Advanced Open Raising Chart SH

    • gondolieri
      gondolieri
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2010 Beiträge: 3.570
      Hi,
      ich habe mir mal die Mühe gemacht, den ORC ein wenig umzustellen weil er meiner Meinung nach zu tight orientiert ist.
      Er ist für NL25/50 SH gedacht.

      Erste Werte sind jeweils für nen normalen Gameflow, die zweiten für ein Spiel mit aggressiven/loosen Gegnern und die dritten für einen Tisch mit tighten/passiven Spielern gedacht.
      Hierbei kommt es natürlich immer nur auf die Villains an die noch hinter mir agieren.
      Stacksizes hab ich erst mal außen vor gelassen, je kleiner die stacks desto mehr highcards/broadways raise ich, während die spekulativen Hände rausfallen.
      Beim deepstacked game kommen noch mehr spekulative Hände hinzu.
      Sollten extrem tighte Spieler hinter mir sitzen würde ich im CO, im BU und im SB sogar dazu tendieren noch mehr aufzuloosen.
      Legende: Aws=A2s-A5s

      UTG
      44+
      89s+, QTs+
      ATs+; AJo+
      KTs+, KJo+

      66+
      QJs+
      ATs+; AJo+
      KQo+

      22+
      67s+, J9s+
      A9s+, ATo+
      KTs+, QJo+

      MP
      22+
      78s+, QTs+
      A9s, ATo+
      KTs+, QJo+

      55+
      T9s+, QTs+
      ATs+, AJo+
      KTs+, KJo+

      22+
      56s+, T8s+
      A9s+, Aws, A9o+
      KTs+, KTo+

      CO
      22+
      45s+, 97s+, 78o+
      A8o+, Axs
      Any Broadways
      Q9s+, K8s+
      QTo+, K9o+

      22+
      78s+, J9s+, T9o+
      ATo+, A8s+, Awxs
      Any Broadways
      K9s+, Q9s+

      22+
      34s+, 75s+, 78o+
      Ax
      Any Broadways
      J8s+, K6s+, Q8s+

      BU
      22+
      34s+, 57s+, 67o+, 79o+, 96s+
      Ax
      Any Broadways
      Kxs, Q6s+
      K8o+, Q8o+
      J6s+, J8o+, T6s+

      22+
      56s+, 79s+, 89o+, T8o+, T7s+
      A8o+, Awx, Axs,
      Any Broadways
      K7s+, Q7s+
      K9o+, Q9o+
      J7s+, J9o+

      22+
      34s+, 46s+, 56o+, 86o+, 85s+
      Ax
      Any Broadways
      Kxs, Qxs, Jxs
      K6o+, Q7o+, J7o+
      T6s+, T7o+

      SB
      22+
      67s+, J9s+, T9o+
      A8o+, Axs
      Any Broadways
      Q9s+, K8s+
      K9o+

      44+
      78s+
      ATo, Axs
      Any Broadways
      K9s+, Q9s+, J9s+

      22+
      45s+, 97s+, 78o+
      Ax
      Any Broadways
      Q8s+, Kxs+, J8s+
      Q9o+, K8o+, J9o



      Wenn man das ganze ausrechnet kommt man auf folgende Openraise-Werte:
      UTG: 13,12%
      MP: 16,44%
      CO: 29,31%
      BU: 47,51%
      SB: 26,40%
      Jeweils für die normalen Ranges. Die tighte/loose Range weichen ca. um 20% von der normalen Range ab.

      Was haltet ihr von diesem Preflop-Ansatz? Gibt es verbesserungswürdige Stellen?

      EDITH: wenn man streng nach einem ORC spielt, wird man dann nicht auf die Dauer zu durchschaubar? Bestimmte Hände kann man dann ja gar nicht halten und gute Regs werden uns auf engere Ranges eingrenzen können, oder stellt das kein Problem dar?
  • 3 Antworten
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      Ich würd nie nach starren ORC spielen auch wenn ich mir selber eins festlege. A um icht readable zu werden B weil das alles abhängig ist von sachen wie history, tableflow, reads, eigenes image, stacksize, usw.

      muss mann immer anpassen an den jeweiligen tisch. wenn ich merke dass alle villains nur 10/8 spielen und alles ausser TT+ und AQ+ wegfolden ist es für mich auch schon fast lukrativ any 2 aus UTG zu raisen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Hast du dir mal überlegt wieviele Spieler in der Lage sein werden eine fast 50% Openraisingrange vom Button Postflop richtig zu spielen?

      Ich mein so ein Chart ist zur Orientierung okay, aber zuviele Spieler halten sich akribisch an ihre Charts (oder an irgendeinen Chart) und merken nicht was für Probleme damit einhergehen.

      Ich persönlich war z.b. bei der Erstellung von Crushing NL50 überhaupt kein Fan davon, dass wir auch da einen Openraisingchart eingebaut haben. Es geht darum, dass der Spieler versteht warum er Openraist und wie genau welche Faktoren diese Range beeinflussen. Das macht auch dein Chart nicht und daher ist er auch nur einer unter vielen und schliesst im Prinzip keine Lücke.

      wenn man streng nach einem ORC spielt, wird man dann nicht auf die Dauer zu durchschaubar? Bestimmte Hände kann man dann ja gar nicht halten und gute Regs werden uns auf engere Ranges eingrenzen können, oder stellt das kein Problem dar?


      Das hängt von der Verteilung der Ranges ab. Wenn du UTG 13% raist und ein Gegner gut genug ist, um dies zu erkennen (das wird dir bis NL200 wahrscheinlich nie passieren), dann ist das natürlich ein Problem, wenn du nicht weisst wie man sich richtig an dieser Erkenntis adaptet. (z.b. die Openraisingrange erweitern oder Postflop anders spielen)

      Genauso ist es wahrscheinlich nicht zweckdienlich am Button 50% zu openraisen, wenn ein Gegner dies erkennt und dies kontern kann und du nicht weisst was du daraufhin machen sollst.
    • gondolieri
      gondolieri
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2010 Beiträge: 3.570
      Sollten die Gegner in den blinds light 3betten, so würde ich mich folgendermaßen adapten:
      a) meine openraising-range auftighten (zB auf 32% anstatt 46%)
      b) lighter 4bet/folden (zB mit A5s oder sonstigen Blockern)
      c) die 3bet mit mittelstarken Händen (88-JJ, KQ, AQ) callen und
      d) lighter 4bet callen (zB auch mal mit einem Pocketpair sowas einstreuen, um lighten 3bets vorzubeugen)
      Wie ich mein UTG-Game anpassen würde weiß ich ehrlich gesagt nicht.