sinnlose lines NL10

    • foshizzle
      foshizzle
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2008 Beiträge: 520
      ich bin mir oft nicht sicher wie ich gegen sowas auf nl10 vorgehen soll. oft habe ich halt nich genug um ihre spasm moves zu callen und wenn ich dann doch ma calle renne ich halt sau oft in die nuts. das problem bei der sache ist ich treffe halt dauernd auf so absolutsinnfrei lines und denke mir halt das kann nicht immer eine hand sein. bin quasi etwas "bluffparanoid" und mache dadurch viele fehler. allerdings lege ich auch ab und zu die herofolds hin und fühle mich dann unsicher ob er jetzt nicht doch falsch war. wenn ich die gegner kenne habe ich weniger probleme mit sowas, weil ich halt dann weiß wie sie spielen. aber 95% der leute auf nl10 sind halt einfach unknown.

      mal ein beispiel: gegen unknown. ich raise KTo im SB, BB callt. flop kommt Kxx alles in spades(ich habe kein FD). ich mache eine standart cbet und kassiere ein minraise das ich auch calle. turn kommt eine zehn, ich habe also top 2, ich checke und kassiere ne 2x potsize overbet von villian. was soll man den davon jetzt halten? wie sich rausstellt hat villian einen gefloppten flush so gespielt, was halt ohne history absolut keinen sinn macht(ich kann ja jetzt auch nicht jedem unknown auf ein flopminraise die nuts geben, grade wenns sowas unwahrscheinliches wie ein gefloppter flush ist. da wäre ich doch dann viel zu tight wenn ich da immer folde) .... und villian hat halt einfach nur glück das ich eine der wenigen hände habe mit dennen ich seine idiotenline ausbezahle ... eina nackter king wäre ein easy fold gewesen.

      anderes beispiel: ich calle ein pocket oop, flop sind dann 3 overs(facecars) und massig draws. ich checke alle streets durch villian checkt auch immer behind, haut aber am river dann eine 3 fache potbet raus ...
      ich habe natürlich nicht gecallt aber es hat mich halt in der fingern gejuckt. ich frage mich doch was der gedankengang dahinter ist?
      bei sowas wird er doch echt nur gecallt wenn er beat ist und selbst mit den absoluten nuts wird er halt auch nie gecallt weil meine range viel zu schwach ist.

      eins noch: ich mache einen neuen tisch auf und ein fisch joint. ich raise und er shoved direkt in der 1. hand seine 40bb drüber. ich hatte natürlich crap und folde und er zeigt noch stolz sein T4o. der tisch füllt sich langsam und der fisch ballert fröhlich seine 3bets AI. wird halt meistens nicht gecallt, wenn doch zeigt er halt aber immer random crap(hatte leider nie das glück ne calling hand(A-high) gegen ihn zu haben) ... was denk er sich dabei? warum zeigt er sein T4o wenn er nicht vorhat das anschließend mit valuehänden zu machen?

      worauf ich hinaus will: was sind eure erfahrungen mit sowas? wie geht ihr dagegen vor? callt ihr lighter down, wartet ihr einfach auf hände oder startet ihr sogar contermoves? bin ich auf NL10 wirklich einfach zu bluffparanoid und so strange lines sind quasi immer nuts?
      oder sind es oft einfach maniacplays? kann es sein das es einfacher ist gegen die schlechten regs zu spielen als gegen diese aggrofishe?
  • 1 Antwort
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Faustregel gegen unkown auf den Microlimits: They raise, they has it. Solange es keinen Grund zur Annahme gibt, dass sie es nicht haben macht es keinen Sinn da großartig irgendwas in ihr Spiel reinzuinterpretieren.

      Man schlussfolgert schnell von Einzelbeispielen, in denen dein Gegner mal einen sinnlosen Bluff gemacht, auf die Allgemeinheit und macht viel zu loose Calldowns. Im Schnitt aber (dazu kannst du mal deine Datenbanken auswerten) sind Raises (und auch Minraises am Flop -> da gabs im 2+2 mal eine interessante Auswertung; das Ergebnis war das Minraises am Flop die sich zu einem All In und Showdown entwickelt haben im Laufe der Hand unwahrscheinlich häufig sehr starke Hände waren - damit konnte das Argument das Minraises anytwo sind stark entkräftet werden) starke Hände.

      Deswegen ist es auch wichtig solange dünn zu valuebetten bis der Gegner sich mit einem Raise meldet und sagt:" Hey Dude ich hab Twopair+".

      anderes beispiel: ich calle ein pocket oop, flop sind dann 3 overs(facecars) und massig draws. ich checke alle streets durch villian checkt auch immer behind, haut aber am river dann eine 3 fache potbet raus ... ich habe natürlich nicht gecallt aber es hat mich halt in der fingern gejuckt. ich frage mich doch was der gedankengang dahinter ist? bei sowas wird er doch echt nur gecallt wenn er beat ist und selbst mit den absoluten nuts wird er halt auch nie gecallt weil meine range viel zu schwach ist.


      Der Gedankengang läuft hier anders ab. Der Typ sieht seine Straight am Flop und denkt sich:"Slowplay jetzt ich hab die Nuts. Mist er checkt am Turn wieder, ach dann blufft er halt am River. Am River sieht er dann das grade mal 8BB im Pot mit den Nuts hat und will jetzt Value - also overbettet er". Solche Spieler machen sich über deine Handrange kaum oder gar keine Gedanken. Die spielen ihre Hand und verraten über ihre Betsize oftmals auch ihre Handstärke.

      eins noch: ich mache einen neuen tisch auf und ein fisch joint. ich raise und er shoved direkt in der 1. hand seine 40bb drüber. ich hatte natürlich crap und folde und er zeigt noch stolz sein T4o. der tisch füllt sich langsam und der fisch ballert fröhlich seine 3bets AI. wird halt meistens nicht gecallt, wenn doch zeigt er halt aber immer random crap(hatte leider nie das glück ne calling hand(A-high) gegen ihn zu haben) ... was denk er sich dabei? warum zeigt er sein T4o wenn er nicht vorhat das anschließend mit valuehänden zu machen?


      Es ist ihm egal oder sonstwas. Nicht jeder sitzt am Pokertisch mit einem Winningplayermindsetting oder zumindest dem Ziel so ein Mindsetting zu besitzen. Vielleicht wars auch einfach nur jemand der ein bisschen rumtilten wollte oder was auch immer.