Poker-Vereinsheim

  • 14 Antworten
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690

      § 284 StGB
      Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels

      (1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

      (2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.
    • toabsen
      toabsen
      Global
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 7.816
      du nicht, ne.
    • splitter233
      splitter233
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2008 Beiträge: 10.677
      ja geht. aber obv nur für vereinsmitglieder....hat man mir zumindest so gesagt
    • Kolja9000
      Kolja9000
      Einsteiger
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 73
      Original von Esel1987

      § 284 StGB
      Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels

      (1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

      (2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.
      Also privat und in unregelmässigen Abständen und alles is in Butter ?
    • FlocketHocket
      FlocketHocket
      Global
      Dabei seit: 18.06.2009 Beiträge: 332
      Original von Kolja9000
      Original von Esel1987

      § 284 StGB
      Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels

      (1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

      (2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.
      Also privat und in unregelmässigen Abständen und alles is in Butter ?
      Gewohnheitsmäßig ist wohl der Knackpunkt und ungleich regelmäßig.
      Habe mal irgendwo gelesen, dass wenn ich euch explizit zum Spielen trifft Gewohnheit vorliegt.
    • stillsebastian
      stillsebastian
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 1.377
      meine Güte...spielt halt im Verein nur um eure ungewaschenen Socken. Dann könnt ihr da machen was ihr wollt.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      In diesem Thread hab ich mal was zu einer ähnlichen Frage geschrieben:

      [Rechtslage] - Live-Poker auf der Arbeit?

      Original von Esel1987
      1. Zur Strafbarkeit der Spieler in einer solchen Runde:

      Eine Strafbarkeit nach § 285 i. V. m. § 284 Abs. 1 StGB scheidet zunächst aus, da es sich um kein öffentliches Glücksspiel handelt. Allerdings sind nach der gesetzlichen Fiktion des § 284 Abs. 2 auch solche öffentlich, die in geschlossenen Gesellschaften gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.

      Dafür genügt, dass der relevante Personenkreis gewohnheitsmäßig zum Glücksspiel zusammen kommt. Die Gewohnheitsmäßigkeit ist dann zu bejahen, wenn die Zusammenkünfte regelmäßig und ohne einen besonderen Anlass oder eine individuelle Initiative stattfinden.
      Bei einer Runde, die jeden Mittwoch stattfindet, ist dies gegeben.


      2. Zur Strafbarkeit eines Geschäftsführers in einer solchen Situation

      Der Geschäftsführer könnte sich strafbar machen, indem er nichts gegen die Pokerrunde in den Geschäftsräumen unternimmt. Eine Strafbarkeit durch täterschaftliches aktives Tun/Unterlassen scheidet dabei nach den Handlungsalternativen des § 284 schon (begrifflich) aus. Allerdings kommt psychische Beihilfe zur Veranstaltung in Betracht. Dazu müsste durch ein aktives Verhalten des Geschäftsführers der Tatentschluss des Veranstalters und/oder der Spieler bestärkt werden. Dadurch genügt, wenn er die Billigung des Spiels zum Ausdruck bringt. Dies kann auch durch aktives Tun gegeben sein, wenn er z. B. der Runde zuschaut und ohne Einschreiten konkludent seine Billigung zum Ausdruck bringt. Ein Unterlassen genügt wohl nicht, da eine Rechtspflicht zum Einschreiten fehlt. So jedenfalls bei einem Gastwirt und einer entsprechenden Nutzung seiner Gasträume.

      Alle Angaben ohne Gewähr, ist nur meine Meinung :)
    • Kolja9000
      Kolja9000
      Einsteiger
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 73
      Original von stillsebastian
      meine Güte...spielt halt im Verein nur um eure ungewaschenen Socken. Dann könnt ihr da machen was ihr wollt.
      Schon klar, aber einer muss ja unterschreiben, und daher sollte das schon so weit wie möglich vorher abgesichert sein.
    • SoWe
      SoWe
      Global
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 2.397

      Dafür genügt, dass der relevante Personenkreis gewohnheitsmäßig zum Glücksspiel zusammen kommt. Die Gewohnheitsmäßigkeit ist dann zu bejahen, wenn die Zusammenkünfte regelmäßig und ohne einen besonderen Anlass oder eine individuelle Initiative stattfinden.
      also wenn ihr jedesmal vorher rumtelefoniert wer alles zeit hat, dann sollte individuelle initiative vorliegen und es wäre nicht gewohnheitsmäßig und damit nicht illegal
    • Khrano
      Khrano
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2009 Beiträge: 25.581
      Original von Kolja9000
      Original von stillsebastian
      meine Güte...spielt halt im Verein nur um eure ungewaschenen Socken. Dann könnt ihr da machen was ihr wollt.
      Schon klar, aber einer muss ja unterschreiben, und daher sollte das schon so weit wie möglich vorher abgesichert sein.
      Trag hat ein, dass ihr um Schokoladentaler spielt.
      Wie ihr die Schokotaler später verrechnet, geht ja keinen was an.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      .
    • Jerikko
      Jerikko
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2010 Beiträge: 331
      denke die Gewohnheit kann vorliegen, die öffentlichkeit ist denk ich eher ausschlaggebend. Blick in einen Gesetzeskommentar dürfte helfen.

      Würd schätzen, dass öffentlich bedeutet, dass es einen nicht festgelegten Teilnehmer/Personenkreis gibt, was bei euch mit festen Vereinsmitgliedern nicht erfüllt wäre.

      Maybe.
    • Kolja9000
      Kolja9000
      Einsteiger
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 73
      Werde die Tage mal beim Ordnungsamt vorbei schauen, mal sehen, was die zu sagen haben.
    • Esel1987
      Esel1987
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.690
      Original von Jerikko
      denke die Gewohnheit kann vorliegen, die öffentlichkeit ist denk ich eher ausschlaggebend. Blick in einen Gesetzeskommentar dürfte helfen.

      Würd schätzen, dass öffentlich bedeutet, dass es einen nicht festgelegten Teilnehmer/Personenkreis gibt, was bei euch mit festen Vereinsmitgliedern nicht erfüllt wäre.

      Maybe.
      Wie kann man eigentlich so einen Müll schreiben, nachdem ichs schon ganz gut erläutert hab? Öffentlich sind nach § 284 II auch solche, die in geschlossenen Gesellschaften gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.