeweils angepasst) bluffen und damit 3-betten.

      Grade bei lighten 3-Bet Dynamiken willst du ja etwas beim Gegner erzwingen und da musst du auf NL25 schwer aufpassen, weil ich vermute, dass die meisten Gegner zwar die Informationen irgendwie auffassen, dass du mit der Frequenz X grade 3-bettest und dies und das machst, aber häufig diese Information völlig verkehrt verwerten.