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Momentum

Das Momentum ist ein im Sport häufig gebrauchter Begriff, um auf die psychische Verfassung eines Teams oder eines Spielers einzugehen. Erfolgserlebnisse steigern das Selbstwertgefühl, der Spieler fühlt sich stark, vertraut auf seine Fähigkeiten und erhöht mit diesem positiven Mindset sein Leistungspotential.

Beim Poker wird das Momentum häufig in Turnieren zu einem mitentscheidenden Faktor, wenn es um Sieg oder Niederlage geht. Ein Spieler, der seinen Stack in kurzer Zeit mehrfach verdoppeln konnte, hat das Momentum (den positiven Moment) auf seiner Seite und kann gestärkt durch diese Erfolgserlebnisse selbstbewusst agieren, den Tisch dominieren und seinen Stack unaufhaltsam ausbauen.

Das Momentum kann auch negative Auswirkungen auf einen Spieler haben. Pokerspieler in einem Downswing kennen dieses Phänomen: Die Karten wollen seit gefühlten Ewigkeiten nicht so fallen, wie der Spieler es gerne hätte. Die Folgen sind Fehlentscheidungen aufgrund von Unkonzentriertheit oder inkorrekten Anpassungen an das eigene Spiel. Die Negativserie ist schwierig zu beenden, da das eigene Selbstvertrauen zusammen mit der Winrate kontinuierlich sinkt. Der Spieler erwartet, dass der nächste Coinflip schiefgeht, der nächste Monsterdraw nicht ankommt und die nächste Session erneut negativ abgeschlossen wird. Ein negativer Moment kann die Entscheidungen eines Spielers langfristig beeinflussen.

Vergangene Entscheidungen dürfen das Mindset nicht negativ belasten. Ein im negativen Momentum steckender Spieler muss die derzeitige Situation akzeptieren, den Blick nach vorne richten und neue Entscheidungen ohne Gedanken an irreversible Misserfolge treffen.