Nationale Märkte diskutieren Aufhebung der Abschottung

Behörden der größten europäischen Märkte haben Gespräche über die Auflösung nationaler Abschottung aufgenommen.

Gemeinsamer europäischer Spielerpool

Laut einer Presseerklärung der französischen Regulierungsbehörde ARJEL kam es vergangene Woche zu einem Treffen der nationalen Aufsichtsbehörden der größten europäischen Glücksspielmärkte in Paris.

Neben den Themen "Anti-Geldwäsche, Anti-Terrorismusfinanzierung, Standardisierung und Risikoanalyse von Sportwetten" stand mit Blick auf Online-Poker dabei auch die Einführung eines gemeinsamen Spielerpools auf der Agenda.

Vertreter aus Deutschland, Italien, Portugal, Spanien, Frankreich, Österreich und Großbritannien nahmen an dem Treffen teil. Dabei drängt vor allem die französische ARJEL auf eine zügige Einführung geteilter Marktliquidität für aktuell abgeschottete Märkte, nachdem man bereits zu Beginn des Jahres einen entsprechenden Gesetzesentwurf im französischen Senat eingebracht hatte, der mittlerweile auch verabschiedet wurde.

"Abschottung war ein Fehler"

ARJEL

Neben der ARJEL haben mittlerweile auch die Regulierungsbehörden in Spanien und Italien eingestanden, dass die Abschottung der nationalen Märkte "ein Fehler gewesen" sei. Einer der Hauptgründe für den Umschwung ist, dass man deutlich weniger Steuern als prognostiziert einnehmen konnte. Grund dafür ist, dass die nationalen Märkte aufgrund höherer Kosten im Vergleich zu den unregulierten .com-Märkten deutlich unattraktiver für die Spieler sind.

Natürlich wird ein gemeinsamer Markt nicht über Nacht zustande kommen und weitere Verhandlungen der Behörden sind bereits für das kommende Jahr geplant. Eine der größten Hürden, die es dabei zu überwinden gilt, ist die unterschiedliche Besteuerung in den entsprechenden Märkten.

Was die Verhandlungen für den nach wie vor unregulierten deutschen Markt bedeuten, bleibt abzuwarten. Voraussichtlich wird zunächst ein geteilter Spielerpool der regulierten Märkte in Frankreich, Italien und Spanien angestrebt. Dennoch sollen laut ARJEL auch Vertreter aus Deutschland an dem formlosen Treffen in Paris mitgewirkt haben.

Aus Sicht der Spieler ist jedenfalls zu begrüßen, dass man auch von behördlicher Seite mittlerweile realisiert hat, dass eine Abschottung von Online-Pokermärkten mit geringer Liquidität, umfassenden Einschränkungen und hoher Besteuerung unausweichlich zu einem unattraktiven Angebot führt.

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Kommentare (13)

Neueste zuerst
  • zetec

    #1

    nice
  • FollowTheSmartMoney

    #2

    Das wäre ja was ... alle wieder im Teich :)
  • hanz007

    #3

    Instant +4bb/100
  • FinalTableTillus

    #4

    one tiiiiime

    ich vermisse die südländer :*)
  • Bierwampe

    #5

    Anti-Terrorismusfinanzierung, lächerlich. Der Terror kann im Moment für jeden Scheiß herhalten. Die Verantwortlichen sollen erst mal aufhören, permanent Waffen in die Krisengebiete zu liefern. Dann hat sich das mit dem Terror ganz schnell erledigt.
  • HoTsTePPa

    #6

    Das hätten die sich vorher an zehn Fingern abzählen können. Ist doch logisch. Die Kosten steigen und die Einnahmen bleiben gleich.
    Und von wegen einiges Europa. Das gibts nur, wenn es den Großen nützt. Aber man kann nicht mal über Grenzen in Europa hinweg ein Onlinespiel spielen.
    In den USA ist es auch lächerlich. Partypoker New Jersey, PartyPoker Nevada etc pp.
    In Deutschland gibts dann demnächst Partypoker Sachsen, Partypoker Friesland und Partypoker Hintertutlingen
  • Aibetucrai

    #7

    Die argumentationsweise ist wieder typisch. Rein profitorientiert sonst bewegt sich nichts. Btw wurde doch genau das damals auch oft so vorhergesehen,dass die höheren Kosten zu sinkenden Einnahmen führen. Jetzt hat man reglementiert was sicher auch einiges an Kohle gekostet hat und macht es jetzt wieder rückgängig was wieder Kohle kostet,um genau da zu landen wo alles anfing. Regulierungswahnsinn AT its Best. Irgendwann sollte man den Markt einfach mal regeln lassen
  • Aibetucrai

    #8

    Trotzdem natürlich insgesamt positive Entwicklung.

    Wieviel Jahre ist Poker jetzt eigentlich schon tot? <3
  • Paxis

    #9

    One Time pls!
  • Kalinka8425

    #10

    Warten wir es mal ab: Das wird eh wieder nichts, weil irgendeine dumme EU Richtlinie oder ein staatlicher Glücksspielvertrag wieder mitreden wollen.
  • 4nGeL

    #11

    Da used er sein One Time! Weise! :D
  • ETBrooD

    #12

    Was höre ich da? Freier Markt regelt sich also selbst und zuviel staatliches Eingreifen bringt keinen zusätzlichen Gewinn? So eine Überraschung, das hätte ich nie gedacht. Das ist ja fast so als ob Logik funktionieren würde.
  • thefishneedshelp

    #13

    Scheinen in den Behörden nicht viele mit Verständnis für Märkte zu haben. Weiß doch jeder, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.