Urteil: Bracelet-Gewinner Jens Vörtmann muss Umsatzsteuer nachzahlen

Der deutsche Mixed Games Spezialist muss nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster Umsatzsteuer für die Jahre 2006 und 2007 nachzahlen, da er mit seiner Pokertätigkeit ein Unternehmen betrieb und nachhaltige Gewinne erzielte. Die Revision ist möglich.

Nahezu unbeachtet von der Öffentlichkeit fällte das Finanzgericht Münster am 15. Juli 2014 ein Urteil gegen den Pokerspieler Jens Vörtmann, jetzt wurde die Urteilsbegründung auf der Homepage des Gerichts veröffentlicht.

Jens Vörtmann war seit 2007 Full Tilt Pro und gewann 2008 ein WSOP-Bracelet im H.O.R.S.E., mit einem Preisgeld von $298.253. Außerdem spielte er als erster Deutscher in einer Folge "Poker After Dark" mit und gewann im Heads-Up gegen Phil Hellmuth. Das Preisgeld betrug $120.000, die Sendung wurde 2010 ausgestrahlt.

Steuerprüfung durch das Finanzamt

Diese Erfolge und sein Auftreten in der Öffentlichkeit weckten auch das Interesse des Finanzamtes. Nach einer umfangreichen Prüfung stellte es Anfang 2009 fest, dass Vörtmann "Berufspokerspieler" sei, der mit seiner Spieltätigkeit wie ein Unternehmer am Markt agiere. Dafür spreche die Höhe seiner erzielten Gewinne, die Aufgabe seines Arbeitsverhältnisses und sein überregionaler Bekanntheitsgrad, der für einen Berufsspieler wichtig sei.

Deshalb müsse er für die Zeiträume 2004 bis 2007 Umsatzsteuer nachzahlen. Da er keine Unterlagen und Belege vorbringen konnte, wurde sein Umsatz geschätzt. Vörtmann legte Klage gegen die Bescheide ein, 2012 einigten sich beide Parteien, für die Jahre 2004 und 2005 die Kleinunternehmerregelung anzuwenden und Vörtmann von der Umsatzsteuer zu befreien. Der Streit um die Jahre 2006 und 2007 landete vor dem Finanzgericht Münster.

Vörtmann argumentierte, dass er kein Profi sei und seine Gewinne privat erzielt habe. In den Streitjahren habe er weder Werbegagen noch Antrittsgelder für die Teilnahme an Turnieren bezogen. Außerdem spielte er auch in den folgenden Jahren regelmäßig Turniere und Cash Games und machte nach eigenen Angaben jedes Jahr Verluste.

Gericht sieht Vörtmann als Unternehmer an

Das Gericht wies die Klage ab. Vörtmann habe in einem Zeitraum von mindestens neun Jahren, nämlich von spätestens 2004 bis mindestens Ende 2013, an Pokerturnieren sowie Cash Games teilgenommen, mit dem Ziel Entgelte in Form von Preisgeldern zu gewinnen. Es sei dabei unerheblich ob er Werbegagen erzielte. Und auch dass er in den folgenden Jahren Verluste erzielte, sei umsatzsteuerrechtlich unbeachtlich.

In dieser Zeit habe er seine Handlungsweise darauf ausgerichtet, regelmäßig an Pokerturnieren und Cash Games über das Internet teilzunehmen. "Wie ein erfahrener Marktteilnehmer beherrschte der Kläger die Usancen der von ihm ausgeübten Tätigkeit als Kartenspieler" und durfte deshalb "im Gesamtergebnis mit einem Spielerfolg und damit mit der Erzielung von Einnahmen rechnen."

Vörtmann gab 2005 seine Arbeitsstelle auf, um sich nach eigenen Angaben besser um seine kranke Frau kümmern zu können. Das Gericht interpretierte diese Entscheidung als Schritt zum hauptberuflichen Pokerspieler und greift dabei auch auf ein Interview mit PokerOlymp zurück, in dem sich Vörtmann selbst als Pokerprofi bezeichnete.

Auch die Tatsache, dass er Shares an seinen Turnieren verkaufte, legte ihm das Gericht als professionelles Verhalten aus. Zusammen mit der Höhe der Umsätze kommt es letztlich zu dem Schluss, dass Vörtmann eine unternehmerische Tätigkeit betrieb, die auf dem Schneeballprinzip beruhte.

Höhe der Umsatzschätzung war rechtens

In der weiteren Urteilsbegründung geht es auch um die Höhe und Rechtmäßigkeit der Umsatzschätzung durch das Finanzamt. Vörtmann konnte seine Einnahmen und Ausgaben nur aus dem Gedächtnis rekonstruieren, jedoch nicht mit Belegen über Reisekosten, Quittungen über eingezahlte Startgelder, usw. nachweisen.

Wie auch schon Eddy Scharf in seinem Gerichtsverfahren, beruft sich Vörtmann auf die damals und immer noch anhaltende unsichere Rechtslage zur Besteuerung von Pokerprofis. Da es lange Rechtspraxis gewesen sei, Pokergewinne als Glücksspielgewinne nicht zu versteuern, habe er auch keine Belege aufbewahrt.

Dem widerspricht das Gericht. Gerade wenn die Rechtslage unklar oder verworren sei, dürfe man sich nicht auf einen Rechtszustand verlassen. Die Pflicht zur Beweisführung und ordentlichen Buchführung treffe allein Vörtmann. Da keine überprüfbaren Unterlagen vorliegen, muss das Finanzamt die Umsätze schätzen und darf "die Schätzung am oberen Rand des Schätzungsrahmens vornehmen". Für die beiden Streitjahre setzte es die Umsätze auf 26.460 € und 61.000 € an.

Das Gericht hat die Revision zugelassen, da noch nicht höchstrichterlich geklärt ist, welche Voraussetzungen einen Pokerspieler zu einem Unternehmer machen.

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von Volker Rueß

Kommentare (69)

Neueste zuerst
  • SniffvsSnaf

    #1

    Was das Unternehmen verdammt nochmal verkauft hat, will der Förster wissen!!!
  • F1shersFr1tZ

    #2

    Wofür da Umsatzsteuer gezahlt werden soll möchte ich auch mal wissen. Muss ich dann demnächst jemandem den ich gestackt habe ne Rechnung schreiben? Dann müsste ich die Umsatzsteuer aber noch nachfordern. WTF?
  • Cleo0815

    #3

    Es lebe die deutsche Bürokratie
  • Tackleberry

    #4

    Haha, das ist ja wohl eine Farce! Einkommensteuer, ja, keine Frage - wenn es denn endlich mal geregelt würde - aber Umsatzsteuer?! Umsatzsteuer wird auf entgeltliche Leistungen erhoben - was war denn die entgeltliche Leistung in diesem Fall?
  • gammastrahler

    #5

    Umsatzsteuer
  • deadrunning

    #6

    lol Umsatzsteuer...
  • dNo84

    #7

    1 men armee als unternehmen :)
  • Questionmark

    #8

    ohne worte
  • praios

    #9

    ja good old germany das mit dem schneeballsystem zeigt auch wieviel ahnung die leute haben die hier über existenzen entscheiden dürfen. weiterhin sieht man das sie nciht nur keine ahnung haben sondern sich auch nciht mit der materie auseinander setzen oder zu dumm sind es zu verstehen
  • ETBrooD

    #10

    Gott, lass Hirn regnen...
  • Krach-Bumm-Ente

    #11

    müsste man nicht erwarten, dass sich ein richter auf eine logische argumentation einlassen kann und dann klar ersichtliche sachverhalte versteht? oder haben vörtmann und verteidigung so schlecht argumentiert?
  • C4LL4LL79

    #12

    So ist richtig!
  • SniffvsSnaf

    #13

    Sieht wohl so aus, dass ich jetzt ein paar tausend Rechnungen an die Firma Pokerstars raushauen muss - morgen gehts los!:

    Rechnungsvorlage Pokerstars:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich freue mich, das sie wiedereinmal meine Dienste als Spieler bei der Abwicklung ihres Sit und Gos in Ansspruch genommen haben. Mein Nettohonroar ist diesmal - (ich mein - ich habe den dritten Platz gedienstleistet!) 3,58 Euro. Davon ziehen sie bitte 1,75 Euro ab, das ich in ihrer Firma arbeiten durfte. Auf die restlichen 1,83 Euro entrichten sie bitte noch wie üblich die Umsatzsteuer in Höhe von:

    x,xx Euro und entrichten sie den Gesamtbetrag in Höhe von xx.xx umgehend auf mein bei Ihnen befindliches Firmenkonto.

    Bitte kontaktieren sie mich demnächst bald wieder, wenn sie Hilfe bei der Abspielung ihrer Turbo Sit and Gos benötigen!

    Mit freundlichen Grüßen ihr SniffvsSnaf
    --------------------------------------------------------------------------------------------
    Stop - ich spiele ja nur bei Stars - au Backe Scheinselbstständigkeit droht! Ich geh am besten gleich Montag zum Finanzamt und mach ne Selbstanzeige wegen Scheinselbständigkeit. Wegen Leuten wie mir, werden über Jahre gewachsen Jobstrukturen zerstört. Wer weiss wie viele Sit and Go Abspieler wegen mir schon ihren Job verloren haben...
  • Wustenfuchs

    #14

    Dieser dreckige Räuberstaat. Am sichersten ist man hier wohl als H4-Bezieher. Vollpension vom Staat mitnehmen, schön doof bei der Jobsuche anstellen und seinen Luxus durchs Pokern finanzieren. So sollten es alle machen.

    Aber ist nicht nur als Pokerspieler so. Bin Selbständiger und da hast auch nur Ärger. Von der teuren Krankenkasse angefangen, über die vorauszuzahlenden Umsatzsteuer (die auch nur geschätzt wird), über die Zwangsabgaben an die Kammern bis hin zur Einkommensteuer am Ende des Jahres. Du bist nur am zahlen.

    Der Staat greift bei denen, die was aus ihrem Leben eigenverantwortlich machen wollen, scham- und maßlos ab. Faulenzer, Asylanten oder anderes Gesocks lachen sich doch nur noch über den doofen arbeitenden Deutschen kaputt. Und diese Kinderschänderpartei der Grünen will sogar noch mehr Steuern aus der Leistungselite pressen.

    Ich weiß schon, warum ich mich hier letztes Jahr aus Dummland abgemeldet habe. Und jeder der gesund und intelligent ist, sollte das Land auch verlassen, bis die ganzen Leistungsbezieher unter sich sind und sich gegenseitig umbringen, weil sie nicht mehr wissen wie sie satt werden und das arbeiten verlernt haben.
  • Acryl

    #15

    alle verantwortlich die für das urteil verantwortlich sind sollten verklagt werden
  • DasWodka

    #16

    " an Pokerturnieren sowie Cash Games teilgenommen, mit dem Ziel Engelte in Form von Preisgeldern zu gewinnen"
    no! you dont say
  • Siete777

    #17

    @ Wustenfuchs: Glückwunsch! Du hast es vollbracht, die Dummheit der Richter zu toppen.
  • viktoalia

    #18

    wustenfuchs...land der dichter und denker...aber dazu gehörst du ja nicht...wo lebst denn jetzt?
  • Svarog187

    #19

    da bin ich froh in der schweiz zu leben
  • DoubleBogey

    #20

    Ich würde gerne von dem Richter erklärt bekommen warum hier Umsatzsteuer fällig wird. Muss ich die jetzt auch bald zahlen, wenn ich nen Toto-schein abgebe ?
  • Wustenfuchs

    #21

    @Siete: Weil du es ja komplett anders siehst als ich, lebst du aktuell in welchem Land? Komm zurück, zahl deine Steuern und stelle dich deiner gesellschaftlichen Verantwortung. Ach ne, wenn es ums eigene Geld geht, predigt man Wasser und trinkt Wein. Hast in deinem Leben überhaupt schon mal außer einer Verbrauchssteuer eine Steuer gezahlt? Nein? Dann kannst nicht verstehen, wie es ehrlich arbeitenden Menschen geht. Als Selbständiger stehst wirklich permanent mit dem Finanzamt wegen irgendetwas im Klinsch. Da mutierst irgendwann zwangsweise zu einem Miesepeter wie mich und schimpfst nur noch über alles. Bitte Nachsicht, dass ich mich hier so auskotze. Danke fürs Verständnis.
  • Pashn

    #22

    Was sind Usancen?
  • marcpreu

    #23

    "setzte es die Umsätze auf 26.460 € und 61.000 € an. "??? Inhaltlicher Fehler? Bissl niedrig, oder?
  • jimmy578

    #24

    tja Öffentlichkeit..etc.pp.. ohhwangee )
  • giooo81

    #25

    Die Schweine schon wieder....
  • lui69

    #26

    Schlechte News .. aber da muss doch was du machen sein .. Diese Urteilsbegründung kann nicht wirklich ernst gemeint sein..
  • Maggy28

    #27

    Da man vor Gericht, genau wie bei der Auseinandersetzung mit dem FA, ohnehin immer der Verlierer ist, raten offensichtlich die jeweiligen Anwälte den Spielern sich als Loosingplayer auszugeben. Scheint die einzig sinnvolle Strategie zu sein. Verwundert angesichts solcher Urteile auch nicht. Bei deutscher Bürokratie und Rechtssprechnung ist vernünftige Agrumentationen und Logik offensichtlich völlig Fehl am Platz.

    Ich kann aus eigener Erfahrung Wüstenfuchs Verbitterung verstehen, auch wenn ich vor allem Absatz 3 und 4 nicht teile. Die Leistungsbezieher sind sicher nicht die Schuldigen. Schließlich kann man am Richter in diesem Fall sehr gut sehen, dass Fleiß und eine gute Ausbildung nicht zwangsläufig dazuführen, die einfachsten Dinge zu verstehen. Das kann einem schon Angst machen.
  • ihatewonderbras

    #28

    #4 - entertainment^^ - wie die bürofutzis alle keine ahnung haben, dis is auch der grund wieso in dtl. so viel falsch läuft, theoretiker denken sie wüssten es besser als praktiker - lassen sich aber von lobbyisten bequatschen^^
  • Professorix

    #29

    Was ist denn mit dem § 10d EStG Verlustabzug? Demnach kann man doch zumindest ein Jahr rückwirkend Verluste verrechnen und nach dem Absatz 2: "... sind in den folgenden Veranlagungszeiträumen bis zu einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 1 Million Euro unbeschränkt, darüber hinaus bis zu 60 Prozent des 1 Million Euro übersteigenden Gesamtbetrags der Einkünfte vorrangig vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbeträgen abzuziehen (Verlustvortrag)" Verluste planungssicher abzurechnen.
  • nichtsfuerungut

    #30

    Ab jetzt sollten alle Pokerpros und Leute die sich dafür halten, ihre Einnahmen und Ausgeben fein säuberlich belegen , dann kann man sicher auch für manche Zeiten Verluste gelten machen. Vorausgesetzt man hat auch Gewinne angezeigt. Vielleicht schickt ja Hendon Mob ihre Daten gleich ans Finanzamt. ürde arbeit ersparen.
    Wenn ein Pro dan zuoft Verluste anmeldet geht das Finanzamt von Liebhaberei aus. :-9
    Dann zahlt mal schön eure Steuern
  • wonm123

    #31

    Naja, wir schreien alle, das Poker kein Glückspiel ist, aber wenns ums Steuernzahlen (was jeder muss) soll es anders aussehen?
    Andere zahlen Steuern und ich spiele Poker und bestreite dadurch meinen Lebensunterhalt?
    Warum soll die alte 80jährige Frau steuern auf ihre Rente zahlen, der junde 20jährige Pokerspieler sich aber die Eiern schaukeln?

    Das Urteil ist meines erachtens mehr als korrekt. Hast du Einahmen, dann hast du auch eine Pflicht Steuern zu zahlen. (mir geht es nicht um den Sinn oder Unsinn von manchen Steuern, nur um das "Jedermannsprinzip")

    Auf der anderen Seite öffnet sich aber auch für alle anderen die Möglichkeit, ihre Pokerausgaben steuerlich geltend zu machen.
  • TheeMendez

    #32

    soosoosoo
  • mcmurphy1

    #33

    jaja schön is dat alles nich genausowenig wie die versetzung der kommis unter die Beiträge
  • MastaMANSON

    #34

    #31 ...EInkommenssteuer: ja...aber Umsatzssteuer ???... wenn man die zahlen sollte...macht kein einziger pro mehr geld....
  • deadrunning

    #36

    @ 31: UMSATZSTEUER HABEN SIE GESCHRIEBEN!!!
  • Krach-Bumm-Ente

    #37

    #31 genau so Leute wie du sind das Problem. Die Einstellung, dass alle Steuern zahlen sollen bzw. dein Jedermannsprinzip kann durchaus richtig sein und da würden dir viele, auch Pokerspieler, durchaus zustimmen. Allerdings denkst du keine Sekunde weiter nach und begrüßt ein Urteil welches völlig absurd ist (Umsatzsteuer). Wenn leider auch die Verantwortlichen so kurz denken wie du (und scheinbar tun sie das ja), meinen sie es vielleicht gut, sind aber einfach nur inkompentent und fehl am Platz.
  • Zugwat

    #38

    hahahaha schade :DDDD
  • Progamer

    #39

    "2012 einigten sich beide Parteien, für die Jahre 2004 und 2005 die Kleinunternehmerregelung anzuwenden"

    An dieser Stelle hat Herr Vörtmann sich somit selbst als Unternehmer bezeichnet. Was soll man dem Gericht da vorwerfen?

    Die Urteilsbegründing ist natürlich trotzdem ein Witz. Wer bitteschön nimmt an Turnieren und Cashgames teil mit der Absicht zu verlieren? Das nennt sich Chipdumping und ist überall verboten.

    Ist die Sache denn nicht schon verjährt? Oder muss er die Steuern jetzt zahlen?
  • Wustenfuchs

    #40

    @27: Man müsste dann aber dem FA eine andere Einnahmequelle aufzeigen und/oder glaubhaft vermitteln, dass man anderweitig seinen Lebensunterhalt bestreitet. Solange man studiert, interessiert sich das FA nicht für dich. Bist du aber mit dem Studium fertig, wollen die sehen, wovon du lebst. Insofern kannst nicht einfach sagen, ich spiele Poker bin aber loosing Player.

    Für einen professionellen Pokerspieler bleiben also die Alternativen: a) ehrlich seine Winnings angeben und Steuern zahlen oder b) Selbständigkeit oder Teilzeitjob und seine Winning weiterhin über Net/Skrill und Co. auscashen oder c) Hartz-4-Vollpension und auch über Net/Skrill etc. auscashen. oder d) auswandern.

    Und jetzt wieder ganz ehrlich: Wer wählt hier bitte Möglichkeit a) ?
  • maph

    #41

    Einfach nur traurig die Einschätzung...
  • maph

    #42

    (ich meinte das Urteil)
  • TurboMaN

    #43

    Es hat schon einen Grund, warum alle Pokerpros auswandern...
  • Acryl

    #44

    im übrigen IST poker ein glücksspiel. es ist zwar kein 100%iges glücksspiel aber die glückskomponente ist SEHR ausgeprägt. das ist auch mathematisch längst bewiesen dass es selbst auf rießige samples, rießige abweichungen gibt.

    selbst einkommenssteuer ist ein witz. was hier abgeht ist echt erschreckend. das dem FA jegliches mittel recht ist um geld einzustreichen ist ja hinreichend bekannt, dass dabei auch die justiz am kürzeren hebel sitzt ist allerdings absolout schockierend. ich zumindest glaube nicht, dass mangelender sachverstand zu diesem lächerlichen urteil geführt hat.
  • BigFrankieW

    #45

    @Acryl: Longterm, Junge, LONGTERM!
  • buschips

    #46

    So geil, die Comments hier teilweise. Musste mehr schmunzeln als bei den Comics.
  • Acryl

    #47

    ne mil hände finde ich schon longterm und bei MTTs ist die varianz nochmal deutlich krasser
  • SniffvsSnaf

    #48

    Wenn man sich das Urteil durchliest, und die Höhe der Beträge, um die es geht, dann kann einem nur Angst und Bange werden... Denn diese sind ziemlich gering... in der Hinsicht, das es eine Menge Spieler betreffen würde... Und eine Menge von denen, die damals davon gelebt haben, haben heute keinen Cent mehr auf Tasche!

    Ich bin nicht gegen Steuern - jedoch sollte man die Bürger schon in die Lage versetzten einigermaßen erkennen zu können, was auf sie zukommen kann, statt sie hinterher ins finanzielle Verderben zu stürzen... Umsatzsteuer auf Gewinn aus/als Beteiligter an Kartenspielen... ??? Deutsche Finanzbeamte könnten noch das Kunststück fertigbringen die deutsche Hausfrau für umsatzsteuerpflichtig zu erklären, da sie täglich nachaltig Leistungen bereit stellt! Die deutsche Hausfrau hätte aus Gerichtsurteile xyz - dies schon lange erkennen können und wissen müssen! Die Nachforderung an die deutsche Hausfrau sind deshalbt rechtens!
  • genesis888

    #49

    Winning player bist du ? warum lebst noch in Deutschland
  • ElDoc

    #50

    Was genau soll denn der "Umsatz" sein? Doch anscheinend der Reingewinn.
  • Westmacht

    #51

    Wie das ein Unternehmen sein soll hab ich gefragt!
    Der Richter ist doch nicht dicht!
  • Noonien

    #52

    Wir sollten und erheben und Deutschland den Mittelfinger zeigen .
    Aber viel wichtiger: KOMMENTARE NACH RECHTS !
  • joosP

    #53

    ich frag mich ja ob HM datenbanken als nachweis akzeptiert werden würden...
  • Noonien

    #54

    @joosP:
    Fragst du dich nicht wirklich oder ?
    Eine Drecksstaat der keine Ahnung von Poker hat willst du ne HM DB vorlegen ?
    Bzw ein Drecksstaat der genau weis um was es geht der aber nur abziehen will ... dem willst du mit Argumenten kommen ?
  • TobiasNRW

    #55

    @53

    Die ist doch beliebig manipulierbar
  • joosP

    #56

    was anderes gibts aber nunmal nicht. kA, ob die anbieter HHs lange genug abspeichern und man sie für das finanzamt dann anfordern könnte. falls ja, wären die ergebnisse ja deckungsgleich mit den trackingdaten und es müsste funzen.
  • garak2406

    #58

    Wenn ich Lotto mit Gewinnabsicht spiele, muss ich dann auch Umsatzsteuer abführen? #kommentarenachrechts
  • dafloh

    #59

    schwachsinn naja deutschland eben ... muss man doch auswandern
  • KazukaOne

    #60

    @ #1 Shares ..
  • Sharif

    #61

    Mann bin ich froh, dass ich einen ordentlichen Job habe und damit keine Probleme habe! Das Urteil an sich ist natürlich ein absoluter Witz und wenn das so weiter geht wird das pokern nicht einfacher....
  • nichtsfuerungut

    #62

    nichts füe un gut , aber Steuervermeidung und Steuerhinterziehung werden zum Volkssport. Ihr wollt alle die Vorteile haben, aber dafür zahlen wollt ihr nicht. Ihr seit ein erbärmlicher Haufen
  • SeN

    #63

    rofl du hast 'seit' gesagt
  • garak2406

    #64

    @#62: www.seidseit.de
  • BigFrankieW

    #65

    Ist sowieso alles Quatsch mit der Umsatzsteuer. Wenn, dann müsste er Einkommensteuer (nach)zahlen und keine Umsatzsteuer.
  • colonia14

    #66

    Meiner Meinung nach totaler Quatsch und eine falsche Einschätzung,,,,
  • Gameslave

    #67

    Im Urteil steht Folgendes:
    Bei einer Gesamtbetrachtung ist die Tätigkeit des Kl. vergleichbar mit der Beteiligung eines Spielers an einem auf dem Schneeballprinzip beruhenden Unternehmensspiel.

    Kann mir jemand erklären, wie die darauf kommen?
  • domman40

    #68

    Ihr versteht das alle nicht. Ein Richter ist ein Diener des Staates. So war es schon immer und so wird es gerade in Deutschland auch noch lange lange sein. Insofern stehen die Urteile fest, bevor überhaupt verhandelt wird!
  • MrQNo

    #69

    Das wird alles noch lange dauern. Und eines Tages wird Karlsruhe feststellen, dass man Poker nicht steuerrechtlich als Gewerbe und sonst als Glücksspiel einstufen kann. Entweder Steuereinnahmen oder Konzessionierung. Coinflip, wie herum das ausgeht.
  • Anonym92

    #70

    Das wird alles noch lange dauern. Und eines Tages wird Karlsruhe feststellen, dass man Poker nicht steuerrechtlich als Gewerbe und sonst als Glücksspiel einstufen kann. Entweder Steuereinnahmen oder Konzessionierung. Coinflip, wie herum das ausgeht.
  • BrEaKdOwNpG

    #71

    wenn ich nun roulette mit gewinnabsicht spiele, bin ich auch umsatzsteuerpflichtig? :|