Schleswig-Holstein: Bereits 28 Anbieter an Glücksspiellizenzen interessiert

Schleswig-Holstein als Las Vegas des Nordens? Nach der Öffnung des Glücksspielmarktes haben bereits zahlreiche Wettanbieter angefragt, weitere sollen folgen. Die Landesregierung ist zufrieden, die Opposition nicht.

Bereits 28 Interessenten gibt es den Lübecker Nachrichten zufolge an den neuen Lizenzen für Glücksspielangebote im Internet. Die schleswig-holsteinische Landesregierung hatte im Zuge der durch europäische Gerichtsurteile erzwungenen Neuerung des Glücksspielstaatsvertrags zu einem Alleingang angesetzt und Beschränkungen für Vertrieb und Werbung von Online-Glücksspielen weitgehend aufgehoben. Konkrete Namen sind bislang allerdings nicht bekannt.

Die regierende Landes-CDU ist über diese Resonanz hoch erfreut und sieht sich in ihrem Glauben bestärkt, dass die Anbieter im Gegenzug für einen legalen Markt bereit sind, entsprechende Steuern zu zahlen.

Andere Bundesländer unter Zugzwang und mit Kritik

Kritik kommt hingegen von der Opposition sowie anderen Bundesländern. Letztere werden mit der aktuellen Regelung stark unter Zugzwang gesetzt, wollen sie ebenfalls von den zusätzlichen Steuereinnahmen der Glücksspielbranche profitieren. Die Landesregierung des nördlichsten Bundeslands ist an einer länderübergreifenden Regelung interessiert.

Zu den aktuell 28 offiziellen Interessenten zählt bwin noch nicht. Das Unternehmen wolle erst noch auf eine Konkretisierung der Lizenzbedinungen warten, sagte ein bwin-Offizieller gegenüber den Lübecker Nachrichten. Das Signal dieser Resonanz aber ist eindeutig: Viele Betreiber von Glücksspiel- und Pokerangeboten sind an Lizenzen in einem geöffneten deutschen Markt sehr interessiert.

Bislang operieren sie aus dem Ausland mit Billiglizenzen. Die schleswig-holsteinischen Lizenzen sollen ebenfalls nicht viel Geld kosten, es ist aber eine Steuer auf den Gewinn der Glücksspielbetreiber in Höhe von 20 Prozent geplant.

Unsere bisherigen News zum Thema:

FDP Sachsen plädiert nun für das schleswig-holsteinische Glücksspielgesetz (27. Septembter 2011)
Glücksspielgesetz in Schleswig Holstein: Eine Analyse (14. September 2011)
Glücksspielgesetz in Schleswig Holstein angenommen (14. September 2011)
EU-Kommission lehnt Entwurf zum Glücksspielstaatsvertrag ab (21. Juni 2011)
Entscheidung zu Glücksspielstaatsvertrag verschoben (10. Juni 2011)
Europäische Union bittet um Meinungen zum EU-Glücksspielmarkt (03. Juni 2011)
Der Gegenentwurf aus Schleswig-Holstein im Detail (14. April 2011)

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Kommentare (27)

Neueste zuerst
  • BurneyGumble

    #1

    WARUM HIER KEINER FÜRSTET HAB ICH GEFRAGT?
  • PokerPaulMainz

    #2

    hast du doch, du kleiner scherzkeks
  • marzelz

    #3

    thürd
  • derf0s

    #4

    richtig gut!
  • B4LLU

    #5

    ich seh es schon kommen.... bald müssen wir dann auch unsere pokerkonten vorm fiskus offenlegen! :/
  • Spanielo

    #6

    [] 5 hat es verstanden
  • xNorev

    #7

    [] 5 & 6 sind mir sympathisch
  • MITStudent

    #8

    [x] 5,6 & 7 haben alle das kreuz vergessen
  • ChrisK99

    #9

    [] 1,2,3,4,5,6,7,8&9 sind sinnvolle Kommentare ;)
    Sorry, wollte einmal im Leben auch spammen. ;)
  • longdistancerunner

    #10

    Da hat Peter Harry Potters Verein ja doch ma wat ordentlich gemacht. Werde sie trotzdem nicht wählen^^
  • kamikaze787

    #11

    @5 denke sowas kommt nicht und erst recht nicht bald! ;)
  • sylverm00n

    #12

    @5 Musst Du Gewinne aus einem Live-Spiel (im Casino) in Deiner Steuererklärung angeben?
  • sylverm00n

    #13

    Oder einen Lottogewinn?
  • xNorev

    #14

    [] 9 hat das spammen gelernt

    btw: steuer für glücksspielbetreiber = höherer rake für uns? :D
  • Krupsinator

    #15

    Ich gehe davon aus, dass der Rake dann höher wäre bzw. ich würde mich extrem wundern, wenn ers nicht wäre :D
  • Asaban

    #16

    @15: Afaik ist eine Abschottung des Marktes nicht vorgesehen. Wie sollte also eine Rakeerhöhung realisiert werden? Höherer Rake für alle Spieler erscheint mir unwahrscheinlich. Ich denke, dass die Gewinne an deutschen Spielern hoch genug sind um 20% davon abzugeben ohne dabei die Geschäftsgrundlage zu gefährden. Ganz im Gegenteil dürfte der zu erwartende Gewinn durch die Möglichkeit zur Werbung sogar steigen - und das auch trotz der Steuer.

    Meine Meinung obv
  • Krupsinator

    #17

    Also es wird doch immer gesagt, dass damals ein Mann von Stars gesagt hat (auf irgendeinem Black Member Event), dass bei einer Steuer definitv der Rake erhöht werden würde und es wurd afaik sogar gesagt, dass es technisch möglich wäre den Rake auch ohne Abschottung zu erhöhen, indem einfach Deutschen mehr Geld aus dem Pot genommen wird als anderen.
    Ob eine Abschottung vorgesehen ist, ist afaik noch nicht klar, dadurch das immer Poker und Sportwetten bei dem Gesetz in einem Zug genannt werden, ists ja eh schwierig die für Pokerspieler wirklich interessanten Punkte rauszufischen.

    Aber gut, wir werden sehen. Klar, keine Rakeerhöhung wäre mir auch am liebsten.
  • limpinbarney

    #18

    @Krups
    Und wie soll das bei Dealt Rake ablaufen? Zahlen wir jetzt den SN Status für die anderen? Imo muss Stars dann auf WC Rake umstellen.
  • Naems

    #19

    Es wird Rakeerhöhung geben. Genau wie in Italien und Frankreich.

    Desweiteren ist ein offener Markt nur bedingt gut.
    Wenn es bei uns deutschen so fishy zugeht, werden ausländische Regs gerne mit mischen. Andersrum wird ein französischer Fish sicher nicht auf die Idee kommen, bei Pokerstars.ger mit zu spielen, sondern eben nur dort wo in seinem Land Werbung gemacht wird.

    Deshalb ist eine Abschottung wahrscheinlich sogar von Vorteil
  • clemideluxe

    #20

    @krupsinator:
    "Also es wird doch immer gesagt, dass damals ein Mann von Stars gesagt hat (auf irgendeinem Black Member Event), dass bei einer Steuer definitv der Rake erhöht werden würde und es wurd afaik sogar gesagt, dass es technisch möglich wäre den Rake auch ohne Abschottung zu erhöhen, indem einfach Deutschen mehr Geld aus dem Pot genommen wird als anderen.
    Ob eine Abschottung vorgesehen ist, ist afaik noch nicht klar, dadurch das immer Poker und Sportwetten bei dem Gesetz in einem Zug genannt werden, ists ja eh schwierig die für Pokerspieler wirklich interessanten Punkte rauszufischen.

    Aber gut, wir werden sehen. Klar, keine Rakeerhöhung wäre mir auch am liebsten."
    wie soll das in deinen augen bei turnieren und sng´s funktionieren?höhere entry fees für deutsche?10% für den deutschen und 7% für den spanier die das selbe sng zocken?schwer vorstellbar.
  • kslate

    #21

    Ich quitte dann mal Poker...
  • Moenogle

    #22

    Zahlen wir dann auch mehr Rake, um hier den gleichen Content nutzen zu koennen? Oder gleicht das Finanzamt das irgenwie aus? ;-)
  • camaro3377

    #23

    So langsam bekommt man das Gefühl, dass der Status Quo gar nicht mal so schlecht ist.
    Was in SH am Ende übrig bleibt, muss man mal sehen. Offenbar würde ja die Opposition das Gesetz sofort kippen.
  • Brounxin

    #24

    kriegt der deutsche halt weniger punkte! Ist das nicht recht simpel?
  • Schorni59

    #25

    Das System wird eh nicht funktionieren wenn irgendwann jedes Land was vom Kuchen abhaben will...da wird man um eine Rakeerhöhung wohl nicht drumrum kommen...
  • Krupsinator

    #26

    Wäre ja theoretisch kein Problem wenn der Deutsche für SNGs mehr Rake bezahlt als andere. Beim Cashgame ebenso. Beim Cashgame würden dann allerdings wirklich entweder die anderen mitprofitieren vom deutschen Rake oder was wahrscheinlicher ist, auf den Steuerteil des Rakes gibts kein Rakeback und es wird auch nicht angerechnet.
    Kompliziert wärs wohl, aber ich hab mal gehört, dass es technisch wohl kein übermäßiges Problem wäre.
  • pokercrack56

    #27

    Am besten den Rake in der Steuererklärung am Jahresende angeben und Rakeback vom Staat erhalten!!!