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Schooling

Schooling oder Fish School bezeichnet ein Phänomen, dass die Fehler eines zu loosen und passiven Spielers weniger schwer wiegen in Hinsicht auf seine Equity und die Pot Odds, wenn noch andere loose und passive Spieler mit in der Hand sind. Die einzelnen Spieler, die jeder für sich schlechte, unprofitable Calls machen, machen in der Gesamtheit, da sie alle sehr loose callen, den Pot größer und somit die Pot Odds für den einzelnen besser.

Beispiel (Texas Hold'em):

Spieler A Spieler B Spieler C Gemeinschaftskarten

Der Pot ist $4 groß. Spieler C setzt $3. Sowohl Spieler A, als auch Spieler B, die schlechte und loose Spieler sind, gehen den Betrag mit. Sie halten jeder für sich einen Inside Straight Draw, besitzen daher vier Outs und können den Einsatz nicht profitabel mitgehen. Sie begehen einen Fehler, da der Preis schlichtweg zu hoch ist. Unterscheidet man nun aber die beiden Fälle, dass einerseits nur Spieler A und Spieler C in der Hand involviert sind, im zweiten Falle zusätzlich noch Spieler B, und untersucht dann die Potgrößen, ergibt sich:

Im ersten Fall callt Spieler A sicher $3 auf einem $7 Dollar großen Pot. Seine Pot Odds sind 7:3. Aber im zweiten Fall kommen noch einmal durch den ebenfalls sehr loosen Spieler B $3 hinzu. Die Pot Odds von A haben sich verbessert auf 10:3. Wenn A gewinnt, dann gewinnt er 10 Dollar oder mehr und nicht nur 7 Dollar oder mehr. Durch die Anwesenheit eines anderen schlechten und loosen Spielers wird der Fehler abgemildert, den er begeht, wenn er mit seinem schwachen Draw für einen zu hohen Preis mitgeht.

Schooling ist ein Grund, warum sich schwache, loose in einem ebenso loosen und schwachen Spiel über längere Zeit halten können. Sie callen zwar sehr häufig mit marginalen Gewinnchancen, aber da es die anderen Spieler auch tun, gewinnen sie einen dementsprechend weitaus höheren Pot, wenn sie denn einmal treffen.



Verwandte Themen:

Fish, Loose, Passive