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M

Definition

Magriel's M ist ein zentraler Begriff in der Turnier-Strategie. Es gibt das Verhältnis des eigenen Stacks zu den Antes und Blinds wieder, die in einer Runde insgesamt gebracht werden. Damit ergibt sich ein grober Blick darauf, wie viele Hände bzw. Runden ein Spieler mit seinem Stack noch "überleben" kann, bevor er All-In ist, wenn er keine Hand spielen würde.

M = Stack des Spielers : (Ante * Spieler am Tisch + Blinds)

Erläuterung

Dan Harrington stellt im zweiten Teil der Buchreihe "Harrington On Hold'em" ein Zonensystem vor, dessen einzelne Zonen sich nach nach dem M des Spielers richten. In jeder Zone ändert sich die Spielweise aufgrund der Tatsache, dass der Spieler mehr oder weniger unter Druck steht. Je geringer hierbei das M, desto weniger komplexe Spielzüge kann ein Spieler ausführen.

  • Grüne Zone (M ist größer/gleich 20)
    Der Spieler hat eine bequeme Ausgangssituation und kann relativ entspannt vorgehen und die Hände, die er spielt, sorgfältig auswählen. Er kann auch gezielt Risiken eingehen, die eine hohe Auszahlung versprechen.
  • Gelbe Zone (M liegt zwischen 10 und 20)
    Der Spieler gerät langsam unter Druck und kann nicht mehr konservatives Poker spielen, sondern muss mehr Risiken eingehen und mehr Hände spielen, um einen Stack aufzubauen.
  • Orange Zone (M liegt zwischen 6 und 10)
    Der Spieler muss noch aggressiver vorgehen, um seinen Stack zu vergrößern. Viele komplexe Spielzüge funktionieren nicht mehr, da er nicht die Chips hat, um entweder genügend Implied Odds bei einem Call mit einer drawing Hand zu haben oder um einen Spieler über mehrere Wettrunden hinweg unter Druck zu setzen.
  • Rote Zone (M liegt zwischen 1 und 5)
    Der Spieler steht nur noch vor der Frage, All-In zu gehen oder seine Hand aufzugeben. Er hat nicht die Chips, um noch einen anderen Spielzug auszuführen. Er hat auch nicht die Gelegenheit, auf eine gute Hand zu warten, sondern muss versuchen, in jeder günstigen Situation, insbesondere wenn er als Erster in die Hand einsteigen kann, auch mit marginalen Händen All-In zu gehen.
  • Tote Zone (M ist kleiner 1)
    Der Spieler ist so gut wie aus dem Turnier. Er hat nicht einmal mehr die Chips, um bei einem All-In alle Gegner zum Ablegen ihre Hände zu bringen. Was ihm jetzt noch hilft, ist eine Portion Glück.



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