was tun? - qualvoll ins plus grinden und dann ruck zuck auf die fresse kriegen...

    • Qel
      Qel
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2008 Beiträge: 170
      das ist doch echt zum kotzen! was muß man eigentlich machen, um tatsächlich mal am ende eines pokertages besser als be oder minimal im plus zu sein?

      man sitzt an den tischen, grindet sich (teilweise) qualvoll durch, vermeidet fancy moves, spielt einfach nur straight und irgendwann hat man sich ein paar nette winnings erzielt, nur damit sich dann irgendein arsch an den tisch setzt und einem mit seinem 58/12 style innerhalb von maximal 3 orbits sämtliche winnings zu klauen, oder sogar noch mehr abzunehmen.

      das geht jetzt schon seit anfang des jahres so und das auf 3 verschiedenen plattformen.

      und ehe jetzt einer sagt "arbeite an deinen leaks" oder so: das mach ich. während des spiels markiere ich konsequent hände zum reviewen. klar tun sich da leaks auf, aber daran arbeite ich ja. mehr stealen, besser defenden, weniger c-betten, folden, auch wenns wehtut, betsizing vernünftig wählen usw.

      alles schön und gut. man sieht ja dann auch schon, daß dieses arbeiten am spiel was bringt, aber was einen dann so richtig schön frustriert ist, daß man in nahezu 70% der fälle nichts falsch gemacht hat (ich red jetzt von offensichtlichen spots, d.h. gegen solche freaks mit sets, top-twopair, straights usw. nur auf entsprechenden boards broke gehen, draws brav nach odds und outs spielen usw.)

      was soll man da machen? ich hab mir natürlich die ultimative parole auf die fahnen geschrieben, soll heißen: "scheiß auf winnings und losses, versuch immer die richtigen entscheidungen zu treffen" - aber der frust wächst und wächst halt, wenn es so läuft wie oben beschrieben, also man sich mit seinem straightforward game "abquält", nur um dann in kurzer zeit alles, was man sich aufgebaut hat, den bach runtergehen zu sehen...

      als bonus kommt dann noch, daß man sich von diesen vollidioten "belehren" bzw. "auslachen" lassen muß. ja, ich weiß, rache und persönliche fehden gehören nicht an den tisch, aber unterm strich bin ich auch nur ein mensch und irgendwann ist das maß voll.

      und was auch noch in die gleiche kerbe schlägt, ist die tatsache, daß geschätzte 3/4 dieser hirntoten massen dann auch direkt den tisch verlassen und nie wieder gesehen werden.

      am verhalten dieser vollhupen kann man nichts ändern und prinzipiell will ich solche idioten ja am tisch haben, um sie möglichst auszunehmen, aber was kann man da an sich selbst arbeiten, um den frustfaktor zu senken, denn der wächst momentan beständig weiter...

      wie geht ihr mit solchen situationen um, wenn ihr sie selbst erfahrt? was sind eure ansätze, um da einerseits gelassener auf so einen mist zu reagieren und zum anderen die motivation zum weiterspielen aufrecht zu halten und nicht in verhaltensmuster/denkweisen der art: "oh, mist, ich hab jetzt einen stack plus gemacht, ich muß dringend den tisch verlassen, weil ja sonst wieder irgendwer auftaucht, der mir den tag versaut" zu verfallen (denn dummerweise macht sich dieses latente gefühl von unsicherheit allmählich immer mehr breit)

      also, wie zieh ich hier am besten die notbremse und wie sieht das aus?
  • 13 Antworten
    • my5tyle
      my5tyle
      Bronze
      Dabei seit: 11.11.2008 Beiträge: 1.063
      Hehe, bei mir ist es meist anderstrum, zu beginn der Session 5-10 stacks droppen um dann bis zum ende BE zu kommen, dann hab ich meist keinen bock mehr :(
    • Xzellent
      Xzellent
      Bronze
      Dabei seit: 22.05.2008 Beiträge: 1.502
      Original von my5tyle
      Hehe, bei mir ist es meist anderstrum, zu beginn der Session 5-10 stacks droppen um dann bis zum ende BE zu kommen, dann hab ich meist keinen bock mehr :(
      bei mir genau das gleiche :D
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.676
      Original von Qel
      und was auch noch in die gleiche kerbe schlägt, ist die tatsache, daß geschätzte 3/4 dieser hirntoten massen dann auch direkt den tisch verlassen und nie wieder gesehen werden.
      DAS bringt mich dann immer noch auf Tilt³.. nicht zu verlieren, sondern zu wissen das dieser Hurensohn das Geld nicht mehr an dich zurückverlieren wird und du ihn vielleicht nie wieder siehst :s_evil:
    • Roucous
      Roucous
      Global
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 588
      ... ... kein angriff, aber mal ganz plump gefragt ... wie wäre es nach satten winnings an einem tisch auch einfach mal 'ne pause machen und aufhören? ... chris fergsuon hat die regel: sitzt du mit mehr als 10% deiner BR an einem tisch, geh weg!
    • Bendiger
      Bendiger
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2009 Beiträge: 1.737
      aha aber mit 9% der roll am tisch ist ok oder wie?

      ich bin dann mal nl 1k + grinden :rolleyes:
    • Roucous
      Roucous
      Global
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 588
      … das ist 'ne grobe faustregel … nichts in stein gemeißeltes ... und: buy-in + winnings müssen mehr als 10% deiner BR sein.
    • Kugelrund
      Kugelrund
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2009 Beiträge: 285
      Nix grobe Faustregel, das war seine (Ferguesons) Strategie bei seiner Challenge gewesen. Aber das passt hier nicht auf OP.

      also, wie zieh ich hier am besten die notbremse und wie sieht das aus?

      Da sagst du es doch schon. Spiel doch einfach nicht gegen die 58/12 wenn sie dich dermaßen tilten. Warum nicht mit einem Stack Gewinn vom Tisch gehen, ist doch ok. Oder folde einfach wenn sie raisen und spiel nur noch gegen Regs! :D
    • Roucous
      Roucous
      Global
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 588
      ... forget it.
    • jo69
      jo69
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2009 Beiträge: 1.242
      Grinde mich auch gerade hoch.............. und das erste mal überhaupt durfte ich mal rund 25 BI im Plus sein.

      Ist mir aber nicht vergönnt. Die sind gerade in 1 Session wieder weg :f_cry:

      Mehrfach meine AK verloren, mehrfach meine KK geknackt worden, meine anderen hohen PPs wie JJ+ überweigend verloren, mit Ax permanent in höhere Asse, vorzugsweise ungezählte male in AA und jeder verfxxxx 2-3- Outer kommt beim Gegner an. Wäre auch zu schön gewesen, ich hätte nen Gewinn mal festhalten können...............................
    • Qel
      Qel
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2008 Beiträge: 170
      so, hab mir ne kleine "auszeit" gegönnt, d.h. weniger gespielt und vor allem mal stats gecheckt, graphen angeschaut usw. das hat schonmal ein bischen abstand in die sache gebracht

      Original von Roucous
      ... ... kein angriff, aber mal ganz plump gefragt ... wie wäre es nach satten winnings an einem tisch auch einfach mal 'ne pause machen und aufhören? ... chris fergsuon hat die regel: sitzt du mit mehr als 10% deiner BR an einem tisch, geh weg!
      ich hab ja noch nichtmal "satte" winnings gemeint, sondern das alltägliche harte grinder-brot, also: man ackert sich rauf, hat nach ner "halben ewigkeit" irgendwas zwischen nem halben und einem stack plus gemacht und dann tritt das von mir beschriebene ein, also: neuer villain kommt an den tisch, spewt ein wenig rum, man paßt sich daran an (also nix: hooray for flipaments, sondern, eher tight as a rock), er suckt 2-3 mal hart aus und ist dann mit den winnnigs wieder weg.

      naja, prinzipiell ist deine "anregung" ja eigentlich keine doofe idee - wenn man "auch was von der investierten zeit haben will, sprich: knete dazugewinnen will". was für mich aber dagegen spricht generell den tisch zu quitten, wenn man da winnings eingefahren hat, ist, daß
      1. es zumindest in den situationen, die ich meine, eigentlich keinen grund gibt den tisch zu verlassen. ich beziehe mich eben auf tische, an denen ich schon ne edge hab, soll heißen, ich weiß so ziemlich wie die gegner ticken und ich finde mich gut zurecht, ich bin nicht in irgendeiner "fancy mood" und probier da irgendwelche "lustigen" moves usw. sondern einfach solides poker ohne schnörkel.
      2. man sich auch ein wenig selbst in die tasche lügt. mag zwar vielleicht blöd klingen, aber wenn man die tische immer quittet, wenn man "angemessen" im plus ist, dann macht man sich letztlich wohl besser als man ist, weil der graph ja dann nach easy winning player aussieht (ob man da selber mal rumgeluckt hat, oder nicht, steht da ja dann nicht drin^^) und eventuell zieht es einen dann noch mehr nach unten, wenn es dann wirklich mal dicke kommt.
      3. wenn man sich selbst der "gefahr" aussetzt, daß die winnings auch wieder ganz flott weg sein können (sei es, daß die anderen einfach besser sind, sei es, daß irgendwelche luckboxes einfach allen scheiß hitten und dich auslachen), dann bringt das wohl langfristig auch mehr für einen selbst, da man sich "zwingt" mit solchen situationen umzugehen, anstatt "den weg des geringsten widerstandes" zu wählen und zu sagen: "i am up, so i'm outta here"

      das sind zumindest so meine ansätze, nachdem ich versucht habe das alles etwas neutraler und mit abstand zu betrachten.^^

      und @ kugelrund
      ich will ja gegen solche freaks spielen. es tiltet mich ja nicht, daß sie idioten sind. es tiltet mich, daß sie solche idioten sind, die den papst in der tasche haben und ihre seele, sowie die seelen aller ihrer abkömmlinge bis ins siebente glied verkauft haben, um dadurch der einzig wahre zuhälter von lady variance zu werden. nur so kann sich dieses widerwärtige glück erklären lassen. :D
    • KeyLargo
      KeyLargo
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2008 Beiträge: 129
      Original von Qel
      ich will ja gegen solche freaks spielen. es tiltet mich ja nicht, daß sie idioten sind. es tiltet mich, daß sie solche idioten sind, die den papst in der tasche haben und ihre seele, sowie die seelen aller ihrer abkömmlinge bis ins siebente glied verkauft haben, um dadurch der einzig wahre zuhälter von lady variance zu werden. nur so kann sich dieses widerwärtige glück erklären lassen. :D
      Quit Poker und werd Autor. Schriftsteller oder sowas. Deine blumige Sprache lässt ein gewisses Talent dafür erkennen.

      Oder siehs halt einfach net so verspannt.
    • PunkD123
      PunkD123
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2010 Beiträge: 4.656
      Original von Qel
      was sind eure ansätze, um da einerseits gelassener auf so einen mist zu reagieren und zum anderen die motivation zum weiterspielen aufrecht zu halten und nicht in verhaltensmuster/denkweisen der art: "oh, mist, ich hab jetzt einen stack plus gemacht, ich muß dringend den tisch verlassen, weil ja sonst wieder irgendwer auftaucht, der mir den tag versaut"
      Grade diese Denkweise hilft mir, meine BR langsam aber stetig aufzubauen.
      Wenn ich gut 40-50% meines BuyIns am Tisch als Gewinn verbuchen kann, verlasse ich diesen, und schaue mich nach einem anderen geeigneten Tisch um.
      Dann starte ich wieder mit meinem gesetzten Buy In und beginne praktisch von neuen.
      So ärgere ich mich nicht, wenn ich sehe, dass ich vom Gewinn wieder einiges verliere und spiele deutlich besser und auch entspannter und bleibe meiner Linie treu, da ich bemerkt hab, dass mit meinem steigendem Gewinn auch mein VP$IP Wert drastisch ansteigt, obwohl es keine rechtfertigung dafür gibt.
    • mergelina
      mergelina
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2008 Beiträge: 2.653
      hallo Qel,

      du hast es selbst angesprochen, relevant ist nur, richtige entscheidungen zu treffen.

      Daher nehme ich jetzt mal an, dass Du das nötige mindset drauf hast.

      Die nächste Herangehensweise wäre, dein Spiel mal genau auf Fehler zu untersuchen.

      Wenn sich ein Muster abzeichnet, dass du immer wieder gerade gegen vollfische empfindliche verluste hinnehmen must, dann könnte es darauf hindeuten, dass du zb keine ideale strategie gegen calling-stations fährst.
      Allerdings kann man anhand deiner Angaben nur im trüben fischen.

      Eine effiziente Methode wäre, einmal ein video von einer deiner sessions zu erstellen.
      Schaden wird es auf keinen Fall, das kann einen ein ordentliches Stück weiterbringen.

      gruss,

      felice