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StrategieNo-Limit

Wie spielst du vor dem Flop?

Einleitung

In diesem Artikel lernst du:
  • Wie du deine Position feststellst
  • Welche Karten du vor dem Flop spielst
  • Wie du das Starting Hands Chart benutzt

Die richtige Auswahl der Startkarten ist im Poker schon die halbe Miete. Wenn du mit den richtigen Karten einsteigst, vermeidest du nicht nur eklige Spielentscheidungen in den folgenden Setzrunden, sondern sicherst dich damit auch ab, dass du tatsächlich häufig das beste Blatt hältst.

Dieser Artikel befasst sich mit genau diesem Thema. In ihm lernst du, welche Karten wann spielbar sind und wie du sie spielen solltest, um den maximalen Profit aus ihnen herauszuholen.

Du erhältst eine Übersicht, das Starting Hands Chart, welche die Strategie für die erste Setzrunde zu einem großen Teil auf einfache und verständliche Weise abbildet. Wie auch in allen anderen Strategien von PokerStrategy.com kannst du dir das Chart herunterladen, ausdrucken und während deines Spiels verwenden.

Der nächste Abschnitt wird noch einmal für alle Quereinsteiger die Positionen am Pokertisch behandeln. Anschließend geht es los mit der konkreten Strategie.

Tipp für das kostenlose Pokergeld: Bevor du mit dem kostenlosen Pokergeld anfängst zu spielen, lad dir hier das Starting Hands Chart herunter!

Was ist deine Position am Tisch?

Wann du in einer Setzrunde an der Reihe bist, hängt davon ab, wer gerade der Kartengeber (Dealer) ist. Je mehr Spieler zwischen ihm und dir noch sitzen (entgegen dem Uhrzeigersinn), desto früher bist du an der Reihe. Um dem einen Namen zu geben, gibt es den Begriff der Position.
 
Deine Position gibt an, wann du in einer Setzrunde an der Reihe bist.

Bist du früh in einer Setzrunde an der Reihe, bist du auch in früher Position. Bist du in später Position, bist du auch relativ spät in einer Setzrunde an der Reihe. Das ist wichtig, denn je früher du dran bist, desto stärker muss dein Blatt sein. Immerhin steigt mit jedem weiteren Spieler hinter dir die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen ein starkes Blatt hat.
 
Je früher deine Position, desto stärker muss dein Blatt sein.

An einem Tisch mit 10 Spielern gibt es auch 10 Positionen. Diese sind noch einmal unterteilt in vier Gruppen: frühe, mittlere und späte Positionen und die Blinds.

 
Kartengeber
2 späte Positionen
3 mittlere Positionen
3 frühe Positionen
2 Blind-Positionen
Fahre mit der Maus über eine Positionsgruppe, um sie anzuzeigen.

Die zwei späten Positionen BU und CO 
Der Kartengeber und der Spieler zu seiner Rechten sind die beiden späten Positionen. Der Kartengeber heißt auch BU (Button), während der Spieler direkt vor ihm CO heißt (Cutoff).

Die drei mittleren Positionen MP1, MP2 und MP3
Die drei Spieler, die entgegen dem Uhrzeigersinn von den späten Positionen sitzen, sind in mittlerer Position. Sie heißen MP1, MP2 und MP3

Die drei frühen Positionen UTG1, UTG2 und UTG3
Die drei Spieler, die entgegen dem Uhrzeigersinn von den mittleren Positionen sitzen, sind in früher Position. Man nennt sie UTG1, UTG2 und UTG3.

Die zwei Blind-Positionen SB und BB
Die beiden Spieler, die den kleinen und den großen Blind-Einsatz bezahlt haben, nennt man die Blinds. Der Spieler direkt neben dem Kartengeber ist der Small Blind. Er hat den kleineren Zwangseinsatz bezahlt. Der zweite Spieler heißt Big Blind. Er hat den größeren der beiden Zwangseinsätze bezahlt. 


WAS GESCHIEHT BEI WENIGER ALS 10 SPIELERN?
Die obere Übersicht geht davon aus, dass sich zehn Spieler am Tisch befinden. Das ist aber nicht immer der Fall.

Sind nur neun statt zehn Spieler am Tisch, gibt es eine frühe Position weniger. Bei acht Spielern gibt es sogar nur noch eine von ursprünglich drei frühen Positionen. Bei sieben Spielern gibt es gar keine frühe Position mehr.

Je weniger Spieler am Tisch sind, desto mehr Positionen fallen weg, erst die frühen, dann die mittleren, usw. 

Starting Hands Chart: Welche Karten spielst du?

DAS STARTING HANDS CHART FÜR NO-LIMIT
Welche Karten du wie am besten spielst, sagt dir das Starting Hands Chart für No-Limit Texas Hold'em von PokerStrategy.com. Druck es dir einfach aus und du weißt während des Spiels immer ganz genau, was du tust.

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Weitere Informationen: Wirf einen Blick auf unsere Übersicht zu Pokerhänden, um mehr über das Handranking beim Poker zu erfahren.

Tas Chart verbindet vier Informationen:
  • Deine Startkarten
  • Was die Gegner vor dir getan haben
  • Deine Position
  • Wie du deine Startkarten in deiner aktuellen Position angesichts der Aktion deiner Gegner vor dir am besten spielst.
Das Chart behandelt alle Fälle in denen vor dir niemand eingestiegen ist, Spieler mitgegangen sind oder genau 1 Spieler erhöht hat. Wurde mehr als 1-mal erhöht, wirfst du alle Blätter außer zwei Asse (AA) und zwei Könige (KK) weg. Mit Assen und Königen gehst du All-In. Wie du spielst, wenn nach dir erhöht wird, lernst du in einem späteren Kapitel.
Deine Karten Aktionen der Gegner vor dir Frühe Pos. Mittlere Pos. Späte Pos. Blinds
Hohe Paare
  Alle steigen aus Erhöhen
AA, KK, QQ Spieler sind mitgegangen Erhöhen
  1 Spieler hat erhöht Erhöhen
Mittlere Paare
  Alle steigen aus Erhöhen
JJ, TT Spieler sind mitgegangen Erhöhen
  1 Spieler hat erhöht Mitgehen20
Niedrige Paare
99, 88, 77, Alle steigen aus Aussteigen Mitgehen Erhöhen Mitgehen
66, 55, 44, Spieler sind mitgegangen Aussteigen Mitgehen
33, 22 1 Spieler hat erhöht Mitgehen20
Deine Karten Aktionen der Gegner vor dir Frühe Pos. Mittlere Pos. Späte Pos. Blinds
Hohe Asse (s bedeutet gleichfarbig, o bedeutet ungleichfarbig)
  Alle steigen aus Erhöhen
AKo, AKs Spieler sind mitgegangen Erhöhen
  1 Spieler hat erhöht Erhöhen
Mittlere Asse (s bedeutet gleichfarbig, o bedeutet ungleichfarbig)
AQo, AQs Alle steigen aus Aussteigen Erhöhen
AJs, AJo Spieler sind mitgegangen Aussteigen Erhöhen Mitgehen
ATs, ATo 1 Spieler hat erhöht Aussteigen
Niedrige gleichfarbige Asse (s bedeutet gleichfarbig)
A9s, A8s, A7s, Alle steigen aus Aussteigen Erhöhen
A6s, A5s, A4s, Spieler sind mitgegangen Aussteigen Mitgehen
A3s, A2s 1 Spieler hat erhöht Aussteigen
Deine Karten Aktionen der Gegner vor dir Frühe Pos. Mittlere Pos. Späte Pos. Blinds
Gleichfarbige Bildkarten (s bedeutet gleichfarbig)
KQs, KJs, KTs, Alle steigen aus Aussteigen Erhöhen
QJs, QTs, Spieler sind mitgegangen Aussteigen Mitgehen
JTs 1 Spieler hat erhöht Aussteigen
Verschiedenfarbige Bildkarten (o bedeutet ungleichfarbig)
KQo, KJo, KTo, Alle steigen aus Aussteigen Erhöhen
QJo, QTo, Spieler sind mitgegangen Aussteigen Mitgehen
JTo 1 Spieler hat erhöht Aussteigen
Gleichfarbige verbundene Karten (englisch: suited Connectors)
T9s, 98s, Alle steigen aus Aussteigen Erhöhen Aussteigen
87s, 76s, Spieler sind mitgegangen Aussteigen Mitgehen
65s, 54s 1 Spieler hat erhöht Aussteigen
Deine Karten Aktionen der Gegner vor dir Frühe Pos. Mittlere Pos. Späte Pos. Blinds
Alle sonstigen noch nicht aufgeführten Kartenkombinationen
  Alle steigen aus Aussteigen
Der Rest Spieler sind mitgegangen Aussteigen
  1 Spieler hat erhöht Aussteigen

ERSTE SPALTE: DIE KARTEN
In der linken Spalte siehst du die möglichen Startkarten. Sie sind durch Abkürzungen dargestellt. AA steht z.B. für zwei Asse, 99 für zwei Neunen. Ist dein Blatt nicht aufgeführt, dann steig aus.
A Ass
Q Dame
T Zehn
K König
J Bube
9 Neun

Gleichfarbige Karten s: Ein s hinter den Karten wie bei A9s steht für suited und besagt, dass beide Karten von der gleichen Farbe(Herz, Karo, Pik oder Kreuz) sind. Welche Farbe ist dabei völlig egal in Texas Hold'em.
  • A9s ist Ass Neun in der gleichen Farbe
  • A4s ist Ass Vier in der gleichen Farbe
  • QJs ist Dame Bube in der gleichen Farbe
  • QTs ist Dame Zehn in der gleichen Farbe

Ungleichfarbige Karten o: Ein o wie bei KQo steht für offsuited und sagt, dass die Karten von verschiedenen Farben sind, z.B. eine in Kreuz, die andere in Herz.
  • KQo ist König Dame in verschiedenen Farben
  • QTo ist Dame Zehn in verschiedenen Farben
  • JTo ist Bube Zehn in verschiedenen Farben

DIE ZWEITE SPALTE: WAS HABEN DEINE GEGNER GETAN?
In der zweiten Spalte siehst du die möglichen Antworten auf die Frage, was deine Gegner bisher getan haben. Du spielst natürlich anders, wenn erhöht wurde, denn immerhin deutet das auf starke Karten beim Gegner hin.

DRITTE BIS SECHSTE SPALTE: DEINE AKTION ENTSPRECHEND DEINER POSITION
Deine Position sagt dir nun, in welcher Spalte du nachschauen musst. Bist du in früher Position, schaust du in der dritten Spalte nach. Bist du im Small Blind oder Big Blind, schaust du in der letzten Spalte nach.

WAS BEDEUTET DER EINTRAG MITGEHEN20?
Wenn du kleine Paare wie 55 spielst, spekulierst darauf, am Flop einen Drilling zu treffen. Das passiert nur in etwa 12% aller Fälle, doch wenn du triffst, hast du ein sehr starkes Blatt, das dir gutes Geld einbringen kann. Daher ist es profitabel, eine Erhöhung mit einem kleinen Paar mitzugehen, sofern der Gegner auch genug Geld hat, um dich ordentlich auszubezahlen.

Deshalb gilt die Regel: Mit einem kleinen Paar gehst du eine Erhöhung nur dann mit, wenn dein Gegner mindestens noch das 20-fache der Erhöhung übrig hat. Das gilt übrigens auch für dich. Auch du musst das 20-fache der Erhöhung noch übrig haben. Sonst lohnt sich das nicht, denn du kannst ja nur so viel Geld gewinnen, wie du selbst einsetzen kannst. Das bedeutet der Eintrag Mitgehen20. 

Wenn du erhöhst, wie viel erhöhst du?

ES GAB NOCH KEINE ERHÖHUNG
Wenn noch niemand vor dir erhöht hat, ist der Fall einfach. Du erhöhst auf 4 Big Blinds und legst noch je einen Big Blind drauf für jeden Spieler, der schon eingestiegen ist.
 
Deine Erhöhung =
  • 4-mal den Big Blind
  • plus je 1 Big Blind für jeden Spieler, der schon ins Spiel eingestiegen ist.
Nimm an, du hast gerade dein Startkapital erhalten und startest auf Spiellimit NL2 (0.01/0.02). Dort beträgt der Big Blind $0.02.

Willst du jetzt erhöhen, erhöhst du also auf mindestens 4 * $0.02 = $0.08.

Ist vor dir schon ein Spieler eingestiegen, legst du noch einmal $0.02 drauf. Das macht dann $0.10. Sind schon zwei Spieler eingestiegen, wären es schon $0.12.

VOR DIR WURDE GENAU EINMAL ERHÖHT
Wenn vor dir genau einmal erhöht wurde, dann erhöhst du auf das Dreifache dieser Erhöhung. Für jeden Spieler, der die Erhöhung mitgegangen ist, legst du noch je einmal die gegnerische Erhöhung drauf.

Deine Erhöhung =
  • 3-mal die ursprüngliche Erhöhung
  • plus je 1-mal die Erhöhung für jeden Spieler, der die Erhöhung mitgegangen ist.
Nimm wieder an, du spielst NL2 (0.01/0.02). Ein Spieler vor dir erhöht auf $0.08. Du hast zwei Asse und möchtest natürlich erneut erhöhen und Geld in den Pot bekommen. Deine Erhöhung betrüge dann 3 * $0.08 = $0.24.

Ist jetzt aber ein anderer Spieler die Erhöhung schon mitgegangen, dann musst du noch einmal die Ursprungserhöhung von $0.08 hinzurechnen. Dann würdest du auf $0.32 erhöhen.

Bei zwei Gegnern, die die Erhöhung mitgegangen sind, sind das schon $0.40

VOR DIR WURDE MEHR ALS EINMAL ERHÖHT
Wenn es vor dir zwei oder mehr Erhöhungen gab, dann ist die Situation ziemlich klar: Ohne ein Monsterblatt willst du da nicht mitmischen. Du spielst nur noch AA und KK, zwei Asse oder zwei Könige. Damit gehst du All-In und setzt all dein Geld.
 
Bei mehr als einer Erhöhung vor dir, spielst du nur AA und KK weiter und gehst damit All-In.
Zwei Damen (QQ) oder Ass König (AK) legst du hingegen weg, wie auch jedes andere Blatt. 

Was tun, wenn nach dir erhöht wird?

DU HAST EIN PAAR ASSE ODER KÖNIGE
Hast du ein Paar Asse oder ein Paar Könige, erhöhst du auf jeden Fall weiter. Das beste Ergebnis, das du erzielen kannst, ist, wenn du schon vor dem Flop All-In gehen und all dein Geld setzen kannst. Einsteiger haben damit manchmal ein Problem, aber allein gegen jedes andere Paar liegst du zu ca. 80% vorn. Eine profitablere Möglichkeit, dein Geld einzusetzen, wirst du kaum finden.

Alle anderen Karten legst du einfach weg, auch AK und AQ, so schwer es dir auch fallen mag. Eine Ausnahme gibt es bei Paaren.

DU HAST EIN FERTIGES PAAR AUF DER HAND
Es gibt, wie gesagt, eine Ausnahme. Hast du ein Paar, das kleiner als AA und KK ist, dann kannst du die Erhöhung manchmal auch mitgehen, nämlich dann, wenn du und dein Gegner noch das 20-fache des von dir zu zahlenden Einsatzes übrig haben.

Wie bei der Mitgehen20-Regel aus dem Starting Hands Chart spekulierst du jetzt nämlich nur noch darauf, deinen Drilling am Flop zu treffen. Ist das der Fall, stehen die Chancen nämlich gut, dass du den gesamten Stack deines Gegners einsammeln kannst.

DER GEGNER ERHÖHT NUR UM DAS MINIMUM
Auf den kleinen Limits kommt es häufiger vor, dass Spieler nur um das Minimum erhöhen. Was immer sie sich auch dabei denken mögen, viel Sinn macht das nicht.

Bist du in die aktuelle Runde eingestiegen und jemand macht eine Minimumerhöhung, ein so genanntes Minraise, dann gehst du die Erhöhung auf jeden Fall mit. Ausnahme hier sind natürlich AA und KK, mit denen du weiter erhöhst. 

Praxisbeispiele

BEISPIEL 1- KEINE ERHÖHUNG VOR DIR
Spiellimit NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02)
Karten
Position UTG3 (frühe Position)
Situation Du hast zwei Spieler vor dir. Beide gehen mit, zahlen also den Big Blind von $0.02. Dann bist du an der Reihe, eine Entscheidung zu treffen.

Ganz klar wirst du mit diesem Blatt erhöhen. AK ist einfach gut. Doch auf wie viel erhöhst du?

Die Regel sagt: Du erhöhst auf 4 Big Blinds + je einen Big Blind für jeden Spieler, der schon eingestiegen ist.

In diesem Fall sind schon 2 Spieler eingestiegen. Insgesamt erhöhst du also auf 6 Big Blinds. Der Big Blind liegt bei $0.02, somit erhöhst du auf 6 * $0.02 = $0.12.

BEISPIEL 2 - MITGEHEN20
Spiellimit NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02)
Karten
Position MP3 (mittlere Position)
Situation Alle Spieler vor dir steigen aus bis auf den Spieler direkt vor dir. Dieser erhöht auf $0.08. Sein Chipstapel beträgt danach $1.90.

Da schon jemand vor dir erhöht hat und du ein fertiges Paar auf der Hand hältst, greift die Mitgehen20-Regel. Sie besagt, dass du mit einem Paar auf der Hand eine Erhöhung mitgehst, sofern du und dein Gegner jeweils mindestens das 20-Fache der Erhöhung übrig haben.

Die Erhöhung beträgt $0.08. Das 20-Fache davon ist $1.60. So viel müssten du und dein Gegner mindestens am Tisch haben. Dein Gegner hat $1.90 und du als guter Spieler hast sowieso immer ein volles Buy-in von $2 am Tisch. Somit kannst du in diesem Beispiel die Erhöhung mitgehen und schauen, ob du am Flop den Drilling triffst.

BEISPIEL 3 - NACH DIR WIRD ERHÖHT
Spiellimit NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02)
Karten
Position MP2 (mittlere Position)
Situation Vor dir steigen alle Spieler aus. Mit AK erhöhst du natürlich, in diesem Fall auf $0.08. Doch dann regt sich hinter dir Widerstand und ein Gegner erhöht auf $0.24. Was machst du?

Wenn deine erste Antwort lautet: Ich steige aus, dann hast du schon viel gelernt. So schön dein Blatt auch aussehen mag, AK musst du gegen eine größere Erhöhung hinter dir weglegen.

BEISPIEL 4 - MINIMUMERHÖHUNG HINTER DIR
Spiellimit NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02)
Karten
Position BU (Button, späte Position)
Situation Du bist in der Button-Position, also der Kartengeber/Dealer. Vor dir steigen alle Spieler aus. Laut Starting Hands Chart eine klare Erhöhung für dich. Du erhöhst dann auch auf $0.08, doch der Spieler im Big Blind will nicht so recht mitspielen und erhöht auf $0.16.

In diesem Fall hast du es mit einer Minimumerhöhung (Minraise) zu tun. Normalerweise würdest du A8s einfach weglegen, wenn jemand nach dir erhöht. Doch in diesem Fall greift die Regel, dass du mit jedem Blatt eine Minimumerhöhung nach dir mitgehst.

Schau dir den Flop an. Du hast Position auf deinen Gegner und ganz so schlecht ist dein Blatt ja auch nicht. Vermeide dann allerdings um große Pötte zu spielen, wenn du nur ein Paar Asse oder Achten triffst.

BEISPIEL 5 - ZWEI ERHÖHUNGEN VOR DIR
Spiellimit NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02)
Karten
Position BU (Button, späte Position)
Situation Ein Spieler in früher Position erhöht auf $0.08. Ein Spieler in mittlerer Position erhöht erneut und zwar auf $0.24. Dann bist du dran.

Über eine solche Situation freut man sich natürlich. Zwar wären zwei Asse noch besser, aber auch mit Königen schiebst du hier dein Geld ganz leicht in die Mitte. Statt lange rumzurechnen, auf wie viel du erhöhst, gehst du auch gleich All-In und setzt all dein Geld.

Hättest du hingegen Ass König (AK) oder zwei Damen (QQ) würdest du aussteigen. Gegen zwei Erhöhungen vor dir sind diese Blätter zu oft nicht mehr gut.

Fazit

Wenn du verstanden hast, wie du das Starting Hands Chart anwendest, dann solltest du in der ersten Setzrunde schon einmal auf der sicheren Seite sein. Die richtige Startkartenauswahl ist die halbe Miete und viele Spieler verbrennen ihr Geld genau an dieser Stelle. Sie spielen zu viele Blätter oder wissen nicht, wann sie sich lieber aus der Schusslinie halten sollten mit Karten, die ihrer Meinung nach doch ganz gut aussehen.

Wenn du vor dem Flop deine Karten sorgfältig auswählst, so wie es das Starting Hands Chart vorgibt, dann wirst du auch haarigen und wenig prickelnden Entscheidungen nach dem Flop aus dem Weg gehen. Besonders auf den kleinen Limits werfen die Gegner auch so gern ihr Geld hinterher. Es besteht also kein Anlass für dich, jetzt marginale Spielsituationen zu kreieren. Winning by folding (gewinnen durch aussteigen) heißt die Devise.

Im nächsten Artikel erfährst du, welche Blätter du überhaupt am Flop oder in einer der späteren Setzrunden treffen kannst. Und im Anschluss erfährst du, wie du dein Blatt richtig spielst.

Tipp: Neben unseren Artikeln kannst du auch unsere anderen Lerninhalte verwenden, um schneller zu lernen, wie man Poker spielt.

Gehe zum Artikel: Wie spielst du nach dem Flop?


 

Kommentare (76)

#1 Binadas, 12.08.09 10:45

einige der antworten beim den mimi-quiz passen nicht, zB<br /> beim 3ten quiz frage 4 <br /> <br /> "Leider falsch. Die Antwort lautet: $0.36<br /> Du erhöhst auf das 3-Fache der Erhöhung + 1-mal die Erhöhung für jeden mitgegangenen Spieler, also $0.40."

#3 GabrielWittlich, 27.09.09 18:06

AK auf ein reraise folden??? ahja....

#4 Essah1, 06.10.09 18:18

Mal ne Frage zur folgenden Situation: Es gibt 2 Limper, dann einen Raiser und ich möchte mit AA weiter erhöhen. Muss ich dann die Limper bei meiner Erhöhung beachten oder einfach nur auf das 3-fache reraisen? Ich glaube diese Situation wurde im Artikel nicht behandelt.

#5 schalawa19, 01.11.09 13:51

In der Starting Hands Liste unter gleichfarbige verbundene Karten steht, dass man als Blind aussteigen soll, wenn alle vor einem ausgestiegen sind. Das ist doch vermutlich ein Fehler oder?

#6 luckyloop55, 03.11.09 07:32

in den limits wie nl 0,2 0,4 finde ich kann man mit normalen erhöhungen fast nix anfangen.da stört kaum jemand wenn UTG 6 fach raised.das wird von der hälfte des tisches gecallt.am ende steht man da mit kk oder AA und spielt gegen 5 leute wenn man pech hat.da kann man auch mit ak ohne probleme ein reraise ai direkt geben finde ich, oder aa oder kk sofort ganz reinstellen.irgendjemand findet sich immer der meint sein AJ oder AQ ist gut genug um den ganzen stack in die mitte zu schieben.ist es da nich besser in den niedrigen limits nur shortstack zu spielen ?

#7 Essah1, 13.11.09 14:38

@6: Mit deinen saftigen Erhöhungen hast du Recht, die Fische callen alles. Ob BSS oder SSS in den Microlimits besser ist, kann man pauschal nicht beantworten - gibt Vor- und Nachteile. Aber gerade wenn die Gegner loose callen, ist es doch von Vorteil wenn man mit einem großen Stack am Tisch sitzt und die schlechten Calls der Gegner voll bestrafen kann. Natürlich darf man selber keine schlechten Calls machen. Die BSS erfordert also mehr skills, macht m.E. aber auch viel mehr Spaß.

#8 Elbebiber, 19.11.09 09:34

KK und All-In:<br /> <br /> "Über eine solche Situation freut man sich natürlich. Zwar wären zwei Asse noch besser, aber auch mit Königen schiebst du hier dein Geld ganz leicht in die Mitte." <br /> <br /> >>> Wenn man 8 mal in Folge mit KK gegen AA verliert, ist das aber eine bittere Angelegenheit. Leider ist es aber so gekommen...<br />

#9 scherejr, 07.01.10 11:50

Denke das es immer auf en Tisch ankommt und auch auf den Micros schon REads arbeiten sollte!!AI werden genauso gecallt wie 6fach Raises!!<br /> <br /> Besonders auf JOkerstars!!! grrrrrr

#10 Trendy, 14.01.10 07:42

ist noch keinem aufgefallen, dass im artikel steht man soll QQ wie AK behandeln, im SHC aber steht, dass man QQ wie AA oder KK behandeln soll?<br /> <br /> ausserdem warum mit suited connectors auf CO und BU raisen und als SB folden? <br /> <br /> ich glaube das SHC ist um einiges älter als der beitrag selbst :p

#11 David, 14.01.10 09:39

@10: Hallo Trendy: Im SHC werden AA, KK und QQ preflop, wenn vor dir noch niemand eingestiegen ist, gleich behandelt. In der entsprechenden Stelle im Artikel geht es allerdings um die Situation, wenn es vor dir 2 Erhoehungen gab. Dann folden wir AK als auch QQ, weshalb die beiden Haende in die "gleiche Gruppe" fallen. Zum Thema Suited Connectors: diese Haende haben eine gute Playability postflop und eignen sich deshalb besonders um die Blinds zu stehlen. Aus den Late Positions hast du dann postflop Position auf deinen Gegner, was bei einem erfolglosen Steal aus dem SB nicht der Fall waere, daher die Unterscheidung zwischen CO/BU und dem SB Steal.

#12 dartersdartb, 14.01.10 14:45

Eine Frage zu den gleichfarbigen Bildkarten:<br /> Dort soll ja ab mittlerer Position mitgegangen werden, wenn es vorher Limper gab.<br /> Bei den mittleren Assen (AQ bis AT) sollen diese aber gefoldet werden.<br /> Was ist mit den gleichfarbigen mittleren Assen ? <br /> Bevor ich KJs limpe würde ich doch eher AQs limpen oder ?<br /> Kleiner Bug in der Tabelle oder Absicht ?

#13 hasenbraten, 15.01.10 11:47

Ein Bug in der Tabelle, der daraus resultiert das AT-AQ nicht nach Suits unterschieden werden. Macht es (oft) einfacher und insgesamt übersichtlicher, sorgt aber leider (offensichtlich) auch für Fehler. Eines der prinzipiellen Probleme mit Charts - leider

#14 deazrow, 27.01.10 22:21

Kann man das denn nicht anpassen oder ergänzen? Nur der Übersichtlichkeit halber die Informationen wegzulassen finde ich auch nicht optimal, wenn es ja wie du selbst schon sagst ein "bug" ist...

#15 David, 28.01.10 07:35

@14: Hallo deazrow, ein Update des SHC ist derzeit nicht geplant. Es ist, wie hasenbraten schon sagte, ein prinzipielles Problem mit Charts: man wird niemals alle auftretenden Situationen damit abdecken können. Gerade unsere Basic Charts haben die Aufgabe, die Beginner nicht mit zu vielen Informationen zu erschlagen, ihnen aber trotzdem einen guten Guide zu liefern. Mit fortlaufender Spielpraxis und weiteren Content erübrigt sich das Spielen nach Charts irgendwann vollständig.

#16 deazrow, 28.01.10 22:25

hallo david, danke für dein statement. da man ja später nie wirklich statisch spielt, sondern sein spiel eh immer an viele gegebenheiten anpassen muss, kann ich die argumentation nachvollziehen...mfg

#17 OliOlsen11, 01.02.10 11:18

Naja, amn sollte doch nach ein bisschen spielen in der Lage sein, selbst Entscheidungen treffen zu können und nicht immer auf so nen Chart schauen müssen. <br /> Die Sache mit AQ folden ist natürlich lol.<br /> Für Anfänger find ich dieses Chart ganz ok, aber man sollte doch recht schnell sich nicht strikt an das Chart halten.

#18 d0mSki, 18.03.10 16:11

Im STARTING HANDS CHART fehlt Ak s meiner meinung ein Monster oder täusche ich mich da etwa ;)

#19 Hanseaticer, 14.04.10 12:55

Moin,<br /> für mich wirft die SHC eine Frage auf:<br /> <br /> Suited Connectors soll ich ab mittlerer Position limpen, wenn vor mir Limper dabei sind. Sitz ich aber nun bspw. MP2, werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit nur mit meinem "Call" nicht den FLop zu sehen kriegen, weil hinter mir immer erhöht wird.<br /> <br /> Folde ich dann oder calle ich die Erhöhung auch noch?<br /> <br /> Die gleiche Frage stellt sich für mich bei JTs-KQs und den kleinen Pockets auch ..<br /> <br /> Meiner Erfahrung nach ist das reine Geldverbrennerei, falls ich bei 22-99 oder suited Connectors nach meinem Call auf ein Raise mit einem Fold reagieren soll.<br /> <br />

#20 bluffcutz, 21.04.10 23:22

@19<br /> Bei JTs-KQs würd es mich auch interessieren wie ich da reagieren soll?!<br /> Jedoch zu den Pockerts 22-99 bzw. allgemein Pockets ausser AA und KK wird aber was gesagt, im Bereich "Nach mir wird erhöht" und zwar:<br /> <br /> "Hast du ein Paar, das kleiner als AA und KK ist, dann kannst du die Erhöhung manchmal auch mitgehen, nämlich dann, wenn du und dein Gegner noch das 20-fache des von dir zu zahlenden Einsatzes übrig haben."

#21 NOLE239, 25.06.10 20:11

Hallo, gibt es diese Sektion auch irgendwo über Short Handed?? Spiele noch nicht so lange und bräuchte ein paar Richtlinien für Preflopentscheidungen. MFG<br />

#22 JustinPoker, 11.07.10 09:47

Hallo, da seht ja das man einen "Drilling" in 12 % der Fälle trifft mit einem Paar als Starthand. Wie kommt man auf die 12 %. Denn es sind ja noch 2 Outs, den Drilling zu treffen und noch 50 unbekannte Karten. Also ist doch die Wahrscheinlichkeit 2/50 also 4%? Wäre nett wenn das nochmal jemand erklären könnte.

#23 Huckebein, 15.07.10 09:12

@22: Hi justinpoker, die Wahrscheinlichkeiten in Holdem und die dazugehörigen Rechenwege sind hier ausführlich erläutert: http://de.pokerstrategy.com/strategy/others/1549/1. Die Rechenwege findest du dort auf der zweiten Seite :) <br /> <br /> Die Formel ist leider in den Comments nicht so leicht darstellbar, deshalb verweise ich auf den Artikel. <br /> <br /> Viele Grüße<br /> Huckebein<br />

#24 chiks0n, 12.08.10 10:27

Wurde mehr als 1-mal erhöht, wirfst du alle Blätter _aus_ zwei Asse (AA) und zwei Könige (KK) weg.<br /> <br /> Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen ;)

#25 vs1500, 03.09.10 16:56

Die Druckversion von allen BSS Artikeln funktioniert nicht richtig.<br /> Grafiken werden überhauptnicht gedruckt und es sind auch viele Leerseiten dabei.<br /> Hab es mit den jeweils aktuellsten Versionen von Firefox und IE probiert.

#26 DaRkCoRTeX, 08.09.10 13:23

@ 22 der flop besteht ja aus 3 Karten. Für jede dieser Karten hast du ca 4% einen out zu treffen 3x4 = 12 ;)

#27 TakaBo, 20.09.10 20:29

Hallo, ich habe zwei Fragen:<br /> <br /> 1. Zu den hohen Assen (AQ AJ AT), wenn ich in mittlerer Position bin. Wenn sie suited sind, dann mitgehen. Wenn sie offsuited sind, dann aussteigen. Habe ich das richtig verstanden?<br /> <br /> 2. Was ist mit den ganzen mittleren und kleinen offsuited Assen (A9-A2). Wieso tauchen die in der Tabelle nicht auf? Ich folde doch kein A8o im CU oder gar SB?

#29 HansaImperator, 07.10.10 17:17

In Beispiel 4 wäre eine Min-Erhöhung auf 0,14 $, nicht auf 0,16 $. ;)

#30 Mischu1, 20.11.10 07:30

Hallo, guten Morgen. Ich habe folgende Frage: Ich bin MP2, habe AK. Vor mir folden alle, ich setze 4 BB. Auf eine weitere Erhöhung steige ich aus, ok. Wenn aber vor mir einer 40 BB setzt, dann müsste ich mit AK all in gehen, nämlich 3-fache Erhöhung. Im ersten Fall muss ich wegen z.B. 10 BB Erhöhung kuschen, im zweiten Fall muss ich Hals und Kragen riskieren. Ist dies richtig?? Danke für die Antwort, Mischu

#32 sportsgeist, 21.11.10 15:40

@29: wie kommst du darauf? er raist nur das 2-fache statt das 3-fache der Erhöhung, daher ists ein Minraise :)<br /> <br /> @30 ja, doch , rein nach Regel wäre es richtig, denn wenn jemand ein 3. mal raist, sollte man schon von AA oder KK ausgehen, und da reicht AK meist nicht aus. Allerdings solltest du dir denjenigen auch markieren, der 40bb setzt. Wenn du dich dort nicht wohl fühlst, ist es auch kein Beinbruch, dort schon auszusteigen ;)

#33 David, 22.11.10 08:40

@30: Hi Mischu1, im Grunde ist es richtig, falls jemand 40bb openraisen sollte, kannst du mit AK broke gehen, da das 3-fache dein kompletter Stack wäre. Dieses wird allerdings nicht oft vorkommen und du solltest dir auf jedenfall anschauen und notieren mit welchen Händen derjenige das macht.<br /> <br /> @31: Hi sportsgeist, ich habe mich in meiner Antwort auf die neue Tabelle hier im Artikel bezogen, dort werden die "s" und "o" aufgeführt.

#34 Kaleos, 06.12.10 19:23

Wieso ist der SHC den es zum Downloaden gibt ein anderer als der hier im Artikel abgebildet ist?<br /> Das verwirrt einen Anfänger.

#35 KeyLargo, 07.12.10 18:31

@34: Hm, ganz offensichtlich hat man die Druckversion noch nicht dem neusten SHC-Update entsprechend mit korrigiert.<br /> <br /> ---> ps: bitte nachholen!

#36 sportsgeist, 10.12.10 07:39

@ David: ist da ein Fehler unterlaufen oder bin ich echt zu blöd, um nach 3 Jahren das SHC nochmal zu lesen? xD Im Artikel ist das gleiche SHC wie im PDF und genauso, wie ich es von vor 3 Monaten noch kenne, nur dass eben dort jetzt die "s" und "o" hinter den Händen stehen, wo vorher keine waren. AQ stehen doch in der gleichen Spalte wie AJ und AT, schnurz egal, ob "s" oder "o"<br /> <br /> also entweder verbessert das jemand oder klärt mich auf ;-)

#37 David, 10.12.10 09:44

@27: Hi TakaBo, <br /> <br /> zu 1): das SHC besagt dass wir mit allen mittleren suited/offsuited Aces AQ-AT aus mittlerer Position erhöhen.<br /> <br /> zu 2) In diesem Artikel handelt es sich um eine Beginner-Startegie, daher empfehlen wir mit kleinen offsuited Aces auszustiegen. In unserer fortgeschrittenen Strategiesektion gibt es durchaus Abweichungen von dieser Regel :)

#38 David, 10.12.10 09:46

@34+35: Die beiden SHC Versionen unterscheiden sich nur im Layout. Wir sind allerdings dabei die neue Tabelle im Artikel auch als PDF zu erstellen.

#39 David, 10.12.10 09:47

@36: Hi sportsgeist, du hast natürlich Recht, habe mich in einer früheren Antwort vertan ;)

#40 sportsgeist, 13.12.10 20:40

dann ist ja jetzt alles geklärt :-)

#41 Stone888, 19.03.11 18:56

Mir ist es nicht ganz klar;<br /> Mit der BSS geht man mit vollem Stack am Tisch.. doch wie sieht's aus falls meine Chips schwinden & ich runterfalle auf 40 BB? Muss ich dann meine BSS auf MSS ändern? Wenn ich dann nur noch 20BB übrig habe, wechsle ich dann noch auf SSS??? Bitte um Hilfe

#42 PokerMiR4y, 29.03.11 10:07

Das würde mich auch mal interessieren!

#43 beg0r, 31.03.11 23:47

das könnte man so machen .. aber es macht keiner. im "optimalfall" rebuyt man immer sofort auf einen 100bb stack. aber euer approach müsste echt viable sein. evtl kann man damit schlechte adepts speziell von schwachen spielern erzwingen.

#44 Quingo, 25.08.11 09:48

ich mach immer auto rebuy max ;)

#45 ZorroZock, 12.09.11 17:26

@41 @42: das interessiert mich ebenfalls. im intro zur sss steht ja sogar, dass sie unschlagbar sei. wenn ich also durch eine verlorene hand im bereich 15-25 bb lande, warum sollte ich dann sofort rebuyen? - aber wa mache ich, wenn ich 25-30 bb habe? dann funktioniert keine der drei strategien ?!

#46 David, 13.09.11 10:48

@41+42+45: Wir sollten bei der BSS immer auf 100BB nachkaufen, am besten nach jeder Hand (Auto-Rebuy-Option).

#47 samcooke, 28.09.11 17:33

ist im starting hands chart bei -aktion der gegner- der big blind ausgenommen, von der aktion alle steigen aus?

#48 LokTok, 03.10.11 11:20

Frage 3 im ersten Quiz: 2 mittlere Positionen bei 6 Spielern am tisch<br /> SB,BB,EP,MP,CO,BU: Ist das nicht nur eine?

#49 CDA1989, 03.02.12 12:40

Beispiel 5 (NL2):<br /> <Ein Spieler in früher Position erhöht auf $0.08. Ein Spieler in mittlerer Position erhöht erneut und zwar auf $0.24. Dann bist du (Button) dran.><br /> <br /> Die Aktion lautet nun: ALL-IN ohen großes Gerechne.<br /> <br /> Aber stimmt das so?<br /> Würde ich auf 0,24$ setzen von meinem 2,00$ Stack und jemand würde kompromisslos ALL-IN pushen.. würde ich mir das 5 mal überlegen mitzugehen.. <br /> <br /> Würde mich freuen über eine kleine Erläuterung zu dem Beispiel. Welcher Sinn steckt dahinter?

#50 flybook, 20.02.12 00:59

Bei der Frage 1 von Kommentar #27 ist nicht klar, welche Situation er meint: <br /> <br /> Wenn vor ihm alle folden, dann sollte er statt folden limpen, nur dass es im SHC nicht so steht und nicht jede Kleinigkeit in eine Legende geschrieben wird, weil dann die Einfachheit flöten geht. (siehe Kommentar #12-#15)! Darauf nimmt David in #37 aber gar keinen Bezug, die Frage ist also noch offen oder ich verwirrt^^.<br /> <br /> Wenn vor ihm aber alle folden, dann ist es unerheblich ob s oder o, weil dann doch so oder so ein Raise folgt?! <br /> <br /> @32: Antwort zu 1) Hö, verstehe ich nicht!? Wie in #29 fälschlicherweise 0,14$ rauskommt, kann ich irgendwie noch nachvollziehen. Zum BB 0,06$ ("Call") + 1xErhöhung 0,08$, dann BB vergessen und fertig ist der Irrtum (0,14$). Aber bei dem Wort Minimum verstehe ich die kleinstmögliche Erhöhung, die das Reglement hergibt. Das wäre dann ein BB, ergo Reraise auf 0,10$. Wenn ich Minimum nun im übertragenen Sinne in Bezug auf eine Erhöhung verwende, dann wird doch im Beispiel der Raise von 0,08$ mit 1xErhöhung gereraist, also 0,08$+0,08$=0,16$. Wieso raist er denn jetzt das 2-fache?<br /> <br /> Bei der Gelegenheit gleich noch eine Frage: <br /> <br /> Wenn der BB um! 0,08$ auf! 0,10$ raist, wodran orientiert sich dann mein Reraise, wenn ich raisen will/lt. SHC muss? An den 0,08$ oder den 0,10$? Das frage ich mich jedes Mal und irgendwie ist mir das nicht klar geworden, nachdem ich den Artikel gelesen habe!<br /> <br /> @48: Bei 6 Spielern am Tisch kommen gegen den Uhrzeigersinn, nach dem CO erst die Middle Positions. Da mit den Positionen SB,BB,BU,CO aber nur noch zwei Plätze übrig sind und es theoretisch drei geben kann, gibt es 2! MPs und keine UTG (EP). Deshalb kann erst ab der 8. Position eine Position UTG auftreten. Ist im Video übrigens super erklärt!<br /> <br /> @49: Da fällt mir etwas ein, weiß aber leider nicht, ob das stimmt. Also ohne Gewähr. Es geht darum, mit den Fehlern der anderen Geld zu verdienen. Ich würde mir also nicht überlegen: "Hm, wenn ich jetzt AI gehe, dann folden alle, Mist, also mache ich den anderen das mal ein bisschen billiger, gehe also nur auf Value." sondern "Ich spiele nach BSS und gehe AI und hoffe, dass jemand so unwissend/fehlerhaft ist, nicht daran denkt, dass ich so etwas nur mit KK oder AA mache, geht mit (z.B. mit AK) und bezahlt viel Geld für diesen Fehler oder er hat halt KK, also umso besser, dann verdiene ich mit AA noch schneller mehr, verstoße also nichtmal gegen den Value-Ansatz =)". <br /> <br /> Ansonsten übrigens echt eine klasse Seite!<br /> <br /> Gr

#51 flybook, 20.02.12 00:59

uß =)<br /> <br /> Davon mal ganz abgesehen, ermögliche anderen so billiger den Flop zu sehen. Ich gehe also zusätzlich noch das Risiko ein, mit dem bestmöglichen Startblatt nach dem Flop schlechte Karten zu haben, weil ich aus Angst, alle könnten dan aussteigen, nicht AI gehe. Kommt aber auch auf den Tisch drauf an.

#52 DoOomer187, 20.02.12 19:57

cool

#53 JokerPHD, 31.10.12 19:06

Gegen welchen Spielertyp ist das SHC eigentlich genau ausgelegt?

#54 DracusLY, 07.11.12 11:51

danke fürs training! TOP BEITRAG!

#55 golum, 03.12.12 13:13

Hallo liebes PS-Team.<br /> <br /> Eines verstehe ich hier nicht.<br /> Laut SHC soll ich zb. T9s, 98s in UTG und MP folden.<br /> <br /> Angenommen ich bin UTG1. Wie habe ich denn die Anweisung "Alle steigen aus" zu deuten?<br /> Da ich ja UTG1 bin und nach den Blinds als Erster an der Reihe bin, können ja schlecht schon Spieler ausgestiegen sein.<br /> Oder übersehe ich da etwas.

#56 golum, 03.12.12 13:26

hmmm. Wo ist den mein Beitrag hingekommen?<br /> <br /> Habt Ihr ihn gelöscht? Wenn ja. Warum? Es war doch eine ganz legitime Frage.

#57 Cebulon, 08.03.13 18:26

Hallo zusammen,<br /> erst mal großes Lob an die Strategy. Benutze sie seit ein paar Tagen und komme gut damit zurecht. Eine Frage zum SHC hat sich aber auf getan:<br /> Im SHC steht man soll kleine Paare je nach Position mitgehen oder raisen und bei einer Erhöhung vor mir nur mitgehen, wenn der Spieler und ich selbst noch mindestens einen Stack von 20*Erhöhung halten.<br /> Erfolgt ein Raise nach mir, so kann ich ebenfalls mitgehen, wenn beide noch mindestens ein Stack von 20*Erhöhung halten.<br /> Im SHC steht nun, dass man in früher Position aussteigen soll, wenn es keine Erhöhung gegeben hat. WARUM?<br /> Wenn ich in früher Position limpe und nach mir gibt es ein Raise, dann kann ich doch immer noch die 'Mitgehen20-Regel' anwenden. Verstehe nicht, warum es in früher Position unlukrativer sein soll als in mittlerer Position wo mein Limp auch oft genug geraist wird.<br /> <br /> Vielen Dank schon mal. MfG

#58 gerrul3r, 27.04.13 21:42

Heyho, ich hab mal kurz ein paar Fragen:<br /> <br /> 1. Gibt es das Starting-Hands-Chart auch bald in der netten Grafik wie in der MSS ?<br /> <br /> 2.Lässt sich das hier auch für dieses Schnell-Poker-Formate ala Zoom und Rush anwenden oder ist eher davon abzuraten ?<br /> <br /> 3. Ich spiele schon seit ein paar Jahren eher aus Langeweile Poker ohne größere Gewinne/Verluste und würde sehr gerne mein Spiel nun endlich strukturieren und organisieren, aber ch finde es derbe schwierig gerade die ganzen Anfänger-Themen wie Hands-Chart, Odds & Outs usw. in den micro-Limits anzuwenden weil 80% der Leute raisen egal mit welcher Hand überdimensionierte Einsätze, wo ich als Semi-Beginner nur alle 20. Hand mal die Chance habe mit AK oder KK zu reraisen oder All-In zu gehen..... find ich sehr deprimierend<br /> <br /> Grüße<br /> gerrul3r

#59 xontox, 14.06.13 08:00

Moin, auf NL2 FR ist die Standard Openraisegrösse 3BB. Hier in den Artikeln geht es aber um 3BB. Sind die Artikel nicht mehr Uptodate, oder soll ich dennoch Standardmässig auf 4BB erhöhen?

#60 xontox, 14.06.13 08:01

4BB in den Artikeln meinte ich

#61 newuser2407, 27.06.13 10:58

Zu #58 3.<br /> das selbe erlebe ich auch immer. eine 4 bet wird mit 56o gecallt und dann auch oft mir 66A gewonnen. ist es hier besser passiv zu eroffnen und auf den flop zu hoffen?

#62 MechanicJoe, 01.07.13 03:03

@22, ich bin Poker Anfänger, dennoch hier eine verständlich berechnete Herleitung, wie oft man im Flop (minimal)'nen Set treffen wird: man berechnet zunächst das Gegenereignis: kein Set! Es gibt 50 Unbekannte, man stelle sich vor, die erste Karte des Flops erscheint: nicht getroffen, Wahrscheinlichkeit negativ P(1n) = 48/50.<br /> Jetz noch 49 Unbekannte, mit der 2ten Karte wieder negativ, P(2n) = 47/49. Verbleiben 48 Unbekannte, 3. Flop-Karte wieder nichts: P(3n) = 46/48. Alle 3 negativen Ereignisse mögen (nacheinander) eintreten (unter Bedingung des angenommenen negativen Vorereignisses), und so zu dem Gesamtereignis 'kein Set durch Fop' verschmelzen , dann multipliziert man deren jeweiligen Wahrscheinlichkeiten: P(n) = P(1n)*P(2n)*P(3n) = (48/50)*(47/49)*(46/48)=0,8824..., also ca. 88%. Das Gegenereignis zu 'kein Set durch Flop' ist ein Set oder gar ein Vierer (auch nicht übel). Da '(min.) Set ODER nicht Set getroffen' immer eintritt, gilt für das positive Ereignis 'Set getroffen' P(p) = 1-P(n) = 1-0,8824... = 0,1176. Und 0,12 = 12/100 = 12%. Man bedenke aber, Set ist noch nicht = Sieg, daher muss die maximal mögliche Belohnung deutlich höher als nur (100/12)*Call sein. Die Faktor-20-Regel dürfte unter Berücksichtigung der dann zu erwartenden Weiterverläufe sicherlich solide herleitbar sein. Gerade die nur eher kleinen Paare auf der Hand ergeben nach dem Flop dann doch oft ein wunderschön maskiertes Set, was den Gegner u.U. verführt, Tony Montana zu spielen, und Dir seinen vollen Stack zu vererben.

#63 MechanicJoe, 01.07.13 03:04

@57 Cebulon: Ich verstehe das so: Frühe Position ist generell nachteilhaft - ist klar; wenn ich in früher Position mit kleinem bis mittlerem Paar mitgehe, erhöht ggf. auch nach mir niemand, weil deren Blätter nicht gut genug dafür sind, trotzdem sind vermutlich mehrere dabei, deren beide (bei an sich nur mäßig guter Hand) Karten jeweils höher sind als mein gepaarten Karten einzeln betrachtet. All jene Spieler haben dann jeweils(!) eine Siegchance von grob 50 % gegen mich vor dem Flop. Nach dem Flop muss ich mich wieder früh erklären und ggf. ebenso am Turn und River - weniger erfreulich. Sollte ich dann im Flop kein Set haben (also in 88% der Fälle) verliere ich zumeist gegen mindestens einen der anderen preflop-Limper, ich kann dann eigentlich postflop in früher Position auch gleich passen, um prekäre Entwicklungen gar nicht erst zuzulassen. Meine Siegchance ist rein statistisch in späterer Position dann zwar nicht besser, doch deutlich risikoärmer spielbar, ich muss dann nicht unbedingt sofort passen, vielleicht erhöht der Genossen ja niemand postflop, d.h. im Endeffekt kleinerer zu erwartender Verlust, resp. eventuell sogar möglicher Gewinn. Treffe ich jedoch ein Set im Flop, wird der Pot meist nicht mehr so anschwillen, wie bei preflop erfolgter Erhöhung. Meine mögliche Belohnung fällt also auch dann geringer aus. Und auch hier muss ich gegen oft mehrere spieler zuerst etwas ansagen. Der Gewinnerwartungswert ist bei Würdigung aller Weiterverläufe in früher Position daher sehr wahrscheinlich negativ. Die gleichen Entwicklungen in Nichtfrüher Position, und damit späterer Entscheidungspflicht nach dem Flop und ggf. danach liefern mit der Verschiebung der Position nach hinten stetig bessere Gewinnerwartungswerte. Ich habe das natürlich nicht nachgerechnet, aber die exakte quantitativ gewichtete Begründung der Chartdesigner/Profispieler dürfte recht kompliziert sein; wir haben es sicherlich hinsichtlich der einzelnen Positionswürdigung oft mit Grenzentscheidungen zwischen (noch) gut und (schon) böse zu tun. Wenn die Angaben korrekt sind, dann profitiert der gehorsame Anwender langfristig davon.

#64 izebox, 01.04.14 17:39

Irgendwie fand ich die alten charts (vor 5-6 Jahren) weitaus übersichtlicher als das jetzt :(

#65 83karak83, 05.04.14 23:27

danke

#66 kaiPhone, 01.06.14 03:00

das ist aber schon seeehr tight..

#67 angdom70, 16.12.14 08:09

Danke

#68 Dannis111, 31.12.14 12:30

Bei AQ steht "alles steigen aus" ich soll ab mittelposition erhöhen. Was ist aber wenn jemand z.B. in utg jemand gelimpt hat. Ich gehe davon aus, das ich auch dann erhöhe. Genau so steht bei AT "1 Spieler hat erhöht" aussteigen. Das ist klar. Aber was tun wenn nur jemand vir mir gelimpt hat oder alle Spieler ausgestiegen sind. Ab welcher Position kann ich AT raisen? Kann es sein das hier noch irgendwelche Fehler in der SHC sind. Ich rede jetzt von der SHC in der Stategy Sektion nicht von der, die ich runter laden kann, diese weicht auch von der aus der Sektion ab. Welche ist nun die aktuelle?

#69 linda82, 11.02.15 19:38

Ja<br /> zum Anfang gar nicht mal so schlecht das ganze :))

#70 ILikeToMoveIt, 14.04.15 13:05

Habe lange Zeit mich geweigert einige Hände abzuwerfen. Aber jezt sehe ich den sinn dahinter. Und das Spiel wird wirklich leichter.

#71 Struppiwuffi, 25.04.15 16:33

Netter Artikel. Das meiste wusste ich schon, ist aber dennoch gut es noch einmal zu vertiefen.

#72 opsdrummer, 03.08.15 21:29

Mittlere Position, Spieler sind mitgegangen. AQs aussteigen, KTs mitgehen?

#73 Pomerodi71, 14.10.15 11:56

Sorry, aber nach diesem Artikel bin ich ein wenig enttäuscht. <br /> Wenn ich so spielen würde, dann würden mich die Blinds und Blind-Stealer auffressen. <br /> <br /> Klar, man spielt eine gewisse Range, aber gerade an den Micro Tischen spielt man vielmehr den Gegner, als die Karten. Damit will ich sagen, dass ich AQ sicherlich nicht sofort folde, wenn jemand vor mir bettet.<br /> <br /> Ich werde es trotzdem mal machen, auch wenn ich Angst habe, vor Langeweile zu sterben.

#74 PeterRockx, 12.12.15 13:39

Pometodi da stimne ich dir zu

#75 PeterRockx, 12.12.15 13:40

Also mit der AQ, aber mit der langweile nicht da poker ein gedulds spiel ist ^^

#76 Romyomi, 31.01.16 20:49

Frage: Ich versuche rückwärts die Positionen abzuzählen wer ich bin. Rechne ich rückwärts ab dem BB oder ab dem Dealer, falls sich weniger als 10 Personen am Tisch befinden? Wären 3 Spieler im Spiel, hätte ich BB, SB, spät?!? Oder hab ich 2 späte und 1 mittlere Position?

#77 Chefkoch1985, 11.02.16 12:58

Nice

#78 nattydread1234567, 19.02.16 04:58

was mich an diesem artikel extrem stört ist, dass bei einem KK oder AA direkt vor dem flop ein all in gefordert wird. mal ehrlich, wer würde denn schon (gerade in den niedrigen limits) ein all schon vor dem flop mitgehen, wenn er nicht gerade QQ KK oder AA hat? es ergibt doch viel mehr sinn, erstmal slow play zu betreiben, und eventuell so noch ein paar blinds von spielern mit schwachen händen in den flop zu kriegen. wenn dann der flop sicher für einen ist, können sich diese spieler mit den schwachen händen dann gerne dumm und dämlich wetten. <br /> <br /> mit einem all in bereits vor dem flop verschlechtert man seine chancen einen netten pot zu gewinnen eher, als dass man sie gewinnt

#79 Guelsson, 25.05.16 14:38

Ich finde auch nicht, dass man AQ pauschal folden sollte, gegen einen sehr tighten Spieler (Rock) vielleicht schon aber gegen einen loosen Spieler auf jeden Fall, da man sehr wahrscheinlich vorne liegt =)