Glossary

Flop

Definition

In Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten wie Texas Hold'em und Omaha werden die ersten drei geteilten Gemeinschaftskarten als Flop bezeichnet.


FlopTurnRiver

Bewertung des Flops

Die Qualität eines Flops wird nach drei grundlegenden Kriterien bewertet:

  1. Konnektivität der Karten, d.h. wie nah die Karten von ihren Werten her beieinander liegen und so Straights oder Straight-Draws zu ermöglichen.
  2. Suitedness, d.h. wie viele Karten die gleiche Farbe besitzen und so Flushs oder Flush-Draws ermöglichen.
  3. Höhe der Karten, d.h. wie viele Karten sind entweder hohe Karten wie z.B. ein Ass oder König, da diese u.a. in Hold'em Hände mit einem Ass oder König häufiger gespielt werden und es daher wahrscheinlicher ist, dass ein Gegner etwas getroffen hat, oder wie viele niedrige Karten enthält der Flop, um beispielsweise in Omaha Hi/Lo eine Lo-Hand bzw. einen Lo-Draw zu ermöglichen, also eine Hand mit 5 bzw. 4 Karten, die kleiner 9 sind.

Hohe KonnektivitätHohe SuitednessHohe Karten

Allgemein kann man also sagen, dass sich die "Güte" eines Flops danach richtet, welche Arten von Draws er ermöglicht und welche Arten von bereits fertigen Blättern, so genannten Made Hands, möglich bzw. wahrscheinlich sind in Hinsicht darauf, dass Spieler dazu tendieren, in einer gegebenen Situation bestimmte Arten von Starthänden wie z.B. solche mit hohen Karten oder mit gleichfarbigen, verbundenen Karten zu spielen.

Flop-Texturen

Für die Beschaffenheit eines Flops findet auch der Begriff Textur Verwendung. Folgende Begriffe haben sich als Bezeichnungen für verschiedene häufig auftretende Texturen etabliert:

  • Rainbow Flop: Ein Flop mit drei Karten verschiedener Farben, auf dem somit kein Flush-Draw möglich ist. Diese Textur tritt in 40% aller Fälle auf.
  • 2-suited Flop: Ein Flop mit zwei Karten der gleichen Farbe, der daher einen Flush-Draw ermöglicht. In ca. 55% aller Fälle tritt diese Textur auf.
  • 3-suited Flop: Ein Flop mit drei Karten der gleichen Farbe, der nicht nur einen Flush-Draw, sondern auch einen schon fertigen Flush möglich macht. Dieser Fall tritt nur in etwa 5% aller Fälle ein.
  • Paired Flop: Ein Flop, der ein Paar aufweist, was in etwa 17% aller Fälle geschieht. Die Gefahr bei dieser Art von Flop ist, dass ein Spieler einen Drilling getroffen haben kann oder sogar ein fertiges Full House, was jede Art von Draw wie Flush- oder Straight-Draw abwertet, da immer die Möglichkeit besteht, gegen ein Full House zu verlieren, selbst wenn man seinen Flush oder seine Straight im weiteren Verlauf der Hand trifft.
  • 2-connected Flop: Ein Flop, der zwei vom Wert her nebeneinander liegende Karten enthält und starke Straight-Draws ermöglicht. Diese Textur tritt in ca. 40% der Fälle auf.
  • 3-connected Flop: Ein Flop mit drei vom Wert her beieinander liegenden Karten, auf dem sowohl fertige Straights möglich sind als auch viele Gegner einen Straight-Draw getroffen haben können, da sie nur eine Karte statt zwei für den Draw benötigen.
  • Ragged Flop: Ein Flop, der sehr unkoordiniert aussieht, in Hold'em z.B. mit unzusammenhängenden kleinen, verschiedenfarbigen Karten, die es weniger wahrscheinlich machen, dass ein Gegner eine fertige Hand oder einen Draw getroffen hat.
  • Draw-heavy Flop: Ein sehr koordinierter Flop, der starke Draws, häufig auch kombinierte Draws wie z.B. Flush- und Straight-Draws möglich macht.
  • Dry Flop: Ein Flop, der keine oder nur schwache Draws möglich macht. Häufig wird die Bezeichnung dry Flop auch allgemeiner als Synonym für einen ragged Flop verwendet.



Verwandte Themen:

Turn, River, Board, Gemeinschaftskarten, Texas Hold'em, Omaha, Draw, Preflop, Postflop