Die größten Storys der WSOP 2017

Heroes, Villains, Cooler und neue Formate - die diesjährige World Series of Poker hatte einige denkwürdige Momente zu bieten.

DIESE Hand

Die World Series of Poker ist immer gut für krasse Hände und schmerzhafte Cooler. Ein solches Setup sieht man jedoch nicht alle Tage an einem der Feature Tables im Livestream. Dazu kam noch, dass zwei bekannte Gesichter darin involviert waren.

Man muss Selbst zugutehalten, dass sie das Unglück schon vorausgeahnt hat. Trotzdem wurde es am Ende eine der größten Albtraumhände des Main Events in der jüngeren Geschichte.

Polk gewinnt das One Drop

Viele große Namen konnten in diesem Jahr ein Armband gewinnen. Der größte Erfolg eines gestandenen Pros aus der modernen Pokerära sollte jedoch abseits des Main Events zustande komme.

Der passionierte YouTuber und Highroller Doug Polk ließ 129 Spieler hinter sich und sicherte sich so den Sieg beim $111.111 One Drop High Roller für $3.686.865. Es war sein bereits drittes Bracelet.

Seine Popularität auf YouTube und dieser Sieg werden sicher dazu beitragen, das Spiel auf der Plattform noch beliebter zu machen:

Die November Nine, weg doch unvergessen

Die größte Veränderung in diesem Jahr war wohl der Verzicht auf die Pause vor dem Final Table beim Main Event, also dem Konzept namens November Nine.

Alle Betroffenen scheinen sich einig zu sein, dass dies eine klare Verbesserung ist. So wurde der Finaltisch des Main Events viel unterhaltsamer als in den Jahren zuvor.

Das November-Nine-Feeling verschwand dennoch nicht völlig, denn gleich drei ehemalige November Niner schafften es an den inoffiziellen Final Table - Michael Ruane wurde 10., Ben Lamb bustete auf Platz 9 und Antoine Saout beendete das Turnier auf dem 5. Platz.

2017 November Nine WSOP
Nicht die November Nine

John Hesp inspiriert die Pokerwelt

John Hesp at the 2017 WSOP
John Hesp

Poker bekam in diesem Jahr fast eine neue Moneymaker-Story, denn der enthusiastische Amateurspieler John Hesp erfreute die Fans mit seinem Auftritt am Final Table.

Der 64-jährige Brite spielt in seinem lokalen Casino für gewöhnlich £10-Rebuys. Das Main Event war also eine große Ausnahme, die auf seiner To-do-Liste stand. Am Ende gab es für ihn $2.600.000 für einen starken 4. Platz sowie viel mediale Aufmerksamkeit.

Hesp hat den Finaltisch alleine zu einem der unterhaltsamsten der letzten Jahre gemacht und viele denken, dass er dadurch auch andere Amateure inspirieren konnte.

Ferguson ist zurück und crusht

Chris Ferguson aka Jesus playing poker
Chris Ferguson

Alleine die Rückkehr von Chris Ferguson zur WSOP im letzten Jahr kam nach dem Black Friday und 'Full Tilt'-Skandal für viele überraschend. Er wollte das alles wohl ganz einfach überspielen. Schockierender war dann noch die Tag-Team-Formation mit seinem Villain-Kumpel Howard Lederer in diesem Jahr.

Egal was man darüber denken mag, Ferguson kann auf eine starke WSOP zurückblicken. Er brach den Cashrekord der WSOP, schaffte es an zwei Finaltische und führt aktuell im Rennen um den Titel WSOP Player of the Year.

Das POY-Punktesystem sorgte ohnehin schon für Gesprächsstoff, doch das einer der unbeliebtesten Protagonisten der Pokerwelt dieses durch Mincashes auch noch anführt, ist für viele kontrovers.

Klar waren einige Spieler sauer, andere nahmen das Ganze jedoch mit Humor. Dem 'Player of the Year'-Titel der WSOP verhelfen diese Umstände jedoch sicherlich nicht zu einem besseren Renommee.

Was war euer Lieblingsmoment aus Vegas in diesem Jahr? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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