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Reverse Implied Odds

Reverse Implied Odds sind verminderte, verlustbereinigte Pot Odds, die zukünftige mögliche Verluste einbeziehen, sollte der Gegner seine Hand verbessern können oder schon die bessere Hand halten.

Sie finden u.a. dann ihre Anwendung, wenn man sich mit einer mittelmäßigen gemachten Hand ohne große Chance zur Verbesserung, die momentan vielleicht sogar die beste Hand ist, einem oder mehreren Gegnern gegenübersieht, die setzen bzw. erhöhen. Hält der Gegner eine starke Hand oder kann er seine Hand verbessern, wird er auch in den folgenden Runden setzen. Hält er hingegen nichts oder nur eine schwache Hand wird er häufiger nicht mehr setzen oder die Hand komplett aufgeben. Man muss in diesem Falle mehr dafür bezahlen, um herauszufinden, dass man geschlagen ist, als dafür, dass man die Hand gewonnen hat.

Beispiel (Texas Hold'em):

Spieler AFlop

Ein Gegner setzt, ein anderer erhöht. Spieler A hat womöglich noch die beste Hand, doch besteht durchaus die Möglichkeit, dass einer oder beide Gegner einen starken Draw oder eine stärkere Hand wie ein höheres Overpair, die fertige Straight, ein Set oder Twopair halten. Spieler A müsste in dem Falle, dass er schon geschlagen ist oder dass ein Spieler im Verlaufe der Runde seine Hand verbessert, weitere Einsätze bezahlen, um herauszufinden, dass er geschlagen ist. Nur wenn die Gegner nichts oder schwächere Hände halten, die nicht einmal ein schwaches Overpair wie 77 schlagen, werden sie die Action zurückschrauben. Er gewinnt weniger, wenn er vorne liegt, und verliert mehr, wenn er hinten liegt. Seine Pot Odds für einen Call sind weitaus schlechter, als sie auf den ersten Blick scheinen.



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