Projekt in Sachen HU SNGs

    • flexfito
      flexfito
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 260
      Liebe ps.de-HUSNG-community,

      ich werde ab April ein Projekt in Sachen HU SNGs starten - und will an dieser Stelle Werbung dafür machen:

      Ziel des Projekts ist es das Spiel NLHE HU SNGs systematisch und strategisch zu schlagen.
      Dies ist mein persönliches Ziel und muss auch das aller Teilnehmer des Projekts sein.
      Es geht nicht darum, dass ich ankündige bis Ende des Jahres 100k gewonnen, 10k games gespielt, oder die $200er geschlagen haben werde. Ich (persönlich) denke nicht, dass solch zielorientierte Ansätze eine sonderlich erfolgreiche Herangehensweise an Poker sind ( - das ist mein persönliches Empfinden - andere mögen das anders sehen / andere Erfahrungen gemacht haben - ich denke, dass höchstens der Vorsatz bis zum Zeitpunkt Y XX games/hands gespielt zu haben sinnvoll sein kann; aber auch nur, wenn man weiß, dass man in seinem Spiel an einem Punkt angekommen ist, der einem für's Erste reicht und man nur eine Motivationshilfe braucht, um ausreichend volume und damit Geld einzufahren.)
      Im startenden Projekt geht es jedoch nur sekundär um winnings. Primäres Ziel ist es, sich tief in die Materie HUSNG einzuarbeiten und das Spiel tiefgreifend zu verstehen.

      Ich will kurz schildern, was mich persönlich dazu bewegt dieses Projekt zu starten, bevor ich beschreibe, wie es sich genau gestalten soll:

      Eine zentrale Tatsache soll hier noch kurz vorgeschoben werden: das Projekt an sich ist weitestgehend von meiner Person unabhängig, auch wenn ich sein "Vater" bin und es auf meine derzeitige Situation und Ansprüche zugeschnitten ist. Auch werde ich wohl anfangs eine zentrale Rolle im Projekt einnehmen - das kann sich aber mit der Zeit definitiv ändern. Sollte ich irgendwann nicht mehr zum Projekt (oder es zu mir) passen, spricht nichts dagegen, dass es unabhängig von mir weiter existiert.
      Diese Unabhängigkeit ist ein sehr zentraler Aspekt des Projekts und für mich sehr wichtig (warum ergibt sich hoffentlich nach meinen weiteren Schilderungen).


      Die Idee des Projekts entstand aus folgender Motivation heraus:
      (Für genauere Informationen über meinen persönlichen Hintergrund siehe unten.)

      Ich brauche einen Rahmen, der es mir ermöglich professionell tiefer in das Spiel einzusteigen. Dies umfasst im Wesentlichen folgende Eigenschaften:
      (a) die Möglichkeit sich regelmäßig mit Anderen über relevante Themen auszutauschen
      (b) die Möglichkeit (zu welchem Zeitpunkt auch immer) zeitnah eine kompetente Antwort auf akute Fragen zu bekommen
      (c) die Gespräche aus (a) und die Antworten aus (b) müssen fundiert und sein
      (d) die Konrolle durch externe Faktoren, dass ich mich intensiv und regelmäßig mit der Materie HU SNG beschäftige
      (e) die Konrolle durch externe Faktoren, dass ich mich intensiv und regelmäßig mit meinem eigenen Spiel beschäftige
      (f) aus (d) und (e) muss ein gewisser Druck entstehen, der mich pusht möglichst maximale Leistung zu bringen


      Und eben diese Eigenschaften soll das Projekt aufweisen. Um dies zu gewährleisten habe ich folgende Struktur für das Projekt entwickelt:


      Das Projekt


      1) Ziel des Projekts ist es systematisch und strategisch das Spiel HU SNG zu schlagen.

      1.1) Dies wird angestrebt, indem sich die Teilnehmer des Projekts intensiv mit allem, das mit der Materie HU SNG auseinandersetzen.
      -> Kern1 des Projekts: Intensive Beschäftigung der Teilnehmer mit HU SNGs

      1.2) Das Projekt bildet einen Rahmen, in dem sich seine Teilnehmer effektiv in ihrem Fortschritt unterstützen und durch Synergien ein höheres Lerntempo und tieferes Verständnis aller Teilnehmer sichergestellt wird.
      -> Kern2 des Projekts: Kommunikation und Support der Teilnehmer


      1.3) Der Lernerfolg des Projekts muss monoton steigend sein. Es gibt keine Rückschritte im Projekt.
      - Alle Teilnehmer sind stets dazu aufgefordert, das Level des Projekts mindestens auf konstantem Niveau zu halten.
      - Das Tempo des Lernerfolgs darf nicht unnötig gebremst werden.
      -> Kern3 des Projekts: Inhaltliche Progression


      2) Das Projekt umfasst immer fünf bis sieben Teilnehmer.

      2.1) der Kreis dieser Teilnehmer ist im Prinzip sowohl unveränderlich als auch gleichzeitig flexibel.
      Dieser scheinbare Widerspruch entsteht durch folgende Struktur:
      - zu jedem Zeitpunkt muss objektiv überprüfbar feststehen, welche 5-7 Personen am Projekt teilnehmen
      - nehmen bereits 7 Personen am Projekt teil, kann für's Erste keine weitere Person aufgenommen werden
      - wer bereits Teilnehmer des Projekts ist und die Kriterien erfüllt, ist fester und unauswechselbarer Bestandteil des Projekts (es sei denn, die Person wünscht das Projekt zu verlassen)
      - wer die Kriterien nicht erfüllt, ist nicht mehr Teil des Projekts
      - frei werdende Plätze im Projekt werden so bald wie möglich mit den Kriterien entsprechenden Personen aufgefüllt.

      2.2) es gibt bestimmte Kriterien, die erfüllt werden müssen, um am Projekt teilzunehmen
      - die Kriterien können im Konsens von den aktuellen Teilnehmern des Projekts verändert werden
      - die ersten Teilnehmer des Projekts werden von mir ausgewählt


      *****

      Soweit zu den absolut theoretischen Grundlagen des Projekts.
      Eine solch penible Ausarbeitung erschien mir sinnvoll, da sich das Projekt von einer x-beliebigen Lerngruppe unterscheiden soll. Das Projekt ist als solches von den Teilnehmern unabhängig, es kann sein, dass das Projekt noch als solches existiert, obwohl von den ursprünglichen Mitgliedern keines mehr dabei ist. Mir ist es wichtig, dass es grundlegende Regeln gibt, die das Projekt definieren - und es nicht vom Gutdünken der Teilnehmer (also auch nicht mehr von meinem) abhängt. Nur so scheint mir gewährleistet, dass der notwendige Rahmen/Druck für alle Beteiligten entsteht, das Projekt so zu pushen, wie ich es mir im Moment vorstelle.

      *****


      Für's Erste habe ich folgende Liste an Kriterien erarbeitet, die an (potentielle) Teilnehmer des Projekts gestellt werden sollen:

      (1) Hohe Motivation NLHE HU SNGs nachhaltig zu schlagen
      (2) Bereitschaft sich mit allem, was damit zu tun hat intensiv zu beschäftigen
      (3) Bereitschaft in nächster Zeit regelmäßig ein gewisses Pensum an Zeit für das Projekt aufzubringen
      (4) Fundierte Kenntnisse im Bereich NLHE und HU SNG basics
      (5) Erfahrung an Onlinepoker-Tischen
      (6) Skype
      (7) Englischkenntnisse
      (8) Bereitschaft ein gewisses Pensum an games regelmäßig zu absolvieren
      (9) Camstudio (oder ähnliches)
      (10) Bereitschaft viel und regelmäßigen Online-Kontakt mit den anderen Teilnehmern des Projekts zu pflegen
      (11) HUSNG.com-Account


      genauere Ausführungen:

      zu (1):
      der mit Abstand wichtigste Punkt: das Projekt richtet sich nur an Personen, die in näherer Zukunft beständig und weitreichend Fortschritte in ihrem NLHE HU SNG Spiel erzielen wollen und

      zu (2) & (3):
      bereit sind dafür zu arbeiten.
      Ein großes Interesse an den theoretischen Grundlagen des Spiels ist zentral. Für das Projekt reichen keine oberflächlichen Analysen. Das Projekt hat das Ziel HU SNGs tiefgreifend zu verstehen. Es darf keine Angst vor der Auseinandersetzung mit komplexen Konzepten bestehen.
      Das Projekt kann/wird von seinen Teilnehmern auch die Auseinandersetzung mit Themengebieten fordern, die sie nicht immer interessieren/ihnen nicht immer zentral erscheinen mögen. Das Projekt (=Konsens aller Teilnehmer) entscheidet, was bearbeitet wird.
      Es werden alle Aspekte des Spiels bearbeitet: game-theory, meta-game, background (BRM, Tilt, software, ...) -> vgl Kern1.
      Das Projekt bedeutet sicherlich Arbeits- und Zeitaufwand. Dieser wird sich in einem klar abgesteckten Bereich bewegen (und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszahlen).
      Dennoch: Arbeit bleibt Arbeit.

      zu (4):
      das Projekt wird nicht bei 0 starten. Es ist nicht für absolute Einsteiger geeignet. Zentrale Konzepte (zB: Odds&Outs, Equityberechnung, Ranges, ...) müssen verstanden sein.
      Tiefere Konzepte (zB: Nash, SAGE, ...) sollten zumindest in etwa bekannt sein
      (ein Ziel des Projekts wird sein Konzepte wie Nash, Sklansy-Chub., ... tatsächlich zu verstehen - nicht nur ihre Anwendungsmöglichkeiten zu kennen)

      zu (5):
      geht in die selbe Richtung wie (4). Teilnehmer des Konzepts sollten keine Neulinge in der Welt des Online-Pokers sein.

      zu (6):
      vgl Kern2 -> Kommunikation ist ein Herzstück des Projekts.
      Skype wird hier ein zentrales Medium sein. Teilnehmer des Projekts sollten zumindest eine gewisse Zeit regelmäßig per Skype zu erreichen sein.

      Zentrale Konzepte des Projekts werden sein:
      - Fragen stellen & diskutieren können
      - Diskussionen zu: HHs, Videos, Artikeln, Konzepten, anderer stuff
      - Sweating
      - Teilnehmer sollten so oft wie möglich Ansprechpartner füreinander in allen möglichen Pokerfragen sein (auch Tilt, Frust, Motivation, ...)

      zu (7):
      unumgänglich für intensive und zeiteffektive Auseinandersetzung mit Poker heutzutage.
      So viel Stoff ist nur auf 2+2, HUSNG.com, etc verfügbar. Diese Artikel und Videos werden die Grundlage zu vielen Arbeitspunkten des Projekts liefern.
      Außerdem werde ich einen ähnlichen Post auf 2+2 setzen - falls sich Bewerber von dort durchsetzen und Mitglieder der Urbesetzung des Projekts werden, wird die Kommunikation im Projekt auf Englisch stattfinden.

      zu (8):
      Theorie ist das Herz des Projekts.
      Für die Teilnehmer gewinnt diese jedoch nur an Wert, wenn sie in Praxis umgesetzt wird. Nur dann werden sich die Teilnehmer weiterentwickeln und damit auch das Projekt maximal pushen.

      zu (9):
      Im Projekt werden die Teilnehmer stets gegenseitige Spielanalysen vornehmen. Am besten eignen sich dafür Video-Reviews.
      Teilnehmer werden regelmäßig Sessions aufnehmen, damit ein anderer sie analysieren kann.

      zu (10):
      Wie bereits in mehrmals angeklungen. Das Projekt lebt nur von einer gesunden Kommunikation unter den Teilnehmern. Deshalb ist absolute Aufgeschlossenheit ggü der Mitstreiter unausweichlich.
      Kommunikation ist (fast) alles im Projekt. Nur sie gibt ihm Form.

      zu (11):
      HUSNG.com ist einfach zu zentral in der Welt der HU SNGs, um es im Projekt umgehen zu können/wollen. Indem alle Teilnehmer Zugriff auf den gleichen Content haben, ist sichergestellt, dass ein Fundament vorhanden ist, auf dem verlässlich aufgebaut werden kann.
      HUSNG.com wird Anstoß zu vielen sehr fruchtbaren Diskussionen, Analysen, ... geben.
      Die Investition ist sicherlich auch unabhängig vom Projekt sinnvoll und wird sich ohne Weiteres mehr als auszahlen. Zudem sichert sie ab, dass seitens jedes Teilnehmers definitiv Interesse an der Welt der HU SNGs besteht, das auch finazielle Ausgaben rechtfertigt. (Außerdem: was sind $20/Monat ?)









      *****


      Zu meiner Person bzw zu meiner Entwicklung:
      (diese Information ist für das Projekt nicht wirklich zentral, bietet Interessierten jedoch die Möglichkeit zu sehen aus welcher persönlichen Motivation die Idee des Projekts an sich entstand und abzugleichen, ob ihre Einstellung/Erwartung in die selbe Richtung geht.
      Außerdem kann die Darstellung als Teil meiner eigenen Bewerbung für das Projekt verstanden werden (welche natürlich bereits akzeptiert ist ...) - eine vergleichbare Aufbereitung seiner persönlichen Poker-Historie wird auf jeden Fall von jedem potentiellen Teilnehmer verlangt werden. Zu sehen woher man kommt, ist wohl unumgänglich um entschlossen zu erkennen, wohin man will.)



      Ich spiele seit ca 4 Jahren Poker. Davon waren die ersten beiden Jahre recht erfolgreich - ich hatte mit den $50 von ps.de angefangen und mich auf den NL-cashgames bis NL200 hochgespielt. Definitiv waren die Zeiten damals noch anders und die Spiele spürbar softer - meine äußerst konstanten winnings kamen jedoch auch von meiner persönlichen Herangehensweise an das Spiel. Vor allem in den allerersten Monaten hatte ich sehr viel Theorie bewältigt und mich regelmäßig mit Freunden, die ebenfalls mit Poker angefangen hatten unterhalten. Wir waren damals alle noch in der Schule und näherten uns auch auf eine entsprechende Art und Weise an das Spiel an. Gerade ich war damals noch schwer in der "Warum?-Phase" und habe alles bis ins Grundlegendste hinterfragt. Nachdem ich absolut nichts von dem Spiel wusste, machte ich riesige Fortschritte. Basic-Konzepte wie "ranges", "vpip", "valuebet" und ähnliches zu begreifen, war überwältigend und zeigte mir immer deutlicher, dass hinter dem Phänomen Poker nicht die Übermacht Fortuna regierte oder die Leute, die davon lebten Zauberer waren sondern, dass es ein Spiel ist, das nach festen Regeln (und damit meine ich nicht "Vorschriften") funktioniert.
      Zu dieser Zeit spielte ich verhältnismäßig wenig - wenn ich jedoch spielte war ich extrem fokussiert und gewann konstant mit solider winrate. Wenn ich zurückdenke, war mein geradliniger Aufstieg durch die Limits wahrlich nicht von schlechten Eltern - damals war ich mir dieser Tatsache nicht bewusst, es schien mir normal. Ich lieferte gutes Spiel ab und kassierte den Lohn dafür.
      Das Ende der Schule war ein harter Break in meiner Pokerkarriere. Nun hatte ich endlich mehr Zeit für Poker - die Paukerei fiel weg - nichts stand einem harten grind im Weg. Dachte ich. Ich stieg ein, fest zu grinden - und vernachlässigte dabei jegliche Theorie. Hinzu kam, dass der einzige meiner Freunde, der ebenso erfolgreich wie ich den Weg durch die Limits zurückgelegt hatte (und mir als einziger Gesprächspartner bzgl Poker geblieben war - alle anderen waren broke gegangen und hatten Poker den Rücken gekehrt und damit kein Interesse am Austausch darüber mehr) ins Ausland ging. Ich war also in Sachen Poker weitestgehend auf mich gestellt. Ein Umstand, der sich rächen würde.
      Ich legte viel zu viel Aufmerksamkeit auf das grinden und es ergab sich ein hässlicher Teufelskreis: ich identifizierte Poker nurmehr mit grinden und wenn das schlecht lief, hasste ich Poker. Ich wollte das jedoch ändern und dachte dies ginge nur dadurch noch mehr zu grinden - definitiv zum Scheitern verurteilt. Mein Verhältnis zum Spiel wurde das des Zockers zum Automaten - ich setzte mich an die Tische und hoffte, dass es gut laufen würde. Wenn es das tat, war ich zufrieden - wenn nicht, fühlte ich mich ungerecht behandelt. Wie viel von einem selbst abhängt, war in den Hintergrund getreten. Dazu kam, dass ich mit keinem darüber reden konnte, wenn ich am Vorabend 1k verloren hatte - wie gesagt, ich hatte keine Poker-Spieler in meinem Umfeld und alle anderen hätten es sowieso nicht verstanden (die meisten hier werden das kennen). Jedenfalls war Poker zu einem Nervenkitzel am Feierabend geworden - ich hatte nach mehreren BE-Monaten "bemerkt", dass ich nicht mit Poker reich werden würde und wandte meine Aufmerksamkeit anderen Faktoren in meinem Leben zu (zB meinem anstrengenden und zeitaufwendigen Zivijob). Also spielte ich Poker nur mehr zur Abwechslung / um die Gedanken auf was anderes zu bringen / mit der festen Hoffnung Erfolgserlebnisse einzufahren. Dabei ging ich mit viel zu viel Ego und Erfolgsdruck (dem ich dank meines krassen Vernachlässigens der Theorie schwerlich gerecht werden konnte) an die Tische - erfolgreiches Spiel war so nicht möglich. Auf Theorie-Büffeln hatte ich keinen Bock.
      Das ging ein Jahr so.
      Dann begann das Studium und ich hatte nun noch weniger Zeit mich mit Poker auseinander zu setzen. Mein Fokus wurde komplett von etwas anderem benötigt. Dennoch hatte ich immer die Idee im Hinterkopf, wie gutes Geld man doch mit dem Spiel machen könnte.
      Ich begann zu realisieren, dass ich mein Verhältnis zum Game wieder professionalisieren müsste. CG war für mich mit zu vielen persönlichen Erfahrungen und Erwartungen belastet (ich wusste, dass ich nicht mehr gut genug war um Nl100/200 zu spielen - ich hatte sogar große Probleme NL50 zu schlagen - und noch niedriger zu spielen, konnte ich mit meinem krankhaften Ego nicht vereinbaren).
      Also beschloss ich die Variante zu wechseln - ich landete bei SNGs und MTTs. Dort lief es kurzzeitig sehr gut - da ich aber viel Energie in mein Studium steckte, fiel ich pokertechnisch bald in alte Muster zurück - und wenn es schlecht lief, vertilte ich große Teile meiner BR.

      An diesem Punkt hatte ich weitestgehend mit Poker abgeschlossen - dachte ich.

      Zwei Dinge brachten mich zurück an die Tische:

      1) Das Wissen, dass in Poker sehr viel Geld liegt, das ich sehr gut gebrauchen könnte - und dass ich grundsätzlich dazu in der Lage war, es abzuholen.

      2) Mein Ego: Ich war noch nie gut darin zu verlieren und Weise in eigentlich allen Dingen einen enormen Anspruch auf überdurchschnittlich zu sein.
      Ich war immer ein sehr guter Schüler - und habe ein sehr gutes Abitur geschrieben.
      Obwohl mir mein erstes Studium nicht gefiel, sehr anspruchsvoll und mir bald klar war, dass ich das Fach wechseln würde, legte ich meine Prüfungen in den Top 15% des Jahrgangs ab (und wechselte Studienfach).
      In meinem neuen Studiengang (der mir zu weiten Teilen sehr gut gefällt) fahre ich hervorragende Ergebnisse ein.
      Egal worum es geht - ob es mir gefällt, oder nicht - ich habe den Anspruch an mich, es anständig bis sehr gut zu machen.
      Da Poker mich absolut fasziniert, konnte ich die Vorstellung nicht verkraften, dass ich an diesem Spiel scheitern sollte.

      Deswegen mein Entschluss wieder ins Geschäft einzusteigen - aber diesmal richtig. Ich schaute mich nach einer geeigneten Variante um, die mir liegen und Spaß machen könnte und landete bei HU SNGs.
      Der Aspekt des direkten Aufeinandertreffens im HU verbunden mit der schnellen Dynamik hat auf mich einen großen Reiz.
      Zum CG habe ich immer noch ein zwiespältiges Verhältnis, das sehr tilt-anfällig ist - außerdem hatte ich viel gelesen, wie soft die HU SNG games ein sollten.
      Ich begann also mich in die basics des Spiels einzuarbeiten (vornehmlich auf 2+2) und brachte aus meiner 9men SNG-Zeit schon einiges Vorwissen mit.
      Auch stellte ich an den Tischen fest, dass ich in all der Zeit, die ich mittlerweile an den Pokertischen verbracht habe - auch wenn sie über weite Strecken nicht viel Gewinn abgeworfen haben mag - viel an Erfahrung gesammelt und mittlerweile auch intuitiv ein sehr gutes Gefühl für das Verhalten anderer Spieler habe.
      Es gelang mir auch - wieder abseits der Tische an meinem Spiel zu arbeiten. Ich postete vereinzelt Hände (bei 2+2 - für ps.de bin ich mit meinem main-acc nicht getrackt und musste mir den Silber-Status erst auf einer anderen Seite freigrinden) und schaute Vids bei Cardrunners. und es lief.

      Mittlerweile habe ich beinahe 400 games gespielt (1/3 auf den $6, 2/3 auf den $11) und konnte einen anständigen ROI erzeugen.
      Ich weiß:
      1) dass dies keine samplesize ist, um verlässliche Aussagen zu treffen.
      2) ich bei weitem für diese games overrolled bin.

      zu 2): Mir ist bei meinem Neustart wichtig, die Sache von der Pike aufzuziehen. Ich will also von unten in die games einsteigen und den ganzen Weg gehen, um alle notwendigen Erfahrungen zu machen.

      zu 1): wichtiger als die faktischen Ergebnisse, ist mir mein Gefühl, das ich wieder zum Spiel entwickelt habe. Ich fühle, dass ich wieder eine professionelle Beziehung zu Poker aufbaue.




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      22.02.2011 - 23:50

      Ich sehe gerade, dass dies bisher eine extreme Bleiwüste geworden ist.
      Vermutlich hat sowieso niemand den Post bis hierher durchgelesen, falls doch scheint er, was das Durchhaltevermögen betrifft ein geeigneter Kandidat für das Projekt zu sein.
      Nachdem mir jetzt die Zeit ausgeht, werde ich vorübergehend einhalten und in den nächsten Tagen daran weiterarbeiten.

      DIESER POST IST NOCH NICHT VOLLSTÄNDIG!

      So werden die genauen Kriterien, die ich mir vorgestellt habe, um in die Urbesetzung des Projekts aufgenommen werden noch eingefügt.
      Außerdem mein Entwurf der Kriterien, die die Teilnehmer des Projekts regelmäßig zu erfüllen haben, um Teil des Projekts zu bleiben.

      Ich hatte auch überlegt dies erst zu posten, wenn es tatsächlich endgültig fertig ist.
      Aber es erscheint mir eigentlich viel mehr im Sinne des Projekts, wenn dessen Entstehung öffentlich geschieht. Das unterstreicht die Tatsache, dass selbiges von meiner Person unabhängig ist.
      In diesem Sinne sind auch ab sofort Anregungen zur Gestaltung des Projekts erwünscht.
      Auf jeden Fall werde ich diesen Post in den nächsten Tagen immer wieder formatieren und überarbeiten.

      DIESER POST IST NOCH NICHT VOLLSTÄNDIG!



      23.02.2011 - 12:59

      Ich habe den Post nun zum Teil nochmal überarbeitet. An den Inhalten hat sich nichts Wesentliches verändert.
      Die zentralesten Änderungen waren:
      - die Hintenanstellung meiner persönlichen Historie.
      (diese ist zwar für mich wichtig und u.U. für manchen potentiellen Teilnehmer interessant, für das Projekt als solches jedoch zweitrangig)
      - die Änderung der Reihenfolge der Punkte 1) und 2) in der Grundstruktur des Projekts.
      (die neue Reihenfolge soll unterstreichen, dass der Aspekt der progressiven Auseinadersetzung mit Inhalten zentraler ist, als die strukturellen Beschaffenheiten des Projekts.)

      DIESER POST IST NOCH NICHT VOLLSTÄNDIG!
  • 27 Antworten
    • Tonnes
      Tonnes
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2008 Beiträge: 459
      wie wird denn das erarbeitete dokumentiert um nachfolgende projektmitglieder auf kurs zu bringen?

      btw. nice work
    • weatherwax
      weatherwax
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 440
      Auf jeden Fall ein sehr guter Ansatz, der interessant klingt =)

      Finde 7 Mann für den Anspruch aber schon viel, wenns klappt wäre es natürlich absolut Top
      Man sieht, dass Du es ernst meinst :)
    • Rainy2010
      Rainy2010
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2010 Beiträge: 738
      Hört sich nicht schlecht an.
    • flexfito
      flexfito
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 260
      wie wird denn das erarbeitete dokumentiert um nachfolgende projektmitglieder auf kurs zu bringen?


      es wird immer einen Verantwortlichen geben, der eine Datenbank verwaltet, die ein Herzstück des Projekts sein wird.
      In dieser Datenbank werden alle irgendwie von Teilnehmern bearbeiteten Themen aufbewahrt. D.h.:
      - aufgenommene & kommentierte Session-Videos
      - Präsentationen zu bestimmten Themen (Powerpoint, Videos, Audio, Textdateien)
      - HH-Analysen
      - Mitschnitte/Chat-Protokolle von interessanten Diskussionen innerhalb des Projekts
      - eine kommentierte Linksammlung zu Artikeln, Posts und Videos

      Diese Datenbank ist die "Bibliothek" und das Gehirn des Projekts. Sie bildet den gemeinsamen Grundstock der Teilnehmer. Primär wird sie nur den Teilnehmern vollständig zugänglich sein.
      Wenn es darum geht einen neuen Teilnehmer aufzunehmen, kann diesem natürlich Zugang zur DB gewährt werden, um ihm zu ermöglichen auf den aktuellen Stand des Projekts zu gelangen.
      Außerdem wird das Projekt regelmäßig öffentlich protokollieren, wie es um es steht. Dies dient dazu den Erfolg bzw Fortschritt des Projekts (vgl. Kern3) auch außerhalb des Projekts zu fixieren und damit sicherzustellen, dass das es nicht in Teilnehmer-übergreifender Lethargie vor sich hin dümpelt.
      Außerdem bietet das allen am Projekt Interessierten die Möglichkeit sich selbstständig in etwa auf dem Level des Projekts zu halten und im gegebenen Fall einzusteigen.
      Allerdings: Was Nicht-Teilnehmer treiben, ist dem Projekt eigentlich gleich. Nur Faktoren, die Auswirkungen auf die Progression des Projekts haben sind für es von Interesse.


      Finde 7 Mann für den Anspruch aber schon viel, wenns klappt wäre es natürlich absolut Top


      Ja, ich denke auch, dass 5 Teilnehmer in etwa perfekt sind. Weniger sollten es nicht sein, da das Projekt auch progressiv verlaufen soll, wenn einige Teilnehmer verhindert sind.
      Mit dem Spielraum nach oben erhält sich das Projekt die Möglichkeit hoch-motivierte Neueinsteiger, die eine Bereicherung des Projekts darstellen könnten, aufzunehmen.
      Mehr als 7 Teilnehmer werden es definitiv nie sein.
      Mit wievielen Teilnehmern das Projekt starten wird, hängt von der Anzahl der qualifizierten Bewerber ab.


      Man sieht, dass Du es ernst meinst


      Das auf jeden Fall. Und es ist eine unverzichtbare Voraussetzung für Teilnehmer des Projekts.
      Ich erwarte, dass das Projekt eine einmalige Gelegenheit bietet, tief in HU SNGs einzusteigen - in einem Rahmen, der einen dazu "zwingt" beständig besser zu werden. Diese externe Motivation macht allerdings nur Sinn, wenn man auch innerlich absolute entschlossen ist, etwas zu reißen.
      Ich bin das.
    • bonzen3010
      bonzen3010
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 852
      interessanter ansatz

      hätte interesse

      alles weitere am besten per skype (bonzen3010)
    • meistermieses
      meistermieses
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2006 Beiträge: 11.991
      Ein interessanter Ansatz. Finde aber das Projekt undurchführbar.
    • weatherwax
      weatherwax
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 440
      Wow, das ist schon richtig heftig.

      Will nicht Spielverderber sein aber sehe das ähnlich, wie meistermies. So wie Du das schilderst, habe ich jetzt mal grob einen Zeitaufwand von ca. 4 Stunden täglich überschlagen, gesetz dem Fall, dass jeder versucht z.B. HH´s von allen anderen Mitgliedern durchzuschauen (was schonmal ziemlich zeitaufwändig sein kann), sich Gedanken dazu zu machen, tricky spots zu kommentieren etc.

      Ich hab da insofern Erfahrung, als ich von einem Kumpel gebeten wurde, ihm beim Umstieg von 9-27 Mann SNG´s auf HU´s zu helfen und wir das hauptsächlich mit skype und HH´s (also universal replayer) + HEM gemacht haben.

      Ein evtl. gemachtes Video ordentlich durchzuschauen ist enorm zeitaufwändig, vor allem wenn man nicht die Routine dazu hat.

      Zudem war ich mal im E-Sports an einem Projekt beteiligt, wo es darum ging (ich glaube es waren so 6-10 Leute) Nachwuchs für E-sports Kommentatoren zu casten und ich glaub wir haben alle extrem den Zeitaufwand unterschätzt - und da ging es nur darum von jedem einzelnen Fortschritte, Verbesserungen, spezielles Bekämpfen von Fehlern schriftlich festzuhalten.

      Eine komplette Contentdatenbank, die neben Diskussionen (sei es jetzt als einfacher Mitschnitt von Skypediskussionen, vllt sogar etwas wie konkrete Ergebniszusammenfassungen a la "Wie spiele ich draws ggn aggro villains auf welcher boardstruktur" enthält", verschlingt wohl Unmengen von Zeit.
      Man kann jetzt sagen, dass die Motivation der einzelnen Mitglieder Antrieb genug sein sollte, doch erfahrungsgemäß "kränkeln" solche Projekte meist an folgenden Punkten:
      1. Ein Groß der "Arbeit" bleibt an wenigen hängen - inwiefern jemand der 4 Mal die Woche eine Contentdatenbank pflegt, noch die Motivation aufbringen kann/möchte ein gewisses Pensum zu spielen, ist da die Hauptfrage.
      2. Leute die nicht in der zu erwartenden Art und Weise mitmachen, werden "gefeuert"
      Dann hat man eine recht hohe Fluktuation, was jedem in sich geschlossenen erst einmal schadet. Zumal, wenn sich so etwas wie Vertrautheit und "Freundschaften" gebildet haben, oft der Abgang einer zentralen Person, weitere Abgänge mit sich zieht.

      Ich will Dir das auf keinen Fall vermiesen oder schlechtreden, ich glaube einfach nur, dass Dein Anspruch viel zu hoch gesteckt ist und vielleicht Du weißt worauf Du Dich einlässt, ich aber glaube, dass das nicht bei allen Teilnehmern der Fall ist.
      Sollte es klappen und Du auch noch das Glück haben neben Motivation auf Talent zu treffen, ist das Potential der Gruppe nach oben offen, keine Frage.

      Ich habe nur 2-3 Punkte aufgezählt um Deinen Thread nicht allzusehr zuzumüllen ;P

      Ich wünsche Dir wirklich alles Gute und hoffe für Dich, dass das klappt. Für mich selbst wirkt es momentan aber leider etwas zu überambitioniert und einen Zeitaufwand von 3-4 Stunden jeden Tag werde ich definitiv nicht stemmen können, ansonsten hätte ich es gerne mal versucht (natürlich gesetz dem Fall ich wäre genommen worden ;) )

      Viel Glück
    • flexfito
      flexfito
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 260
      @ weatherwax:

      Definitiv berechtigte Anmerkungen / Befürchtungen.

      Allerdings plane ich mit anderen Werten als du. Vielleicht liege ich falsch, da ich bis dato auch noch nicht Teil eines solchen Projekts war.
      Ich gehe schon davon aus, dass das Projekt einen einigermaßen großen Zeitaufwand an seine Teilnehmer stellt. Mit 4h/Tag reiner Arbeit für das Projekt rechne ich nicht. Die Themen-Schedule wird auf jeden Fall so gestaltet sein, dass der einzelne Teilnehmer mit ca 8-10h/Woche hinkommen sollte.
      Natürlich wäre um so mehr, um so besser. Aber auch ich habe ein Leben abseits des Pokers/Projekts und habe auch vor das beizubehalten.
      Ich stecke auch derzeit schon viel Zeit und Energie in Poker - allerdings ist mir dies zu unkoordiniert und zu wenig zielführend.
      Um meine Energien und meinen analytischen Verstand möglichst konzise und effektiv pokertechnisch zu nutzen, soll das Projekt einen geeigneten Rahmen bieten.
      Neben festen Vorgaben, was wann abzuarbeiten ist, bietet es halt auch den Vorteil, dass (wie im OP genannt) durch die Zusammenarbeit viele Prozesse wesentlich beschleunigt werden.
      So muss nicht jeder Teilnehmer alle Vids reviewen, sondern nur die eines (vll zweier) anderer Teilnehmer.

      Derzeit plane ich mit der Erstellung eines Videos (oder mehrer kurzer) über 3-4 games pro Woche. Das Aufzeichnen läuft beim Spielen parallel - je nachdem, wie geübt der Teilnehmer ist, kann er schon synchron seine Kommentare aufzeichnen.

      Das reviewen eines solchen Vids (~30-45min bei turbos) sollte in 1,5-2h bewältigt sein. am geschicktesten erfolgt die Review sowieso in "Gegenwart" des Aufzeichners. Das ermöglicht sofortige Rückfragen.

      Zusätzlich kommt die Analyse von HHs - die sich jedoch auch in einem bewältigbaren Rahmen abspielen soll.

      Ein wesentlicher Punkt wird die Erarbeitung von theoretischem Wissen sein. Dass dies je nach Themenschwerpunkt sehr zeitaufwendig sein kann, ist mir bewusst. Das Projekt bietet jedoch die Chance diesen immensen Insgesamt-Aufwand auf mehrere Schultern zu verteilen und extrem davon zu profitieren, dass andere Themen von anderen Teilnehmern aufbereitet und präsentiert wurden.

      Hier muss sich einfach jeder selbst die Frage stellen, wie tief er gehen will.
      Ich für mich habe die Entscheidung getroffen, dass ich, wenn ich Poker weiterhin betreiben will - dies möglichst erfolgreich tun will. Alle Spieler , die eine Disziplin klar schlagen, zeichnen sich in meinen Augen durch ein sehr tiefgreifendes Verständnis des Spiels aus.
      An diesen Punkt will ich auch gelangen. Um sich dieses Verständnis anzueignen braucht es einfach ein gewisses Pensum an Arbeit.
      Ich denke, dass das Projekt die Chance bietet, ein sehr tiefes Verständnis mit einem dafür verhältnismäßig geringen Arbeitsaufwand/ einer hohen Effektivität zu erlangen.

      Für mich ist es vor allem eine Grundsatzfrage, wie weit man sein Spiel(verständnis) pushen will.
      Wenn man es weit pushen will, denke ich, bildet das Projekt einen geeigneten Rahmen. (Vorausgesetzt man kann sich die Arbeit in einem derartigen Umfeld vorstellen. Wer lieber alleine / unabhängig / selbstbestimmt arbeitet, wird im Projekt eher nicht glücklich werden.)
      Wer einfach ein bisschen grinden will / sich mit der Anwendung von Konzepten zufrieden gibt / etc ist als Teilnehmer ebenfalls nicht geeignet. Was nicht bedeutet, dass er ein Trottel ist, oder kein guter Pokerspieler (werden wird).
      Es sind einfach verschiedene Ansätze, sich dem Spiel zu nähern.
      Das Projekt mag einen extremen - aber ich erwarte: einen extrem effektiven - Zugang darstellen.
      Und wie gesagt, wenn ich Dinge mache, will ich sie anständig durchziehen. Unkonzipierte grinderei hatte ich genug - ich will steil gehen.

      Es kann natürlich auch sein, dass das Projekt scheitert. Das wäre schade, aber vorstellbar. Vielleicht ist es sogar sehr realistisch / zu erwarten.
      Für den Fall aber, dass es über langen Zeitraum überlebt, wird es aber diejenigen, die über lange Zeit Teilnehmer sind, sicherlich extrem weiterbringen.
      Ich bin bereit mich darauf einzulassen (wie man unschwer erkennen kann).


      Noch kurz zu deinen zwei Punkten:

      1. Ein Groß der "Arbeit" bleibt an wenigen hängen - inwiefern jemand der 4 Mal die Woche eine Contentdatenbank pflegt, noch die Motivation aufbringen kann/möchte ein gewisses Pensum zu spielen, ist da die Hauptfrage.
      2. Leute die nicht in der zu erwartenden Art und Weise mitmachen, werden "gefeuert"
      Dann hat man eine recht hohe Fluktuation, was jedem in sich geschlossenen erst einmal schadet. Zumal, wenn sich so etwas wie Vertrautheit und "Freundschaften" gebildet haben, oft der Abgang einer zentralen Person, weitere Abgänge mit sich zieht.


      zu 1: die Arbeit wird nicht an wenigen hängen bleiben. jeder Teilnehmer hat seine festen Aufgaben, wer diese nicht erfüllen kann, ist nicht länger Teil des Projekts. Dieses Ausscheiden ist ein natürlicher Prozess und hat nichts mit "Feuern" oder "Versagen" zu tun. Es darf auch von niemandem als solches aufgefasst werden.
      Das Projekt ist nur extrem ehrgeizig und erlaubt kein Stocken in der Progression.
      Es ist zu erwarten, dass Teilnehmer aus- und später, wenn sie wieder in der Lage sind die Kriterien zu erfüllen, wieder einsteigen. Der Flow im Projekt muss erhalten bleiben.
      Das Ausscheiden hat ja auch nur zur Folge, dass man nicht mehr den Anspruch auf die Vorrechte der Teilnehmer hat (Reviews zu bekommen, ständiger Zugriff auf die DB, etc).

      Natürlich braucht es jemanden, der die DB verwaltet. Anfangs werde ich das machen. Aber alles, was in die DB kommt, muss in einer solchen Form vorliegen, dass es nurmehr "abgeheftet" werden muss. Überarbeitungen sind nicht der Job des Archivars.

      Inhaltliche und Strukturelle Entscheidungen werden, ist es einmal angelaufen, vom Projekt getroffen.

      Wie viel der einzelne tatsächlich spielt, ist ihm selbst überlassen. Mit der Mindestanzahl an games würde ich in richtung 200/Monat zielen. Das ist nicht viel - und es wird sowieso ein Anliegen jedes Teilnehmers sein, sein Wissen umzusetzen.
      Aber der Fokus liegt schon auf der Theorie. Dort sollten erstmal große Fortschritte gemacht werden.
      Ich denke, ich kann beides zusammenbringen.

      zu 2.: das meiste habe ich jetzt schon erwähnt. natürlich wird es Fluktuation geben. Ich hoffe aber eigentlich, Mitstreiter zu finden, die ebenso entschlossen wie ich sind, sich selbst zu pushen und einen hohen Ehrgeiz haben Teil des projekts zu bleiben.
      Wie gesagt, sollte dies jemandem nicht möglich sein, ist das kein Gesichtsverlust.
      Ich will das auch nicht als solchen aufgefasst wissen. Wenn Teilnehmer X beleidigt ist, weil Y nicht mehr Teil des Projekts ist, kann ich ihm nicht helfen. Das ist in meinen Augen aber auch schwer unprofessionell.
      Das Projekt ist eine Zwecjgemeinschaft, die nur seine Progression im Sinn hat. Natürlich ist es besser, wenn sich die Teilnehmer gut miteinander verstehen - aber das Ziel darf darüber nicht aus den augen verloren werden.
      Eine solch professionell-distanzierte Haltung muss von jedem Teilnehmer erwartet werden. Gefühle sind nicht förderlich in Sachen Poker - was gefragt ist, ist Verstand.


      ---------------------------------

      langer post - lange Antwort.

      Ich werde versuchen heute oder morgen die erste Fassung der exakten Kriterien zur Aufnahme in die Urbesatzung zu formulieren und einen Entwurf für die ersten Wochen des projekts zu gestalten.
      Vielleicht kann man sich dann genauer vorstellen, was ich mir erwarte.
    • flexfito
      flexfito
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 260
      @ bonzen3010:

      Ich will die Entwicklung des Projekts sehr gerne öffentlich durchführen.
      Bei Interesse / Nachfragen / Anmerkungen am besten ITT posten.

      Wie ich mir eine Bewerbung vorstelle, werde ich in näherer Zukunft im OP einfügen.

      ----

      Nichtsdestotrotz ist Skype-Kontakt natürlich erfreulich - wenngleich ich Projekt-relevante Themen gerne hier öffentlich klären möchte.

      mein Skype-Nick: flex.fit
    • Mart1
      Mart1
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 4.727
      Waere fuer die Content DB nicht evtl. ein Wiki sinnvoll?
    • flexfito
      flexfito
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 260
      Waere fuer die Content DB nicht evtl. ein Wiki sinnvoll?


      ich bin was Internet-Pfründe angeht leider einigermaßen unbewandert.

      Für die Verwaltung der DB muss auf jeden Fall noch eine praktikable Lösung gefunden werden.

      Für's erste hätte ich sie auf meinem Rechner angelegt und auf Anfragen der Teilnehmer die entsprechenden Dokumente verschickt.
      Ist aber mit Sicherheit nicht die effektivste Variante.

      Für Anregungen in diese Richtung bin ich auf jeden Fall äußerst dankbar.


      P.S. ich kenne das guttenplag.wiki natürlich - wenn es soetwas mit Speicherplatz für Videos und passwort-geschütztem Bereich gibt, wäre es auf jeden Fall klasse.
    • Turbocopter
      Turbocopter
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 193
      Das gibt es einige kostenlose Wiki-Systeme. Mir fällt spontan z.B. MediaWiki ein. einfach mal googeln.
    • PaulDusel
      PaulDusel
      Bronze
      Dabei seit: 27.11.2007 Beiträge: 1.159
      Klingt alles sehr vernünftig. Vor allem die realistische Einschätzung, dass es auch scheitern kann. Aber wenn man es nicht versucht wird man es nie erfahren. Schonmal gut, dass du keiner bist der sagt: Yo, wir machen ne HU SNG Gruppe und rocken bald die nosebleeds.
      Ich hab vor kurzem mit HU SNGs angefangen. Mir ging die ewige SH CG Grinderei aufn Keks und ich wollte nach der Devise mehr Content/ weniger Grind was Neues ausprobieren. Könnte mir gut vorstellen mitzumachen.
    • bonzen3010
      bonzen3010
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 852
      Archiv kann man eigentlich ganz gut über rapidshare oder ähnliche seiten machen wenn der content nicht allzu groß ist kann jeder auch ohne account runterladen.
      Erspart jede menge arbeit da nicht einer alles manuell verschicken muss und ist jederzeit abrufbar.

      Ein internes forum wäre auch nicht schlecht.
      Ist übersichtlicher als ein skypechannel ,man kann sachen nachschlagen, fragen bleiben länger im raum stehen etc.

      Hatte mal eine lerngruppe für HU cash in der wir versucht haben uns zu festgelegten zeiten zu treffen
      was wir dann machen wurde aber spontan festgelegt
      scheiterte daran das jeder kam wie er wollte und dann nur 2 max3 was gemacht haben
      oder sich leute im hintergrund gehalten haben und mehr idle waren
      waren nicht viele leute aber ab 4,5 wird´s echt kompliziert sowas zu organisieren
      alle müssen schon sehr motiviert dabei sein
      aber da kann man sich ja abhelfen mit videos machen etc. und sich dann ein zweimal die woche vielleicht nur mit 2, 3 leuten zusammen zu setzen
    • Pansenmann
      Pansenmann
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 426
      ich bin tief beeindruckt von Deinem scharfen und genauen Schreibstil. Soetwas lese ich selten in diesem Forum. Ich bin aud jeden interessiert an dem Projekt, möchte allerdings noch mehr Informationen über die Organisation der ersten Wochen lesen.
      Bisher habe ich hauptsächlich CG 6max bis NL50 mit Shots auf NL100, aktuell NL20 gespielt(weil ich einiges auscashen musste). Ich hab Böcke eine neue Variante AHA-Moment geladen zu erlernen. Bin gespannt auf Deinen nächsten Post.
    • liafu
      liafu
      Black
      Dabei seit: 20.02.2007 Beiträge: 3.439
      Wieso macht das Projekt sich keine Gedanken darüber dass in HUSNGs deutlich weniger value liegt als in anderen varianten?
    • Mart1
      Mart1
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 4.727
      Original von liafu
      Wieso macht das Projekt sich keine Gedanken darüber dass in HUSNGs deutlich weniger value liegt als in anderen varianten?
      explain plox? Ich wuerde mal darauf tippen, dass man, wenn man ein sinnvolles BRM betreibt, bis zu einem gewissen Limit mehr Geld verdient als durch cg.
    • mrPlowPlow
      mrPlowPlow
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2008 Beiträge: 64
      Gibts eigentlich irgendwas neues? Bin selbst sehr interessiert und überlege mir seit Tagen gut ob ich mitmachen soll.
      Aber schon bis hierher, großes Lob! :s_love:
    • flexfito
      flexfito
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 260
      Qualifizierte Neuigkeiten gibt es leider derzeit noch keine, da ich momentan meinen Hauptfokus noch auf andere Dinge richten muss.
      Nur für die Leute, die auf News warten - da ich im OP auch von "den nächsten Tagen" geschrieben hatte:
      Die Arbeit einen geeigenten Projektentwurf zu gestalten, ist leider nichts, was ich so nebenbei mal machen könnte. Ich bin aber guter Dinge, dass ich im Laufe des WEs ein umfassendes Update posten kann.

      Beginn des Projekts wird wohl ~ Mitte April sein.

      Ich bin auf jeden Fall nach wie vor hoch motiviert und freue mich, wenn es losgeht!


      @liafu: verständlicher - wenn auch aus der Perspektive des Projekts ungerechtfertigter - Einwand. Erläuterungen dazu gibt's bei Gelegenheit.
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