Norwegen zieht striktere Regulierung in Betracht

Schlechte Nachrichten für die norwegische Poker-Community, denn die ohnehin schon strengen Regeln für Anbieter sollen noch einmal gestrafft werden.

Norway Poker

Die norwegische Glücksspielbehörde (Lotteritilsynet) plant die Konkurrenz der staatlichen Anbieter Norsk Tipping und Norsk Rikstoto weiter einzuschränken.

Norwegens Arbeiterpartei, Christliche Volkspartei, Sozialistische Linkspartei sowie die Zentrumspartei legten einen gemeinsamen Entwurf vor, der das Werben für nicht lizenzierte Webseiten stärker begrenzen soll. Ebenso soll die Glücksspielbehörde Einsicht in die Konten nicht lizenzierter Anbieter nehmen und ausländische Angebote mittels IP-Blocking ausgeschlossen werden können.

Mitte nächsten Monats will sich das Parlament mit dem Entwurf auseinandersetzen, bis zum 15. August muss dann eine Entscheidung getroffen werden.

Das staatliche Unternehmen Norsk Tipping bietet Lotterien, Automaten- und Casinospiele an, jedoch kein Poker. Sollte man sich für das neue Gesetz entscheiden, so hätten die norwegischen Pokerspieler keine Möglichkeit mehr auf legale Angebote zurückzugreifen. Poker unterliegt im Land bereits so starken Repressalien, dass die Norwegian Poker Championships außerhalb des Landes ausgespielt werden. Im letzten Monat gab es ebenfalls Razzien in Privatrunden.

Norsk Tipping spendet einen Teil seiner Profite. Im letzten Jahr erwirtschaftete der Anbieter NK5,25 Milliarden ($665 Millionen).

Global gesehen können wir also nicht von einer guten Woche für Poker sprechen. Auch die chinesische Regierung geht stärker gegen Online-Poker vor, sodass einige vom 'Chinese Black Friday' sprechen.

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