Gameplan gegen 62/4 Fishe

    • gondolieri
      gondolieri
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2010 Beiträge: 3.570
      Hi,
      momentan spiele ich NL25 SH und treffe da durch meine Tableselection auf jede Menge 62/4 bis 50/20 Fische mit 40% WTSD.
      Mein Gameplan gegen solche Spieler ist Preflop ein loose-passiver Stil und Postflop ein TAG-Stil. Mit geeigneten und/oder starken Händen isoliere ich natürlich auch ab und an, besonders wenn ich IP gegen die Fische spiele.
      Postflop gebe ich alle Hände auf, die keinen Showdownvalue/Drawvalue haben.
      Alles andre wird ordentlich gevaluebettet.
      Dadurch ergibt sich zwar ein 30/15-Style, aber imho ist das das beste Play gegen solche Spielertypen.
      Was haltet ihr davon?
  • 16 Antworten
    • Spielstephan
      Spielstephan
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2008 Beiträge: 1.182
      iss doch okay- so in der art spiel ich auch. Je nach Gegner 22/16 bis ca 30/20.
      Position ist alles.
      Viel Erfolg
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      gerade gegen solche Spieler ist doch ein Nitstyle ideal. ?(

      Du wartest auf sehr starke Hände und spielst diese aggressiv, da du enorm oft Auszahlung bekommst und in praktisch jedem spot ne stärkere Range spielst als dein Gegner.

      Selbst aufloosen, um sehr oft mit dem Fisch im Pot zu sein und zu hoffen durch besseres postflopspiel den Fisch zu valuetownen ist nicht zwangsläufig schlecht, aber es ist enorm rakeintensiv und varianzfördernd und dadurch ist es sehr schwer einzuschätzen wie es mit dem EV letztlich ausschaut.

      Von daher würde ich gegen solche Leute eben tight und aggressive spielen, sowohl pre wie postflop, denn genau gegen diese Spieler ist der TAG/Nit style ideal.
    • gondolieri
      gondolieri
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2010 Beiträge: 3.570
      naja wenn du aber spieler hast die dich mit 2nd pair no kicker 3 streets runtercallen dann kannst du eben auch spekulative hände wie 78o auf value spielen (meine Meinung)
      bis man dann mal ne akzeptable hand hat hat der fish nämlich meistens sein geld an die andren spieler verballert
    • SmartDevil
      SmartDevil
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 9.465
      Original von gondolieri
      naja wenn du aber spieler hast die dich mit 2nd pair no kicker 3 streets runtercallen dann kannst du eben auch spekulative hände wie 78o auf value spielen (meine Meinung)
      bis man dann mal ne akzeptable hand hat hat der fish nämlich meistens sein geld an die andren spieler verballert
      das kostet dich zu viel geld mit spekulativen händen zu spielen und ist ganz sicher nicht +ev.

      hier liegt ganz klar in der ruhe die kraft und wenn ein anderer spieler schneller ist bzw. bessere hände gegen den fisch hat, dann ist das halt so.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von gondolieri
      naja wenn du aber spieler hast die dich mit 2nd pair no kicker 3 streets runtercallen dann kannst du eben auch spekulative hände wie 78o auf value spielen (meine Meinung)
      bis man dann mal ne akzeptable hand hat hat der fish nämlich meistens sein geld an die andren spieler verballert
      ich sagte ja schon, dass looses Spiel nicht zwangsläufig schlecht sein muss, aber ich habe genau dieses die letzten Monate gemacht. Unter dem Strich habe ich ne relativ nette winrate damit erreicht, aber ich bin extrem oft in marginalen spots in denen ich nicht weiß wo ich stehe und wie der EV meines plays ist, ich kann ihn oft nichtmal grob schätzen und glaube im Allgemeinen ganz gut darin zu sein im Vergleich mit anderen Spielern dieser Limits.

      Von daher tendiere ich in jüngster Zeit eher dazu einfach zu spielen, klare spots zu nehmen, auf die Weise deutlich weniger Rake zu zahlen und eben viel öfter zu wissen wo ich stehe und in der Tat mit nem gameplan zu spielen.

      Poker ist ein Geduldsspiel und wenn der Fisch nunmal in Hand 1 am Tisch gegen einen anderen sein Geld verliert weil der die Hand hatte und du in 83o geguckt hast und gefoldet hast, so hast du doch keinen Fehler gemacht. - dehne die Spanne halt auf 30 Hände aus und sage dir, dass du 30 Hände leider keine klare +EV Situation hattest und folden musstest, aber wenn sie kommt bist du da. ;)


      Edit: ich habe gerade heute mal ausprobiert wie es ist supertight mit nem an GTO orientierten gameplan zu spielen und habe 12 Tische FR damit gespielt - es war WESENTLICH einfacher als 2 Tische SH mit dem loosen style. Denn ich sehe weniger Flops bei den 12 Tischen und Nitstyle und wenn ich den Flop sehe habe ich relativ klare spots und nur alle 100 bis 200 Hände ne Hand bei der ich wirklich nachdenken muss - bei 2 Tische LAG style SH habe ich alle 5 Hände ne toughe decision... ;)
    • MrIndependent
      MrIndependent
      Silber
      Dabei seit: 26.04.2010 Beiträge: 282
      Ich finde grade den Tag-Style unglaublich bescheiden gegen diese Art von Fisch. Unsere Strategie lebt nämlich dummerweise vielfach einfach nur von der FE die wir durch aggressives Spiel aufbauen.

      Das fällt gegen die Fische leider weg und ich habe keine Lust in 70% aller Fälle mein preflop erhöhtes AK aufzugeben, nur weil ich nicht getroffen habe.

      Preflop loose passiv ist in der Tat der Schritt in die richtige Richtung. Man hat postflop einfach eine so unglaublich hohe Edge, dass das durchaus profitabel ist.

      Aber!

      Das funktioniert nur, solange am Tisch nicht noch zu viele Spieler sitzen, die oft raisen. Dann verblasen wir nämlich viel zu viele BBs in limp/fold, was nicht unser Ziel ist. Ist der Rest des Tisches ansonsten sehr passiv, kann man sich durchaus mal den einen oder anderen Spot mehr gegen den Fisch gönnen.

      Position ist btw ziemlich wayne, der loose passiv Fisch spielt ja doch nicht an. Egal ober er die Nutz hat oder nichts und bluffen brauch ich deswegen iP auch nicht. Gute Hand? --> Geld reinschmeißen! Eigentlich ziemlich easy. ^^
    • Lance
      Lance
      Black
      Dabei seit: 24.09.2005 Beiträge: 3.268
      würde gegen solche leute extrem loose spielen.

      sehr light isolieren gegen ihn und wenn er im BB sitzt um einiges mehr stealen (auch aus UTG etc)

      und sowas wie 87o reicht imo locker um zB vom BU seinen limp zu raisen.

      postflop würde ich nur geeignete boards cbetten bzw doublebarreln und sehr thin valuebetten.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Lance
      würde gegen solche leute extrem loose spielen.

      sehr light isolieren gegen ihn und wenn er im BB sitzt um einiges mehr stealen (auch aus UTG etc)

      und sowas wie 87o reicht imo locker um zB vom BU seinen limp zu raisen.

      postflop würde ich nur geeignete boards cbetten bzw doublebarreln und sehr thin valuebetten.
      auf diese Weise kommt man aber nicht auf 30/15 was OP angesagt hat...

      Denn was man hier macht ist weiterhin tight und aggressive zu spielen, IP (und nur IP!) loose gegen den Fisch spielen und seine postflopleaks zu exploiten.

      Klar kann man solche Hände spielen, wenn der Gegner es zulässt...

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.10(BB) Replayer
      SB ($7.55)
      BB ($15.86)
      UTG ($7.48)
      Hero ($20.89)
      BTN ($10)

      Dealt to Hero 7:spade: 6:spade:

      UTG calls $0.10, Hero raises to $0.30, BTN calls $0.30, fold, fold, UTG calls $0.20

      FLOP ($1.05) K:spade: 5:spade: J:spade:

      UTG checks, Hero bets $1, BTN folds, UTG calls $1

      TURN ($3.05) K:spade: 5:spade: J:spade: 8:diamond:

      UTG checks, Hero bets $2.70, UTG calls $2.70

      RIVER ($8.45) K:spade: 5:spade: J:spade: 8:diamond: T:diamond:

      UTG checks, Hero bets $5, UTG calls $3.48 (AI)

      UTG shows 2:club: J:club:
      (Pre 54%, Flop 2.8%, Turn 0.0%)

      Hero shows 7:spade: 6:spade:
      (Pre 46%, Flop 97.2%, Turn 100.0%)

      Hero wins $14.66

      ...und gegen so jemanden auf AQ+ zu warten ist obv idiotisch, aber jetzt ständig aus jeder Position mit K8o in den Pot einsteigen, weil der Fisch ja auch K7o spielt ist halt mehr als fragwürdig.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Die Frage ist doch erstmal welche Leaks hat ein 62/4 Fisch denn überhaupt? (wenn ihr euch Lance's Ansatz mal durchlest, dann könnt ihr das vielleicht daraus rückschlussfolgern)
    • Roucous
      Roucous
      Global
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 588
      ... mhhh, mag falsch sein, aber ich hab mal gelernt, dass immer die entgegengesetzte strategie eine sehr geeignete maßnahme sein soll ... sprich: gegen einen loose-passiven gegner spiele ich tight-aggressiv und fang nicht an, selber loose zu werden.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      die leaks sind doch die:

      a) er spielt viel zu viele viel zu schwache Hände - damit eine zu weite Range, die zu selten gut trifft.

      b) er spielt daher enorm oft c/f am Flop

      c) er kann seine Handstärke nicht gut einschätzen und foldet daher made hands zu selten - lässt sich also valuetownen.

      d) und er extrahiert zu wenig value aus sehr starken Händen.

      e) er raist praktisch nur Monster und ist damit einfach lesbar.


      -> also sollten wir gegen diesen Spieler preflop schon dead money in den Pot bekommen, was wir oft mit einer cbet schon einsammeln, als bluff double barreln sollte man nur sehr dosiert imo und auch boards wie JT8 mit AK eher c/f als selbst anspielen und natürlich valuebetten was es nur geht, wobei man aufpassen muss, dass man es nicht überzieht, weil der Fisch halt oft auch ne Hand hat wenn er 3 streets runtercallt.


      Die große Gefahr aber wenn man selbst zu loose wird ist dann sowas wie ein KJ7 twotone board und man selbst steht da mit J9s (ohne flushdraw) am besten noch OOP gegen den Fisch - hier genau zu wissen ob man 1ne 2 oder 3 streets for value anspielen kann oder sollte, ob man am Turn c/c bet/fold oder c/f spielen sollte ist alles andere als einfach, insbesondere wenn man von Villain nur ~30 Hände hat, was gerade auf kleinen stakes eher der Standard ist...

      Gerade in solchen spots kann man extrem viel verlieren wenn man sie schlecht spielt, so viel, dass das aufloosen letztlich unprofitabel wird...
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das wichtigste ist, dass man oft IP spielt. (deswegen sagt er auch aus UTG mehr openraisen, wenn der Fisch im BB sitzt - man isoliert quasi Preflop)

      Entscheidend ist auch, dass man das Spiel für den loose/passiven Spieler nicht sinnvoll macht. D.h. cbetten NUR, wenn das Board extrem viel Foldequity bietet ODER man vorhat Multibarrels zu schiessen (ich will mich jetzt nicht darüber auslassen wann man gegen solche Spieler bluffen kann - ich empfehle es gar nicht am Anfang ehrlich gesagt). Denn das Leak dieses Spielers wird sein, dass er Preflop zuviel called und Postflop mit vielen Boardtexturen sich irgendwie verbindet. Rein spieltheoretisch müsste er aufgrund seiner Preflopcallingrange Postflop mit 3rd Pairs oder 4th Pairs regelmässig downcallen. Macht er dies, dann haben wir Feuer frei für superdünne Valuebets. Macht er das nicht, dann sollte relativ offensichtlich sein was man macht, wenn er am Flop light called und an späteren Streets sehr viel folded.
      Bevor man jetzt anfängt rumzuballern - die eigene Potequity UND die Boardtextur berücksichtigen.

      Was man vermeiden sollte ist es zuviel aufzugeben Postflop, WENN man angefangen hat Geld zu investieren. Diese Spielweise kommt nämlich dem Fisch entgegen, der extrem viel am Flop (und evtl. am Turn called) und durch unseren C/F wird sein Spiel, dann auch noch bestätigt und sogar profitabel.
    • fleX172
      fleX172
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2009 Beiträge: 240
      Original von Scooop
      Edit: ich habe gerade heute mal ausprobiert wie es ist supertight mit nem an GTO orientierten gameplan zu spielen und habe 12 Tische FR damit gespielt - es war WESENTLICH einfacher als 2 Tische SH mit dem loosen style. Denn ich sehe weniger Flops bei den 12 Tischen und Nitstyle und wenn ich den Flop sehe habe ich relativ klare spots und nur alle 100 bis 200 Hände ne Hand bei der ich wirklich nachdenken muss - bei 2 Tische LAG style SH habe ich alle 5 Hände ne toughe decision... ;)
      das hab ich heute mal ausprobiert auf NL5. ist wirklich recht einfach zu spielen, man ist halt hauptsächlich damit beschäftigt zu folden :P
      aber irgendwo hat man immer mal ne hand, bin jetzt über 1,8k händen bei 9/8 gelandet.
      und hätte ich nicht 2-3 suckouts bekommen wär ich sogar im plus :P
    • laghorn711
      laghorn711
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2009 Beiträge: 938
      Original von Ghostmaster
      Was man vermeiden sollte ist es zuviel aufzugeben Postflop, WENN man angefangen hat Geld zu investieren. Diese Spielweise kommt nämlich dem Fisch entgegen, der extrem viel am Flop (und evtl. am Turn called) und durch unseren C/F wird sein Spiel, dann auch noch bestätigt und sogar profitabel.
      Finde ich irgendwie nicht richtig. Was bringt es denn z.B. Overcards, die ich unimproved cbette, auf biegen und brechen durchzubetten, wenn wir wissen das schwache madehands callen? Dann sind die bets doch sinnlos!
    • Sogge
      Sogge
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 150
      Original von laghorn711
      Original von Ghostmaster
      Was man vermeiden sollte ist es zuviel aufzugeben Postflop, WENN man angefangen hat Geld zu investieren. Diese Spielweise kommt nämlich dem Fisch entgegen, der extrem viel am Flop (und evtl. am Turn called) und durch unseren C/F wird sein Spiel, dann auch noch bestätigt und sogar profitabel.
      Finde ich irgendwie nicht richtig. Was bringt es denn z.B. Overcards, die ich unimproved cbette, auf biegen und brechen durchzubetten, wenn wir wissen das schwache madehands callen? Dann sind die bets doch sinnlos!
      Original von Ghostmaster
      Entscheidend ist auch, dass man das Spiel für den loose/passiven Spieler nicht sinnvoll macht. D.h. cbetten NUR, wenn das Board extrem viel Foldequity bietet ODER man vorhat Multibarrels zu schiessen
      Mit den Aussagen kann man sich selbst schon was ableiten ;)
    • laghorn711
      laghorn711
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2009 Beiträge: 938
      Original von Sogge
      Original von laghorn711
      Original von Ghostmaster
      Was man vermeiden sollte ist es zuviel aufzugeben Postflop, WENN man angefangen hat Geld zu investieren. Diese Spielweise kommt nämlich dem Fisch entgegen, der extrem viel am Flop (und evtl. am Turn called) und durch unseren C/F wird sein Spiel, dann auch noch bestätigt und sogar profitabel.
      Finde ich irgendwie nicht richtig. Was bringt es denn z.B. Overcards, die ich unimproved cbette, auf biegen und brechen durchzubetten, wenn wir wissen das schwache madehands callen? Dann sind die bets doch sinnlos!
      Original von Ghostmaster
      Entscheidend ist auch, dass man das Spiel für den loose/passiven Spieler nicht sinnvoll macht. D.h. cbetten NUR, wenn das Board extrem viel Foldequity bietet ODER man vorhat Multibarrels zu schiessen
      Mit den Aussagen kann man sich selbst schon was ableiten ;)
      rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrright :s_grin: