Totalausfall in drei Poker-Netzwerken

Technische Serverprobleme haben in der letzten Woche America's Cardoom, partypoker und letzte Nacht nun auch PokerStars heimgesucht, sodass mehrere Turniere abgebrochen werden mussten.

Das in den USA betriebene America's Cardoom und der global agierende Anbieter partypoker sahen sich in der vergangenen Woche Distributed-Denial-of-Services-Attacken ausgesetzt, wodurch es zum Abbruch mehrerer Turniere kam, die bereits gestartet waren. Eine DDoS-Attacke ist ein absichtlicher Versuch von Dritten ein Netzwerk zu überlasten und die jeweiligen Server in die Knie zu zwingen.

Der Geschäftsleiter von partypoker Tom Waters hatte sich öffentlich für den Ausfall entschuldigt und gab zu den Attacken vom 9. August folgende Stellungnahme ab:

"Die bedauerlichen Ereignisse vom 9. August waren verständlicherweise sehr frustrierend für unsere Spieler. Nach reifer Überlegung haben wir entschieden die betroffenen Turniere zunächst zu pausieren und in der Folge letztendlich abzubrechen. Unser Team hat hart daran gearbeitet, die wesentlichen Probleme zu lösen. Als Pokerspieler selbst wissen wir, wie frustrierend es sein kann, wenn ein Online-Pokerraum technischen Schwierigkeiten ausgesetzt ist, und wir wissen das erhebliche Ausmaß an Geduld und Verständnis sehr zu schätzen, das uns von unseren Spielern in Anbetracht der Probleme entgegengebracht wurde."

Vergangene Nacht, direkt im Laufe der Sunday Majors, kam es nun auch zu einem Ausfall der PokerStars-Server. Das ist zwar ein seltener Vorfall beim weltweit größten Anbieter, aber generell nicht ungewöhnlich innerhalb der globalen Pokerindustrie. Seltsamerweise waren Spieler in Belgien, Rumänien, Bulgarien und der Tschechischen Republik jedoch nicht vom Ausfall bertoffen und konnten mehr als eine Stunde lang die Chips von getrennten Spielern einsammeln.

Die Turniere wurden in der Folge abgebrochen und Spieler gemäß der üblichen Abbruchsregelung von PokerStars automatisch kompensiert, das heißt, die Spieler aus Belgien, Rumänien, Bulgarien und der Tschechischen Republik befanden sich an der Spitze des Chiprankings und erhielten dadurch den Löwenanteil am Preispool.

Der Vorfall ist womöglich aber noch nicht abgeschlossen, da man auch vonseiten PokerStars erst am heutigen Montag richtig darauf reagieren kann, sodass nach einer detaillierten Überprüfung auch eine andere Form der Kompensierung möglich erscheint. Ob es sich bei den Ereignissen in der vergangenen Nacht ebenfalls um eine DDoS-Attacke gehandelt hat, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.

Wie in anderen Bereichen kommt es auch in der Pokerszene immer mal wieder zu Attacken dieser Art und zu generellen Serverproblemen, das Timing hätte für PokerStars und partypoker in diesem Fall jedoch besser sein können, hat man doch gerade erst eine WCOOP mit $116-Millionen-Preispool und ein Powerfest mit $60-Millionen-Preispool für den nächsten Monat angekündigt.

Haben euch die Serverausfälle persönlich betroffen? Welcher Art der Kompensierung wäre die fairste? Wir freuen uns auf eure Meinung!

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Kommentare (7)

Neueste zuerst
  • yraldao

    #1

    Vier Länder nicht davon betroffen, so ein "Zufall" aber auch...
  • Pokerfox68

    #2

    Aber Belgien passt doch so mal gar nicht zu den anderen Ländern! Haben da die Hacker einen Fehler gemacht?
  • SanjaS184

    #3

    War dabei 🤣
  • SanjaS184

    #4

    Belgier, Rumänen, Czeschen haben abgeräumt bei pokerstars gestern
  • extrapartner

    #5

    Gar keine Erwähnung, das Pokerstrategy inzwischen ein dauerhafter Totalausfall ist?
  • Jignavo

    #6

    dass
  • extrapartner

    #7

    Tut mir außerordentlich leid. Ich hoffe, dass du Nachsicht walten lässt. Der Fauxpas kommt auch nicht wieder vor.