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StrategieNo-Limit

Verbessere dein Spiel am Turn: Teil 1

Einleitung

In diesem Artikel
  • Profitables Preflop-Spiel
  • Starting Hands Charts
  • Das Stehlen der Blinds

Vor Kurzem habe ich die Mitglieder von PokerStrategy.com gefragt, welche Setzrunde ihrer Meinung nach für den durchschnittlichen Microstakes-Spieler am schwierigsten zu spielen sei. Mehr als 140 Mitglieder haben geantwortet und rund 60% von ihnen hielten den Turn für die schwierigste Setzrunde. Am zweithäufigsten wurde der River genannt, allerdings erhielt er nur etwa 20% der Stimmen. Daher zielt diese Artikelserie darauf ab, euer Spiel am Turn zu verbessern.

Ohne preflop und am Flop zu spielen wird man aber nie eine Turnkarte sehen. Diese scheinbar offensichtliche Feststellung liegt unserer Analyse zugrunde. Es ist von grundlegender Bedeutung zu verstehen, dass sich Fehler in den frühen Setzrunden in späteren weiter verschlimmern. Folgende Grafik soll dies verdeutlichen:

Sobald du einige Leaks in deinem Spiel preflop und am Flop angehst, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit und die Schwere von Fehlern am Turn und River:

Wenn du also dein Spiel am Turn verbessern willst, musst du einen Schritt zurück gehen und dich auf dein Spiel am Flop konzentrieren. Bevor du das aber tun kannst, musst du noch einen weiteren Schritt zurück machen und dich deinem Preflop-Spiel widmen. Nur durch diese scheinbaren "Rückschritte" kommst du zur Wurzel deines Problems.

Erst wenn du dich mit deinen Schwierigkeiten preflop und am Flop beschäftigst, kannst du darüber nachdenken, dein Spiel am Turn zu verbessern. Es ist sehr wichtig, sein Spiel von Anfang an auf einer soliden Basis aufzubauen. Aus diesem Grund ist diese Artikelserie wie folgt aufgebaut:

Mit dem Preflop-Spiel fängt alles an.

Profitables Preflop-Spiel

In dieser Serie können natürlich nicht alle Facetten des Preflop-Spiels abgedeckt werden, weshalb wir uns auf zwei Annahmen beschränken:

  • Du spielst mit einem Stack von 80 - 125BB. Wie in oben genanntem Thread bereits erwähnt, sind die frühen Setzrunden umso wichtiger (und damit auch schwieriger) je kleiner die Stacksize ist.
  • Es ist noch niemand in die Hand eingestiegen. Vor dir gab es keine Limper oder Raiser - in dieser Situation wirst du dich mit Abstand am häufigsten wiederfinden.

Was macht nun also ein profitables Preflop-Spiel aus? Wenn eins von zwei Dingen geschieht, kannst du einen Profit machen:

  • Du gewinnst die Blinds.
  • Du bringst dich in eine Postflop-Situation, die du +EV spielen kannst.

Wenn zu dir gefoldet wird, solltest du dir zunächst einmal überlegen, ob es einen großen Fisch gibt, gegen den du möglicherweise eine vernünftige Hand spielen kannst. "Vernünftig" hängt in diesem Zusammenhang vom jeweiligen Fisch ab. Mit diesem Aspekt im Hinterkopf solltest du dir nun folgende Gedanken machen:

Auf diesen Entscheidungsbaum werden wir im Verlauf dieser Artikelserie noch genauer zu sprechen kommen.

Starting Hands Charts

Ich halte Starting Hands Charts für wichtig und hinderlich zugleich; in etwa wie Stützräder an einem Fahrrad. Du solltest sie solange nutzen, bis du eine Idee davon bekommst, wofür sie da sind. Dann solltest du beginnen, von ihnen abzuweichen und Entscheidungen treffen, die für die jeweilige Situation optimal sind.

gadget51, einer unserer Moderatoren bei PokerStrategy.com, sagte kürzlich in einer Diskussion über die häufigsten Fehler:

"Die meisten Microstakes-Spieler denken, sie können preflop entscheiden, bestimmte Hände zu spielen, weil sie 'damit Erfahrung haben' oder 'ein Chart nutzen'. Aber können sie auch entscheiden, wie sie die gleiche Hand preflop in der gleichen Position an vier verschiedenen Tischen zur gleichen Zeit spielen sollen? Ich habe an einem Tisch geraist, also raise ich auch an den anderen drei, ok? Nein!

Ihr braucht einen Plan. Fragt einen Microstakes-Spieler bevor er den Button zu einem Call/Raise/3-Bet preflop klickt nach seinem Plan, falls er gecallt wird... und dann sagt mir, wie viele von ihnen tatsächlich einen Plan haben."

Du brauchst also einen guten Grund für deine Aktionen preflop. Genau darum geht es auch in dieser Artikelserie - warum manche Spielzüge preflop +EV sind und andere nicht. Wir werden später noch auf Starting Hands Charts, und wie du deine eigenen für spezielle Situationen zusammenstellst, zurückkommen.

Das Stehlen der Blinds

Einer der Aspekte bei der Frage, ob man eine Hand raisen sollte oder nicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man die Blinds stehlen kann. Beginnen wir mit ein paar Zahlen: Ich habe mir etwa 100.000 Hände einer meiner Schüler auf NL25 6-max angesehen. Diese Tabelle zeigt, wie oft er in den verschiedenen Positionen erfolgreich die Blinds stehlen konnte.

Hier sind die Zahlen von 110.000 Händen von NL100 Full Ring:

Wichtig zu sagen ist, dass es sich hier um Durchschnittswerte handelt. Die Tabellen sollten dich zwar nicht überraschen, aber es ist dennoch schön die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten einmal bildlich zu sehen. Du erkennst, dass du zu etwa 2/3 einen Flop sehen wirst, wenn du in einem Shorthanded-Spiel aus früher Position erhöhst. Dabei brauchst du also einen Range von Händen, die sich postflop profitabel spielen lässt. Auf der anderen Seite wirst du nur sehr selten einen Flop sehen, wenn du an einem Full Ring-Tisch vom Small Blind erhöhst, weswegen deine Range viele schwächere Hände beinhalten und trotzdem profitabel sein kann.

Als nächstes müssen wir herausfinden, in welchen Situationen sich diese Wahrscheinlichkeiten nach oben oder nach unten verändern.

BEISPIEL 1:

Stell dir vor, du sitzt an diesem Tisch und alle folden zu dir am Button:

Du hast es mit einem tighten Shortstack im Small Blind und einem Regular-TAG mit einem normalen 3-Bet-Wert im Big Blind zu tun. Die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich die Blinds stehlen zu können, ist hoch und du solltest du mit einer weiten Range raisen. Außerdem solltest du nur auf 2,5BB raisen, da der Shortstack üblicherweise nur pushen oder folden wird.

BEISPIEL 2:

In diesem Beispiel sitzt der loose-passive Spieler im Small Blind und der loose-aggressive Spieler im Big Blind:

Hier ist die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Steals stark reduziert. Du wirst wahrscheinlich entweder einen Flop sehen oder von Phil, dem LAG im Big Blind, eine 3-Bet kassieren. Du musst deine Raising-Range also auf Hände beschränken, die sich auch postflop gut spielen lassen. Du solltest deinen starken Hände wie TT+, AK auf mindestens Potsize raisen und damit die Blinds für ihr recht looses Spiel bestrafen.

Während es in Beispiel 1 mit den tighten Spielern in den Blinds noch profitabel ist mit Händen wie 95o zu raisen, solltest du diese Hände in Beispiel 2 folden. Mit ihnen wirst du langfristig Verluste machen, da du entweder mit einer 3-Bet konfrontiert wirst oder mit einer Hand postflop spielen musst, die sich nur schlecht spielen lässt.

Als nächstes

Im nächsten Artikel werden wir untersuchen, was du bedenken solltest, wenn du die Blinds wahrscheinlich nicht stehlen kannst und am Flop spielen musst. Zentral für diese Diskussion wird die rechte Seite des Preflop-Entscheidungsbaums sein (siehe oben).

 

Kommentare (16)

#1 Schabl, 21.03.12 21:51

Fürst

#2 Markme, 21.03.12 22:16

Sehr schön illustriert der Artikel :) Gut zu verstehen, so sollten die Artikel in Zukunft aufgebaut werden!

#3 JustMillion, 22.03.12 09:13

Schließe mich Markme an, Verneer rockz

#4 cuQa, 22.03.12 11:27

Zu 'Successfully Stole Blinds' wäre es interessant zu wissen wie oft versucht wurde Blinds zu stehlen im SB im Vergleich zu LP.

#5 Noalan, 22.03.12 17:06

NICE

#6 Bower1992, 22.03.12 18:44

ganz ok

#7 B52Bomber, 23.03.12 09:22

Nice one<br /> _______________________________________<br /> Kein Plan ist auch ein Plan, nehmlich der zu verlieren.

#8 Th0m4sBC, 01.04.12 15:58

Der Artikel ist nicht schlecht. Aber, wie hilft der einem Spieler welcher Probleme am Turn hat weiter? Alles was dazu gesagt wird ist, dass Preflop und Flop zum Turn führen. Das ist zwar korrekt, aber weshalb wird stärker thematisiert als das effektive Turn-Play?<br /> Spieler welche Probleme haben den Turn zu spielen, werden wohl in erster Linie damit Probleme haben, den Gegner auf eine Range zu setzen und abzuschätzen / errechnen ob sein Draw ankam, wie viel Ihr Draw noch Wert ist etc. pp.<br /> <br /> Guter Artikel. Geht aber meiner Meinung nach, total am Titel vorbei.

#9 Falko, 04.04.12 09:38

Wäre schön wenn ihr in euren Grafiken ein deutsche Übersetzung verwenden würdet.

#10 MountMikkeli, 12.04.12 19:38

fand den text super. thx

#11 Masblok, 13.04.12 16:28

Schöner Artikel

#12 TBoombastic, 12.06.12 11:54

@8 er schreibt doch dass alle probleme pre anfangen. Das ist ja nur der erste teil. Daher muss es auch richtig strukturiert sein.<br /> <br /> Im zweiten teil werden wahrscheinlich deine Bedürfnisse befriedigt:-)

#13 AlexAlberti, 11.09.12 09:16

Schöner Artikel, nur hört er auf bevor die eigentliche Thematik (Titel) aufgegriffen wurde. Wo geht es denn weiter? Bin gespannt..

#14 Nobax, 29.09.12 00:54

Verbessere dein Spiel am Turn: Teil 1

#15 onehotminute, 08.11.12 15:00

finde den artikel gut . besonders aufbau und thema sind sehr gut. hoffentlich gibts bald eine fortsetzung.<br /> <br /> zum ersten beispiel: ich finde mit dem smallstack im sb zu sagen "die wahrscheinlichkeit, dass der steal werfolgraich ist, is hoch" eigentlich nicht so gut.<br /> <br /> short- und midstacks 3betten gegen steals ja durchaus loose. finde das beispiel nicht optimal.

#16 friX82, 07.06.13 15:01

Schöner Artikel.<br /> Jedoch stören mich die Grapgiken mit Englischen Text. Ist ja eigendlich kein ding diese für ein Deutsches Forum auch in Deutsch reinzusetzten.<br /> Ansonnsten gut und leicht zuverstehen