Warum Pokerspieler Bitcoin beachten sollten

Ihr habt die Gespräche über Kryptowährungen am Pokertisch satt? Ob es einem nun gefällt oder nicht, die Technologie wird spürbare Auswirkungen auf das Spiel haben.

Ethereum
Seid ihr auf dem Laufenden beim Thema Kryptowährungen?

Im August hatte ich mich entschieden, mehr über Kryptowährungen zu erfahren und auch etwas Geld in die Technologie zu investieren. Hauptsächlich weil aus meiner Sicht klar ist, dass Kryptowährungen auch die Zukunft von Poker mitbestimmen werden, aber zum Teil auch weil ich endlich bei dem Thema mitreden wollte. Wenn sich Pokerspieler dieser Tage nicht gerade über das Spiel unterhalten, tweeten sie entweder etwas zu Donald Trump oder zu Kryptowährungen.

Der Boom der größten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Litecoin hält weiterhin an und praktisch im Wochenrhythmus wird aktuell ein neues Allzeithoch erreicht. Zum ersten Mal fühle auch ich mich dabei wie ein Cheerleader, der Bitcoin und die Idee dahinter mit reichlich Euphorie von der Seitenlinie anfeuert.

In dieser Woche ist mir allerdings auch aufgefallen, dass sich viele Menschen, die bisher nichts über Kryptowährungen wissen, entweder geärgert oder darüber amüsiert haben, dass immer mehr Beiträge zu dem Thema ihre eigene Twitter-Timeline verstopfen. Daher wollte ich nun ein paar Empfehlungen mit der Community teilen, warum man auch als Pokerspieler gut beraten wäre, dem Thema etwas Aufmerksamkeit zu schenken, selbst wenn man nicht vorhat in die Technologie zu investieren.

Die Zukunft von Sicherheit und Transaktionen

Blockchain poker
Die Blockchain wird Auswirkungen auf die Sicherheit beim Poker haben

Der erste Grund ist schon genannt. Kryptowährungen werden unmittelbare Auswirkungen auf die Pokerindustrie haben. Mehrere Anbieter haben bereits sogenannte Initial Coin Offerings (ICO) gelauncht mit der Absicht im nächsten Jahr die Rolle des ersten Krypto-Pokerraums einzunehmen. Insbesondere Ethereum wird dabei genutzt, um die Sicherheit und das Geld-Management beim Betrieb eines Online-Pokerraums zu revolutionieren. Sollte bald tatsächlich ein solcher Pokerraum als Option zur Verfügung stehen und aus Sicht der Spieler einen Mehrwert bieten, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich etwas Grundwissen zum Thema Kryptowährungen anzueignen, damit man später bei der Nutzung eines solchen Raumes nicht völlig auf dem Schlauch steht.

Darüber hinaus ist es ebenfalls nur noch eine Frage der Zeit, bis einer der etablierten Online-Pokerräume eine Kryptowährung wie Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Wer zudem im Bereich Staking oder Coaching in der Pokerszene aktiv ist, wird früher oder später auch dort mit jemandem in Kontakt kommen, der die Transaktionen mithilfe einer der neuen dezentralisierten Währungen vornehmen will. Poker ist ein Spiel, bei dem mittels Geld Buch über das Abschneiden geführt wird. Als Pokerspieler ist man also gut beraten, sich über Veränderungen im Bereich der "Buchführung" auf dem Laufenden zu halten.

Kryptowährungen dürften zudem auch Rückschlüsse darauf zulassen, wie soft die Konkurrenz bei einem Pokerraum ausfallen wird. Ich sehe einen klaren Zusammenhang zwischen Spielern, die sich für Bitcoin interessieren, und ihrer Spielstärke. Krypto-Enthusiasten dürften über überdurchschnittliche Intelligenz verfügen, wenn man bedenkt, dass es durchaus anspruchsvoll ist, die technologischen und ökonomischen Zusammenhänge bei diesem Thema tatsächlich zu erfassen. Man kann also davon ausgehen, dass diese Menschen auch gut beim Poker abschneiden können. Auch die gegensätzliche Entwicklung ist aber möglich: Es kann sein, dass bei einem Pokerraum, der Kryptowährungen akzeptiert, viel "neues Geld" landen wird von unerfahrenen Krypto-Enthusiasten, die mit dem Coin ihrer Wahl ein bisschen gamblen wollen. Egal von welcher Seite man es sieht, am Ende gilt, dass man in Zukunft wohl auch bei der Gameselection berücksichtigen sollte, ob ein Pokerraum Kryptowährungen akzeptiert oder nicht.

Ein Crash würde der Pokerökonomie schaden

Bitcoin Crash
Ein Crash kann große Auswirkungen auf die Pokerszene haben

Der wohl wichtigste Faktor von allen ist jedoch, dass mittlerweile wohl ein nicht zu vernachlässigender Anteil der kollektiven Bankroll aller Pokerspieler in Kryptowährungen gewandert ist. Die große Anzahl an Pokerspielern, die sich über Bitcoin austauschen, insbesondere auf den Highstakes, kann man nur schwer ignorieren. Das ist bei der aktuellen Entwicklung positiv zu sehen, solange die Währungen weiter boomen. Sollte es jedoch zu einem Crash kommen (viele halten das angesichts des schnellen Anstiegs für möglich), würde auch viel Geld aus der Pokerszene verschwinden.

Ein weiterer Grund, warum man sich als Pokerspieler ein wenig mit Kryptowährungen beschäftigen sollte, ist, dass sich dadurch auch persönlich neue Optionen eröffnen können. Bitcoin ist bereits im Fokus der Pokerszene, man hat also eine einfache Möglichkeit, mehr über Trading und die Technologiewelt in Erfahrung zu bringen. Poker ist ein Spiel, bei dem sich die Menschen, die weiterziehen, nicht immer sicher sind, wie ihnen ihre Erfahrung am Pokertisch bei zukünftigen Karrierestationen weiterhelfen kann. Etwas über Kryptowährungen zu lernen, selbst nur aus der Perspektive eines Pokerspielers, hält einen immerhin auf dem Laufenden, was die Entwicklung einer Industrie betrifft, die in Zukunft zweifellos eine große Rolle in der Welt spielen wird.

Aber egal wie es nun weitergeht, wenn man sich etwas mit Bitcoin auseinandersetzt, kann man immerhin endlich wieder seinen Pokerfeed bei Twitter verstehen.

Welche Bedeutung werden Kryptowährungen aus eurer Sicht in den nächsten fünf Jahren innerhalb der Pokerszene haben? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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Kommentare (18)

Neueste zuerst
  • Burkart

    #1

    Fürst... Es ist doch nur 'ne neue Währung...
  • Paxis

    #2

    wayne
  • 10playmaker10

    #3

    crash wird kommen ob in 3 monaten oder 3 jahre
  • Hoggiman

    #4

    So überbewertet...
  • moeeeee

    #5

    was ist das für ein müll. da investier ich lieber in den schekel
  • Yaki

    #6

    Danke für den Artikel :)
  • Pinky123

    #7

    Naja alles was ich über bitcoin weis, ist das eine Einheit Geld mit Rechnern hergestellt wird. Kann man theoretisch auch von zu Hause aus machen. Allerdings steigt der Rechenaufwand umso mehr Einheiten im Umlauf sind. Naja das hat zur folge, dass das Angebot nicht beliebig schnell steigen kann, um eine steigende Nachfrage zu bedienen. Das würde den steigenden Preis erklären.
    Und bitcoin hat viele Vorteile, wodurch die Nachfrage wahrscheinlich auch in Zukunft weiter steigt. Anonymität zum Bsp. Also gerade für den Schwarzmarkt geeignet, wo ja sehr viel Geld im Umlauf ist.
    Ist aber nur AmateurWissen und der Stand vor vier Jahren. Scheint sich ja bewahrheitet zu haben :)
  • Kalinka8425

    #8

    Für mich wirkt der ganze Hype total übertrieben. und früher oder später kommt da der große Crash wie bei diversen anderen Internetwährungen.
  • KTU

    #9

    persönliche Meinung:

    Bitcoins besitzt man. Eine Bank hingegen verspricht dir lediglich, dass sie dir Geld gibt, wenn du es brauchst. Das ist ein riesen Unterschied. Banken waren schon zahlungsunfähig und Anleger wurden um ihr Geld geprellt bei Wirtschaftskrisen. Bitcoin gehört niemandem. Niemand kann mit deinem Bitcoin spekulieren oder ihn verleihen und dann nicht wiederkriegen. Es ist dein Bitcoin.

    Weitere Vorteile von Bitcoin:
    Barriere-Freiheit. Jeder kann "Wert" zu jedem Menschen auf der Welt transferieren. 4 Millarden Menschen haben keinen Bankaccount und können am Geschäftsleben nicht teilnehmen. 2 Millarden von ihnen haben Bitcoin.

    Keine Inflation.
    Dein Geld ist vor Inflation gesichert. Es werden zwar neue Münzen gemined, aber mehr in gleichem Zeitraum verloren.

    Sicherheit vor korrupten Staaten.
    Wenn du in Venezuela bist oder anderen Ländern, wo du niemandem traust, kannst du anonym und sicher deinen Reichtum speichern.
  • FinalTableTillus

    #10

    KTU hat Recht, nichts ist geiler als in ranzländern seinen Reichtum zu speichern!
  • AbbAUbaR

    #11

    Wie berechnet sich eigentlich der Wert der Bitcoins? Sind das diese Papierdollars?
  • KTU

    #12

    #10 Das bezieht sich natürlich vor allem auf Menschen, die da leben.
  • glatti

    #13

    Da selbst die Bild über den Bitcoin - Boom berichtet ist ein Crash nicht mehr weit .
  • Faultier911

    #14

    #9 mit Zahlen hast du offensichtlich ein riesiges Problem, wenn Du ernsthaft behauptest, 2 Milliarden Menschen haben Bitcoin :D
    Bei ca. 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt würde das bedeuten, das mehr als JEDER VIERTE Mensch auf der Welt Bitcoin haben müsste. Totaler Unfug!
  • KTU

    #15

    2 Milliarden haben Internet und können mit Kryptos theoretisch am Geschäftsleben teilnehmen. War ein Schreibfehler
  • Faultier911

    #16

    Zum Thema Bitcoin und Sicherheit habe ich gerade was gefunden: "In der Vergangenheit hatte es immer wieder Fälle von Diebstahl auf Handelsplattformen gegeben. Da es keine zentrale Instanz wie Banken, Staaten oder Notenbanken gibt, die die Transaktionen kontrollieren, gibt es im Falle entwendeter Bitcoins – anders als bei Guthaben auf einem normalen Bankkonto – keine Möglichkeit, die Transaktion rückgängig zu machen."
    Von heute beim Handelblatt:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/kryptowaehrung-achterbahnfahrt-geht-weiter-bitcoin-sackt-ab/20686598.html?nlayer=M%C3%A4rkte_4214690
  • Burkart

    #17

    TJa, nicht nur, dass jeder 17. Bitcoin schon mal gestohlen wurde, auch die Anonymität ist schon nicht mehr gewährleistet.
  • Faultier911

    #18

    und wieder ein Zeichen, dass Bitcoin nix weiter sind als hochspekulative Zockerei ... 25% Kursverlust!!!
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Rueckschlag-ueberschattet-neue-Bitcoin-Ara-article20176938.html