preflop, oh preflop

    • Gatsby
      Gatsby
      Black
      Dabei seit: 25.07.2006 Beiträge: 1.148
      Bei der Betrachtung einiger Hände von vermeintlichen Regs bin ich auf die Idee gekommen, mal ein paar Preflop-spots zusammenzustellen, zu denen mich eure Haltung interessiert. Wir sitzen immer in 5-6 handed fixed limt O8 games.

      1) ein 95% passiv-fisch open limpt, ein bisher aggressiver unknown im sb raist, Hero hält 885s3 im bb – auch wenn wir mit 5:1 rechnen und die Gegner eine sehr weite range halten, wär mir die Hand viel zu marginal. Man geht auch bei guten boards fast immer nur auf den halben pot, das auch fast nie mit einem echten Monster, und man müßte auch dafür einiges investieren, gemeint ist den flop raisen, um den rest der hand in position zu kommen, sofern das mit einem vollfisch hinten dran überhaupt klappt.
      Schätzt ihr die Hand optimistischer ein und defendet?

      2) Im sb sitzt der besagte 95% mann, im bb ein tag, Hero open raist vom Bu mit Q4s42s -
      find die Hand sehr trashig, laut ProPokertool 50,5% gegen eine random hand. Man könnte argumentieren, dass das doch reicht, um hoffentlich ip gegen den vollfisch postflop zu spielen. Andererseits spielt man oft gegen 2, da der tag für 5:1 häufig auch den flop anschaut. Wie weit ist eure open raising range hier vom bu?

      3) MP openraist (=24%) und hero coldcallt im CO mit 75s42 – wenn ich das tool richtig benutzt hab, hat das eine equity von 42,1% gegen eine 24% range (bitte mal checken, ob ich das richtig anwende). Gibt es trotzdem eine Berechtigung für den coldcall? Was für Hände würdet ihr hier allgemein coldcallen (oder 3betten, um BU rauszukriegen)?
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    • SpaceMarine
      SpaceMarine
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 884
      Denkanstoß/Frage:

      glaubst du die Leute openraisen ihre besten 24% (wie bei Holdem)?
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.818
      1) Der Spot ist schon eher bescheiden da man für low sehr oft gegen den raiser beat ist und wenn man ein set achter trifft es oft ein low geben wird sodass man nur für den halben pot spielt und noch ausgedrawed werden kann. Das bedeutet nicht zwangsläufig das man folden sollte nur muss einem bewusst sein was man am flop sehen will und was nicht und dann ggf auch relativ tight am flop folden können. Beispiel der flop kommt K72, QQ3 oder J62- sowas sollte man dann folden können wenn man in dem spot defended. Das bedeutet auf der anderen Seite natürlich das es nicht so furchtbar viele flops gibt die man weiterspielen kann, das macht aber nicht unbedingt soviel wenn man einen aggromaten und einen fisch im pot hat da diese Leute einen dann in der regel ganz gut ausbezahlen falls man ein wheel oder ein nutfullhouse macht.

      2) Die Hand ist auch sehr trashig, das ist allgemein bei Händen mit low pairs oft so da nützt dann auch oft eine passable preflop equity nichts da man sie postflop einfach nicht vernünftig weiterspielen kann. Vom Button kann man schon viel openraisen also z.b. Q234s fände ich gut genug aber die Q442 kann man denke ich in dem Spot schon einfach mucken da sich das gegen zwei Gegner unheimlich mies weiterspielt.

      3) Die Hand würde ich niemals colcallen weil sie einfach unglaublich hohe reverse implied odds hat. So allgemein natürlich schwer zu beantworten aber Hände die nicht mindestens Ace+Wheelcard haben wären in aller Regel ein fold für mich.
    • Gatsby
      Gatsby
      Black
      Dabei seit: 25.07.2006 Beiträge: 1.148
      @spacemarine den meisten geht es wohl wie mir und sie haben schwierigkeiten überhaupt zu sagen bei was für starthänden man sich bei 25% oder sonstwas prozent befindet. Aber wenn ich 2457 hab und mich frage, ob ich das spielen kann ist ein blick auf die ungefähre equity ja n guter schritt. warum sollte ich dabei davon ausgehen, dass der kerl dann nur die besten 10% und 15% aus dem hinteren drittel spielt. wobei ich bei den spielereien immer mehr feststelle wie nah die starthände von der eq bei diesem spiel beieinander liegen. sollte deshalb position und playability insg. stärker gewichtet werden?

      @orcaaoc Danke, deine Ausführungen decken sich ungefähr mit meinen Bedenken, die mich zu dem Post bewegt haben.
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Original von OrcaAoc
      1) Der Spot ist schon eher bescheiden da man für low sehr oft gegen den raiser beat ist und wenn man ein set achter trifft es oft ein low geben wird sodass man nur für den halben pot spielt und noch ausgedrawed werden kann. Das bedeutet nicht zwangsläufig das man folden sollte nur muss einem bewusst sein was man am flop sehen will und was nicht und dann ggf auch relativ tight am flop folden können. Beispiel der flop kommt K72, QQ3 oder J62- sowas sollte man dann folden können wenn man in dem spot defended. Das bedeutet auf der anderen Seite natürlich das es nicht so furchtbar viele flops gibt die man weiterspielen kann, das macht aber nicht unbedingt soviel wenn man einen aggromaten und einen fisch im pot hat da diese Leute einen dann in der regel ganz gut ausbezahlen falls man ein wheel oder ein nutfullhouse macht.

      2) Die Hand ist auch sehr trashig, das ist allgemein bei Händen mit low pairs oft so da nützt dann auch oft eine passable preflop equity nichts da man sie postflop einfach nicht vernünftig weiterspielen kann. Vom Button kann man schon viel openraisen also z.b. Q234s fände ich gut genug aber die Q442 kann man denke ich in dem Spot schon einfach mucken da sich das gegen zwei Gegner unheimlich mies weiterspielt.

      3) Die Hand würde ich niemals colcallen weil sie einfach unglaublich hohe reverse implied odds hat. So allgemein natürlich schwer zu beantworten aber Hände die nicht mindestens Ace+Wheelcard haben wären in aller Regel ein fold für mich.
      Jap, seh ich alles exakt so. Sehr schön erläutert. 1) ist für mich immer ein Defend, aber eben wie Orca sagt mit großer Vorsicht postflop.