Set-Hit IP, Postflopspiel

    • QueenBeaver
      QueenBeaver
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2010 Beiträge: 361
      Hallo,

      mir ist dies jetzt ein paar Mal passiert:

      Jemand raist, ich calle (JJ-22) oder reraise (QQ,KK). Er callt und wir gehen zum Flop.

      Am Flop treffe ich ein Set. Da ich IP bin, ist V vor mir dran. V bettet, und zwar in einer Höhe, in welcher ich conti-valuebetten würde. 2 Möglichkeiten ergeben sich: Call oder Reraise.

      Calle ich, gehe ich Gefahr, dem Gegner eine Karte zu geben, die mich überholt. Oftmals gibt es ja irgendeinen Draw, Flops völlig ohne jegliche Drawmöglichkeiten sind ja doch eher selten.

      Reraise ich, gehe ich Gefahr, praktisch nur von besseren Händen (z.B. Topset) gecallt zu werden, während alles Schwächere foldet.

      Ich habe heute mal direkt darauf geachtet, und bisher ist meine Beobachtung, dass jedes Mal auf Reraises gefoldet wurde. Nun kann Erfahrung, besonders in so winziger Samplesize nicht Mathematik oder mehr Erfahrung wettmachen, deshalb also die Frage: Tendiert man eher zum Reraise, oder callt ihr das und entscheidet am Turn erneut? wie stark ist die Reaktion hier von Stats abhängig? Welche Stats würdet ihr in diesem Falle besondere Beachtung schenken?
  • 2 Antworten
    • Essah1
      Essah1
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2009 Beiträge: 3.055
      IP würde ich mit sets auf relativ trockenem board nur callen, um ihn mit seinen schlechteren Händen/bluffs drin zu behalten. Sollte er am Turn oder river halt seine 2 outs zum besseren set treffen, ist das halt ein setup.

      Mit reraises vertreibst du zu oft overpairs, TPTK, die aber noch mal 2nd barreln.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Frag dich als allererstes:

      Wie würde ich mit allen anderen Händen meiner Range hier weiterspielen. Wenn du in einem Spot dauernd callst, dann solltest du das auch mit deinen Sets machen. Wenn du mit dauernd raist, dann auch mit dem Set.

      So jetzt wissen aber die meisten Gegner mal gar nichts darüber wie du sonst so spielst, also musst du dich im nächsten Schritt fragen wie der Gegner auf den Raise reagieren wird.

      Wenn du auf einem K27r Board mit 22 das Set triffst und dein Gegner cbettet und du bist dir relativ sicher, dass er nur KK, 22, AA und AK weiterspielt, dann würde sich ein Bluff in der Situation anbieten. Mit 22 willst du hier aber nicht bluffen, sondern seine Range möglichst umfangreich halten, damit du möglichst viel Geld von ihm bekommst. D.h. du callst.

      Was ist mit einem 568hh Board und du hälst 88? Drawheavy Boards könnten von dir mit einer weiten Range semibluffed werden, d.h. dein Gegner kann seine Made Hands nicht dauernd folden. D.h. Boardtexturen auf denen dein Gegner dir eine weite und schwache Range geben sollte, sind Boardstrukturen die sich gut für Valueraises eignen.

      Mit den Tendenzen des Gegners z.b. wie oft oder selten er 2nd barrelt/3 Barrelt, wie oft er auf raises folded/called/reraist, musst du dir einfach mal selber für verschiedene Boardstrukturen überlegen wie deine Gegner reagieren könnten.
      Es gibt da kein Plan X, der das für alle möglichen Fälle erklärt, sondern ich kann dir nur sagen worauf du achten musst und du musst aus diesen Informationen, dann selbstständig schlussfolgern was jetzt am sinnvollsten wahrscheinlich ist.