Bankrollmanagement

    • Roucous
      Roucous
      Global
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 588
      ... moinsen, also ich bin mittlerweile komplett verwirrt, was das bankrollmanagement bei cash game angeht ... hab mich ein paar mal hochgegrindet und dann aufgrund von tilt und schlechtem BRM mehrfach (fast) alles wieder verloren ... hab da keinen bock mehr drauf, also muss – neben dem vermeiden von tilt – jetzt auch endlich mal ein gutes BRM her ... pokerstrategy schreibt tatsächlich was von 25 buy-ins pro limit ... halte das aber für viel zu wenig ... ed miller, sunny mehta und matt flynn schreiben in ihrem letzten buch was von 100 buy-ins ... und eine regel von chris ferguson lautet: kauf dich nie für mehr als 5% deiner bankroll ein! ... na, vielen dank ... und nun? ... wie haltet ihr es mit eurer BR?
  • 10 Antworten
    • oppoker91
      oppoker91
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 1.098
      Bin auch eher vorsichtig mit meinem BRM.(Im Moment spiel ich mit 60Stacks :P )
      Allerdings reicht es vorallem auf den kleinen Limits aus 25Stacks zu haben und es sind dann außerdem auch immerhin 4% deiner gesamten Bankroll ;)
    • gondolieri
      gondolieri
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2010 Beiträge: 3.581
      das von fergie ist, soweit ich mich erinnern kann, für sitngos gedacht.
      Meiner Meinung nach hängt das BRM von dem Limit als auch vom Spiel ab, das du spielst.
      Ich gehe mal davon aus dass du NLHE spielst, am Amfang kann man da noch ein relativ aggressives BRM fahren (wenn man sich sicher ist, das aktuelle Limit zu schlagen) sprich 30-40 Buy-Ins. Auf höheren Limits, auf denen du verweilen willst, solltest du schon mindestens 70-80 BI in deiner Bankroll haben.
      Solltest du dann ein mal auf den kleinen Limits einen harten Downswing haben, sollte es auch nicht so schwer sein wieder ne neue Bankroll aufzubauen, was auf den hohen Limits nicht mehr so schnell geht.

      Alternativ kannst du auch Shots wagen, dH du hast zB 50 BI auf deinem alten Level, aber erst 25 vom neuen --> du setzt dich an 3 tische und wenn das eingesetzte Geld weg ist gehts wieder zurück aufs alte limit
      aber auch wirklich eine Grenze setzen, da jedes BI auf den neuen Limit ja auch 2 auf dem alten bedeutet!
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Es kommt auf mehrere Faktoren an - im Endeffekt musst du dir dein eigenes Bankrollmanagement zurecht legen, das deinen Bedürfnissen am ehesten entspricht.

      Wenn du z.B. derzeit auf den Microlimits bist, glaubst eine große Edge zu haben und dein Ziel ist schnell die Micros hinter dir zu lassen um auf NL50 oder NL100 zu kommen, dann kannst ruhig ein aggressives Bankrollmanagement mit 20 oder 25 Stacks fahren.

      Wenn du z.B. auf NL100 angekommen bist, und regelmäßig was auscashen willst bzw. du gar auf die Cashouts angewiesen bist, dann solltest ein sehr konservatives BRM fahren. 100 Stacks Reserve sind dann durchaus okay - im Vordergrund steht ja auf dem aktuellen Limit gut Kohle zu machen - weitere Aufstiege sind nur Nebensache (v.a. weil nicht weißt ob auf NL200+ auch noch guter Winner wärst)

      Wenn du merkst, dass bei dem Limit das du derzeit spielst, dir die Beträge "weh tun" und du z.B. all-ins vermeidest obwohl sie (knapp) +EV wären, dann bist du aus scared money und solltest auch noch ein Limit niedriger spielen und dir ein größeres finanzielles Polster beschaffen.

      Außerdem hängt das BRM von der Größe der Swings ab und es gilt: Je kleiner deine Edge umso größer und härter können Downswings ausfallen. D.h. wenn du auf Limits angekommen bist, wo die Edge auf die Gegner und somit deine Winrate klein ist, solltest ein konservativeres BRM fahren (und viell. auch vorerst von einem weiteren Limitabstieg absehen, selbst wenn die BR dazu hättest)

      Sind nur einige Beispiele - wie deine spezielle Situation aussieht und was deine Ziele sind musst für dich selbst entscheiden.
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Jo die Vorposter haben die Antwort ja schon gegeben. Es kommt auch darauf an, was du vor hast. Wenn du NL200-Grinder bist und vom Poker leben willst, dann solltest du das BRM von Ed Miller nehmen. Das von Chris Furguson kann man auch nehmen, würde ich aber nur für die Micros machen. So sieht es auch mit dem PS.de BRM aus.

      Es handelt sich immer nur um Empfehlungen. Und jeder muss selbst wissen nach welchem BRM er gut fährt. Ich habe ein BRM von 50 Stacks auf NL50 und sollte ich es endlich mal hinbekommen "Semipro" zu werden, werde ich wohl auf 70-100 erhöhen.

      Unter 25 Stacks ist es fatal zu spielen , meiner Meinung nach. Ausser man ist abgebrüht genug und kann absteigen. Ich persönlich hasse es abzusteigen und habe deshalb schon immer ein konservatives BRM gehabt.

      Also auf den Micros bis NL10 würde ich dir ein agressives BRM vorschlagen von 25 Stacks (hast du 25 Stacks fürs nächste Limit steigst du auf, hast du nur noch 25 vom Limit unter dir, steigst du ab, oder früher, wie es dir passt. Ab NL25 werden die Gegner ein bisschen besser, die Varianz nimmt zu, aber dort sollten 30 Stacks reichen. Ab NL50 wird es ein bisschen ernster und dort solltest du überlegen noch konservativer zu fahren.

      Wie du es letzendlich angehst ist dir überlassen, aber unterschreite am besten nie das Microlimit BRM!

      @Edit: thomsnho war schneller. Übrigens guter Post.
    • baschtiii
      baschtiii
      Bronze
      Dabei seit: 12.12.2009 Beiträge: 576
      auf wieviele tisch beziehen sich denn 25 BuyIns ?
      Wenn ich 250$ habe und 4 Tische NL10 spiele dann sind ja schon 40 $ im Spiel...
    • Roucous
      Roucous
      Global
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 588
      ... mhhh, stelle gerade fest, dass ich momentan wohl ein ultrakonservatives BRM fahre ... konzentriere mich aktuell auf nl10, hätte aber wohl schon längst auf nl25 aufsteigen können ... dann werde ich meine anforderungen demnächst mal etwas lockern, wenngleich ich denke, dass ich eher mit 50 buy-ins als mit 25 arbeiten werde ... mag da mittlerweile lieber etwas vorsicht walten lassen ... und wenn ich dann bei nl50 bin, erhöhe ich vielleicht noch mal auf 75 buy-ins ... vielen dank für eure hilfe.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Original von baschtiii
      auf wieviele tisch beziehen sich denn 25 BuyIns ?
      Wenn ich 250$ habe und 4 Tische NL10 spiele dann sind ja schon 40 $ im Spiel...
      bezieht sich immer auf den Stack den du pro Tisch hast. D.h. es ist egal ob du jetzt 4 Tische NL10 spielst, wo 4*10 = 40$ im Spiel sind oder 16 Tische wo dann 160$ im Spiel sind (sofern beim 16tabling deine Winrate nicht zu sehr leidet, wie gesagt: geringe Winrate --> große Swings --> konservativeres BRM empfohlen)
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 23.333
      Original von tomsnho
      Original von baschtiii
      auf wieviele tisch beziehen sich denn 25 BuyIns ?
      Wenn ich 250$ habe und 4 Tische NL10 spiele dann sind ja schon 40 $ im Spiel...
      bezieht sich immer auf den Stack den du pro Tisch hast. D.h. es ist egal ob du jetzt 4 Tische NL10 spielst, wo 4*10 = 40$ im Spiel sind oder 16 Tische wo dann 160$ im Spiel sind (sofern beim 16tabling deine Winrate nicht zu sehr leidet, wie gesagt: geringe Winrate --> große Swings --> konservativeres BRM empfohlen)
      sorry, aber beim 16 tabling kann man unmöglich nur mit 25 stacks spielen, weil du locker, wirklich superlocker, innerhalb einer Session mehr als 25 stacks einsetzen musst (16 sind eh weg, bleiben 9 und an 16 Tischen 9stacks down zu gehen passiert bei längeren Sessions oft.

      bei 4 bis 6 Tischen kann man durchaus mit 25stacks agieren, sofern man wirklich immer auch absteigt wenn es das BRM gebietet und sich durch die Dollarswings nicht gestört fühlt.

      Bei deutlich mehr Tischen und/oder ner größeren Tiltanfälligkeit bzw. scared money Problematik sollte man mit einem deutlich größeren Polster spielen.
      Auf den Micros würde ich hier für solche Leute 50stacks und mehr empfehlen, ab NL100 wohl 100stacks und mehr. - so kommt man freilich deutlich langsamer vorwärts, aber wenn man sich dabei wohl fühlt, bei dem aggressiven BRM aber nicht, dann spricht nichts dagegen konservativer zu sein.

      Das individuell optimale BRM kann man nur selbst rausfinden. Es liegt imo genau zwischen "zu tight" so dass einem die Geldbeträge wirklich völlig egal sind und man schon fast glaubt playmoney zu spielen und "zu aggressiv" so dass man ständig ans Geld denkt und von jedem verlorenen all in erschüttert wirdund regelrecht Angst hat um sein Geld.
      Man sollte also immer ausgeglichen und ruhig sein können beim Spielen, egal wie der Verlauf der Session ist, konzentriert und aufmerksam, denn es geht ja um was, aber eben positiv und relaxed dabei. - Wenn du diese Zone findest, so ist das dein persönliches BRM egal ob 2 stacks oder 200 stacks. :P
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Original von Scooop
      Original von tomsnho
      Original von baschtiii
      auf wieviele tisch beziehen sich denn 25 BuyIns ?
      Wenn ich 250$ habe und 4 Tische NL10 spiele dann sind ja schon 40 $ im Spiel...
      bezieht sich immer auf den Stack den du pro Tisch hast. D.h. es ist egal ob du jetzt 4 Tische NL10 spielst, wo 4*10 = 40$ im Spiel sind oder 16 Tische wo dann 160$ im Spiel sind (sofern beim 16tabling deine Winrate nicht zu sehr leidet, wie gesagt: geringe Winrate --> große Swings --> konservativeres BRM empfohlen)
      sorry, aber beim 16 tabling kann man unmöglich nur mit 25 stacks spielen, weil du locker, wirklich superlocker, innerhalb einer Session mehr als 25 stacks einsetzen musst (16 sind eh weg, bleiben 9 und an 16 Tischen 9stacks down zu gehen passiert bei längeren Sessions oft.
      Unmöglich nicht - hab das auch schon gemacht (ok waren so 12 - 15 Tische, aber macht auch nicht den großen Unterschied) - aber ist halt wirklich nur zu empfehlen wenn man das Limit sehr sicher schlägt. Und JA - es kann passieren, dass u.U. die gesamte BR am Tisch ist (auf ein paar Tischen aufgedoppelt, auf ein paar nen Stack verloren und nachgekauft) - im schlimmsten Fall werden dann halt ein oder zwei Tische (mit wenigen Fischen + idealerweise großem Stack) geschlossen.

      Für Anfänger sicher nicht empfehlenswert, aber grundsätzlich ist's möglich und wenn man beim 16tabling noch eine gute Edge hat, warum nicht?
    • m3ta
      m3ta
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2009 Beiträge: 1.240
      Ich hab jetzt knapp 150 Stacks für nl25 und werde bald aufsteigen ;)
      edit: auf nl50 versteht sich.