Main-Event-Finalist von Stakinggruppe verklagt

Einmal mehr werden wir darin erinnert, dass man bei einem Stakingdeal vorab alle Eventualitäten abklären sollte, nachdem ein Konflikt rund um das WSOP Main Event nun vor Gericht ausgetragen wird.

Nick Marchington
Nick Marchington

Der 21-jährige britische Profispieler Nick Marchington holte sich mit seinem 7. Platz im WSOP Main Event in diesem Jahr ein Preisgeld von $1.525.000 (steuerfrei), könnte nun aber einen Teil davon verlieren.

David Yee und Colin Hartley von C Biscuit Poker Staking haben in einem Gericht in Nevada Klage gegen Marchington eingereicht und verlangen 10% des Gewinns sowie Schadensersatz. Im Vorfeld hatte Marchington den beiden 10% seiner Anteile im Main Event und in einem $5.000-Event der WSOP verkauft, kurz vor dem Start der Turniere jedoch die Stakingvereinbarung mit den beiden per Textnachricht aufgehoben.

Marchington hatte dabei signalisiert, dass er Backer gefunden hätte, die gewillt waren, ihn beim Main Event mit einem höheren Markup von 1,7 zu staken anstatt der 1,2 von Yee und Hartley. Trotz der vorherigen Absage hat Marchington den beiden dann aber einen Beleg für das $5.000-Turnier geschickt und bestätigt, dass er das Staking für dieses Event aufrechterhalten wollen würde. Für das Main Event gab es diese Bestätigung aber nicht.

Aufhebung des Deals vor Turnierbeginn?

Am 3. Juli, der Tag vor seinem Start beim Main Event, hat Marchington seinen Backern dann erklärt, dass er die Vereinbarung für das große Finale der WSOP aufheben würde, worauf sich die beiden Parteien dann über eine Rückzahlung der $1.200 für das Event austauschten. Laut Lee und Hartley soll Marchington versucht haben das Geld am 5. Juli zurückzuerstatten, am Tag nach seinem Start an Tag 1B.

Das Caesars hat nun $152.000 von Marchingtons Gewinn einbehalten, bis der Disput geklärt ist. Die entscheidende Frage beim Konflikt ist, ob ein Spieler das Recht hat, eine Stakingvereinbarung noch kurz vor dem Turnierstart aufzuheben und ob in solch einem Fall auch das Geld an die Backer zurückgezahlt werden muss, bevor das Turnier begonnen hat. Zudem ist fraglich, ob Lee und Hartley überhaupt die eingereichten Ansprüche stellen können, wenn es so scheint, als hätten sie der Aufhebung der Vereinbarung zugestimmt und sich mit Marchington über die Rückzahlung des Geldes ausgetauscht.

Erstmals wurde Nick Marchington mit der Klage konfrontiert, als er die Auszahlung seines Gewinns beim WSOP Main Event veranlassen wollte. Zuvor hatten Yee und Hartley aber bereits ihrem Ärger über den britischen Profi bei 2+2 Luft gemacht und ein negatives Review in einem Stakingthread hinterlassen.

Wer noch etwas mehr in den Streit hinabtauchen will, kann einen Blick auf einen umfangreichen Ablauf der Ereignisse bei FlushDraw.net werfen.

Die Pokercommunity ist bei der Frage gespalten, wer in diesem Fall im Recht ist. Es bleibt abzuwarten, wie ein ordentliches Gericht in Nevada über den Vorfall entscheidet.

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Kommentare (6)

Neueste zuerst
  • LEman06

    #1

    ---------------------fürstlich--------------------------
  • MarcoH171

    #2

    fürste er sich
  • Homsii

    #3

    rigged
  • Dschaaan

    #4

    Ehrenmann
  • sowhat82

    #5

    Überall regen sich alle über die Staker in diesem Fall auf. Aber das Thema: ich steh zu meinem Wort wenn ich einen Deal zusage ist in der Pokerwelt auch immer weniger wert. Deshalb ist das Staking Forum tot
  • the_typhoon

    #6

    @#5 agree!