Überbewertung/Flascheinschätzung des Gegners führt zu unreasonable play/tilt?!

    • JackBlack18
      JackBlack18
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 1.435
      Ich hab bei mir folgendes "Problem" festgestellt:


      Ich sitze seit einiger Zeit an einem Tisch (bzw kenne die Spieler aus vorangegangenen Sessions), sodass ich den Pokerstil meiner Gegner ungefähr abschätzen kann.
      Jetzt kommt es zu der Situation, dass ich am Flop allein mit einem Gegner bin, dem ich durchaus (sehr) gute Grundkentnisse zuordne.

      Als Beispiel nehme ich mal an, ich habe Preflop mit AKo geraist - Gegner callt. Am Flop bin ich OOP und bringt J62 (rainbow). Ich mache natürlich meine Contibet, worauf ich direkt geraist werde.

      An dieser Stelle drängt sich bei mir oft der Gedanke ein, dass mein Gegner genau das annimmt und zwar dass ich eine normale Continuation Bet mache und am Flop nichts getroffen habe, weshalb er mich mit seinem Raise nur aus der Hand bringen will, obwohl er selbst nichts getroffen hat. Ich erwische mich wirklich von Zeit zu Zeit dabei, (vorallem wenn es schnell gehen muss, weil ich noch andere Tische offen habe und ich gerade die letzten Hände alle unglücklich am River noch aufgeben musste, da ich offensichtlich, trotz guter Hand, geschlagen war) den Raise zu 3-betten und ich mich erst viel zu spät von der Hand trenne.

      Das hat mich echt schon eine Stange Geld gekostet. ;(

      Kennt nochjemand dieses Problem, bzw gibt es überhaupt irgendeine Situation in der solch ein Spiel legitim wäre?

      mfG,
      JackBlack
  • 9 Antworten
    • ilja
      ilja
      Black
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 4.236
      das problem kenne ich, wenn ich feststelle, dass ein Spieler nach meinem Pre-Flop spiel mich am alop recht gut einschätzen kann (und ich wie du beschriben auf Overcards sitze), mache ich einfach einen Check-Raise, da:

      1. Der Check wirkt sehr seltsam, nachdem ich Preflop aggressor war, so könnte ich u.U. eine Freecard bekommen, da der gegener eben einen Check-Raise vermutet (z.B. denk er ich könnte AA, oder KK haben).

      2. Sollte er betten, Wird halt geraised, und nun werde ich in den meißten fällen wirklich auf AA oder KK geschätzt.


      Naja sollte aber man nicht allzuoft machen, und auch nur, wenn man glaubt, dass der Gegner einen wieklich "einschätzen/beobachten" kann.


      Ist aufjedenfall n netter Move :)
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.971
      Speziell in deinem Beispiel ist diese Annahme verkehrt, da er unmöglich wissen kann, daß du AK hast, du hast ja nur geraist. Du könntest genau so AJ, KJ, QJ oder pockets haben. Bei lauter Karten unter der Playingzone sieht das schon anders aus, da ist auch deine Annahme und eine 3bet nicht unbedingt verkehrt.imo
    • aStaSt
      aStaSt
      Bronze
      Dabei seit: 27.06.2006 Beiträge: 538
      ja diese denkweise ist mir leider sehr bekannt, mache ich auch viel zu oft
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      das schöne am internetpoker ist doch, dass man sich jederzeit an einen anderen tisch setzen kann, wenn einem an tisch x die gegner stinken. gerade auf den microlimits ist die auswahl an tischen doch riesig ...
    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.682
      Du wirst in Situation kommen wo du deine marginalen Made Hands runtercallen musst, und dann wirst du sehen ob er bluffraist. Ne 3bet auf nen vermeintlichen FlopBluffRaise macht aber nur sehr selten Sinn. Entweder bist du hinten und schiebst ihm so nur Geld in den Rachen, und wenn du vorne bist vertreibst du ihn von ner schlechteren Hand. Wenn der Verdacht auf nen Bluff wirklich sehr stark ist, dann call ihn lieber mit A-high runter und lass ihn soviel bluffen wie er will.
    • grelet
      grelet
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 1.433
      diesen checkraise oop mache ich öfters wenn nur low cards auf dem flop erscheinen, da die gegner auf meinem limit mir hier oft keine starke hand glauben u mit pocket pairs sowieso callen. hier schaut ein checkraise schon sehr stark aus

      den gegner nach ner contibet zu raisen hängt halt sehr stark vom limit u dem gegnertyp ab. bei loosen spielen verlierst du damit langfristig nur geld. bei tighten spielen kann das sehr profitabel sein,du musst halt erkennnen, wann du eine hand aufgeben musst u wann du sie durch eine bet gewinnen kannst.

      hab es mir auch abgewöhnt immer contibets gegen 1-2 gegner zu machen, weil bei sehr loosen gegnern halt oft eine scarecard nötig ist, um contibets wirksam zu machen.
    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.682
      Ups, merk grad dass sich die Diskussion wohl auf NL bezieht, dann vergesst mal meinen Kommentar, der is für FL.
    • longdistancerunner
      longdistancerunner
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 4.510
      ...also wenn von 3-betten die Rede ist, wird es sich wohl nicht um NL handeln;) aba das Problem ist imo bei vielen der Geldfresser schlechthin, frei nach dem Motto: Das macht der jedesmal mit mir, jetzt geh ich da aba mal gegen an. Calldown sieht man in der Situation auch in den Coaching Videos zu Microlimits...
    • gertrud
      gertrud
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2006 Beiträge: 136
      Original von longdistancerunner
      ...also wenn von 3-betten die Rede ist,
      viele nl spieler haben vorher fl gespielt und haben das wort 3-betten mitgebracht ->
      ich glaube es geht um nl, bei fl kann man ja einfach immer im zweifel cappen