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StrategieNo-Limit

Vier Tipps für erfolgreiches Handreading

Die Grundlagen des Handreading hast du bereits kennengelernt: Du kennst die fünf Spielertypen, kannst ihnen Durchschnittsranges zuordnen und diese mit dem Trichterprinzip postflop eingrenzen. Außerdem weißt du inzwischen, worauf du am Showdown achten solltest.

In dieser Lektion lernst du nun vier praktische Tipps kennen, die dein Handreading weiter verbessern werden:

1. Vermeide das sogenannte "Spiegel-Denken" und orientiere dich an den Tendenzen der meisten Spieler auf deinem Limit.

2. Die Betsize deines Gegners liefert dir in vielen Situationen wertvolle Information, über seine Handstärke.

3. Die Reaktionszeit deines Gegners gibt ebenfalls Informationen über seine Range.

4. Achte auf die Häufigkeit von River-Bluffs

Tipp 1: Vermeide „Spiegel-Denken“

Viele Spieler nehmen fälschlicherweise an, dass ihr Gegner genauso spielt wie sie. Das nennt man „Spiegel-Denken“. Bluffen sie beispielsweise in einem bestimmten Spot selbst häufig, erwarten viele Spieler dies auch von ihrem Gegner.

Du solltest deine Range in einem bestimmten Spot nicht auf deinen Gegner übertragen, sondern dich an den Tendenzen der meisten Gegner auf deinem Limit orientieren. Sieh dir dazu folgendes Beispiel an:

Du sitzt am BU und hast das Openraise eines LAGs im CO gecallt. Nachdem dein Gegner Flop und Turn gebettet hat, overbettet er den River:

Viele Spieler schätzen die Range ihres Gegners in diesem Spot wie ihre eigene ein: Overbetten sie selbst häufig als Bluff, nehmen sie das auch von ihrem Gegner an und callen.

Overbetten sie hingegen selbst selten als Bluff, setzen sie den Gegner auf ein Set oder eine bessere Hand und folden.

Begehe diesen Fehler nicht, sondern orientiere dich in dieser Situation an den Tendenzen der Spieler auf deinem Limit. Die meisten Spieler overbetten fast nie als Bluff und haben hier eine sehr starke Range, bestehend aus Sets und Straights. Daher solltest du folden.

Tipp 2: Achte auf Betsize-Tells

Die Betsize deines Gegners liefert dir Informationen über seine Handstärke. Meistens gilt: Je größer die Bet, desto stärker die Hand.

Der Maniac in MP hat preflop geopenraist und du hast folgende Informationen über ihn: Mit einem Set oder Overpair hat er bisher auf ähnlich drawlastigen Boards $2 oder mehr gesetzt. Da er diesmal nur $1.5 bettet, sind diese Hände wahrscheinlich nicht in seiner Range enthalten.

Dadurch verkleinert sich die Value-Range deines Gegners und seine Bet-Range wird insgesamt schwächer.

Die häufigsten Betsize-Tells

Es gibt viele Spieler, die sehr konsistente Betsize-Tells haben. Wenn du weißt, mit welchen Händen dein Gegner welche Betsize wählt, kannst du seine Range viel genauer einschätzen.

Viele Spieler machen ihre Betsizes von ihrer absoluten Handstärke abhängig:

  • Mit einer mittelstarken Hand, wie Toppair weak Kicker oder second Pair betten sie 1/2-2/3 Potsize.
  • Mit einer absolut starken Hand wie einem Overpair oder Toppair Topkicker betten sie 3/4 Potsize.
  • Mit den Nuts betten sie beinahe Potsize oder noch mehr.

Fällt dir bei einem Gegner ein solcher Betsize-Tell auf, solltest du dir sofort eine Note machen und vermehrt raisen, wenn er kleiner bettet. Mit seiner schwachen Range wird er häufig gegen deine Aggression folden.

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Kommentare (7)

#1 Kraese, 02.07.13 13:32

ich bin ein klares opfer des spiegel-denkens....

#2 Motrax, 10.07.13 15:06

Kann man trotzdem noch auf die alten Strategieartikel zugreifen, die neuen sind alle so kompakt, früher ging ein Video über 25 Minuten und jetzt scheint keins meher über 10 Minuten zu gehen.<br /> <br /> Und ich mache zu selten Notes :S<br /> Der blaue Fisch, soll das ein junger Hai sein (also ein recht starker Spieler nur noch kein Hai), oder ein großer anderer Fisch (ja ich weiß, ein Hai ist auch ein Fisch) ? ^^

#3 SonMokuh, 15.07.13 08:04

der blaue fisch der so dumm grinst muss ein klarer fisch sein (kein junger hai). der blick strahlt zu viel dummheit aus ^^

#4 farbwenz, 10.11.13 12:23

in nem anderen Artikel ("die 5 player typen" glaub ich) war der hellblaue Hai ein LAG und der dunkelblaue ein TAG. der dunnkle fisch ist glaub ich n maniac gewesen. ich schätze in dem fall ist der dunkelblaue Hai einfach n beliebiger reg.

#5 Thoxic89, 21.08.14 08:15

Das sind eindeutig sehr gute Tipps!Ich zocke schon ein paar Jahre,aber hab erst vor kurzem angefangen Pokertraining und Foren zu nutzen!Ich hab wirklich spiegel denken und sowas alles erstmal selbs erlebt nach ganz anderen Anfängerfehlerphasen!Ich find eure Artikel wirklich gut und freu mich darüber immer mehr zu lernen!

#6 Abstampfer, 20.03.15 20:05

Die Timingtells würde ich aber nur benutzen, wenn ich wüsste, dass der Gegner höchstens 4 Tische spielt. Sonst kann ein Zögern auch einfach auf die Anzahl der anderen Entscheidungen zurückzuführen sein. Und ich lasse mir bei extrem starken Hände gerade Zeit zum Callen. Weiss nicht ob die Tipps da so gut sind, da die meisten Spieler ja verbergen, wie viele Tische sie spielen.

#7 Bullerjens, 27.06.15 06:14

Guter Beitrag Danke