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Worauf du am Showdown achten solltest

Du solltest bereits gelesen haben:

Beim Handreading ordnest du deinem Gegner preflop aufgrund seines Spielertyps eine Durchschnittsrange zu und grenzt diese postflop mit Hilfe des Tricherprinzips ein. Beide Prozesse basieren auf Annahmen darüber, welche Range dein Gegner auf welche Weise spielt.

Am Showdown kannst du diese Annahmen überprüfen, indem du die Hand deines Gegners mit deinen Erwartungen über seine Range vergleichst. Sobald du eine Abweichung erkennst, solltest du die entsprechende Range anpassen.

In dieser Lektion lernst du, Abweichungen von der Durchschnittsrange zu erkennen und diese gegebenenfalls entsprechend anzupassen. Auch über das Postflop-Spiel deines Gegners kannst du am Showdown wertvolle Informationen gewinnen, insbesondere über die Zusammensetzung seiner Value-, Bluff- und Call-Ranges.

Preflop: Achte auf Abweichungen von der Durchschnittsrange

Die Durchschnittsrange ist die Grundlage deines Handreadings und basiert auf Annahmen darüber, mit welchen Händen dein Gegner openraist, 3-bettet, callt und limpt.

Dein Gegner kann auf zwei Arten von der Durchschnittsrange abweichen:

  • Er spielt eine Hand außerhalb der Durchschnittsrange.
  • Er spielt eine Hand innerhalb der Durchschnittsrange nicht oder anders, als erwartet.

Dein Gegner spielt eine Hand außerhalb der Durchschnittsrange

Spielt dein Gegner eine Hand, die nicht in seiner Durchschnittsrange liegt, solltest du sie um diese Hand und bessere Hände der entsprechenden Kategorie erweitern. Bevor du diese Hände jedoch dauerhaft in die Range deines Gegners aufnimmst, solltest du überprüfen, ob eine der beiden folgenden Ausnahmen zutrifft:

  • Er spielt diese Hand statt einer anderen Hand aus der Durchschnittsrange.
  • Dein Gegner spielt eine Hand nicht dauerhaft zusätzlich, sondern aufgrund der speziellen Situation am Tisch, der sogenannten Tisch-Dynamik.

Ob dein Gegner diese Hand statt einer anderen Hand aus seiner Durchschnittsrange spielt, kannst du mit Hilfe von Trackingsoftware und einer Samplesize von mindestens 1000 Händen abseits der Tische überprüfen.

An den Tischen kannst du speziell darauf achten, ob du die schlechtesten Hände seiner Openraise-Range am Showdown siehst. Sobald das der Fall ist, kannst du diese Ausnahme ausschließen.

Um herauszufinden, ob dein Gegner diese Hand aufgrund der Tisch-Dynamik spielt, solltest du den Tisch auf Gründe für eine Abweichung untersuchen. Die häufigsten Gründe sind:

  • Die Stacksizes weichen deutlich von 100BB ab.
  • Ein Freizeitspieler sitzt in den Blinds.
  • Besonders aggressive Spieler haben Position auf deinen Gegner.
Sieh dir dazu das folgende Beispiel an:



Du hast deinen Gegner als TAG identifiziert und gibst ihm folgende Durchschnittsrange:



Siehst du am Showdown eine Hand wie A7s, liegt diese außerhalb der Durchschnittsrange. Bevor du diese Hand dauerhaft in die Openraise-Range deines Gegners aufnimmst, überprüfst du, ob sein Openraise mit dieser Hand ein Ausnahmefall sein könnte.

Mit Hilfe von Trackingsoftware findest du heraus, dass er alle anderen Hände aus der Durchschnittsrange ebenfalls openraist und auch in der Tisch-Dynamik findest du keinen Grund für eine Abweichung.

Daher erweiterst du die Openraise-Range deines Gegners aus MP um A7s und bessere suited Aces, also A7s+.

Spielst du allerdings gegen Callingstations oder Maniacs, ist die Handauswahl nicht immer nachvollziehbar und ihre Ranges variieren stark. Du solltest diese Information daher vorsichtig verwenden.

Dein Gegner spielt eine Hand nicht oder anders als erwartet

Spielt dein Gegner eine Hand innerhalb der Durchschnittsrange nicht, fehlt diese entweder komplett in seiner Range oder er wählt mit dieser Hand eine andere Aktion als in der Durchschnittsrange vermutet.

Das Fehlen einer Hand in der Range deines Gegners kannst du nur mit einer Trackingsoftware und einer Samplesize von mindestens 1000 Händen nachweisen.

An den Tischen selbst kannst du darauf achten, ob dein Gegner mit einer bestimmten Hand die erwartete Aktion wählt. Bei TAGs, LAGs und Nits kommen Abweichungen hier am häufigsten in den 3-Bet- und Call-Ranges vor.

Da sich diese beiden Ranges wechselseitig beeinflussen, bedeutet das Vorkommen einer Hand in der einen Range das Fehlen dieser Hand in der anderen Range. Das gleiche gilt für die Limp- und Openraise-Ranges von Callingstations und Maniacs.

Achte hier jedoch bei TAGs, LAGs und Nits ebenfalls darauf, ob die Tisch-Dynamik der Grund für die Abweichung sein könnte.

Openraist du beispielsweise am CO und ein LAG callt QQ am BU nur, anstatt zu 3-betten, erweiterst du seine Call-Range um QQ und nimmst QQ aus seiner 3-Bet-Range.

Bevor du diese Änderung dauerhaft übernimmst, überprüfst du noch die Tisch-Dynamik: Da kein Freizeitspieler oder besonders squeeze-freudiger Spieler in den Blinds sitzt, kannst du davon ausgehen, dass dein Gegner QQ als Standard am BU gegen ein Openraise aus dem CO nur callt.

Typische Abweichungen

Bei TAGs, LAGs und Nits gibt es bestimmte Abweichungen, die häufig vorkommen:

  • Dein Gegner 3-bettet polarisierter oder depolarisierter als in der Durchschnittsrange angenommen.
  • Die Call-Range deines Gegners aus den Blinds gegen Steals ist looser/tighter.
  • Dein Gegner openraist aus EP/MP mit suited Connectors und suited Aces statt mit ATo oder KJo.
  • Dein Gegner 3-bettet aufgrund einer Stacksize <60BB looser for Value.
  • Dein Gegner 3-bettet aufgrund einer Stacksize >150BB tighter.

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Kommentare (3)

#1 DarkApfelstrudel, 04.07.13 16:35

Die Aufgabe 2 beim Quiz von "Handreading (4): Worauf du am Showdown achten solltest" ist falsch.<br /> <br /> Es ist nicht ersichtlich, dass es sich hier um eine 6-max Hand handelt und sich der Gegner in MP befindet.<br /> <br /> Es sieht eher nach einer HU Hand aus, deshalb kommt imo bei den Antworten eigentlich nur 4te in Frage.

#2 Thunder1214, 01.08.13 10:06

das sehe ich genau so ...<br /> <br /> Villain sitzt laut Bild hier am Button und nicht in MP!

#3 Florian12790, 04.09.14 14:48

Schöner Artikel