Glossary

Hi Lo

Verschiedene Pokervarianten wie Omaha und Seven Card Stud existieren in zwei Spielformen. Auf der einen Seite die klassische Variante, in welcher der Spieler mit der besten Hand gewinnt, auf der anderen Seite die Hi/Lo-Variante, in der sich der Spieler mit der besten Hand, der Hi-Hand, den Pot mit dem Spieler, der die schlechteste Hand, die Lo-Hand, hält, teilt.

Die Lo-Hand

Es gibt verschiedene Definitionen dafür, wie eine "schlechte" Hand beschaffen sein muss. In den gängigen und im Online-Poker angebotenen Varianten von Omaha Hi/Lo und Seven Card Stud Hi/Lo gilt ein "schlechtes" Blatt als eine Kombination von fünf Karten, deren Kartenwerte jeweils kleiner sind als 9 und die zudem untereinander keine Paare bilden, während sie durchaus eine Straße oder einen Flush bilden dürfe.

Beispiel:



Die Kartenfolge zählt hierbei von der 8 her und Lo-Hände werden von der obersten Karte her verglichen, sodass 8, 6, 5, 4, 3 als Lo-Hand die Hand 8, 7, 3, 2, Ass schlägt.

Die beste Lo-Hand entspricht einer Straße Ass bis 5:



Die Aufteilung des Pots

Im Prinzip kann man sich die Aufteilung des Pots in einem Hi/Lo-Spiel derart vorstellen, dass eine Hälfte des Pots für die beste Hi-Hand und die andere Hälfte des Pots für die beste bzw. schlechteste Lo-Hand reserviert sind. Gibt es keine qualifizierende Lo-Hand, geht der gesamte Pot an den Spieler mit der besten Hi-Hand. Haben zwei Spieler eine gleichwertige Lo-Hand, dann teilen sie sich den hierfür reservierten Potanteil, d.h. sie erhalten je ein Viertel des Pots. Bei drei Spielern mit gleichwertiger Lo-Hand erhält jeder ein Sechstel des Pots, usw.

Ebenso teilen sich zwei Spieler mit gleichwertiger Hi-Hand immer den für die Hi-Hand reservierten Potanteil. Hat ein Spieler sowohl die beste Hi- als auch die beste Lo-Hand, gewinnt er den ganzen Pot, was auch scoop genannt wird.



Verwandte Themen:

Scoop, Quartered, Omaha, Seven Card Stud


Synonyme:

hi/lo, hi-lo, eight or better