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StrategieTurniere

MTT Bankrollmanagement

Einleitung

In diesem Artikel
  • was das Bankrollmanagement und die 1%-Regel sind
  • welchen Einfluss Glück und Pech bei Pokerturnieren haben
  • was der Begriff Varianz bedeutet

Du hast dich sicher bereits mit dem Einfluss von Glück und Pech beim Pokern auseinandergesetzt. Die einen meinen, es sei ein reines Glücksspiel. Das stimmt sicher nicht. Wer jedoch behauptet, in einem Pokerturnier gewinnt immer der beste Spieler, liegt auch nicht ganz richtig.

Im Verlauf des Artikels erfährst du, welche Vorkehrungen du treffen solltest, damit du ein erfolgreicher Turnierspieler wirst und wie du die Balance auf dem Drahtseil zwischen Kapitalerhaltung und Gewinnmaximierung hältst.

Bankrollmanagement als Gegenpol zu Glück und Pech

Ein einzelnes Turnier zu gewinnen, erfordert immer das nötige Quäntchen Glück. Ob du es nun in deinem nächsten Turnier haben wirst oder nicht, kannst du aber nie wissen.

Langfristig wirst du zwar sehen, dass du durch gutes Spiel und clevere Entscheidungen ziemlich sicher Erfolg haben wirst. Glück und Pech werden sich mit der Zeit ausgleichen. Kurzfristig kann es in Turnieren aber sehr bescheiden laufen. Im Pokerjargon nennt man so etwas einen Downswing.

Um deine Pokerkarriere nie aufgrund eines Downswings in Gefahr zu bringen, musst du mit deiner Bankroll gut haushalten und darfst nie zuviel in einem Turnier auf Spiel setzen. Man nennt dies Bankrollmanagement.

Deine Bankroll ist dein Kapital, das du geschickt investieren musst, um voranzukommen. Du willst viel gewinnen, wenn du gewinnst, aber von Verlusten nicht schwer getroffen werden. Das erreichst du, wenn du dich an folgende Regel hältst:

Die 100-Buy-ins-Regel

Die Erfahrung hat gezeigt, dass 100-Buy-ins am besten deine Interessen an hohen Gewinnchancen und geringem Verlustrisiko miteinander in Einklang bringt. Spiele keine Turniere, für die du keine 100 Buy-ins hast.

Anders formuliert:

WICHTIG  
Investiere nie mehr als ca. 1% deiner Bankroll in ein Turnier.

Dementsprechend weist dir diese Regel einen genauen Weg, wann du in den Limits auf- bzw. absteigen sollst.

Varianz bei Pokerturnieren

Wenn du bei Wikipedia Varianz eingibst, wird der erste Satz des Artikels lauten: "Die Varianz ist ein Maß, das beschreibt, wie stark eine Messgröße (genauer eine Zufallsgröße) streut.“

Auf Pokerturniere übertragen bedeutet Varianz, dass es nicht immer gerecht läuft. Du wirst Turniere spielen, in denen du einen Run hast. Die Karten kommen für dich wie gemalt und die Chips deiner Gegner wandern quasi von alleine in deine Richtung, wenn du entsprechend setzt.

Andererseits wird es natürlich auch Turniere geben, in denen alles schief geht. Ob es nun aber gut oder schlecht läuft (oder mittelmäßig), kannst du ja vorher nie wissen. Die Karten kommen zufällig. Viele Spieler machen dabei folgenden Fehler: Sie setzen sich emotional zu sehr damit auseinander, ob sie sich nun auf der guten oder schlechten Seite der Varianz befinden.

Es wird dir sicher auch schon widerfahren sein, dass du den Eindruck hattest "Heute läuft echt alles besch...!".

Wenn du bei Pokerturnieren Erfolg haben willst, ist es jedoch sehr wichtig, dass du diese Varianz als einen Teil des Spiels akzeptierst und lernst, damit umzugehen. Unabhängig davon ob es in deinem Turnier bisher gut oder schlecht lief, solltest du dich immer darauf konzentrieren, in der nächsten Hand die bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Dieses Prinzip zu verinnerlichen, wird eine entscheidende Vorraussetzung für deinen Erfolg in Pokerturnieren sein, da du dadurch deinen Gegnern neben deinem spielerischen Vorteil (im Pokerjargon nennt man das Edge) auch psychologisch überlegen bist.

Bankrollmanagement und richtige Turnierwahl

Wenn du im Internet Pokerturniere spielen möchtest, wirst du eine riesige Auswahl vorfinden. Die verschieden Pokerseiten bieten quasi im Minutentakt neue Turniere an. Diese sind jedoch keineswegs alle gleich. Neben den gängigsten Formaten "Freezeout" und "Turbo-Turnier" musst du besonders auf „Rebuy-Turniere“ achten, da diese durch das Nachkaufen teurer als das ursprüngliche Startgeld werden können.

In der Silbersektion werden dir die gängigsten Formate "Freezeout", "Turbo-Turnier", "Rebuy-Turnier", "Satellite-Turnier" und "Multitable-SNG" jeweils in einem Artikel vorgestellt. Es kann sehr entscheidend für deine Erfolge sein, wie gut du dir deine Turniere unter diesem Aspekt aussuchst und erkennst, welches Format dir am meisten liegt.

Am wichtigsten ist jedoch, dass du auf die Größe des Startgelds achtest. Es gibt beinahe jedes Turnierformat zu jedem Preis. Im Verlauf dieses Artikels hast du gelernt, dass es auch Durststrecken gibt, die deine Bankroll verkraften muss.

Viele Spieler haben dieses Prinzip nicht verstanden und spielen ihre Turniere immer und immer wieder, bis ihre Bankroll auf Null angekommen ist. Sie sind nicht sorgfältig mit ihrer Bankroll umgegangen und haben kein Geld mehr, um weitere Turniere zu spielen.

Dein Ziel sollte es sein, solchen Problemen aus dem Weg zu gehen. Ein gutes Bankrollmanagement löst dieses Problem von selbst. Dabei gehst du ganz einfach davon aus, deine Bankroll zwar einerseits als Geldbetrag anzusehen, andererseits als eine Summe von Startgeldern für Turniere.

1200$ sind 1200$. Du kannst sie jedoch als 24 Buy-ins für 50$Turniere ansehen, als 120 Buy-ins für ein 10$Turniere oder als 1200 Buy-ins für 1$Turniere, es bleiben jedoch immer 1200$.

Du solltest dir gut überlegen wie du mit deiner Bankroll umgehst. Wenn du mit 1200$ Turniere für 50$ spielst, wirst du recht schnell einen sehr großen Teil deiner Bankroll verlieren können. Wenn du zum Beispiel 12 Turniere in Folge nicht ins Geld kommst (was regelmäßig vorkommt), ist die Hälfte weg. Willst du dieses Risiko in Kauf nehmen?

Wenn du nur 1$ pro Turnier bezahlst, wirst du nur sehr schwer erreichen können, dein gesamtes Geld zu verlieren. Jedoch agierst du jetzt zu vorsichtig und machst zu wenig aus deinem Geld. Schließlich möchtest du ja auch weiter nach oben kommen und ein optimales Risk-Reward.

Es geht also darum, einen bestimmten Anteil deiner Bankroll sinnvoll in Turniere zu investieren, damit das Verlustrisiko und deine Gewinnmöglichkeiten in einem guten Verhältnis zueinander stehen.

Zusammenfassung

Du hast beim Lesen dieses Artikels gesehen, dass es beim Pokern nicht nur darauf ankommt, deine Hände gut zu spielen. Du musst auch mit dem Einfluss von Glück und Pech umgehen können. Sowohl psychologisch als auch finanziell.

Auf der einen Seite solltest du dich nie durch eine Pechsträhne verunsichern lassen oder on tilt gehen. Betrachte diese Fähigkeit als eine Stärke eines guten Pokerspielers und setze es dir als Ziel, irgendwann über Badbeats lachen zu können, während du sie bekommst.

Auf der anderen Seite solltest du dafür sorgen, dass eine Pechsträhne dir nie zu tief in den Geldbeutel greifen kann. Dies zu umgehen, sollte nach diesem Artikel für dich kein Problem mehr sein. Die Antwort auf dieses Problem lautet Bankrollmanagement und ist die einfachste Fähigkeit auf deinem Weg zu einem erfolgreichen Pokerspieler. Dabei musst du nichts anderes können, als Turniere zu meiden, die für dich zu teuer sind. Das sollte dir nicht wirklich schwer fallen.

 

Kommentare (34)

#1 Xiaojiang, 28.07.09 12:09

1st... omfg!<br /> <br /> Btw, sehr schöne Idee, diesen Content endlich von den SnGs zu trennen...

#2 Bjoerniboy, 28.07.09 13:21

Mal eine Frage, die ich schon in den Foren öfter gestellt habe: MUSS man ein so tightes BRM wirklich fahren? Wenn ich beispielsweise ein 75 BI BRM fahre heißt dass ja nicht nur, dass ich schneller aufsteige bei den Turnieren, sondern AUCH gegebenenfalls schnell wieder absteigen muss. Man geht also nich unbedingt schneller Broke solange man sich dranhält (was hier natürlich noch viel wichtiger ist), sondern muss, wie gesagt, nur schnell auch wieder absteigen können. Oder sehe ich das falsch?

#3 m0bi, 28.07.09 14:09

finde das brm das hier vorgeschlagen wird einfach nur aggressiv.<br /> keiner spielt wenn er mtts anfängt perfekt und dann mit 100buyins ist das einfach nur sinnlos...<br /> für komplette anfänger mindestens 150+

#4 Martschl, 28.07.09 14:46

MTTs sollten für Anfänger eh nur "nebenbei" als Abwechslung zu normalen SnGs oder CG laufen, mMn.<br /> <br /> Die Varianz ist so hoch, die Tiltgefahr dementsprechend.. gerade für vollkommene Anfänger also ein schwer zu gehender Weg.<br /> Und das richtige Geld (FT) ist wirklich schwer zu erreichen, denke ich. Auch mit Run kann einem Anfänger in der entscheidenden Phase die Luft ausgehen, wenn er gegen Regs und/oder Spieler höherer BIs spielt.

#5 moneymanni11, 28.07.09 18:05

Bitte alle MTT-Artikel nochmal auf Grammatik, fehlende Wörter oder sonstwas überprüfen! ;)<br /> <br /> Da ich mich mit den SNG-Artikel schon befasst habe, fand ich die 100-Buy-ins-Regel besonders interessant. Ich habe gegen diese in der Vergangenheit schon einmal verstoßen. Ich besser mich!!! =)<br /> <br /> @3: Ich finde es auch besser, als purer Anfänger die Buy-ins-Regel zu verschärfen. (Oder erst einmal mit SNG's anfangen, um die Grundlagen zu verstehen, da diese ja bei MTT's in angepasster Form angewendet werden!)<br /> <br /> @2: Wenn man die Bronze und Silberartikel alle beherrscht und vernünftig anwenden kann, könnte ich mir vorstellen, die unteren Limits (je nach Turnierart) mit einem BRM von unter 100 Buy-ins zu bestreiten. Aber das sollte jeder erfahrene Pokerspieler für sich selbst entscheiden und am besten wissen. Weiß er es nicht, so kann er davon ausgehen noch nicht erfahren genug zu sein!!! ;)

#6 Huckebein, 29.07.09 10:23

Das vorgeschlagene BRM ist bereits ein verhältnismäßig aggressives. Ein durchaus akzeptables wäre auch mit 150 Buy-ins. Die wenigsten werden aber MTT-only spielen. Es empfiehlt sich auf alle Fälle, Erfahrungen auch in NL, FL oder SnG zu sammeln. Das hilft auch sehr in Turnieren.<br /> <br /> @5: Welche Fehler hast du denn gefunden?

#7 blonytair, 30.07.09 12:03

@2: siehst du richtig! ein tighteres BRM bei MTTs sichert dir ja gerade auch dein "überleben" in "deinem Limit", d.h. mit >100 BI kannst du quasi erstmal sehr lange deine "stammturniere" von z.b 10$ mit einer BR von 1.5K$ spielen und musst nur wenns es sehr schlecht läuft, auf i.d.f. 5$-MTTs absteigen. Erfahrungsgemäß kommen halt 20bis30BI-Downswings sehr häufig vor und das ist halt bei einer >100BI-BR deutlich besser zu verkraften wie mit 75 Buy-ins, da du hier dann deutlich größere anteile deiner BR verlierst bevor du absteigst (20-30% [>100Bi-BRM] vs. 25-40% [>75Bi-BRM]). Ziel ist es ja, irgendwann auf einem Limit den "großen coup" zu landen, d.h. "shippen" o.ä., um dann weiter aufzusteigen (inkl. emotionaler motivation) anstatt ständig runter zu müßen (inkl. demotivation). <br /> <br /> @3: hast in gewisser weise sicher recht. man muss jedoch auf kleineren limits auch immer ein bissel aggressiver managen, um diese schnellstmöglich verlassen zu können, und dafür ist 100BI imo ein recht guter kompromiss (is ja auch ein bronze-artikel, wo man eher von limits <20$ ausgehen sollte). wie man das dann im weiteren verlauf der eigenen karriere anpassen sollte, kommt im advanced BRM-Artikel.... ;-)

#8 Eisengolem, 13.08.09 12:56

Drei Tipps von mir :<br /> <br /> 1.MTT gibt es auch mit geringer Teilnehmerzahl.<br /> <br /> Bei Titan,z.B., hat man eine gute Einsteigervariante mit 30 Spielern bei fünf Preisrängen ab 1$.<br /> Die Equity kann sehr einfach erhöht werden, indem man auf "Aussetzen" geht und erst ab 50/100 mitspielt. Dabei sind meist schon 10 oder mehr Gegner weg.<br /> Ein oder zwei Gewinnhände reichen oft, um den Finaltable zu erreichen.<br /> Alle 30 Minuten ein neues Turnier starten, und man kann relativ entspannt, bei überschaubarem Zeitrahmen MTT spielen, ohne seine Bankroll übermäßig zu strapazieren, hat aber trotzdem attraktive Gewinnmöglichkeiten.<br /> <br /> P.S.: Leider darf man diese als Neueinsteiger nicht spielen, weil die Finanzausstattung von Pokerstrategy zu Beginn weniger als 100 Buy-Ins beträgt,Ha Ha Ha.<br /> <br /> 2. Auch bei Freezeout-Turnieren bewährt sich der Button "Aussetzen".<br /> <br /> Bis Level 10$ gilt: Innerhalb der ersten Stunde hat sich die Hälfte der Spieler verabschiedet. Ohne die einzelnen gespielten Hände zu kennen, kann man annehmen, dass in dieser Zeit der Kamikazestil gepflegt wird, weshalb man sich besser zurückhält. Die Equity wird auch hier ohne weitere Vorkenntnisse bequem erhöht.<br /> <br /> 3. Für Rebuy-Turniere gilt 2. ebenfalls. Das Teilnehmerfeld schrumpft allderdings deutlich weniger, weil sich viele Spielr immer wieder neu einkaufen.<br /> Man sollte aus meiner Sicht aber grundsätzlich auf Rebuy und Add-On verzichten.<br /> Dafür gibt es zwei Gründe:<br /> <br /> A) Man kann in einem schlecht laufenden Turnier nur ein Buy-In verlieren. Hat man mit der Grundausstattung ca. 70 bis 90 Hände gespielt und nicht gewonnen, hakt man das Turnier mit minimalem Verlust ab.<br /> Der Kauf des Add-On bringt auch nicht viel, weil die üblichen 2000 Chips nach der Add-On-Pause nicht einmal 20 BB sind.<br /> <br /> B) Da im Schnitt jeder Spieler mit Rebuys und Add-On drei mal Startgeld bezahlt, reicht das Erreichen der Preisränge schon aus, um bei drei weiteren Turnieren mitspielen zu können.<br /> Man kann also mit dieser Methode die Auffüllung des Preispools anderen Spielern überlassen, ohne die eigenen Chancen wesentlich einzuschränken.<br /> <br />

#9 blonytair, 19.08.09 12:13

meinst du das wirklich ernst ???? kl. Bsp: aussetzen => AA openfold => obv -ev => unfug<br /> <br /> Im Detail:<br /> Zu 1.) Edge besteht ja auch darin, dass man am Anfang mit ausgewählten Starthänden Chips longterm akkumuliert und nicht auf diese Gelegenheit verzichtet. Gerade wenn die Leute rasch rausfliegen heisst das ja, sie spielen schlechte starthände, gehen light am flop oder sogar davor Allin (ob aktiv oder passiv) und sich an diesem spielchen mit Sets, TPTK, Overpairs etc. nicht zu beteiligen, macht keinen Sinn.<br /> Zu 2.) die equity wird nicht bequem erhöht, da du ja auch Blinds permanent bezahlst, und somit deinen equity obv erstmal fällt. Außerdem willst du ja deine equity maximieren und da wird es auch darauf an kommen, peu à peu Chips zu machen (s.o.).<br /> Zu 3.) A) es geht ja nicht darum longterm den Verlust zu minimieren, da wir ja von langfristigem Gewinn ausgehen - sonst würden wir das MTT ja gar nicht spielen. Insofern sollte man sich eher überlegen, für welchen Preis man Rebuy-Turniere spielt und sich dort dann i.d.R. auch mit double Stack hinsetzen, da die viele (meist schlechte) Gegner das auch tun, deren Stack man so komplett "abholen" kann. Das Add-On is dann Geschmacksfrage aber meist Sinnvoll, da die Chips ja exponetiell wachsen und dies im Falle eines Finaltables einen Riesenunterschied ausmachen kann bzw. bei dem Verlust einer Hand im weiteren Verlauf den Reststack teilweise massiv verfielfacht bzw. überhaupt erst ermöglicht. Wieviel BB das sind ist von der profitabilität unabhängig.<br /> Zu 3.) B) Dadurch haben diese Spieler aber auch mehr Chips d.h. dein Startstack repränstiert genau gleich viel $/Chip im Preispool wie die anderen mit ihrem im Verhältnis dazu sehr großen Stacks. Man kann diese Methode eben genau dann wählen, wenn das Rebuy-Turnier am Rande des BRM ist, es aber als "Freezeout" gut rein passt. Das verändert aber wenig am EV, wenn dann wohl eher negativ aus FutureGame-Gründen u.s.w. sondern eher die Varianz deiner BR.<br /> <br /> Deine Ideen klingen leider ein wenig oberflächlich... Sie weisen nämlich (s.o.) bei genauerer Analyse eklatante Widersprüche auf, womit die damit verbundenen Strategien schlichtweg sinnlos sind...<br /> <br /> Trotzdem danke dass du dir so ausführlich Gedanken dazu gemacht hast - LEIDER ist es jedoch nicht SO einfach, im MTT-Poker Geld zu machen. ;)

#10 blonytair, 19.08.09 12:15

achja, zu rebuy turnieren is ein artikel in planung...

#11 AGGROFORST, 23.08.09 06:17

ich finds einfach in mtts geld zu machen ;)

#12 Eisengolem, 27.08.09 15:26

Meine Vorschläge stellen eine Anpassung der SNG-Strategie auf die Besonderheiten der MTT auf niedrigem Level dar.<br /> Die wichtigste Besonderheit besteht darin, dass in der Anfangsphase in jeder Runde ein oder mehrere Spieler All-In gehen.<br /> Für alle Hände außer AA,KK,AK und QQ empfiehlt die SNG-Strategie für die frühe Turnierphase zu folden, wenn All-In geraist wird. <br /> Wenn nun in jeder Runde vor einem jemand All-In geht, oder die Wahrscheinlichkeit, dass es noch jemand nach einem tun wird, extrem hoch ist, ist ein Fold mit allen, außer o.g. Starthänden ,im Sinne der SNG-Strategie korrekt.<br /> Daraus folgt, dass der Vorschlag, in der Anfangsphase auf "Aussetzen" zu gehen in mehr als 95% der Fälle den korrekten Spielzug, nämlich "Fold", erzeugt.<br /> Da AK und QQ gegen mehrere Gegner auch nicht unbedingt Favorit sind, erhöht sich die Erfolgsquote o.g. Spielweise sogar noch etwas.<br /> <br /> Wer ohne zu zögern mit AA gegen KK All-In geht, also mit 81% Erfolgsaussicht, dürfte mit einer Spielweise, die in mehr als 95% korrekt ist, keine Probleme haben.<br /> <br /> Zu der Frage, ob man mit AA,KK,AK und QQ unbedingt spielen sollte, wenn man mit mehreren Spielern um Alles spielt, möchte ich Phil Gordon frei zitieren:<br /> <br /> "Sie sind nicht verpflichtet, jede gute Hand zu spielen. Wenn Sie sich aus irgendeinem Grund in der Situation nicht wohlfühlen, spielen Sie die Hand nicht !"<br /> <br /> Meine Empfehlungen sollen also nicht etwa das mögliche Optimum darstellen, sondern Spielern mit wenig Erfahrung ermöglichen, in MTT einen großen Teil des Teilnehmerfeldes zu überleben.<br /> <br /> Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die vorgeschlagene Soielweise nur unter der Voraussetzung gilt, dass in dem jeweiligen MTT viele Spieler permanent volles Risiko gehen, ohne auf :<br /> - Stärke der eigenen Starthand<br /> - Position<br /> - mögliche Drohungen der anderen Spieler, usw.<br /> <br /> irgendeine Rücksicht zu nehmen.<br /> <br /> Das sieht dann z.B. so aus:<br /> <br /> Original 1. Hand 1$ MTT auf Mansion:<br /> <br /> UTG+1 Raise All-In mit 55, gecallt von 78s, AJo, 99, AQo und AKo.<br /> <br /> Es gewann AQo mit Flush Q high.<br /> <br /> Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigt sich die Lage etwas.<br /> Die erfolgreichen Spieler der "Lottofraktion" möchten ihre angehäuften Chips nicht mehr mit jedem Mist riskieren, während die Smallstacks auf gute Gelegenheiten warten, um mit einer starken Hand, möglichst gegen nur einen Gegner, Chips zu sammeln, so dass man normal weiterspielen kann.<br /> <br /> <br /> <br /> <br />

#13 DreamSet, 10.11.09 17:37

Nur ein % seiner Bankroll, das heisst ja solche die 215$ Turniere spielen haben eine Bankroll von über 21500 $ . Ist das wirklich so? Glaube nicht immer ;)

#14 AGGROFORST, 04.12.09 09:06

@12 wer denkt sit out wäre eine profitable line sollte sich überlegen, ob für ihn erst gar teilzunehmen nicht besser wäre. aber will dir deine meinung nicht nehmen bitte eine PM an mich wenn du dich irgendwo reggst --> i like dead money<br /> <br /> @13 das ist evt nicht immer so, aber bei denen die lange und dauerhaft dabei sind kannst davon ausgehen dass sie eher eine größere BR haben den auf den limits ist ein BRM von >150BI angebracht

#15 Daewon7, 19.12.09 18:44

Die meisten leute welche diese "sit-out strategie" anwenden zweifeln vermutlich an ihren eigenen fähigkeite

#16 Daewon7, 19.12.09 18:44

n

#17 F0XY, 31.12.09 09:13

ECHT das hätte ich nicht gedacht <br /> <br /> 1200$ sind 1200$. Du kannst sie jedoch als 24 Buy-ins für 50$Turniere ansehen, als 120 Buy-ins für ein 10$Turniere oder als 1200 Buy-ins für 1$Turniere, es bleiben jedoch immer 1200$.

#18 pepino11, 02.01.10 07:05

Der Satz Investiere nie mehr als ca. 1% deiner Bankroll in ein Turnier ist vom Ansatz sicher richtig und ich finde es auch gut, daß er speziell in einem roten Rahmen hervorgehoben wird.<br /> <br /> Wenn jemand wie ich mit den ganzen Gestzmäßigkeiten und Abläufen schon vertraut ist und erste (kleinere) Erfolge vorweisen kann, kann ruhig die Prozentzahl anheben, wohlgemerkt auf niedrigem Level. Angenommen ich zahl erstmal nur 5$ auf das Pokerkonto ein, dann kann ich ruhigen Gewissens 1$ Freezeouts spielen. Das wär dann 20% der BR jedesmal. Eigentlich Wahnsinn, aber vertretbar. Selbst wenn ich 5 mal in Folge nicht ITM kommen sollte, wirft mich das nicht um. Ist aber nie vorgekommen, von daher war es nicht leichtsinnig oder so. <br /> <br /> Anders sähe es jetzt aus wenn ich mich an die 5$ Tische wagen sollte. Auf den ersten Blick auch noch keine Summe, aber auf den zweiten Blick schon. Das wäre dann mit einem Schlag das 5-fache an buy in. Unmöglich, wenn ich bei den kleinen Tischen noch nicht mal richtig meine Hausaufgaben gemacht hab, im Sinne von Final Table oder zumindest dauerhaftes ITM. Die Gegner werden nicht unbedingt schwächer, die Karten nicht unbedingt besser. Der Reiz schnell viel Geld zu machen ist natürlich da, aber da bin ich nicht so leicht zu beeinflussen. ;)<br /> <br /> Ich möchte in jeder Phase wissen was ich eigentlich tue und vor allem warum. Und da helfen mir die extrem niedrigen Limits wie das 1$ Freezeout. Bei diesen Limits ist es auch einfacher in die Punkte zu kommen, weil sich nach der ersten Pause schon 60% verabschiedet haben. <br /> <br /> Wenn mehr im Spiel ist, droht man vielleicht zu verkrampfen und versucht es mit der Brechstange. Wie das langfristig ausgeht kann jeder sich selber ausmalen.

#19 funkyone81, 02.01.10 15:31

@ 8<br /> "2. Auch bei Freezeout-Turnieren bewährt sich der Button "Aussetzen"."<br /> <br /> lol zuviele drogen?

#20 oaonorm, 17.02.10 03:02

Interessante Berechnungen zu dem sitout Quatsch...<br /> <br /> Ich hab aber lieber 100BB nach 1 Stunde als 10.<br /> Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber wenn ich short im Turnier bin und da einer neben mir sitzt und mich mit KJ im BB callt, weill er dann immernoch 100BB left hat (ich hab mindestens KK :D, aber nur noch knapp 10BB), und natürlich str8 oder flush oder two pair trifft, reg ich mich nicht auf.<br /> <br /> Ich geh doch nicht auf sit out um dann mit AQo pf all in zu müssen!<br /> Was ist da los man? gehts noch?

#21 schoe01, 17.03.10 09:42

eisengolem obv fish

#22 Huckebein, 10.05.10 21:58

@18: BRM zielt ja immer darauf ab, mit dem bestehenden Geld auszukommen, und nicht zu sagen, ok ich versuchs und cashe einfach immer wieder nach $5 nach. Damit betreibst du kein BRM, und du läufst Gefahr, einfach mal 5 und dann nochmal 5 und dann vielleicht mal 10 oder mehr Dollar nachzuzahlen, "weil" es ja eh noch im Rahmen ist. <br /> <br /> Wenn du in 20% der Tourneys ins Geld kommst, ist das ein krasser Upswing oder du bist der beste Turnierspieler ever ;)

#23 Huckebein, 10.05.10 21:59

@Eisengolem: Deine Strategie mag vielleicht auch funktioneren, optimale Spielweise sieht aber anders aus (und danach sollte man ja streben).

#24 BlackSabbath89, 15.11.11 15:32

Wenn man viele Turniere spielt pendelt sich der Faktor Glück ja ein und man gewinnt mit ner sehr guten Starthand preflop All-In in der Mehrzahl der Fälle.<br /> <br /> Wenn man aber nur wenige Turniere spielt, sichert einem die Taktik von Eisengolem das Überleben der Anfangsphase bei jedem einzelnen Turnier. Das Handycap eines kleinen Stacks kommt natürlich dazu.

#25 hensc, 22.02.12 10:03

"In der Silbersektion werden dir die gängigsten Formate "Freezeout", "Turbo-Turnier", "Rebuy-Turnier", "Satellite-Turnier" und "Multitable-SNG" jeweils in einem Artikel vorgestellt."<br /> <br /> Also ich hab die Artikel nirgends gefunden, kommen die noch?

#26 DorfDisko, 08.04.12 03:15

#25<br /> <br /> würde mich auch mal interessieren, bzw. viel mehr spezielle strategieanpassungen dazu. <br /> <br /> (liest überhaupt noch jemand die comments?)

#27 Thorzan, 04.07.12 16:20

ja, aber ich bin noch nicht Silber, deshalb kann ich nicht nachschauen! :)

#28 Markme, 07.10.12 12:18

hm bei bezgl. BRM. Auf kleinen Seiten mag vielleicht bei non Turbo Turnieren ein 100brm funktionieren allerdings ist ein BRM unter 700-800Buyins bei Turnieren mit großen Spielerpool oder Turbos Selbstmord.

#29 makror79, 04.01.13 12:07

Die Diskussion ist ja schon einiges alt aber hier mal ein kleiner Beitrag von mir.<br /> Ich denke das hier zu hart um Formulierungen gefeilscht wird. Der BRM mit 100 BuyIns ist ja nur ein Bsp. um ein wenig Licht in die ersten Untiefen des Pokerdaseins zu bringen. Zu dem Zeitpunkt als FultTilt von Netz ging, hatte ich 55$ auf dem Acc.<br /> Angefangen zu spielen hab ich auch erst wieder als es dort wieder los ging. Da dieses Geld für mich faktisch nicht mehr vorhanden war, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen mich bei Tischen&MTTs unter 0,55c anzumelden. Zwischenzeitlich hatte ich jetzt über 1200$ auf dem Konto, wobei ich einiges Richtung PStars geschoben habe und das Meiste ausgecashed wurde(ja, ja Reallife is mal voll teuer geworden). Jetzt starte ich bei 1$ MTT neu. Ein Limit welches ich erst nachhaltig schlagen möchte bevor ich in die höheren Regionen vorstoße. Ich denke wenn man einigermaßen mit dem Spiel vertraut ist sind 1$ Turniere und 0,02/0,04$ bzw. 0,05/0,10$ Tische ein guter Einstieg. Über BRM mache ich mir erst Gedanken wenn ich einen 4stelligen Betrag auf meinem Konto belasse ohne zu verhungern. Dann würde ich aber auch eher konservativ zw. 250-500 BRM arbeiten wollen, weil ich nicht glaube das der eigene Skill so schnell wie eine Bankroll steigen kann. Ich möchte gerne die kleinen Limits spielen und langsam das Andrenalin runterzuschrauben, welches auch bei 1$ noch gut dén Hals hochpumpt. Das soll mein Ziel für 2013 sein. In diesem Sinne wünsche ich allen viel Erfolg(d.h. gutes Mindset>viel Gewinn).

#30 OmgAAces, 31.03.14 18:04

Nice one. Aber manchmal fragt man sich doch ob sich die ganzen bekannten Gesichter der Szene auch daran halten. Glaub nicht das die 8000 Teilnehmer beim Main Event der wsop buw beim one drop tatsächlich 10Mio geschweige denn 100Mio left haben?!

#31 badmoe92, 30.08.14 18:37

ich grab hier mal aus<br /> @ 30 darum verkaufen ja auch viele %

#32 DracusLY, 03.12.14 18:06

nice nice.

#33 algorithm, 01.04.15 13:56

Hallo,<br /> <br /> wie ist das BRM bei hyper (3 min levels) Turnieren ?<br /> <br /> Viele Grüße<br /> algorithm

#34 PeterRockx, 20.12.15 15:05

An sich gute idee, aber wenn ich mir win 20er auflade und mich an die 100er regel halte macht das in meinen augen kein sinn....Spiele desöfter the hot 0,55 oder sowas und bin da schon sehr oft unter die top 50 gekommen, wi der gewinn nkch sehr gering ausfällt....da ärgere ich mich noch mehr wie wenn ich bubble boy in größeren Turnieren bin<br /> <br /> Kurz und knapp: 100x buy in meiner meinung nach zu viel