Phil Ivey soll dem Borgata bis zu $15 Millionen schulden

Das Casino aus Atlantic City glaubt, 2012 von Ivey zu unrecht um $10 Millionen erleichtert worden zu sein. Nun fordert man weitere $5 Millionen für entstandene Schäden.

Phil Ivey

Für Phil Ivey brechen die schlechten Nachrichten einfach nicht ab. Erst letzten Monat wurde entschieden, dass Ivey zwar nicht betrogen haben soll, aber dennoch seinen Spielvertrag mit dem Borgata Casino in Atlantic City verletzt hat.

Diese Vertragsverletzung schätzt das Borgata auf eine Summe von ca. $10,1 Millionen ein. Dazu sollen weitere Kosten in Höhe von $5,4 Millionen für "erwartete Schäden" kommen. Der Betrag basiert auf der Gewinn-Verlust-Rechnung des Casinos, wenn Ivey während seiner vier Besuche im Jahr 2012 ohne Edge-Sorting gespielt hätte.

Die atemberaubende Einschätzung, besonders im Bezug auf die Schäden, bezieht sich auf die Berechnung, dass eine durschnittliche Wette von $56.000 ohne Edge-Sorting einen Verlust in Höhe von $5,4 Millionen generiert hätte.

Ähnlich wie beim Fall mit dem Londoner Crockfords Casino, wird er also des Edge-Sortings beschuldigt. Dieses Mal spielte Ivey jedoch Baccarat und nicht Punto Banco. Weder Ivey noch seine Partnerin Cheng Yin Sun haben zu irgendeinem Zeitpunkt die Karten angerührt. Sie sollen den Dealer jedoch darum gebeten haben, die Karten in einem bestimmten Winkel zu halten, um Fehler am Deck im Licht sehen zu können.

Was haltet ihr von dieser Summe für "erwartete Schäden", welche das Casino nun fordert?

Kommentare (10)

Neueste zuerst
  • lui69

    #1

    Was haltet ihr von dieser Summe für "erwartete Schäden", welche das Casino nun fordert?


    Geile Rechnung :D
  • 4thePORSCHE

    #2

    will er vom casino etwa mitleid erwarten. die probieren ihn genau so maß zu nehmen, wie er es mit ihnen machen wollte. und das nicht weil sie da was persöblich nehmen, sondern weil es das ist was sie machen. halt so wie er probiert sich jederzeit was zu ergaunern. es ist wie mit dem skorpion und dem frosch.
  • extrapartner

    #3

    Die wollen also Kohle von ihm, die sie zwischenzeitlich an ihn hätten auszahlen müssen, wenn er weiterhin mit edge sorting gewonnen hätte?
  • Spielratte

    #4

    Die Rechnung ist völlig absurd – Phil Ivey hätte ohne Edge-Sorting gar kein Baccarat gespielt, weil es -EV gewesen wäre. Daher kann man ihm die zu erwartenden Verluste auch nicht in Rechnung stellen, das ergibt doch keinen Sinn. Dass das durchgeht, würde mich beim amerikanischen Rechtssystem aber nicht weiter wundern.
  • Divinitas82

    #5

    Da gebe ich dir recht
  • Krupsinator

    #6

    @3
    Nee wenn ich das richtig verstehe wollen sie quasi, dass er zahlt was er verloren hätte (ihnen also als Gewinn entgangen ist), wenn er ohne Edge Sorting gespielt hätte.
  • mschwiko

    #7

    so kann man natürlich als casino JEDEN gewinn vermeiden.

    man lässt mit einem deck spielen das irgendwelche ganz kleine fehler aufweisst und JEDER der gewinnt hat betrogen und alle die verlieren haben ehrlich gespielt....so stelle ich mir eine sichere einnahmequelle vor.
    unfassbar wie gerichte so entscheiden können...

    auch ohne edge sorting kann man gewinnen und wenn ich es richtig verstanden habe wurde Baccara gespielt, da bin ich nun kein experte, aber hält da nicht immer ein spieler die bank? und die spieler spielen untereinander...das casino müsste also das gewonnene geld von Ivey an die anderen spieler zurückzahlen, die das verloren haben...
  • Spielratte

    #8

    @mschwiko:

    Es besteht ein Unterschied darin, ob du Fehler in einem Deck zufällig bemerkst und dir dadurch einen Vorteil verschaffst oder ob du – wie Ivey – im Vorfeld weißt, dass ein Deck Fehler aufweist und dir eine private Spielumgebung schaffst, um das Casino um so viel Geld wie möglich zu erleichtern. Das grenzt beinahe an Betrug, weil du die Spielregeln veränderst, ohne den anderen Spielteilnehmer darüber in Kenntnis zu setzen. Wie man das verteidigen kann, nur weil es sich um Phil Ivey handelt, ist mir ein Rätsel.

    Dass das Casino ihm jetzt eine absurde Geldsumme in Rechnung stellt, die er angeblich ohne Edge-Sorting verloren hätte, ist wiederum vonseiten des Casinos reichlich absurd. Da habe ich genauso wenig Verständnis für.

    Von Baccarat habe ich auch keine Ahnung, ich höre nur immer wieder, dass es sich um ein Glücksspiel handelt. Soweit ich weiß, hat Ivey auch gegen das Casino gespielt, da waren außer seiner Partnerin keine anderen Spieler anwesend. Allerdings kenne ich die Spielregeln von Baccarat nicht, daher kann ich dazu auch keine Aussagen treffen.
  • mcmurphy1

    #9

    hat er seine poker erfolge auch geedged?
  • waster1

    #10

    Nur seine Pokererfolge auf Fulltilt hat er sich nicht ehrlich geholt, weil er immer gefreerollt ist, wie Gus Hansen, der hat die Kohle aber immer schön verloren :-)