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Balancing

Für fortgeschrittene Pokerspieler, die häufig gegen andere fortgeschrittene Spieler antreten, ist es wichtig, dass ihre Range gebalanced ist. Das Balancing der eigenen Range ist ein Prozess, in dem der Spieler die Häufigkeiten verschiedener Hände in seiner Range manipuliert, um unvorhersehbar für die Gegner zu bleiben. Das bedeutet, dass keine Hände unverhältnismäßig häufiger als andere Hände in der Range des Spielers vertreten sind.

Früher war es beim Onlinepoker üblich, dass nur sehr starke Hände wie QQ, KK, AA und AK gereraist wurden. Da dies eine sehr kleine Range ist, konnten gute Spieler perfekt anpassen und andere mittelstarke Hände folden. Im Laufe der Zeit begannen einige Spieler, mit einer weiteren Range zu 3-betten, um die schwachen Folds der Gegner mit Händen wie JJ oder AQ auszunutzen. Eine 3-Bet war fortan nicht mehr gleichbedeutend mit einem großen Paar, selbst Hände wie 56s wurden gereraist, damit die eigene Range weiter und somit balanced (engl. für ausbalanciert) ist. Gegenspieler waren gezwungen, ihre Range wiederum anzupassen und mussten mit mehr als ihren Premiumhänden weiterspielen, da sie sonst zu oft die beste Hand gefoldet hätten.

Gute Spieler versuchen stets, ihre Gegner auf eine Range zu setzen. Daher ist es auch postflop von Bedeutung, durch das Balancing der eigenen Range unvorhersehbar zu spielen. Sofern der Spieler in jeder Situation eine Vielzahl an möglichen Händen halten kann, die der Gegner nicht akkurat einschätzen kann, spricht man von gutem Balancing.