Wochenreview: War Cada im Sommer besser als Bonomo?

Wir resümieren, worüber die Pokerwelt in dieser Woche gesprochen hat, und werfen einen Blick auf eine sicke Turnierserie, die uns in der nächsten Woche beschert wird.

Über wen haben wir gesprochen?

Das Hauptthema in der Folgewoche nach dem Main Event war so klar wie nur möglich: Justin Bonomo hat mit seinem Triumph beim One Drop das erfolgreichste Jahr der Pokergeschichte perfekt gemacht – und das bereits im Juli! Sein zehnter Turniererfolg in diesem Jahr bescherte ihm einen Jahresgewinn von unglaublichen $24.945.435 und Platz 1 in der Liste der erfolgreichsten Pokerspieler aller Zeiten.

Das Ganze wirft jedoch eine interessante Frage auf...

Über was haben wir gesprochen?

Ich wollte eigentlich einen längeren Artikel darüber schreiben, aber Jessica Welman (der man auf jeden Fall folgen sollte, wenn man sich für das Geschehen in den Pokermedien interessiert) hat es mal eben in zwei Tweets zusammengefasst:

Wenn man den reinen Gewinn außen vor lässt, auch in Anbetracht der Bedeutung von Staking bei den Nosebleed-Turnieren, hatte Joe Cada dann nicht vielleicht sogar einen beeindruckenderen Sommer als Justin Bonomo?

Man vergleicht hier natürlich Äpfel mit Orangen oder einen Usain Bolt mit einem Michael Phelps. Poker auf dem Super-High-Roller-Niveau unterscheidet sich deutlich vom Spiel, das in Turnieren mit riesigen Teilnehmerfeldern gefragt ist.

Die mental anspruchsvollsten und komplexesten Entscheidungen dürften von Bonomo gefordert gewesen sein, denn fast jeder seiner Gegner in diesem Jahr gehörte zur Weltspitze. Meiner Meinung nach hat er daher zweifellos das beste Jahr der Pokergeschichte hingelegt und das nicht nur aus finanzieller Sicht. Sein Run an den Tischen war natürlich unglaublich, aber das beste Poker im Jahr 2018 hat uns ebenfalls Justin Bonomo geboten.

Was Cada geschafft hat, sollte man aber trotzdem nicht ignorieren. Derart große Teilnehmerfelder zu überstehen, bedarf ebenfalls jeder Menge wichtiger Skills, darunter die Fähigkeit, sich einer breiteren Auswahl an Spielertypen anzupassen. Zudem muss man über ein hohes Maß an mentaler Ausdauer verfügen (und am Ende natürlich auch das nötige Quäntchen Glück haben).

Was haben wir geschaut?

Die zweite Woche in Folge gebührte der größte Pokerstream bei Twitch ALOHADANCETV, der sich eigentlich mit normalen Videospielen bei der Plattform einen Namen gemacht hat. Mit mehr als 120.000 Zuschauern in dieser Woche toppte er sogar die Streams von den finalen Events der WSOP.

Das meist geschaute Pokervideo der Woche war natürlich aber die letzte Hand beim WSOP Main Event auf dem Channel von ESPN mit mittlerweile fast 400.000 Views:

Was erwartet uns nächste Woche?

Nachdem die WSOP nun hinter uns liegt, könnte man meinen, eine längere Pause vom Elitepoker stünde bevor. Das ist jedoch nicht der Fall.

Stattdessen beschert man uns ein fantastisches Event mit der Triton High Roller Series, das man sich als Zuschauer nicht entgehen lassen sollte. Bei der letzten Ausgabe bekamen wir nicht nur die beiden größten TV-Pötte der Geschichte zu sehen, sondern durften auch die Rückkehr von Phil Ivey und ein Revival von Shortdeck-Poker bestaunen.

Wenn das noch nicht Anreiz genug ist: Mit Lex Veldhuis wird der aktuell wohl beliebteste Pokerstreamer das Geschehen kommentieren. Den Live-Stream zur Triton High Roller Series könnt ihr natürlich wie üblich hier bei PokerStrategy.com verfolgen.

Möge nur Gott den anderen Spielern gnädig sein, falls sich Justin Bonomo entscheidet, auch dieses Turnier zu spielen.

Kommt Cadas Leistung in diesem Sommer an die von Bonomo heran? Wir freuen uns auf eure Meinung!

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Kommentare (1)

  • Feece

    #1

    nochmal 24 mio draufpacken